Junibalkon

Anfang des Jahres bekam ich eine Samentüte für bienenfreundliche Blumen. Und dann war noch einiges andere auf dem Balkon. Insekten-, nasen-, augen- und teilweise auch gaumenfreundlich!

Die Art, wie der gelbe Mohn sein spitzes grünes Hütchen nach oben wegschiebt, finde ich allerliebst. Die Hornveilchen sind über die größte Pracht schon hinüber und samen fleißig aus. Salbei und Rosmarin duften und würzen, übrigens kann man daraus auch schöne Duftsträuße machen. Der rote Klee ist von einer der unzähligen Kleearten, die ich noch nicht kenne. Neben dem Rosmarin sieht man noch ein paar Kornblumen, die meisten sind schon hinüber (und ich hoffe, auch sie verbreiten sich gut). Dann gibt es noch einiges Hübsche, was ich nicht kenne, und etwas knospt verheißungsvoll. Den Hummeln gefällt es auch!

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Erster Impftermin: Ein Hoch auf die Organisation!

Erste Impfung. Das wirklich Anstrengende daran war, mit dem Fahrrad von Friedenau zu den Messehallen zu fahren, bei 30° durch die Stadt.

Ansonsten: Doch, Organisation ist möglich! Ich hatte das ja in der letzten Zeit im Zusammenhang mit der Pandemie manchmal angezweifelt. Aber hier, siehe:

Eingang – ich zücke schon die Papiere, freundlicher Mensch in Ordnerweste (im Folgenden fMiO) winkt mich durch, „Die braucht erst die Kollegin weiter vorn“. Ein Sicherheitsmann möchte in meine ziemlich große Tasche gucken, ist mit dem Anblick zufrieden.

Gang, Vorhalle: Überall stehen fMiO, lotsen die Impfwilligen weiter.

Schleuse: Hier sitzen freundliche Menschen hinter Plexiglas, ich werde zu einer gelotst. Sie stellt fest, daß bei meinen Ausdrucken der QR-Code veraltet ist (der einzige Punkt, über den ich mich ärgern könnte, wenn ich wollte), sieht aber, daß ich angemeldet bin, überträgt die Daten, fragt mich, ob ich die ungültigen Blätter wiederhaben will oder ob sie sie vernichten soll (ich bitte um letzteres). Dann stellt sie ein paar Fragen, die mir ein bißchen vorkommen wie „Frau Sperlich, ich frage Sie: Sind Sie hierhergekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluß gegen Covid19 geimpft zu werden?“ Ich bejahe das, bekomme die gültigen Papiere und noch eines dazu, werde weitergelotst.

Schließlich in einer Kabine mit einer Ärztin und einer Assistentin, die die Papiere an sich nimmt und scannt. Die Ärztin fragt mich, ob es mir gut geht, dann einige sehr genaue Fragen über meine Epilepsie, Medikation und Anfallrisiko. Dann werde ich geimpft. Sie möchte, daß ich noch ganz kurz sitzenbleibe, fragt, wie sich das angefühlt hat, ist zufrieden, daß ich wirklich nicht mehr als einen Piks wahrgenommen habe.

Dann folge ich den Pfeilen nach draußen, es wird mir empfohlen, mich kurz vor dem Ausgang noch ein wenig hinzusetzen. Ich warte eine Viertelstunde auf meinem Stuhl, ob es mir irgendwie komisch wird, und als das nicht eintritt, gehe ich.

Alle, wirklich alle sind freundlich, machen ihre Arbeit, sind aufeinander abgestimmt. Es ist trotz der vielen Leute ruhig, es ist angenehm klimatisiert, und auch die Putzleute machen ihre Arbeit unauffällig und ausgezeichnet (wie man an den Toiletten sieht).

Es gibt an Berlin besonders hinsichtlich behördlicher und organisatorischer Arbeit einiges zu meckern. Umso wichtiger finde ich, wenn mal alles derartig perfekt organisiert ist. Ein ganz großer Dank an alle, die da mit Kompetenz und Freundlichkeit ihre Arbeit tun.

Covid19, wir machen dich alle!

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Weg mit § 242 StGB!

§ 242 StGB

(1) Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

Dieser Paragraph ist unmenschlich und vollkommen veraltet. Übrigens gab es ihn auch unter den Nazis. Hören wir endlich damit auf, die unentgeltliche Aneignung von Dingen zu kriminalisieren!

Wegnahmen geschehen so gut wie nie ohne reifliche vorherige Überlegung. Wer wegnimmt, tut das, weil er in einer existenziellen Notlage ist. Viele Menschen, besonders Frauen – die von Armut regelmäßig stärker betroffen sind als Männer – könnten ohne Wegnahme lebenswichtiger Dinge gar nicht überleben. Die VerteidigerInnen des § 242 StGB sind da durchaus bereit, über Leichen zu gehen – alles im Namen der „Gerechtigkeit“! Gerade von ihren Familien abgelehnte, von ihren Partnern verlassene Frauen – nicht nur, aber besonders wenn sie keine Ausbildung und/oder keine bezahlte Arbeit haben – werden durch das Verbot der Wegnahme zu völlig entwürdigenden Tätigkeiten wie Bettelei oder gar Prostitution gezwungen. Aber auch in weniger krassen Notlagen geschieht eine Wegnahme immer aufgrund der subjektiven Not, ohne eine bestimmte bewegliche Sache nicht menschenwürdig leben zu können.

Menschen können ohne eine Menge an Gütern (Nahrung, Kleidung, Kommunikationsmittel – um nur die wichtigsten zu nennen) schlicht nicht überleben. Solange diese Güter nicht auf andere, im bürgerlichen Denken seit jeher akzeptierte Weise jedem Menschen erhältlich sind, wird es immer wieder zu Wegnahmen kommen. Eine moralisierende, strafende Sicht der Wegnahme bürdet dem Wegnehmer, der Wegnehmerin zusätzliche Lasten zur existenziellen Not auf: ein eingeredetes „schlechtes Gewissen“, das Trauma der Bestrafung (bis zu fünf Jahre Haft!), gesellschaftliche Ächtung. Die Religionen erweisen sich hierfür als Hauptursachen. Sie reden von „stehlen“, „Sünde“, drohen mit der „Hölle“, statt Wegnehmern hilfreich zur Hand zu gehen, z.B. durch Wegnehm-Kurse und eine menschlichere Lehre, die die überholten Vorstellungen von „Besitz“ und „Diebstahl“ hinter sich lässt.

Zudem ist jeder, der den passiven Teil einer Wegnahme erfüllt, dem aktiven Wegnehmer ja gerade durch das „Besitzen“ (schon das Wort zeigt eine oppressive Grundhaltung!) in unguter Weise überlegen. Er muss sich nicht als „Opfer“ fühlen, sondern wird durch die Wegnahme in seiner moralischen Qualität aufgewertet. Sollte es tatsächlich um ein Gut gehen, ohne daß er „nicht auskommen kann“, stünde bei einer Legalisierung der Wegnahme ja nichts im Wege, wenn der passiv Beteiligte nun selbst einem Dritten etwas wegnimmt, idealerweise etwas, das dem vorher ihm entnommenen Gut etwa gleichkommt.

Die überfällige Legalisierung der Wegnahme hätte auf lange Sicht die globale gerechte Güterverteilung zur Folge. Kostenfreie Kurse in effektiver Wegnahme müssen jedem Bürger, jeder Bürgerin zustehen (die Finanzierung könnte über das Finanzamt laufen).

Weg mit dem „Diebstahlparagraphen“! Freie Wegnahme für alle!

Keine Kriminalisierung – keine Kriminalisierung!

Wegnahme ist Menschenrecht!

Disclaimer: Bitte beachten Sie alle Tags.

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Liebe Atheisten, hört auf zu langweilen.

Ich weiß nicht zum wievielten Male ich jetzt etwas über „die Christen“ lese von Menschen, die offenkundig keinen blassen Schimmer davon haben, was Christentum eigentlich ist. Es gibt eine Menge solcher Menschen, die viel Zeit in den sozialen Medien verbringen und dort nach Herzenslust über Christen herfallen mit dem alleinigen Ziel, ihnen zu sagen, wie dumm das Christentum ist.

Ich bin diesen Menschen gegenüber im Vorteil. Ich weiß nämlich, was Atheismus ist (war selbst lange Zeit Atheist). Insofern ist es vielleicht unfair, was ich jetzt schreibe. Aber das ist mir egal.

Also, liebe Atheisten – wobei ich mich genau an jene unter Euch wende, die sich immer wieder bemüßigt fühlen, der Welt mitzuteilen, wie dumm, diktatorisch und denkfaul Christen sind: An das, woran Ihr nicht glaubt, glauben Christen auch nicht. Das christliche Gottesbild ist nicht – und war nie – ein rachsüchtiger alter Mann in den Wolken, der auf Regeln pocht. (Auch nicht ein lieber Opa in den Wolken, der alles nur gütig belächelt.) Das christliche Religionsverständnis beinhaltet nicht, daß die lieben Regelbefolger in den Himmel kommen und andere nicht. Es beinhaltet andererseits nicht, daß man machen kann, was immer man gerade will, wenn man nur an Gottes Güte glaubt. Christen katholischer Prägung glauben nicht, daß jedes Wort der Legenda Aurea wörtlich zu nehmen ist (Christen anderer Prägung glauben das eh nicht). Katholiken, die den Katechismus kennen, wissen auch, daß Ihr Atheisten möglicherweise nicht in die Hölle kommt, und hoffen, Euch irgendwann im Himmel zu sehen.

Ich gehöre zu diesen Katholiken, die den Katechismus kennen. Ich glaube, daß unsere Gedanken, Worte und Werke Auswirkungen haben auf uns und andere, daß Sünde alltäglich und Heiligkeit immerhin möglich ist. („Glauben“ steht hier nicht i.S.v. „annehmen“, sondern i.S.v. „darauf vertrauen, dass es so ist“.) Ich bete für Euch, hoffe auf Eure Bekehrung, hoffe, daß Gott jedenfalls Eure Mühe um ein rechtschaffenes Leben (soweit vorhanden) liebevoll ansieht und hoffe, Euch einst im Himmel zu sehen.

Aber bis dahin schwätzt bitte nicht Unfug über Dinge, von denen Ihr rein gar nichts versteht. Wenn Ihr wissen wollt, was das Christentum ist, lest nicht nur die Bibel – lest verschiedene Übersetzungen (wobei ich die neue Einheitsübersetzung besonders empfehle, außerdem Schlachter, fürs AT sollte man auch mal Buber in der Hand gehabt haben, Menge sollte man immerhin zur Kenntnis nehmen und Martinum Lutherum natürlich auch). Lernt, welche Teile der Bibel von welchen Konfessionen nicht voll anerkannt werden und warum.

Beschäftigt Euch mit Exegese (das heißt nicht, „nehmt alles wörtlich“, „nehmt nichts wörtlich“, „ignoriert Exegeten und bastelt Eure laienhafte Exegese selbst“, „sucht aus dem Internet irgendwas raus, was wie Exegese aussieht“, sondern: beschäftigt Euch mit Exegese!).

Lest den Katechismus und werft einen Blick in den Codex Iuris Canonici.

Lest Augustinus und Thomas von Aquin (die sind nicht so schrecklich schwer verständlich). Wenn Ihr es schlichter und doch tiefgründig mögt, lest die Gebete von Thérèse de Lisieux. Und wenn Euch das alles zu alt ist, lest Josef Bordat.

Geht in Kirchen. Guckt, hört zu, versucht mal einen Moment lang nicht, Euch ein Urteil zu bilden, sondern lernt, was eine Kirche und was ein Gottesdienst ist. Wenn Ihr das gründlich gelernt habt, könnt Ihr weiter kritisieren, wenn Ihr unbedingt wollt – aber nicht vorher. (Warnung: es kann passieren, daß Ihr danach keine Atheisten mehr sein wollt. Die Gefahr besteht, beklagt Euch hinterher nicht bei mir.)

Bezeichnet die Bibel nicht als Märchenbuch. Sie ist es auch dann nicht, wenn man ihre Inhalte großenteils für unsinnig hält (ich sage „großenteils“, weil ich wohlwollend davon ausgehe, daß die meisten Atheisten mit dem Verbot von Mord und Diebstahl einverstanden sind). In der Bibel stehen religiöse Texte, Gebete, Mythen, Geschichten, Novellen, Berichte, Preislieder, ein in einem Garten spielender Krimi, ein langer erotischer Text in „lyrischer Prosa“, Gesetzestexte, Familienregister, erbauliche und mahnende Briefe… aber keine Märchen. Die literarische Gattung „Märchen“ kommt in der ganzen Bibel nicht vor. Allenfalls könnte man die Geschichte um Jona als Novelle mit märchenhaften Zügen bezeichnen.

Schreibt nicht allen Christen automatisch das genau gleiche, komplett naive Bibelverständnis zu. Christen sind durchaus verschiedener Meinung, welche Texte wie verstanden werden sollten. So gibt es Christen, die von einer Erschaffung der Welt in sechs mal 24 Stunden ausgehen, und andere, die die Schöpfungsberichte (ja, es sind zwei) für bildhafte Rede halten – aber nicht für beliebig, nicht für austauschbar mit den Schöpfungsberichten anderer Religionen. Ebenso ist es mit anderen Bibeltexten, bei denen Ihr Atheisten gern höhnisch sagt: „Das kann doch kein vernünftiger Mensch glauben!“ – und zwar zu vernünftigen Christen. (Wie gesagt, beschäftigt Euch mit Exegese – das dauert.)

Kein Atheist (und kein Christ und kein irgendwie anders Gläubiger) würde einen Menschen ernstnehmen, der von sich behauptet, Automechaniker zu sein, aber nicht weiß, wie ein Motor funktioniert, den Unterschied zwischen Otto- und Dieselmotor nur vom Hörensagen kennt und sich davor scheut, dreckige Hände zu bekommen, oder der behauptet, in einem Auto haben Radio und Zigarettenanzünder ebenso tragende Rollen wie Anlasser und Motor. Also tut einfach so, als sei Christentum sowas wie eine große Autowerkstatt mit massenweis Mitarbeitern, von denen viele gerne über ihre Arbeit reden. Wenn Ihr Euch interessiert und Fragen habt, fragt. Wenn Ihr was davon versteht und konstruktive Beiträge leisten könnt, redet – und sonst redet einfach mal nicht.

Ich sagte, daß ich hoffe, Euch einst im Himmel zu sehen. Bitte benehmt Euch nicht so, daß ich vor diesem seligen Moment auf jede Begegnung mit Euch freudig verzichte.

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Fronleichnam 2021

Wir tragen Dich nicht durch die Straßen
mit Fahnen und Chorgesang.
Wir streuen nicht Palmen und Blumen,
wir zeigen Dich nicht der Welt.
Der Kantor besingt Dich alleine,
wir beten in Stille mit.

Doch Du bleibst der strahlende Heiland,
Du blickst uns an vom Altar.
Du bist in der Hostie zugegen,
Du nährst uns Seele und Leib.
Lebendiges Brot, unser Heiland,
Du gehst vor uns durch die Welt.

Zum Opfer hast Du Dich gegeben
als Sühne menschlicher Schuld,
zum Leben bist Du uns geworden
und ziehst uns liebend an Dich.
Du wirst uns auch weiter begleiten
auf schmucklos steinigem Weg.

Gib uns, daß der Welt wir Dich zeigen
auch ohne Blumen und Pracht!
Lass Worte, Gebärden und Taten
heut Zeugnis geben von Dir.
Gib, daß wir Dir überall folgen,
zu allen Folgen bereit.

Gib, daß wir dabei nicht verwechseln
den sturen eigenen Sinn
mit Deiner unfassbaren Weisheit,
mit Deiner liebenden Macht.
Lass uns in Gehorsam und Demut
und froh durchkämpfen die Zeit.

Und, Herr, lass im kommenden Jahre
uns neu mit Prunk und Gesang
Dich unter dem Baldachin tragen
durch Straßen in Stadt und Land,
und uns vor allen bekennen:
Du bist unser Herr und Gott.

© Claudia Sperlich
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Engelhafte Überraschung

Ich habe gar keine Post erwartet. Und dann gleich ein Päckchen! Mein erster Gedanke: Sicher für meine Hausgenossin. War aber für mich. Eine blaue Tasse mit einem weißen Engel und dem schönen Satz: „Die schönste Hlfe der Engel sind die guten Einfälle, die sie uns zukommen lassen, oft in den entscheidenden Augenblicken des Lebens.“ Ich ergänze im Stillen: … indem sie einfach zeigen, wohin wir gucken müssen, um gute Gedanken zu haben.

Dazu noch eine liebe Karte, die dies Geschenk erklärt: Erstens, weil ich vorgestern meinen Taufnamenstag hatte (St. Johanna), zweitens weil ich auf facebook bejammert habe, daß eine meiner schönsten Tassen ohne menschliches Zutun kaputt ging, und drittens, weil ich auf facebook immer so schöne Engelbilder als Gute-Nacht-Gruß poste.

Herzlichen Dank!

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Bin ich schützenswert? Wenn ja, warum?

Die Debatte, ob Abtreibung ein Menschenrecht, ein Frauenrecht, ein notwendiges Übel oder gar kein Recht ist, nimmt kein Ende, und die Argumente werden immer bizarrer.

Besonders übel ist es (und wird mir), wenn argumentiert wird, aus dem Kind wäre ja ohnehin nichts geworden. Und ja, so wird argumentiert! Ein ungewolltes, gar ein behindertes Kind kann ja gar kein gelingendes Leben haben… Ach nein?

Es gibt in den Märchen der Brüder Grimm eines, das ich besonders furchtbar finde. Da verliert eine Frau ihre beiden Söhne, noch kleine Kinder, und ist untröstlich. Gott (oder vielmehr, etwas, das in diesem Märchen als Gott bezeichnet wird) schickt der Frau eine Vision, in der ihr gezeigt wird, dass ihre Kinder als Kriminelle geendet hätten, wenn sie nicht als unschuldige Kinder gestorben wären. Und mit dieser Erklärung gibt sie sich zufrieden.

Ein übles Märchen! Und genau so wird in der Abtreibungsdebatte argumentiert. Das Kind wäre ja als unpassendes, ungewolltes, behindertes, nicht perfektes Kind sowieso nicht geliebt worden, hätte eh keine Chancen gehabt – da macht man es doch besser weg. Da machen Menschen sich zu kleinen boshaften Göttern, die darüber bestimmen, ob ein Leben lebenswert ist, und sich dafür als Wohltäter feiern lassen.

Leute: Überlegungen, ob ein Mensch sich selbst und anderen zumutbar ist, gehören in die Mottenkiste des 19. Jahrhunderts. Es ist menschenfeindlich, frauenfeindlich, kinderfeindlich und vernunftwidrig, und es ist ein böses Märchen, das Lebensrecht eines Menschen an seiner selbstherrlich vermuteten Lebensqualität oder gar seinen beruflichen Chancen festzumachen.

Gegen diese Selbstherrlichkeit, für das liebende Anerkennen jedes Menschen tritt 1000 plus ein. Die Petition für den unbedingten Schutz von Menschenkindern und gegen die Freigabe zum vorgeburtlichen Abschuss läuft.

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Es gibt kein Recht auf Kindesbeseitigung!

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt finden derzeit politische Debatten statt, die auf die Beseitigung der §§ 218 und 219 abzielen. „Weg mit § 218“ war bereits in meiner Jugend ein oft gehörter Slogan – er wird aber nicht besser durch sein Alter.

Hier geht es zu einer von 1000 plus gestarteten Petition gegen die Legalisierung der Abtreibung. Nähre Erklärungen dazu hier.

Zunächst das Rechtliche – was steht da überhaupt bzw. steht da nicht mehr, wenn die Paragraphen wegfallen?

§ 218 StGB
(1) Wer eine Schwangerschaft abbricht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Handlungen, deren Wirkung vor Abschluß der Einnistung des befruchteten Eies in der Gebärmutter eintritt, gelten nicht als Schwangerschaftsabbruch im Sinne dieses Gesetzes.
(2) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter 1. gegen den Willen der Schwangeren handelt oder 2. leichtfertig die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung der Schwangeren verursacht.
(3) Begeht die Schwangere die Tat, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe.
(4) Der Versuch ist strafbar. Die Schwangere wird nicht wegen Versuchs bestraft.

Also: Wer einen lebenden ungeborenen Menschen in der Lebensphase zwischen Einnistung und Geburt beseitigt, begeht derzeit noch eine Straftat, auch wenn sie in der Rechtspraxis meist folgenlos bleibt. In dem Augenblick, wo das nicht mehr als Straftat gilt, ist eine Abtreibung auch gegen den Willen der Schwangeren in der Regel eine leichte Körperverletzung der Schwangeren, mehr nicht. Da kann man schon mal straffrei ausgehen, wenn außer einem Tag Unwohlsein gar nichts passiert.

§ 218b StGB
(1) Wer in den Fällen des § 218a Abs. 2 oder 3 eine Schwangerschaft abbricht, ohne daß ihm die schriftliche Feststellung eines Arztes, der nicht selbst den Schwangerschaftsabbruch vornimmt, darüber vorgelegen hat, ob die Voraussetzungen des § 218a Abs. 2 oder 3 gegeben sind, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 218 mit Strafe bedroht ist. Wer als Arzt wider besseres Wissen eine unrichtige Feststellung über die Voraussetzungen des § 218a Abs. 2 oder 3 zur Vorlage nach Satz 1 trifft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 218 mit Strafe bedroht ist. Die Schwangere ist nicht nach Satz 1 oder 2 strafbar.
(2) Ein Arzt darf Feststellungen nach § 218a Abs. 2 oder 3 nicht treffen, wenn ihm die zuständige Stelle dies untersagt hat, weil er wegen einer rechtswidrigen Tat nach Absatz 1, den §§ 218, 219a oder 219b oder wegen einer anderen rechtswidrigen Tat, die er im Zusammenhang mit einem Schwangerschaftsabbruch begangen hat, rechtskräftig verurteilt worden ist. Die zuständige Stelle kann einem Arzt vorläufig untersagen, Feststellungen nach § 218a Abs. 2 und 3 zu treffen, wenn gegen ihn wegen des Verdachts einer der in Satz 1 bezeichneten rechtswidrigen Taten das Hauptverfahren eröffnet worden ist.

Nach Wegfall dieses Paragraphen kann ein Arzt, der z.B. fälschlich eine extrem gefährliche gesundheitliche Situation für Mutter und / oder Kind festgestellt hat und das Kind deshalb zur Abtreibung freigibt, nicht bestraft werden. (Dass man aus sehr guten Gründen auch dann gegen Abtreibung sein kann, wenn das Kind krank oder behindert ist, steht noch auf einem anderen Blatt.)

§ 218c
(1) Wer eine Schwangerschaft abbricht,
1. ohne der Frau Gelegenheit gegeben zu haben, ihm die Gründe für ihr Verlangen nach Abbruch der Schwangerschaft darzulegen,
2. ohne die Schwangere über die Bedeutung des Eingriffs, insbesondere über Ablauf, Folgen, Risiken, mögliche physische und psychische Auswirkungen ärztlich beraten zu haben,
3. ohne sich zuvor in den Fällen des § 218a Abs. 1 und 3 auf Grund ärztlicher Untersuchung von der Dauer der Schwangerschaft überzeugt zu haben oder
4. obwohl er die Frau in einem Fall des § 218a Abs. 1 nach § 219 beraten hat,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 218 mit Strafe bedroht ist.
(2) Die Schwangere ist nicht nach Absatz 1 strafbar.

Das alles wird nach Wegfall des § 218 obsolet. Der Arzt, der gar nicht beraten muss, braucht der Frau nicht zuzuhören. Er muss nicht erfahren, dass der Partner, die Eltern, der Onkel, der Zuhälter oder wer immer ein Interesse an der Abtreibung hat. Er muss ihr nicht sagen, was durch eine Abtreibung mit dem Kind und ihr geschieht, braucht nicht mal genau zu wissen, in welchem Monat die Frau schwanger ist – er kann einfach loslegen.

§ 219 StGB
(1) Die Beratung dient dem Schutz des ungeborenen Lebens. Sie hat sich von dem Bemühen leiten zu lassen, die Frau zur Fortsetzung der Schwangerschaft zu ermutigen und ihr Perspektiven für ein Leben mit dem Kind zu eröffnen; sie soll ihr helfen, eine verantwortliche und gewissenhafte Entscheidung zu treffen. Dabei muß der Frau bewußt sein, daß das Ungeborene in jedem Stadium der Schwangerschaft auch ihr gegenüber ein eigenes Recht auf Leben hat und daß deshalb nach der Rechtsordnung ein Schwangerschaftsabbruch nur in Ausnahmesituationen in Betracht kommen kann, wenn der Frau durch das Austragen des Kindes eine Belastung erwächst, die so schwer und außergewöhnlich ist, daß sie die zumutbare Opfergrenze übersteigt. Die Beratung soll durch Rat und Hilfe dazu beitragen, die in Zusammenhang mit der Schwangerschaft bestehende Konfliktlage zu bewältigen und einer Notlage abzuhelfen. Das Nähere regelt das Schwangerschaftskonfliktgesetz.
(2) Die Beratung hat nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz durch eine anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle zu erfolgen. Die Beratungsstelle hat der Schwangeren nach Abschluß der Beratung hierüber eine mit dem Datum des letzten Beratungsgesprächs und dem Namen der Schwangeren versehene Bescheinigung nach Maßgabe des Schwangerschaftskonfliktgesetzes auszustellen. Der Arzt, der den Abbruch der Schwangerschaft vornimmt, ist als Berater ausgeschlossen.

Fällt dieser Paragraph, fällt der Schutz des Ungeborenen. Damit könnte der „Berater“ einer Schwangeren in Not auch der Arzt sein, der die Abtreibung vornehmen will. Oder der „Freund“, der sie schon seit Wochen piesackt, das Kind endlich wegzumachen. Praktisch für zahlreiche Männer: Eine Abtreibung ist wesentlich günstiger als Alimente.

Nun zu den Argumenten. Da kommt immer gerne sofort: Aber wenn das Kind behindert ist oder durch eine Vergewaltigung gezeugt wurde! Dann kann es doch nicht gewollt werden! – Kranke oder behinderte Menschen beseitigen mit dem scheinheiligen Argument, daß sie ja selber nicht leben wollen könnten, ist um kein Haar besser als sie zu beseitigen, weil man eine perfekte Welt will.

Eine Vergewaltigung ist ein furchtbares Verbrechen und sehr traumatisch. Eine daraus entstehende Schwangerschaft ist eine zusätzliche Last für die Frau. Frauen in dieser Situation brauchen Solidarität und Hilfe sowohl materieller als auch seelischer Art. Aber ein durch Vergewaltigung gezeugtes Kind so behandeln, als sei es kein Mensch, ist schlecht und macht nichts besser.

Eltern behinderter Kinder müssen sich längst von wildfremden Menschen unmenschliche Bemerkungen anhören, von denen „Hat man das nicht im Ultraschall gesehen?“ (Subtext: „Warum wurde es nicht abgetrieben?“) noch die harmloseste ist. Das Mobbing von Eltern behinderter Kinder wird immer schlimmer werden, je mehr Abtreibung banalisiert, gar gutgeheißen wird. Arbeitgeber werden ungestraft sagen dürfen „Wenn Sie die Arbeit behalten wollen, treiben Sie ab“.

Selektive Abtreibung wegen des „falschen“ Geschlechts ist in Deutschland noch verboten – und zwar in noch stärkerem Maße als Abtreibung überhaupt (die ja auch verboten ist). Mit einem völligen Wegfall des § 218 wird auch das nicht mehr aufrecht erhalten werden können.

Jetzt stellen wir uns vor: eine Behinderung ist diagnostiziert. Und nun geht es ums Geschlecht. Denn Frauen haben es leider immer noch schwerer im gesellschaftlichen und beruflichen Leben als Männer. Bei Behinderung verstärkt sich der Unterschied. Ein Mann mit einer Behinderung kann immer noch leichter im beruflichen und gesellschaftlichen Leben Fuß fassen als eine Frau mit der gleichen Behinderung. Nach Aufhebung des Abtreibungsverbots wäre dann die Überlegung bei Behinderungen: Wie stark ausgeprägt? und welches Geschlecht? Ein Junge ohne Arme – schlimm, aber andererseits immerhin ein Junge, hat Chancen, darf leben. Ein Mädchen sollte aber mindestens einen Arm haben. – Genau so zynische Überlegungen sind zu erwarten, wenn das Abtreibungsverbot vollständig gekippt wird.

Allerdings betreffen die weitaus meisten Abtreibungen Kinder, die weder behindert noch krank noch durch Vergewaltigung gezeugt sind. Vielmehr gesunde Kinder, die bei einvernehmlichem Sex gezeugt wurden. Verhütungspannen. Die sind dann nur gerade irgendwie nicht passend. Karriereschädlich, teuer, stressig (dies alles sind Kinder generell, und das spricht nicht gegen Kinder). Die wären dann einfach „nicht gewollt“, und weil es scheinbar gar nicht auszudenken ist, daß man ein nicht gewolltes Kind am Ende doch wollen könnte (nicht nur bei meinen Eltern war das so), muss „das“ halt „weg“. Häufig gehörtes Argument: „Aber wenn es doch gar nicht gewollt wird! Dann ist es für das Kind doch besser, nicht geboren zu werden!“ – gern mit einem Sermon verbunden, wie schrecklich Pflegefamilien und Kinderheime sind (sehr ungerecht gegenüber zahlreichen liebevollen Pflegefamilien und Mitarbeitern in Heimen).

Ist es wirklich wünschenswert, das Kind hört, sobald es das versteht: „Wir haben uns bewusst für dich entschieden, weil du gerade so gut in unser Leben passtest! Du hast einfach nicht gestört!“? Werden zu starken, guten, tüchtigen Persönlichkeiten gerade jene, die ihre Existenz dem Umstand verdanken, daß sie gerade nicht unpassend waren? Ich glaube nicht.

Wäre andererseits eine Welt erstrebenswert, in der alles Schwache, Untüchtige, Normabweichende oder nur gerade ungelegen Kommende ausgemerzt wird? Sicher nicht.

Ich bin eine Verhütungspanne. Und als solche schreibe ich dies nicht nur, weil mir der Schutz anderer Menschen am Herzen liegt (was er tut). Ich schreibe auch in meinem eigenen Interesse. Ich hätte „weggemacht“ werden können und wurde es deshalb nicht, weil meine Mutter bereits aus Erfahrung wusste, wie schmerzhaft (keinesfalls nur körperlich) das ist. Lange Zeit hatte ich den Verdacht, Ersatz für das abgetriebene Geschwisterkind zu sein. Auch wenn das nicht stimmt – aus christlicher Sicht nicht stimmen kann -, ist es ein schreckliches Gefühl. Und ich bin damit nicht so besonders. Man kann davon ausgehen, daß zahlreiche jüngere Geschwister Abgetriebener solche Verdächte gegen sich selbst hegen. Und das ist in der ganzen Angelegenheit das geringste Problem.

Die Petition von 1000 plus wird vermutlich kein radikales Umdenken in den Reihen jener Politiker zur Folge haben, aus deren Reihen die Freigabe zur Abtreibung als Menschenrecht gefordert wird. (Ausschließen soll man es natürlich nicht, schon gar nicht so kurz nach Pfingsten.) Das ist Kristijan Aufiero von 1000 plus durchaus klar. Es geht darum, den verantwortlichen Politikern klarzumachen, wie viele Menschen „Hilfe statt Abtreibung“ fordern und bieten – eine relevante Zahl Wahlberechtigter kann den Herren und Damen im Bundestag nicht völlig egal sein. Auch kann diese Aktion den Bekanntheitsgrad guter Hilfsangebote steigern und betroffenen Frauen Mut machen.

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Maimorgen

Mühelos aufgewacht,
Laudes gebetet,
starken Kaffee gemacht.
Nachts hats geregnet.

Himmel graublau und mild,
grün ist der Garten,
Vögel singen wie wild.
Will nicht mehr warten.

Was meinem Herrn gefällt,
das will ich wagen!
Kleiner war meine Welt
in Jugendtagen.

Unterwegs war ich viel,
Heimat war keine.
Welt war gefährliches Spiel,
ich war alleine.

Nun bin ich beinah alt,
lang noch nicht weise,
wandre durch Sprachenwald
auf Pilgerreise.

Fühle mich wieder jung
im Maigewimmel,
wandre mit neuem Schwung
den Weg zum Himmel.

@ Claudia Sperlich
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Heilige, die den Teufel verhauen – Teil II

Bereits vor längerer Zeit habe ich einige Glaubenhelden vorgestellt, die dem Satan ganz real eins übergezogen haben. Allen voran natürlich die Allerseligste, die wir in diesem Monat besonders feiern.

Nun geht es weiter. Der Heilige Dunstan (um 909-988) war ein künstlerisch begabter Mönch – er spielte Harfe, arbeitete als Silberschmied und im Skriptorium, wo er vermutlich auch Illustrationen anfertigte, feine Federzeichnungen, eine davon möglicherweise ein Selbstportrait zu Füßen Jesu. Er wurde einst vom Teufel in Gestalt einer hübschen Frau versucht. Das war leichtsinnig von Satan, denn Duncan war gerade in der Schmiede tätig, und als die Schöne nicht von ihm abließ, zwickte er sie mit der Schmiedezange in die Nase, was ihre Rückverwandlung in weniger schöne Gestalt zur Folge hatte. (Disclaimer: Gleich wie plump und aufdringlich jemand Sie anmacht, liebe Leser – wenn Sie nicht ganz, ganz sicher sind, daß es sich um den Teufel handelt, tun sie das bitte nicht.)

Buchmalerei, im Besitz der British Library

Eine weitere Buchmalerei zeigt einen Mönch, der dem Teufel samt dreiköpfigem Höllenhund mit einem Knüppel zu Leibe rückt. Ich kann den Text nicht entziffern und weiß nicht, ob es ein bestimmter Heiliger ist oder einfach eine bildliche Anweisung, wie man sich den Teufel vom Leibe hält.

Der Heilige Dominikus wurde eines Nachts, während er schrieb, von einem Dämon in Affengestalt belästigt. Der Dämon sagte in einer Mischung aus Spott und geheuchelter Fürsorge, Dominikus solle doch lieber schlafen, um Kraft zu sammeln, damit er den Armen helfen könne. Er schreibe doch nur aus Eitelkeit, um berühmt zu werden – davon habe doch kein Armer etwas! Dominikus versuchte vergeblich, der Sache durch Gebet beizukommen. Schließlich drückte er dem Affen die Kerze in die Hand und zwang ihn, diese um Gottes Willen zu halten, damit er wenigstens zu irgendetwas nütze sei. Der Affendämon war gebannt und musste stillsitzen und das Licht halten, während der Heilige seelenruhig weiter arbeitete. Schließlich brannte die Kerze herunter, versengte dem Dämon die Pfoten – er stand plötzlich in Flammen und verschwand ebenso plötzlich, ohne weiteren Schaden anzurichten, in die Hölle.

Pietro della Vecchia (1602/3-1678), Dominicus und der Teufel

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