In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, aber eure Trauer wird sich in Freude verwandeln. Wenn die Frau gebären soll, hat sie Trauer, weil ihre Stunde gekommen ist; aber wenn sie das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an ihre Not über der Freude, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist. So habt auch ihr jetzt Trauer, aber ich werde euch wiedersehen; dann wird euer Herz sich freuen und niemand nimmt euch eure Freude. An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen.
Johannes 16,20-23a
Wir erleben nicht nur, aber auch angesichts der Bedrängnis und Abwanderung von Christen aller Konfessionen viel Schadenfreude und Häme, besonders in den sozialen (oft sehr unsozialen) Medien. Die Welt freut sich! Das stimmt traurig, und Jesus sagt nicht „Seid nicht traurig“, denn Er weiß, dass Trauer eine selbstverständliche Reaktion auf Martyrium oder Untreue anderer Menschen ist. Der Herr ist realistisch. Gerade deshalb dürfen wir auch Seine Verheißung ernst nehmen: Unsere Trauer wird sich in Freude verwandeln, darauf dürfen wir vertrauen!
Wir werden einst vor dem Herrn stehen, hoffentlich um ewig bei Ihm zu leben in vollkommener Freude. Dann wird alle materielle und seelische Not für immer vorbei sein. Wir dürfen jetzt schon vor Ihm stehen und Ihn sehen, wenn auch verhüllt in der Gestalt von Brot und Wein, ja wir dürfen Ihn in uns aufnehmen! Ein Grund zur Freude, neben der jede andere Freude verblasst. (Bei dieser Gelegenheit empfehle ich die Eucharistische Anbetung, hier in St Gertrauden mittwochs von 18.00 bis 19.00 Uhr und donnerstags von 17.00 bis 18.00 Uhr.)
Auch wer jetzt Grund zur Trauer hat (was niemand kleinreden darf), wird sich wieder freuen – hoffentlich noch in diesem Leben, und danach immer und ewig.

















































