Zum Frauentag

einfach eine Linkliste mit meinen dichterischen Beiträgen zu besonderen Frauen.

Maria natürlich gleich mehrfach: Mariä Geburt, Immaculata, Maria Heil der Kranken, Maria Bundeslade, Verkündigung des Herrn, Maria Königin, Unbeflecktes Herz Mariä, Warum Maria immer ein blaues Tuch trägt.

Und dann noch sieben Heilige und eine Selige: Bernadette, Hildegard, Monica, Maria Magdalena, Regina Protmann, Christiana von Lucca, Gertraud von Nivelles, Jeanne d’Arc, Edith Stein.

Viel Freude beim Stöbern!

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Gehorsam

Bischof Bätzing gab kürzlich ein Interview, in dem er Dinge vorbrachte, die ich für nicht vereinbar halte mit seinem Amt und dem christlichen Glauben (insbesondere katholischer Prägung). Er hat deshalb auch schon von Klügeren als mir auf den Deckel bekommen, dennoch möchte ich ihm und allen sagen, warum mich (Laie ohne übergroße Verdienste) dies Interview entsetzt.

Bischof Bätzing sagt: „Ich bin 60 Jahre alt. Die Zeit der Ängstlichkeit ist vorbei. Das war mal anders. Es gab durchaus Zeiten, da war ich ängstlicher, zurückhaltender. Es geht aber um so viel in unserer Zeit, da ist es wichtig zu sagen, was wir denken.“ Diesen einen Absatz kann ich, einschließlich der Altersangabe, Wort für Wort selbst sagen. Ich habe keine Scheu, auch einem Bischof die Leviten zu lesen, wenn es sein muss.

Als Herr Georg Bätzing am 1. Juli 2016 zum Bischof geweiht wurde, stellte ihm der Zelebrant neun rituelle Fragen, und Bätzing antwortete auf jede „Ich bin bereit“ – auf die letzte sogar „Mit Gottes Hilfe bin ich bereit“. Schauen wir mal, was übrigblieb.

  • Bist du bereit, in dem Amt, das von den Aposteln auf uns gekommen ist und das wir dir heute durch Handauflegung übertragen, mit der Gnade des Heiligen Geistes bis zum Tod zu dienen?
  • Bist du bereit, das Evangelium Christi treu und unermüdlich zu verkünden?
  • Bist du bereit, das von den Aposteln überlieferte Gut, das immer und überall in der Kirche bewahrt wurde, rein und unverkürzt weiterzugeben?
  • Bist du bereit, am Aufbau der Kirche, des Leibes Christi, mitzuwirken und zusammen mit dem Bischofskollegium unter dem Nachfolger des heiligen Petrus stets ihre Einheit zu wahren?
  • Bist du bereit, dem Nachfolger des Apostels Petrus treuen Gehorsam zu erweisen?
  • Bist du bereit, zusammen mit deinen Mitarbeitern, den Presbytern und Diakonen, für das Volk Gottes wie ein guter Vater zu sorgen und es auf dem Weg des Heiles zu führen?
  • Bist du bereit, um des Herrn willen den Armen und den Heimatlosen und allen Notleidenden gütig zu begegnen und zu ihnen barmherzig zu sein?
  • Bist du bereit, den Verirrten als guter Hirte nachzugehen und sie zur Herde Christi zurückzuführen?
  • Bist du bereit, für das Heil des Volkes unablässig zum allmächtigen Gott zu beten und das hohepriesterliche Amt untadelig auszuüben?

Bischof Bätzing trennt sich in dem Interview von biblischer und kirchlicher Lehre und Tradition – und damit von dem „überlieferten Gut“ – in einem Maße, das ich mit Aufbau und Einheit nicht mehr zusammenbringen kann.

Priesterinnen will er haben. – Der Heilige Vater hat – ebenso wie seine Vorgänger – betont, daß es keine katholischen Priesterinnen geben kann. Und „wir brauchen die Kraft der Frauen“, wie der Bischof sich ausdrückt? Bitte sehr, ich stelle meine Kraft zur Verfügung. Wenn Bischof Bätzing wissen möchte, warum ich auch dann nicht Priesterin werden könnte, wenn ich das ganz, ganz dringend wollte, kann ich Ihm das gerne mit Argumenten aus Bibel und Tradition erklären, z.B. in diesem Vortrag. Wenn er wissen möchte, was ich sonst noch zu sagen habe zum großen Thema Kirche und zum Gehorsam, kann er auf meinem Blog herumstöbern oder mich einladen – adsum.

Der priesterliche Zölibat soll freigestellt werden. Damit auch gar nichts mehr stört, was? Ich sehe darin den Willen, alles, was irgendwie schwierig, eigen, anachronistisch erscheint, wegzuputzen – statt sich damit auseinanderzusetzen.

Die katholische Sexuallehre soll fallen (jeder soll mit jedem dürfen, sofern es „aus Liebe“ geschieht). Bislang ist nach katholischer Lehre Sexualität so heilig, daß sie nur in dem geschützten Raum der Ehe zwischen genau einem Mann und genau einer Frau Platz hat. Die Verweltlichung und Banalisierung der Sexualität kann ich nicht als etwas Erstrebenswertes erkennen – auch aufgrund eigener leidvoller Erfahrungen.

Bätzing: „Keiner muss mehr Angst haben, seinen Job zu verlieren, wenn er seine persönliche Intimität lebt. Die geht mich nichts an.“ Diesem Hirten scheint egal zu sein, wenn seine Schäfchen sich verirren. Das kommt mir nicht besonders liebevoll vor. Ein guter Vater lässt seine Kinder auch nicht blindlings ins Unglück rennen.

Die Bereitschaft zur untadeligen Ausübung beinhaltet nicht, daß man dann auch tatsächlich immer „untadelig“ ist – das ist keiner, das kann keiner. Wäre hier also nur die Tatsache, daß auch ein Bischof ein Sünder ist (wie ich, wie alle), wäre es banal. Aber ich kann die Bereitschaft – also den festen Willen, immer wieder umzukehren und Gottes Willen und Geboten zu folgen, so gut man es vermag – hier nicht mehr erkennen. Wäre ich in Limburg, müsste ich mich fragen, ob ich diesem Hirten noch gehorsam sein darf.

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Männer! Synodale! Zwonullerinnen! Hört auf, meine Freiheit zu verteidigen!

Erstens, weil ich das selber kann. Ich bin sechzig Jahre alt und schon groß.

Zweitens, weil Ihr in aller Regel einen völlig anderen Begriff habt von dem, was „meine Freiheit“ ist, als ich.

Ich bin in Freiheit – gegen den Willen meiner nächsten Verwandten, d.h. Vater, Mutter und zwei Brüder, also gegen den Willen einer männlichen Mehrheit – Christin geworden. Ich lebe in einem Land, in dem das nicht mit Freiheits- oder Körperstrafen geahndet wird, sondern nur mit Befremden und Abneigung einer wachsenden Mehrheit. Seitdem haben immer wieder Männer und immer öfter auch Frauen mir erklärt, wie böse die Kirche (insbesondere die katholische) zu mir als Frau ist, und daß sie meine Freiheit beschneidet. Die Stunden, in denen ich solchen Leuten zugehört habe, weil ich mich dazu durch die Konvention verpflichtet fühlte, bekomme ich nie wieder. Sie sind verlorene Lebenszeit.

In jüngster Zeit sind es vorwiegend Männer, die sich für Katholiken halten, die meine Freiheit auf diese Weise verteidigen wollen und sie in Wirklichkeit beschneiden. (Frauen fühlen sich gelegentlich auch dazu bemüßigt, aber nicht ganz so oft.) Sie salbadern mir etwas vor, daß die Kirche ja nur dann Gottes Willen tut, wenn sie mir erlaubt, Priesterin zu werden, obwohl ich das gar nicht will, und halten mich für gehirngewaschen oder bestenfalls dumm, ein unbewegliches Weibchen, das nicht wagt, sich seines minderen Verstandes zu bedienen und auf ihr männliches / wahrhaft weibliches / diverses Vorwärtspreschen angewiesen ist.

Männer, Frauen, Diverse – ich pfeife auf Eure Versuche, mich zu befreien!

Ich bin so gebunden, wie man als Mensch nun einmal ist – gebunden durch äußere und innere Umstände, die keiner von uns ändern kann, und vor allem durch den Umstand, daß ich ein gefallener Mensch bin wie alle anderen Menschen auch.

Ich bin so frei, wie Menschen nur sein können, wenn sie sich ganz in Gottes Hand geben – oder das wenigstens versuchen. In der Freiheit der Kinder Gottes und als treue Tochter der Kirche darf ich Euch sagen: Unter Euch gibt es ganz wenige, die tatsächlich zu meiner Befreiung beitragen können und gelegentlich tun, und die sind Beichtväter.

Zuguterletzt etwas zur Ästhetik verschiedener Bewegungen.

„Wir sind zusammen stark, wir sind zusammen laut“ beginnt ein Lied der Initiative Maria 2.0 (wird von mir nicht verlinkt; wer mag, kann es auf Youtube finden). Zusammen stark und laut sind auch betrunkene Hooligans. „Unsere Kirche der Zukunft wird von allen gebaut“ – die Zeile erinnert melodisch und inhaltlich stark an „Für eine bessere Zukunft richten wir die Heimat auf“ – an das FDJ-Lied „Bau auf, bau auf“ (auch auf Youtube zu finden). Na, dann baut mal schön. Texte und Melodien beider Lieder sind übrigens von Männern verfasst.

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Warum ich nicht demonstrieren gehe

Es ist wunderbar, den Ukrainern Solidarität zu zeigen. Und trotz meiner maroden Knie könnte ich doch wenigstens ein Stündchen teilnehmen an einer der zahlreichen Demonstrationen für den Frieden – oder?

Ja, könnte ich. Tu ich aber nicht. Nicht obwohl, sondern weil ich den Ukrainern nur Gutes wünsche.

Wir haben immer noch eine Pandemie. Derzeit grassiert eine hoch ansteckende Variante. Die Ukrainer, die jetzt als Flüchtlinge zu uns kommen, sind zunächst gestresst und geschwächt. Und die wollen wir empfangen, indem wir die Inzidenzen hochfahren und ihnen erstmal eine Ladung Covid-19-Viren ins Gesicht pusten?

Bitte nicht.

Betet, schreibt, nehmt Leute auf, wenn Ihr könnt (nur bitte nicht mehr als unter diesen Umständen in die Wohnung passen). Unterstützt Hilfsgütertransporte. Zwackt Euch in der Fastenzeit was ab, um denen zu helfen, deren Heimat gerade zerstört wird. (Nicht alles auf einmal, sondern das, was Ihr könnt!)

Aber bitte, haltet Abstand. Meidet Massenansammlungen. Covid 19 wird nicht besser davon, daß es auch noch Krieg gibt – sondern die Not wird größer, wenn es beides gibt. Ist ja nicht so schwer zu begreifen.

Heute will ich besonders daran denken, daß mein Leben endlich ist, daß ich wie Staub bin und Staub werde. Das bedeutet nicht, mein Leben und das Leben anderer Menschen gleichermaßen sinnlos zu gefährden. Aus Erfahrung kann ich sagen: ein milder Verlauf von Covid 19 unter guten Lebensumständen ist ekelhaft genug. Ein schwerer muss wirklich nicht auch noch sein. Für niemanden.

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Geburtstagsblumen

Ein treuer Leser schickte mir diese!

Herzlichen Dank!

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Mir selbst zum 60. Geburtstag

Kein Unheil überwältigt heut mein Denken:
Ich schau voll Dank und Liebe auf die Jahre,
Gott kennt mich ganz, Er zählt auch meine Haare.
Der mir das Leben gibt, der wirds auch lenken.

Die harte Zeit und auch die wunderbare,
Mit Not und Freude, Schulden und Geschenken,
Ist so voll Gnade! Heut kann nichts mich kränken,
Auch wenn ich keine Freunde um mich schare.

Der Herr kennt jede Not, hört jedes Flehen,
Er ist ganz Liebe und ist ganz Erbarmen.
Er lässt uns sicher bessre Tage sehen.
  
Die Zeit ist, wie sie ist. Er wird sie wenden.
Wir werden wieder lachend uns umarmen,
Und werden füreinander Zeit verschwenden.

© Claudia Sperlich
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Hilflos

Ich fühle mich oft hilflos. Wenn ich einem Bettler etwas gebe und denke „Wenn ich könnte, würde ich deine Situation ändern“. Wenn ich vor einem Berg Papier sitze und denke „Wenn ich damit durch bin, kommt der nächste Berg“. Wenn ein Freund verschwindet und ich keine Möglichkeit habe, ihn zu erreichen.

Zur Zeit ist das alles Kleinkram vor einem Krieg in Europa, dem ich hilflos von ferne zuschaue und dabei fürchte, er könnte näher kommen. Ich habe Angst, daß ich mit Gasheizung und Gasherd (mir bis vor kurzem so lieb) Putins Kriegskasse fülle – aber frieren ist ja keine Lösung. Ich kann das einzige, was ich aus Russland bekomme – das Gas – nicht boykottieren. Es liegt an anderen, mir Gas von anderswo in die Heizungsrohre und den Herd zu schicken.

Putin kommt mir vor wie ein kleines Kind, das etwas haben will und, wenn Papa sagt „Nein, das ist nichts für dich“, das Objekt der Begierde kaputtmacht. Nur daß ein Kind im Regelfall keine Möglichkeit hat, Raketen auf Atommülldeponien oder in Wohnhäuser zu schießen. Auch ist Putin nicht niedlich oder „eigentlich ein guter Junge“. Er ist, so ungern ich das über andere Menschen sage, böse.

Was ich tun kann, ist beten. Für die Ukraine, ihre Nachbarstaaten und ganz Europa um Frieden, für die ukrainischen Flüchtlinge um gute Aufnahme, für die Soldaten um Sicherheit, für die Gefallenen um das ewige Leben, für die Trauernden um Trost – und für Putin um Vernunft und Bekehrung.

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Kunst im Wedding

Der Wedding (mit bestimmtem Artikel, im Gegensatz zu allen anderen Bezirken) hat schon lange nicht mehr das besondere Gepräge des alten Arbeiterbezirks. Hier zeigt er sich – zumindest an einem Laternenpfahl – auch als Künstlerviertel – was andererseits durchaus kein Gegensatz sein muss!

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Hier spricht Matthias Claudius

Kriegslied
1778

’s ist Krieg! ’s ist Krieg! O Gottes Engel wehre,
Und rede Du darein!
’s ist leider Krieg – und ich begehre,
Nicht schuld daran zu sein!

Was sollt ich machen, wenn im Schlaf mit Grämen
Und blutig, bleich und blaß,
Die Geister der Erschlagnen zu mir kämen,
Und vor mir weinten, was?

Wenn wackre Männer, die sich Ehre suchten,
Verstümmelt und halb tot
Im Staub sich vor mir wälzten und mir fluchten
In ihrer Todesnot?

Wenn tausend tausend Väter, Mütter, Bräute,
So glücklich vor dem Krieg,
Nun alle elend, alle arme Leute,
Wehklagten über mich?

Wenn Hunger, böse Seuch und ihre Nöten
Freund, Freund und Feind ins Grab
Versammelten, und mir zu Ehren krähten
Von einer Leich herab?

Was hülf mir Kron und Land und Gold und Ehre?
Die könnten mich nicht freun!
’s ist leider Krieg – und ich begehre,
Nicht schuld daran zu sein!

Es ist nicht das erste Mal, daß dies Gedicht mir aus aktuellem Anlass durch den Kopf geht. Möge es das letzte Mal sein.

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Der Frühling naht!

Hier die Beweisphotos aus dem Vorgarten: Krokus, Märzbecher, Schneeglöckchen, Szilla.

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