Ikea-Recycling

Ich wollte schon seit Jahren den Keller entrümpeln lassen,  aber das ist teuer.  Jetzt bin ich froh, dass es unterblieb. Denn die Sitzfläche des Balkonstuhls war schon lange keinem Hintern mehr zumutbar. Das Balkon-Kontingent war nun aber auch erschöpft. Also entsann ich mich,  dass ein auseinandergenommer alter Ikea-Schrank im Keller steht.

Stuhl ausgemessen und den gröbsten Dreck abgefegt, passendes Stück Schranktür abgeschnitten,  angeschraubt, mit viel Leinölfirnis versehen (unglaublich,  wie viel ein kleines Stück Holz nach mehreren Jahren Kellerarrest schluckt), Stuhl geputzt, Sägemehl aufgefegt, Öllappen entsorgt (irgendwann habe ich gelernt, dass benutzte Öllappen sofort in den Müll gehören wegen der Gefahr der Selbstentzündung – keine Ahnung,  ob das stimmt, aber ich möchte es nicht an meiner Wohnung testen).

Vorher:

Nachher:

Natürlich ist das keine tischlerwürdige Arbeit, aber für einen Dichter ist es perfekt.

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Neues von Balconia

Manchmal ist es gut, in den Keller zu gehen und nachzuschauen,  ob da etwas Nützliches ist. Da war dies kleine einhakbare Klapptischchen, das gut auf den Balkon passt. Außerdem viel Holz (ein alter Ikea-Schrank in Einzelteilen), aus dem ich demnächst eine neue Sitzfläche für den blauen Stuhl machen werde. Im Gästezimmer habe ich noch einen Hocker gefunden. Damit ist besiegelt,  dass ich vorerst keine Balkonstühle brauche.

Auch war ich wieder im Gartencenter. Wie geplant,  habe ich noch zwei Pflanztaschen für Kartoffeln gekauft, und dann wollte ich ganz bestimmt überhaupt nichts mehr kaufen, aber da war eine Tüte Bohnen, eine für den Balkon geeignete Art, die mir ins Gesicht sprang und dort haften blieb, bis sie bezahlt war. Die werden Mitte Mai gesät.

Erde wird demnächst geliefert,  und dann gibt es wirklich nichts mehr bis zum Herbst.  Vielleicht klappt es ja mit dem eigenen Gemüseanbau.

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Struppiges Hörnchen

Vermutlich ist es schon alt. Vielleicht auch hatte es eine schlechte Nacht. Aber der Appetit ist noch gut!

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Ein Stück Fisch für den Auferstandenen

Joh. 21.1-14

Die Jünger sind wieder zum gewöhnlichen Tagesgeschäft übergegangen. Die Zeit mit dem Heiland schien vorbei. Sicher, Er blieb als auferstandener Herr und Freund in ihren Herzen,  aber sie mussten ja arbeiten. Nur wurde daraus in dieser Nacht nichts.

Ein Fremder steht am Ufer und bittet um ein bisschen Fisch, und peinlicherweise können sie nach der erfolglosen Nacht nicht einmal gastfreundlich sein.

Die Jünger erkennen den Auferstandenen nicht gleich, obwohl Er sie schon zum dritten Mal aufsucht. Der verklärte Leib hat vielleicht etwas an sich, das uns völlig unbegreiflich und fremd ist – eine Art von innen kommende und unverletzliche Schönheit, die vor Kreuz und Auferstehung noch nicht sichtbar war.

Auf sein Wort werfen sie das Netz noch einmal aus, obwohl das bei Tageslicht eigentlich keinen Sinn hat, und bringen es übervoll wieder ein. Für Johannes ist nun klar: Es ist der Herr!, und der impulsive Petrus beeilt sich, an Land zu kommen.

Hier stellt sich heraus, dass Jesus bereits Fisch und Brot röstet. Der Herr braucht unsere Gaben nicht, und eigentlich sind es ja auch Seine Gaben an uns, die wir Ihm wiedergeben können. Aber Er will Gemeinschaft mit uns haben und tut alles, damit diese Gemeinschaft ein gelingendes Fest wird. Nur das von Ihm gefüllte Netz einholen, uns anziehen und auf Ihn zu kommen müssen wir selber.

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Fortschritte auf dem Balkon

Ich kam heute rein zufällig an einem Blumenladen vorbei. Also, ich wollte eigentlich vorbeifahren, irgendwie. Aber er hatte auch Kräuter.

Und dann wollte ich bestimmt nur Küchenkräuter kaufen, nichts anderes. Aber er hatte auch ganz entzückende Vergissmeinnicht, rosa und himmelblau. Was sollte ich machen? Koriander, Vergissmeinnicht, Thymian, Salbei.

Die Wiesenblumen neben der schon neulich gepflanzten Minze zeigen schon schöne Keime. Die Kirschtomaten haben so kleine Keime, dass mein Photoapparat nicht ausreicht, ein gutes Bild davon zu machen, und der kürzlich ausgesäte Rosenkohl (ich gehöre zu den Leuten, die sehr gern Rosenkohl essen) schläft noch.

Der Koriander hat beim Umtopfen von einem viel zu engen Plastiktopf leider gelitten, ich hoffe, er erholt sich wieder. Er braucht seinen eigenen Topf, weil er sich mit anderen Pflanzen nicht gut verträgt. Dabei fällt mir ein, ich habe noch mehrere Blumentöpfe in verschiedenen Größen und könnte noch weitere eigenbrötlerische Kräuter hier wachsen lassen. Mal sehen.

Weitere Erde wird bald geliefert, weitere Pflanzsäcke für Kartoffeln werde ich diese Woche kaufen, weil ich gelernt habe, dass man Kartoffeln nicht zu eng setzen darf. Einstweilen sind sie noch beim Vorkeimen. Dann muss ich noch zwei Blumenkästen füllen und werde mir bei der Gelegenheit noch Samen für irgendwelches Gemüse kaufen. Bestimmt Gemüse. Mit Blumen muss jetzt wirklich mal Schluss sein! Nutzpflanzen müssen her!

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Vergesst die Gastfreundschaft nicht

Genesis 18,1-15 berichtet von Abrahams Gastfreundschaft gegenüber drei Engeln, durch die der Herr ihn dann wissen lässt, dass seine betagte Frau Sarah gegen alle Wahrscheinlichkeit schwanger werden wird. Auch im Buch Tobit ist ein Engel erst Reisegefährte, dann Gast bei einer anderen, jungen Sarah, bei Tobias und dessen Vater. Beide Male wird den Gastgebern erst am Ende klar, dass sie es mit Gottes Boten zu tun hatten.

Hebräer 13,2 nimmt darauf Bezug: Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt!

Das heutige Evangelium berichtet von den Emmausjüngern. Auch sie nehmen einen Fremden auf, wie sie meinen, und erkennen endlich, dass es der Herr ist.

Das bedeutet nicht, dass wir nur deshalb gastfreundlich sein sollten, weil der Eingeladene ja eventuell ein Engel oder Jesus sein könnte. (Opportunisten will Gott ganz sicher nicht in Seinen Reihen haben!) Aber wir sollen uns klarmachen, dass wir, wenn wir Hilfe und Gastfreundschaft gegenüber Fremden grundsätzlich ablehnen, wir möglicherweise einem Engel oder Gott selbst die Tür vor der Nase zuschlagen. Das sollten wir nun wirklich nicht riskieren. Gastfreundschaft und Freigebigkeit sind für Christen nicht optional.

Caravaggio hat das Mahl in Emmaus zweimal dargestellt. Das bekanntere und frühere Gemälde durfte ich einmal im Original betrachten und habe ein Sonett darauf geschrieben. Das spätere Emmaus-Gemälde ist düsterer, Jesus wirkt älter und strenger und die Jünger wirken auch, als hätten sie schon einiges durchgemacht. Caravaggio schuf es, nachdem er als Teilnehmer einer Randale, bei der ein Mensch getötet wurde, aus Rom verbannt worden war. Also, falls jemand das mit der Religion und der Gastfreundschaft nicht versteht, hier nochmal was mit der Welt und der Gastfreundschaft: Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, begnadete Künstler beherbergt!

Der Wirt von Emmaus

Drei Männer kommen, staubig von der Reise.
Sehr jung scheint einer mit vernarbten Händen.
Zwei ältre, die sich fragend an Ihn wenden –
Sie scheinen fasziniert von Seiner Weise.

Sie setzen sich zu Tisch. Die Worte enden.
Zwei sinnen nach. Ich bring die simple Speise.
Der Junge betet drüber, Gott zum Preise –
Er scheint von sich den Segen auszusenden.

Sie schauen hoch, sie rufen einen Namen.
Und plötzlich ist der Dritte nicht zu sehen!
Und sie, ganz ohne Angst: „Wir müssen gehen.”

Sie gehen auf den Weg, auf dem sie kamen.
Sie tanzen fast! Ihr Schritt ist jung und schnell.
Du Fremder – mach auch meine Augen hell.

© Claudia Sperlich

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42 Jahre Christin

In der Osternacht 1984 wurde ich zum Befremden der Familie katholisch getauft. In der folgenden Zeit lernte ich, wie es sich anfühlt, in einem atheistischen Umfeld vom auferstandenen Christus überzeugt zu sein und Ihn zu lieben. Und dass der Herr viel stärker ist als aller familiärer Knatsch, und dass es auf jeden Fall lohnt, Ihm zu folgen.

Auch in der vergangenen Nacht wurden viele Erwachsene getauft. Viele  kommen wie ich aus atheistischen oder agnostischen Elternhäusern, andere sind in anderen Religionen erzogen worden. In den meisten Fällen wird das  Schwierigkeiten mit der Mischpoke mit sich bringen – auch wesentlich größere,   als ich sie erlebt habe, auch existenzielle. Ich bete und bitte um Gebet für alle Neugetauften aus dem Christentum fernstehenden Familien und für eben jene Familien, um Kraft und Schutz für die jungen Christen,  um inneren Frieden und Bekehrung für ihre Familien.

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Der Herr ist auferstanden!

Er ist wahrhaft auferstanden!

Das habe ich vorhin in der hübschen Gertraudenkapelle feiern dürfen, das glaube ich mit Herz und Verstand. Das ist meine Lebensgrundlage, alles andere ist bestenfalls zweitrangig, so wichtig es sein mag.

Gesegnete Ostern! Halleluja!

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Gesegnete Osterspeisen

Heute früh habe ich zwei Osterbrote gebacken. Davor habe ich mehrere Videos angeschaut,  wie man Brot am besten flicht, und die Form ist mir zum ersten Mal wirklich schön gelungen.

Um 12.00 Uhr war wie jeden Karsamstag Speisesegnung in Heilig Kreuz.

Hier sind die gesegneten Speisen auf meinem Küchentisch.

Nach der Osternacht (diesmal in St Gertrauden und recht früh, um 20.00 Uhr) gibt’s endlich wieder Tierisches und Süßes – sas ist zwar nicht die Hauptsache am heiligen Osterfest,  aber eine sehr angenehme Nebensache!

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Totenstille

Jesus ist tot und wurde von Josef von Arimathäa in einem Grab mit Rollstein bestattet. Das Grab ist versiegelt und wird von mindestens zwei Soldaten bewacht. Niemand kann da tricksen.

Seine Freunde erleben die Sabbatruhe als Erstarrung. Nichts geschieht mehr.

Bis irgendwann zwischen Abend und frühem Morgen etwas Unfassbares geschieht. Aber das kann noch keiner ahnen.

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