Vor den Reliquien der Heiligen Bernadette

Ein kleiner goldner Dom mit Edelsteinen,
In Kreuzform auch ein Handreliquiar,
Darin, geborgen vor der frommen Schar,
Ein Stück von jungen weiblichen Gebeinen.

Der Priester segnet, reicht zum Kusse dar
Das Kreuz, und gerne will ich mich vereinen
Mit jener Heiligen, der armen Kleinen,
Die durch Maria reich gesegnet war.

Sekunden, wo ich lieber Stunden hätte,
Und nichts ergreift mich, nichts lässt mich begreifen,
Daß hier der Heiland wirkt durch eine Frau.

In mir ist alles so vernünftig grau,
Es will kein Wunderglaube in mir reifen –
Doch Er wirkt Wunder auch durch Bernadette.

© Claudia Sperlich

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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2 Antworten zu Vor den Reliquien der Heiligen Bernadette

  1. akinom schreibt:

    Nein, auch dieses Gedicht hat Bernadette nicht zu meiner Fürsprecherin gemacht. Der Grund: Schwester Bernadette ist der Alptraum mein er Schulzeit gewesen.

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