Eine Woche bis zur Weihe des Erzbistums Berlin!

Weihe des Erzbistums

Gottes Mutter, Tochter, Magd und Braut,
Dein Herz schlägt und ließ das Seine schlagen.
Sein Herz hat auf deines schon geschaut,
Eh du warst in deinen Erdentagen.

Sohn der Jungfrau, Herr und Gottesknecht,
Dein Herz schlägt, um alle zu erlösen.
Dein Herz machte ihres schon gerecht,
Eh sie kam in diese Welt des Bösen.

Herr und Magd und Himmels Königspaar,
Euren Herzen will ich mich ergeben.
Eure Herzen lieben immer wahr,
Seines ist und ihres zeigt das Leben.

Jesu und Marien Herz geweiht,
Wird das Erzbistum erfüllt mit Gnade.
Herr, mach jedes Herz für Dich bereit!
Jungfrau, zeig den Herzen ihre Pfade!

© Claudia Sperlich

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Meinen Gegnern

Kritiker waren es ja nicht, denn Kritik befasst sich mit dem Werk, nicht mit dem tatsächlichen oder vermeintlichen Charakter des Autors. (Die einzige echte Kritik kam von einem, der keinesfalls mein Gegner ist.)

Aber die Anwürfe interessieren mich gar nicht. Gekränkt hat mich nur eines: daß das so lustvoll zerfetzte Gedicht mehrfach als „Sonett“ bezeichnet wurde.

Da schreibe ich seit vielen Jahren Sonette und andere Gedichtformen, habe mehrfach erklärt, wie ein Sonett aufgebaut ist, nebenbei findet man das auch bei Wikipedia und anderswo – und dann nennen mehrere wütende Leser ein Gedicht aus drei vierzeiligen Strophen ein Sonett.

Um jetzt ein für alle mal klarzustellen, woran man formal ein Sonett erkennt, präsentiere ich meinen Lesern – den einen wie den anderen – gleich zwei.

Nach dem Sturm
zwei Sonette

Ich wünsch euch nicht, was jene kühn riskieren
Im Namen ihrer Freiheit von Gedanken.
Nur werden einige durch die erkranken,
Die jetzt nach Freiheit (nur der eignen) gieren.

Vielleicht wird mancher später sich bedanken
Bei jenen, die er heut vergleicht mit Tieren,
Wenn er sein Leben doch nicht muss verlieren,
Wenn er nur halb geheilt kann heimwärts wanken.

Ihr wollt Million sein? Ihr seid zwanzigtausend.
Zugleich wollt ihr die Abstandsregeln halten?
Schon zwanzigtausend gehn nur dicht an dicht.

Ihr seid zu viele, das erkenn ich grausend.
Doch könnt ihr längst noch nicht das Land verwalten.
Die meisten seid zum Glück ihr lange nicht.

*

Ich habe Ungefälliges geschrieben,
Da brach Empörung über mich herein.
Ich sei ein Schlafschaf, blind und dumm, gemein,
Durch meinesgleichen sei das Land zerrieben.

Und Katholiken, Pfingstler, Calvinisten
War’n endlich einig: Diese ist satanisch!
Mir schien manch Kommentar ein wenig manisch,
Mich irritierten diese frommen Christen.

Nur einer mahnte mich in Freundeszeilen,
Ich solle bei Matthäus 5 verweilen.
Das ist Kritik, nicht bloßes Kesseltreiben!

Doch dem, der niederträchtig mich genannt,
Erklär ich: oderint dum metuant!
Ich werde weiter ohne Rücksicht schreiben.

© Claudia Sperlich

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Verklärung des Herrn

Melodie: Aus meines Herzens Grunde

Mit Moses und Elias
Auf Bergeshöhen stand
Der Christus, der Messias,
Des Vaters Mund und Hand.
Sie haben den erkannt,
Der das Gesetz erfüllte,
Und Gott der Vater hüllte
Ihn in ein Lichtgewand.

Die Welt läßt sich betören
Durch alle Zeiten schon,
So kann sie viel zerstören –
Doch nicht den Gottessohn.
Sein freundliches Gebot,
Einander nur zu lieben,
Ist immer wahr geblieben
Und stärker als der Tod.

Ich will Dir Hütten bauen
In meiner Seele Raum,
Aus Liebe und Vertrauen,
Aus Laub vom Lebensbaum.
Mein Jesus, sei bei mir
Und lass bei Dir mich leben.
Ich will Dir alles geben,
Was ich bekam von Dir.

Wenn ich mich selbst verfehle,
Was soll ich mit der Welt?
Ist doch die Menschenseele
Mehr wert als alles Geld!
Wer läßt sein Leben ganz
In Gottes guten Händen,
Zu dem wird Gott sich wenden,
Dem schenkt Er Seinen Glanz.

© Claudia Sperlich

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Siebzehntausend Irre

… waren heute in Berlin unterwegs, um dagegen zu protestieren, daß sie niemanden mit einer potentiell tödlichen Krankheit infizieren dürfen. (Möglicherweise auch mehr, die höchsten Schätzungen sprechen von zwanzigtausend.)

Sie sind heut wieder durch Berlin getrampelt,
die Irren, die sich für geknechtet halten,
weil Klügere sich haben abgestrampelt,
um die Corona endlich auszuschalten.

Sie sabotieren mit den dümmsten Phrasen
die Wissenschaft und jede kluge Regel.
Was diese Logikfreien aus sich blasen,
lässt bald schon steigen den Coronapegel.

Wenn sie so hunnenfürstlich Schwachsinn reden,
sieht man bei manchen Brust und andres schwellen.
Sie tun sich leid, und sie gefährden jeden.
Hat Deutschland keine freien Gummizellen?

© Claudia Sperlich

Und hier zum Hören:

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Zwei Wochen bis zur Weihe des Erzbistums Berlin!

Am 15. August wird das Erzbistum Berlin dem Herzen Jesu und dem Herzen Mariä geweiht. In Vorbereitung darauf stelle ich auf meinem Blog passende Gebete vor – heute zwei meiner Choräle, die gerne im Gottesdienst gesungen werden können! (Einzige Bedingung: Der Autorenname gehört auf den Liedzettel.)

Herz Jesu
Melodie: Ich bete an die Macht der Liebe

Du Herz, zerbrochen und zerschlagen,
Du Herz, durchbohrt vom Lanzenstich,
all unsre Sünden fortzutragen,
gabst Du für alle Menschen Dich.
Zieh an Dich alle Menschenherzen,
lass keines je sein Heil verscherzen.

Von Dir geht aus der Strom des Lebens,
der Deine Kirche blühen lässt!
Zu Dir kommt niemand je vergebens,
Du bist die Liebe treu und fest.
Du bist des Glaubens Ziel und Mitte,
der Geist lenkt zu Dir unsre Schritte.

Herz Jesu, lass mein Herz gesunden,
steh mir in Seelenängsten bei.
Ich habe mich an Dich gebunden,
Herz Jesu, in Dir bin ich frei.
Befiehl dem Feind, von mir zu weichen!
Herz Jesu, lass mein Herz Dir gleichen.

***

Unbeflecktes Herz Mariä
Melodie: GL 395 – Den Herren will ich loben
oder 418 – Befiehl Du Deine Wege
oder 465 – Das Jahr steht auf der Höhe

Maria voller Gnaden, dein Herz in Gottes Licht
ist ohne jeden Schaden, die Sünde trübt es nicht.
Dein Herz ist voller Güte und ohne Dunkelheit,
wie eine Rosenblüte bewahrt in Ewigkeit.

Du hast dem Herrn gesungen als herzenstreue Magd.
Vom Leidensschwert durchdrungen blieb dein Herz unverzagt.
Als du den Sohn gefunden, hat dich Sein Wort berührt.
Sein Leid und Seine Wunden hat dein Herz auch gespürt.

Dein Herz voll Gottesliebe schlägt für die Christenheit.
Du bist wie Blütentriebe in kalter, dunkler Zeit,
du führst auf Blumenwegen uns ins gelobte Land:
Du Mutter voller Segen, zeig uns des Sohnes Hand.

© Claudia Sperlich

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„Ach, sind Sie Feministin?“

Ich stehe vor einem Briefkasten, im Begriff, zwei Briefe einzustecken.
Eine junge Frau spricht mich an, es sei ja nett von mir, daß ich für sie extra anhalte. Ich denke eine Sekunde lang: Charmante Art, mich anzuschnorren – sehe dann genauer hin: nein, diese sehr gepflegte Dame schnorrt gewiss nicht. Ein kleines Schild zeigt, wofür sie hier steht: amnesty international.

Ich sage: „Nein, für Amnesty International habe ich nichts übrig.
Auf ihr ungläubiges Lächeln führe ich aus: Die haben früher hervorragende Dinge geleistet, jetzt setzen sie sich für ein Recht auf Abtreibung ein, das unterstütze ich nicht.“

Sie trägt ein kleines Kreuz um den Hals. Das fällt mir auf, als sie etwas leiser sagt: „Das finde ich auch nicht gut.“ Ich bin nun gerade in Fahrt und rede weiter: „Das hat auch gar nichts mit Frauenrechten zu tun. Fünfzig Prozent der Abtreibungen betreffen Mädchen.“

Sie sieht ehrlich erstaunt aus. „Wie bitte?“

Ich: „Wir sind uns ja wohl einig darüber, daß die Hälfte der Menschheit weiblich ist?“

Sie: „Ach so. Ich dachte, Sie meinen jetzt die Abtreibungen.“

Ich: „Meine ich auch. Die Hälfte aller Abgetriebenen ist nämlich auch weiblich.“

Und jetzt kommt der Satz…: „Ach, sind Sie Feministin?“

Ich: „Nö. Ich habe bloß Grundkenntnisse in Biologie.“

Sie: „Ich habe Biologie studiert.“

Ich: „Merkt man aber nicht.“

Ich bin dann ohne weitere Diskussion weitergefahren. Erstens weil ich von der Arbeit kam und Hunger hatte, zweitens weil ich keine Lust mehr hatte, zu diskutieren, ob ein Mensch vor der Geburt schon erhaltenswert ist.

Aber ein bißchen ärgert mich schon, daß ich der jungen Biologin nicht noch gesagt habe: „Übrigens spart jede Abtreibung Alimente, was für den Erzeuger sehr praktisch ist.“ Na, vielleicht nächstes Mal.

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Du gabst mir mein Herz, ich geb es zurück

Am 15. August wird das Erzbistum Berlin dem Herzen Jesu und dem Herzen Mariä geweiht. In Vorbereitung darauf stelle ich auf meinem Blog passende Gebete vor.

Wer sich dem Herz Gottes übereignet, gibt damit das eigene Herz in Seine Hände.
Das folgende Gedicht entstand in einer stillen Kirche, vorm Tabernakel.

Übereignung

Ich gehöre Dir längst, weil Dir alles gehört,
Der Himmel, die Sterne, das Leben.
Ich hab Deinen Ruf, die Berufung, gehört –
Was Du mir gabst, will ich Dir geben:

Mein Dichten und Denken, mein Wollen und Sein
Und all mein Können und Haben,
Und mehr als Du gabst: die Sünden, den Schein –
Nimm es an als kostbare Gaben.

Du gabst mir mein Herz. Ich geb es zurück,
Es soll nur für Dich noch schlagen.
Es hat ein paar Flecken, und fehlt ein Stück.
Doch was Du verlangst, kann es wagen.

© Claudia Sperlich

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Hörnchen und Mäuschen in Gesellschaft

Heute kappte ich den wuchernden Parthenocissus, des Glaubens, auf diese Weise werde den Mäusen wohl der Weg zum Balkon abgeschnitten. Keine Viertelstunde später sah ich dies!
Eine besonders liebevolle Gesellschaft ist es nicht zwischen Hörnchen und Mäuschen, eher wirken beide, als hätten sie den Balkon viel lieber für sich alleine. Aber niedlich sind sie. Dennoch werde ich im August wirklich mal versuchen, das Futterhäuschen mäusesicher zu machen. Denn so süß die Mäuslein sind, ich will sie nicht füttern.

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Seelenruhig fressendes Hörnchen

Mit so viel Ruhe habe ich es lange nicht photographieren können. Am Ende fand es mich zwar doch aufdringlich und lief weg – aber es ließ mir mindestens zehn Minuten und drei Nüsse lang Zeit: ein männliches Eichhörnchen mit etwas ausgefransten Ohren. Es hat wohl schon härtere Kämpfe gekannt als den um ein paar Nüsse auf meinem Balkon.

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Drei Wochen bis zur Weihe des Erzbistums Berlin!

Herz Jesu

Herz über Engeln und Mächten,
Herz, das im Dornenkranz brennt,
Herzblut des Ewig Gerechten,
Den unser Glaube bekennt!

Dornbusch an heiligem Orte,
Brennend und doch nicht verbrannt,
Wies schon zum Ewigen Worte –
Gott gab sich Moses bekannt.

Wasser, aus Felsen geflossen,
Hat unsern Durst einst gestillt.
Alter Bund wurde beschlossen,
Neuen Bund zeigte das Bild.

Wasser und Blut aus der Seite,
Dornen auf göttlichem Wort –
Herr, durch Dein Leiden geleite
Uns an den seligen Ort.

© Claudia Sperlich

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