Heilige Hildegard

Melodie: Mein schönste Zier und Kleinod (GL 361)

Ein grüner Zweig an Gottes Baum,
die Augen voll von Himmelstraum,
war Hildegard von Bingen,
von Gott gestellt in diese Welt,
zu lehren und zu singen.

Sie war nicht scheu vorm Kaiserhaus
und sprach die Wahrheit frei heraus:
Gott sollst du nie verschmähen!
Du Fürst und Knecht, gib Gott das Recht!
Auf Ihn nur sollst du sehen.

O Kraft der Weisheit, die die Welt
umschließt, behütet und erhält
mit ihren goldnen Schwingen,
so Erdenlast wie Himmelsrast
wird durch sie wohl gelingen.

Ein helles Licht voll Heiterkeit
wird strahlen in der Ewigkeit
von Gott für all die Seinen.
Die Seele hat in Gottes Stadt
ein Haus von Edelsteinen.

Von ungemessner Tiefe an
bis über aller Sterne Bahn
gehn Liebe und Erbarmen.
Die Liebe hält die ganze Welt
in ihren schönen Armen.

aus: Lass mich bekennen Deine Mandelblüte. Gedichte, tredition 2015

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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Eine Antwort zu Heilige Hildegard

  1. akinom schreibt:

    „Freue dich, denn der Herr

    hat dich so in der Hand,

    dass du dich in keiner Weise

    auf die eigene Sicherheit zu stützen brauchst.

    Und auch das wirkt Gott in dir,

    dass du ein Echstein seiest.“

    Dieses Zitat der Äbtissin, Mystikerin und Kirchenlehrerin steht auf meinem Abreißkelender.

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