Aprikosen

Bei der Lebensmittelrettung Sirplus gab es heute außerordentlich gutes Obst und Gemüse, darunter massenhaft Aprikosen. Nun sind Aprikosen in der Regel teuer, bei Sirplus aber günstig, und ich mag sie sehr gerne – also kaufte ich viel davon.

Und dann war die züchtige Hausfrau am Walten! Entsteint waren es – abzüglich des kleinen Schälchens voll, das ich zum Vernaschen zurückbehielt – neun Kilo. Neun Pfund Gelierzucker waren schnell gekauft – und nun habe ich Konfitüre. Massenhaft. Die Töpfe und der Herd sind auch wieder sauber. Und ich weiß mal wieder, daß Einkochen immer länger dauert als man eigentlich vorhatte. Aber es lohnt!

Schwierig ist es auch nicht. Zwei Teile Obst, ein Teil Gelierzucker, aufkochen, eine Weile köcheln lassen, abfüllen.

Das könnte bis zum nächsten Sommer reichen.

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Miez!

Oder: Wenn der Herr ein Kätzchen fangen will…

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Vanitas

Den Amselschädel habe ich schon lange; kürzlich habe ich ihn golden angemalt und mit Öl behandelt. Und nun war mir mal wieder nach Vanitas-Bildern.

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Vanitas vanitatum, omnia vanitas!

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Blumensucht und Bürgersinn

Ein bißchen Platz war noch auf dem Balkon, und so habe ich noch drei Minirosen gekauft – und zwei hat mir die Blumenfrau dazugeschenkt, weil sie schon so weit offen waren.

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Außerdem habe ich Zinnien gekauft, um mich an einer Bürgerinitiative zu beteiligen, die den Friedrich-Wilhelm-Platz pflegt und hegt. Darauf kam ich neulich, als ich sah, wie jemand aus der Bürgerinitiative gerade die schon von anderen Blumenfreunden angepflanzten Blumen goß. Ich sagte, daß mich das freut, und er meinte, unter dem Baum sei noch Platz, und ich könne gerne mitmachen. Nun bin ich zwar nicht Mitglied in der Bürgerinitiative, habe aber Initiative ergriffen und freue mich darüber. Und zu viel Blumen kann es ja, wie mein Nachbar bemerkte, gar nicht geben.

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Balkonia wird erneuert

Nachdem mein Versuch, bienenfreundliche Blumen vom Samen großzuziehen, von Hörnchen und Vögeln sabotiert wurde (beide gingen davon aus, nur für sie habe ich das leckere frische Grünzeug dort wachsen lassen), habe ich nun Blumen und Kräuter gekauft. Neue Erde auch. Und nun habe ich neben dem gut gedeihenden Rosmarin, der üppigen Minze und dem sich hoffentlich erholenden Salbei (nicht im Bild) noch eine Reihe anderer schöner und wohlschmeckender Pflanzen.

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Was beim Auspflanzen abbrach, bekommen Anna, Maria und Jesus.
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Mariä Heimsuchung

Melodie: Send Deinen Geist, Herr Jesu Christ (GL Berliner Anhang GL 773)

Da, noch den Menschen unsichtbar
von deinem keuschen Leibe war
der Herr der Welt umgeben,
da gingst du fort aus Nazareth
ins Bergland, zu Elisabeth,
in ihr auch wuchs ein Leben.

Du grüßtest sie, und da gewahrt
ihr Kind das Deine, noch so zart,
und hüpft in frohem Ahnen.
Der Wegbereiter und Prophet
erkennt den Herrn, eh er versteht,
dass er den Weg soll bahnen.

Elisabeth, voll Gottes Geist,
erkennt, dass Gott dich selig preist,
und staunt, wer ihr begegnet.
Da stimmst du an ein neues Lied
vom Herrn, der Seine Magd ansieht
und der die Armen segnet.

Ein Ungeborner kannte schon
den ungebornen Gottessohn
in dir, du Himmelsschöne.
Ihr beiden Mütter, alt und jung,
bleibt ewig in Erinnerung
durch eure beiden Söhne.

Maria, du warst Jesu Hort,
da Gottes Geist hat Gottes Wort
in deinem Schoß gewoben.
In des Johannes Jüngerschar
Elisabeth die erste war,
den, der da kommt, zu loben.

© Claudia Sperlich

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Ein neues Spinnensonett

Zwar habe ich gerade Urlaub (Balkonien ist so schön!), aber auch meine Wohnung muss gelegentlich geputzt werden, und außerdem dachte ich schon seit einiger Zeit darüber nach, mein eigenes Sonett „Putzfrau aus Spinnensicht“ zu beantworten. Heute früh entstand nun dies:

Spinnen aus Putzfrauensicht

Ich habe eigentlich nichts gegen Spinnen
Und geh so weit, sie gradewegs zu ehren
Dafür, daß sie sich von Insekten nähren.
Ich setze manche frei, lass sie entrinnen.

Doch kann ihr Schicksal nicht so weit mich scheren,
Daß ich sie schone, wenn sie Raum gewinnen
In Kirchen und auf Buchregales Zinnen –
Auch grau verstaubten Weben muss ich wehren.

Zudem hat mancher Angst vor diesen Kleinen.
Auch Spinnenmangel ward noch nie vernommen.
Dem Flederwische könnten sie entkommen.

Aus Menschenrücksicht muss ich Spinnen töten!
So schlag und tret ich, ohne zu erröten,
So viel ich treffe. Gott erkennt die Seinen.

© Claudia Sperlich

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Goltzstraße Ecke Hohenstaufenstraße

Das ist ein bemerkenswertes Haus! Und erfreulicherweise sind darin nicht solche doofen seelenlosen Discounter untergebracht, sondern außer zahlreichen Wohnungen zwei schöne Restaurants und ein Modelädchen. Schick, aber noch feiner sind die Figuren an der Fassade.

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Hörnchen posiert!

Und mein neuer Photoapparat bewährt sich.
Ich kenne Hörnchen ja nun schon eine Weile – aber immer wieder schmelze ich einfach weg vor so viel Niedlichkeit. Auch wenn sie im täglichen Leben mürrische Einzelgänger sind, die einander keine halbe Nuss gönnen und vor randvoller Futterstation zetern, wenn ein anderes Hörnchen in die Nähe kommt. Auch wenn sie Gelege und Jungvögel fressen. Natur ist eben nicht eigentlich romantisch und süß, aber mit meinen menschlichen Sinnen und meinem Menschenherzen kann ich der sachlichen Biologie klar widersprechen: Doch, süß! Und wie!

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Johanniswürmchen

Heute war, wie jeden Mittwoch, die Kirche zu putzen. Aber heute konnte ich nur einmal durchfegen, denn es fand vormittags ein besonderer Gottesdienst statt.

Vor dem Altar stand ein weißer Kindersarg, ein weiterer stand im Sargraum. Ich liebe meine Arbeit, aber ich werde mich an Kindersärge nicht gewöhnen.

Zweimal jährlich werden auf dem Friedhof, wo ich arbeite, Sternenkinder bestattet – Kinder, die viel zu früh geboren wurden. Sie werden gemeinsam in den Kindersarg gelegt, winzige, noch nicht wie Menschen aussehende Würmchen, aber Menschen sind sie, daran besteht kein Zweifel. In einem ökumenischen Gottesdienst dürfen Mütter, Väter und Verwandte von den Winzlingen Abschied nehmen.

Sternenkinder nennt der Volksmund solche kleinen Toten. Heute ist St. Johannis, und ich muss an die nach ihm benannten Leuchtkäfer denken. Ich nehme an diesem Gottesdienst nicht teil – ich sorge nur dafür, daß die Kirche sauber ist. Die Totenglocke höre ich aber wie immer bei einer Bestattung während meiner Arbeitszeit. Wie immer bete ich für die Toten und die Trauernden, besonders die armen Eltern. Gott tröste sie.

Abends dann in einer anderen Kirche zur Messe – Sankt Johannes, eine frohe Messe in schöner Kirche. In jeder Messe feiern wir Tod und Auferstehung des Herrn. Ohne Zweifel dürfen diese Kleinen auch mit Ihm auferstehen. Gott gebe den Eltern, diesen Glauben zu bewahren.

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