Wenn Kinderwunsch zur Kinderbestellung wird

Bereits vor acht Jahren berichtete ich hier über eine Kinderwunschmesse in Berlin. Bereits damals wurde dort auch angeboten, was in Deutschland verboten ist, nämlich Leihmütter. Bereits damals wurde über die Schicksale von Leihmüttern, Leihmutter-Embryonen und geborenen Leihmutterkindern gelogen und verschwiegen, dass die Schwarte krachte.

Nächstes Jahr im März findet wieder einmal eine Kinderwunschmesse in Berlin statt. Gesponsert wird sie von einem Institut in San Diego, Kalifornien, das auf seiner deutschsprachigen Seite folgendes anbietet:

  • IVF (In-vitro-Fertilisation)
  • Spender Eizellen
  • Leihmutterschaft
  • Social Freezing
  • Geschlechtsselektion
  • Eierstockverjüngung
  • LGBTQ+ Familienbildung

Kalifornien, da fällt mir doch glatt ein Shanty ein. There’s plenty of gold, so I’ve been told!

Entkoppelung von Sex, Fruchtbarkeit und Liebe; beziehungsloser, zweckgebundener Sex; hunderte von Halbgeschwistern, die ihren Erzeuger nicht kennen; Frauen, die sich in der Jugend auf dem Arbeitsmarkt verbrauchen lassen, um sich als Greisinnen Kinder zu leisten; Paare, die ihre Kinder nur dann annehmen, wenn sie das richtige Geschlecht haben, gesund und unbehindert sind; „Unser Fruchtbarkeitsteam ist der Meinung, dass Sie nur das Beste verdienen“ (ja, dieser Satz taucht auch auf, wenn man auf „Geschlechtsselektion“ tippt; das Wort ist übrigens mit zwei Paar Babyschuhen, eins rosa, eins blau, garniert).

Wer reich genug ist und auf partout ein Kind will, das mit ihm oder wenigstens seinem Partner genetisch verwandt ist, eine Schwangerschaft kommt aber aus biologischen oder anderen Gründen nicht in Frage, braucht sich um deutsches Recht nicht zu scheren. Er fährt einfach in ein Land, wo das erlaubt ist, sucht aus einem Katalog eine Frau mit ihm genehmen Erbgut aus und lässt ihr sein Sperma injizieren. Oder man gewinnt die Eizelle von einer anderen Frau, eventuell der derzeitigen Partnerin, lässt diese im Reagenzglas befruchten, eventuell vom derzeitigen Partner, beseitigt überschüssige oder fehlerhafte Embryonen und setzt das beste einer Leihmutter ein. Wenn es nicht richtig gedeiht, wird es entsorgt, dann versucht man es halt noch einmal.

Kein Mensch muss sich mehr damit auseinandersetzen, dass er oder sie unfruchtbar ist, dass er mit einem gleichgeschlechtlichen Partner bei noch so viel Sex keinen Nachwuchs bekommt, dass überhaupt im Leben selten alles ganz genau so läuft wie man sich das in kühnen Träumen wünscht. Man macht sich Kinder nach Wunsch, und wenn es mal schiefgeht, schmeißt man sie weg und macht neue.

In Deutschland kommt ins Gefängnis, wer dergleichen anbietet oder in Anspruch nimmt. Aber man kann ja in ein Land reisen, in dem einem keine solche Unbill droht, Kind kaufen und ungestraft nach Hause. In Kalifornien gibt es, wie es im Liede heißt, massenhaft Gold, und anders als zur Entstehungszeit jenes Shantys hängt eines mit dem anderen zusammen.

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Ich wollte eigentlich ernten

Nach den Angaben auf den Samentütchen und auf der Packung Saatkartoffeln sollte ich heute ernten. Die Buschbohnen zeigen wenigstens über Tag, welche von ihnen schon erntereif sind. Bei Kartoffeln und Karotten zeigte mir der Versuch, dass ich es noch einen Monat lang lasse mit dem Ernten. Immerhin gibt es heute mittag zweihundert Gramm Kartoffeln, eine kleine Karotte und fünf Bohnen aus eigener Ernte! Und Ende August hoffentlich mehr.

Bedauerlich ist das für meine weiteren Züchterpläne. Denn bei einer so späten Ernte kann ich die frostempfindlichen Kartoffeln wohl nicht mehr im Freien zu einer zweiten Erntereife bringen. Ich versuche trotzdem, auch Winterkartoffeln zu haben – müsste dann stabile, wasserfeste Untersetzer für die Pflanzsäcke kaufen, vielleicht hat der Baumarkt was Passendes.

Zum Trost für die heutige magere Ernte hat der Eichelhäher mir eine Feder auf dem Balkon hinterlassen.

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Zeichen und Wahrheit

In jener Zeit sagten einige Schriftgelehrte und Pharisäer zu Jesus: Meister, wir möchten von dir ein Zeichen sehen. Er antwortete ihnen: Diese böse und treulose Generation fordert ein Zeichen, aber es wird ihr kein Zeichen gegeben werden außer das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein. Die Männer von Ninive werden beim Gericht mit dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie sind auf die Botschaft des Jona hin umgekehrt. Und siehe, hier ist mehr als Jona. Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Salomo.

Matthäus 12,38-42

Man sollte meinen, der Herr habe schon übergenug Zeichen gegeben. Aber die Herren Pharisäer wollen ein Zeichen extra für sich. Jesus könnte das machen.  Er könnte das Wasser für Ihre rituellen Waschungen in Wein verwandeln oder ihre kranken Familienmitglieder heilen. Aber danach fragen sie ja nicht. Sie wollen ein exklusives Zeichen, an dem sie, genau sie, erkennen, dass Er der Messias ist. Und weder Heilungen noch Totenerweckungen haben ihnen dazu genügt.

In diesem Fall ist selbst der Herr machtlos. Wenn jemand Ihn trotz gründlicher Schriftkenntnis, frommen Lebenswandels und  vielen bezeugten Wundern nicht erkennen will, dann hilft auch nicht ein Exklusivwunder. Da könnte nur helfen, wenn Er von den Toten zurückkehrt  – und nicht einmal das wird jeden Pharisäer überzeugen.

Jesus sagt in aller Deutlichkeit: Wer Ihn nicht erkennt, obwohl er alles Wissen, jede Offenbarung und jede Möglichkeit dazu hat, macht sich damit elender als jemand, der Ihn aus Mangel an Wissen nicht kennt.

C.S. Lewis schreibt in einem der Narnia-Bücher: „Wenn ein Mensch absichtlich versucht, sich dümmer zu machen, als er eigentlich ist, gelingt ihm das leider meistens.“ Jenen Pharisäern ist es in der Tat gelungen. Seien wir jeder und jede so klug, wie es uns möglich ist. Als Christen sitzen wir an der Quelle – am Alten und Neuen Testament und in der Kirche. Schöpfen wir daraus, so viel wir können.  

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Fegen in Kanada

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Grönland und dem Rest der Welt (ja, wäre er gerne!) schrieb gestern auf X:

We are holding Canada responsible for the fact that they are not properly maintaining their Forests, and Brush therein, and the United States is being unnecessarily invaded by filthy, polluted, and unhealthy air, the quality of which is dangerous, and totally unacceptable! I will call the Prime Minister during the day to find out what they are going to do about it. The cost is incalculable! Canada has refused to engage in basic Forest Management and Debris Removal, knowing that such refusal will lead to exactly this result. This is Willful Negligence, and becoming a yearly occurrence, costing the United States Billions of Dollars, which cost of this pollution must of necessity be added to the TARIFFS Canada is currently paying. Thank you for your attention to this matter! President DONALD J. TRUMP

Zu Deutsch:

Wir machen Kanada für die Tatsache verantwortlich, dass sie ihre Wälder nicht in Ordnung halten und sie nicht harken, und die Vereinigten Staaten werden jetzt unnötig heimgesucht von dreckiger, verschmutzter und ungesunder Luft, deren Qualität gefährlich und völlig inakzeptabel ist! Ich werde im Laufe des Tages den Premierminister anrufen, um zu erfahren, was sie diesbezüglich tun. Die Kosten sind nicht kalkulierbar! Kanada hat sich geweigert, grundsätzliche Forstpflege und Müllbeseitigung zu unternehmen, und das im Wissen, dass eine solche Weigerung zu genau diesem Ergebnis führt. Das ist bewusste Vernachlässigung, und da es nun jährlich vorkommt und kostet die Vereinigten Staaten Milliarden Dollar, und die Kosten dieser Verschmutzung müssen notwendig den ZÖLLEN zugeschlagen werden, die Kanada derzeit entrichtet. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit! Präsident DONALD J. TRUMP

Wälder machen 38,7 % von Kanada aus, also 3.469.281 Quadratkilometer, bei ganzen 40 Millionen Einwohnern. Wenn also jeder Kanadier, vom Säugling bis zum Greis, knapp zehn Quadratkilometer Wald harkt, dann… gibt es immer noch einen Klimawandel und dadurch bedingte Waldbrände. Dagegen kann man nicht mit Harken vorgehen.

Kanadas anspruchsvolle Klimapolitik strebt den völligen Ausstieg aus klimaschädlichen Formen der Energiegewinnung an und den Ausbau erneuerbarer Energien. (Leider gehört der Ausstieg aus der Atomkraft nicht zu den energiepolitischen Zielen Kanadas, eher im Gegenteil. Aber das ist jetzt nicht das vorrangige Thema.)

Die Klimapolitik der USA ist derzeit dank Trump so gut wie inexistent. CO₂ wurde unter Trump für unschädlich erklärt. (Was Atomkraft angeht, so sind die USA auch nicht besser – sie sind der weltgrößte Produzent dieser Energieform.)

Statt dem von Waldbränden geplagten Nachbarn zu Hilfe zu kommen (z.B. mit Herrn Musks Geld oder auch dem eigenen, das immer noch genug wäre, echte Hilfe zu leisten), patzt der Präsident hier mal wieder herum. Mir fehlen freundlichere Worte, um Trumps neuen Ausfall zu beschreiben. Ich wünsche der US-amerikanischen Regierung und Trumps Wählerschaft einen erholsamen Urlaub in der sauberen Luft der arktischen Regionen Kanadas. Ohne Fremdenführer.

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Oben Buntspecht, unten Hörnchen

Gleichzeitig kamen die beiden zwar nicht,⁰ denn vor dem Buntspecht haben alle ein bisschen Angst. Aber beide lieben meinen Balkon.

Der schöne Buntspecht findet, der Meisenring ist jetzt endlich mal ausreichend bestückt.

Ein älteres Hörnchen mit einer ausgeprägten Nase mag, was von den Meisenknödeln herunterfällt.

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Balkon kurz vor der Ernte

Montag nächster Woche werde ich die erste Ernte des Jahres haben und bin wahnsinnig gespannt. Und so sieht es jetzt gerade aus:

Die Malve ist abgeblüht und nährt nun Vögel und Eichhörnchen. Die Wilde Möhre blüht mit dem charakteristischen schwarzen Punkt in der Mitte (der evolutionäre Trick ist: Insekten sehen, dass da bereits jemand sitzt, und werden dadurch an die „offenbar ergiebige“ Quelle gelockt). Auch die Minze blüht; sie schmeckt jetzt nicht mehr ganz so gut, sieht dafür sehr hübsch aus.

Die Paprika blüht hübsch; wann sie fruchtet, weiß ich noch nicht, aber es macht nicht den Eindruck, als werde es noch in diesem Monat sein!

Kartoffeln sind auch schöne Zierpflanzen. Das üppige Laub verbessert das Klima auf meinem Balkon, und die weiß-rosa Blüten sehen allerliebst aus. Die ersten öffneten sich zum Sommerbeginn. Es gibt zahlreiche weitere Knospen, die aber leider nicht aufgegangen sind; ich vermute, sie haben die große Hitze nicht vertragen. Schade, es hätte mich schon interessiert, wie Kartoffelfrüchte aussehen, und dafür hätte ich gerne eine stehenlassen! Aber im Wesentlichen kommt es mir ohnehin auf die Knollen an – und da muss ich mich noch eine Woche gedulden.

Die Buschbohnen blühen und fruchten wie wild, aber fertig ausgebildet ist erst eine Schote. Die reifen Schoten dieser Sorte sind violett, werden aber leider beim Kochen wieder grün. Dieser Schote gebe ich noch eine Woche; vielleicht ist dann etwas mehr da. Denn eine Mahlzeit aus einer einzigen Bohnenschote ist mir trotz allem Willen zum Abnehmen zu wenig.

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Nicht Frieden, sondern Schwert?

Denkt nicht, Ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen!
Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn Ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als Mich, ist Meiner nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als Mich, ist Meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und Mir nachfolgt, ist Meiner nicht wert.
Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um Meinetwillen verliert, wird es finden. Wer euch aufnimmt, der nimmt Mich auf, und wer Mich aufnimmt, nimmt den auf, der Mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist – amen, Ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.
Als Jesus die Unterweisung der zwölf Jünger beendet hatte, zog Er weiter, um in den Städten zu lehren und zu predigen.

Matthäus 10,34-11,1

Jesus will nicht, dass wir uns zerstreiten, gar mit Waffengewalt. Was Er aber fordert, ist ein klares Bekenntnis: Nichts ist wichtiger als Gott, nicht einmal die Familie! Wenn jemand sich als einziger in der Familie zum Dreieinen Gott bekennt, gibt das Ärger – und den muss er dann aushalten, auch wenn er Ärger und Trennung wie ein Schwert empfindet. Wer nicht bereit ist, nötigenfalls sogar die Familie zu verlassen, die ihn vom Glauben an Jesus Christus abbringen will, der ist eben nicht bereit für den Herrn.

Als ich mit 22 Jahren Christin wurde, führte das zu heftigem Streit in der atheistisch geprägten Familie. Es dauerte lange, bis die meisten Familienmitglieder erfasst hatten, dass ich nicht komplett durchgedreht, verrückt, Angehörige einer finsteren Sekte geworden war, sondern einfach Christin katholischer Prägung. Ich habe selbst lange gebraucht, um einen freundlichen Modus zu finden, wenn die Sprache darauf kam.

Bemühen wir uns nach Kräften, mit anderen, auch Un- und Andersgläubigen, gut auszukommen – selbst mit der eigenen Familie, wo es zuweilen am schwierigsten ist. Aber suchen wir das Auskommen nicht um den Preis der Treue zu Jesus und Seiner Kirche.

Wundern wir uns nicht, wenn andere, auch Nahestehende, ihre Probleme damit haben, dass wir Christus folgen. Und hören wir um des Himmels Willen nicht auf, Ihm zu folgen! Er ist wert, alles für Ihn zu verlassen. Und keine Familie, Freundschaft, Arbeitsstelle oder Gemeinschaft der Welt ist es wert, sich um ihretwillen von Ihm abzukehren.

Das sagt sich alles leicht in einem Land, wo wir Christ sein dürfen, ganz legal, und wo es weder erlaubt noch üblich ist, zum Christentum übergegangene Familienmitglieder zu töten. Zur Nachfolge gehört auch, für die verfolgten und drangsalierten Christen jeglicher Konfession zu beten, und es kann nie schaden, sich an ihrem Mut ein Beispiel zu nehmen.

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Blühende Buschbohnen

Als letzte Frühjahrssaat hatte ich Mitte Mai Buschbohnen gesät, eine Art, die auch im Topf gedeiht.

So sah es am 25. Juni aus:

Jetzt sind sie eine voll entwickelte Freude fürs Auge.

Mal schauen, wie die Ernte wird – vermutlich peu à peu und keine Unmengen. Aber immerhin weiß ich jetzt, dass Buschbohnen hier gut gedeihen.

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Hörnchen mag Malve

Die Malve ist abgeblüht, und das Hörnchen tut sich gütlich an Blättern und unreifen Samenkapseln. Guten Appetit, Hörnchen!

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Mariä Heimsuchung

Melodie: Send Deinen Geist, Herr Jesu Christ (GL Berliner Anhang GL 773)

Da, noch den Menschen unsichtbar
von deinem keuschen Leibe war
der Herr der Welt umgeben,
da gingst du fort aus Nazareth
ins Bergland, zu Elisabeth,
in ihr auch wuchs ein Leben.

Du grüßtest sie, und da gewahrt
ihr Kind das Deine, noch so zart,
und hüpft in frohem Ahnen.
Der Wegbereiter und Prophet
erkennt den Herrn, eh er versteht,
dass er den Weg soll bahnen.

Elisabeth, voll Gottes Geist,
erkennt, dass Gott dich selig preist,
und staunt, wer ihr begegnet.
Da stimmst du an ein neues Lied
vom Herrn, der Seine Magd ansieht
und der die Armen segnet.

Ein Ungeborner kannte schon
den ungebornen Gottessohn
in dir, du Himmelsschöne.
Ihr beiden Mütter, alt und jung,
bleibt ewig in Erinnerung
durch eure beiden Söhne.

Maria, du warst Jesu Hort,
da Gottes Geist hat Gottes Wort
in deinem Schoß gewoben.
In des Johannes Jüngerschar
Elisabeth die erste war,
den, der da kommt, zu loben.

© Claudia Sperlich

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