Und natürlich kann ich es nur durch die Glasscheibe photographieren, aber immerhin lässt es sich durch keine Bewegung aus der Ruhe bringen.







Und natürlich kann ich es nur durch die Glasscheibe photographieren, aber immerhin lässt es sich durch keine Bewegung aus der Ruhe bringen.







Aus dem Gartencenter habe ich mitgebracht:


Wie man sieht, habe ich mich striktes an mein Vorhaben gehalten, nur Nutzpflanzen zu kaufen. Bloß direkt am Eingang des Gartencenters wurde ich von einer Horde Hornveilchen überfallen, die mich zwangen, sie mitzunehmen. Die Samentüten enthalten wirklich nur Nutzpflanzen: Karotten, Spitzpaprika, Cherrytomaten, Rosenkohl und eine insektenfreundliche Blumenmischung (das ist ja nützlich und hat mit Ästhetik nur am Rande und gleichsam zufällig zu tun).
Dazu gibt es Rosmarin, Oregano und marokkanische Minze. Die fertigen Kräuter, die Hornveilchen, die Blumensaat und die Karotten habe ich gleich ausgebracht und gut gegossen. Die anderen Gemüsesorten muss ich vorkeimen lassen (mache ich morgen), draußen ist denen noch zu kalt.



Ich habe die Erde mit Biodünger angereichert. Der besteht aus Humus, der aus Tierabfällen gewonnen wurde, sowie einer Pilzart (keine Speisepilze), die mit den Wurzeln von Pflanzen eine Symbiose eingeht.
Fast vierzig Liter Erde sind verbraucht, weitere vierzig habe ich noch, und mir scheint, ich werde noch einen kleinen Sack Erde brauchen, aber das wird sich zeigen. Der Pflanztopf für die Kartoffeln schien mir arg klein, und so habe ich zusätzlich einen Kartoffelpflanzsack gekauft. Die Halterung für die beiden Terracottatöpfe habe ich nach Augenmaß gekauft und finde mein Augenmaß ganz in Ordnung.
Ich habe dies Jahr einiges an Selbstversorgung vor. Dafür war eine kleine Investition nötig: neue Balkonkästen, Saatkartoffeln (noch nicht eingetroffen) und ein Kartoffelpflanztopf.
Hier der aufgeräumte Balkon. Ich werde demnächst noch einiges an Pflanzen und Samen kaufen (schon wieder investieren!), Rosmarin und Thymian mit Sicherheit, vielleicht Tomaten und was mir sonst einfällt an guten und nicht zu anspruchsvollen essbaren Pflanzen. Ob die Erde langt, ist auch noch ungewiss.
Zwiebelgewächse aller Art sind leider ausgeschlossen, denn die Eichhörnchen graben jede einzelne Zwiebel aus und fressen sie. Sie haben mir einst eine ganze Tulpenpflanzung vernichtet!
Die Kartoffeln kommen Ende des Monats und müssen vier Wochen lang vorkeimen, erst dann werden sie ins Freie gelassen, also in den Pflanztopf. Ich werde berichten!

Melodie: Alles meinem Gott zu Ehren, GL 455
Wort, das in die Welt gekommen
durch des Geistes Kraft und Tat,
Dich hat Joseph aufgenommen
väterlich nach Gottes Rat,
sah auf Deine ersten Schritte,
lehrte Lobpreis Dich und Bitte,
lehrte Handwerk Dich und Fleiß
väterlich zu Gottes Preis.
Joseph hört auf Gottes Worte,
bringt in jener Schreckenszeit
aus gewohntem Heimatorte
Frau und Kind in Sicherheit,
hütet aller Welten Hüter,
nährt den Geber aller Güter,
dient dem jungen Gottesknecht
treu und liebend und gerecht.
Joseph, bitt, daß Gottes Segen
auch auf unsrer Arbeit ruht.
Hilf, daß wir für Den uns regen,
Der die Wahrheit ist und tut.
Zeig uns, wie wir in Gefahren
Ruhe und Vertrauen wahren.
Du hast Gottes Sohn bewacht –
Steh uns bei in Not und Nacht.
© Claudia Sperlich
Jesus, Herr, ich liebe Dich,
mehr, viel mehr als ich es sagen kann,
weniger als ich es soll und will.
Jesus, Herr, weil Du mich liebst,
mehr, viel mehr als ich es denken kann,
kann ich selber lieben und bestehn.
Jesus, Herr, sei Du in mir,
mach in mir die Liebe stark und frei,
dass ich Dich in meinem Nächsten seh.
Jesus, Herr, sei Du in mir,
mach mich in der Liebe stark und frei,
dass ich Zeugnis geben kann von Dir.
© Claudia Sperlich
Dieser Heiligen gedenkt die Kirche heute. Einer Bauernregel zufolge eröffnet sie die Gartensaison.
Gertraud saß und Gertraud spann
schon seit Winters Kommen,
spann und betete und sann
voll Gedanken, frommen.
Gertraud hört die Engel schon,
hört das Wort des Herren,
aber nicht der Amsel Ton,
nicht Jungvogels Sperren.
Plötzlich aus des Rockens Flausch
hört sie etwas pfeifen!
Gertraud fühlt sich wie im Rausch,
spürt die Lüfte streifen
sanft ihr liebes Angesicht,
lächelt fast verwegen:
Herr, mein Leben und mein Licht,
laß mich niederlegen
nun den Rocken, und die Maus
mag ihr Nest drin bauen!
Frühling schickst Du mir ins Haus,
nun will ich ihn schauen!
Gertraud mit der Heilgenkron
hilft, so will die Sage,
gegen Dummheit, Stumpfsinn, Fron,
gegen Rattenplage.
© Claudia Sperlich
Vor einigen Tagen ging die Halterung meines Klodeckels kaputt. Der Klodeckel selbst ist hübsch und noch nicht alt, die Garantie, sofern es eine gab, habe ich verbummelt. Also ging ich zum Baumarkt und kaufte ein neues Ersatzscharnierbefestigungs-Set, ja, so heißt das. Nicht mal teuer.
Den Klodeckel abschrauben war einfach. Allerdings hätte ich dabei ein wenig achtgeben sollen, wie genau das Originalscharnierbefestigungs-Set (so muss es heißen) angebracht war. Nun hatte ich anderthalb heile Scharnierbefestigungssets und dazu ein kaputtes, das ich flugs entsorgte. Aber wie, oh wie bringt man nun Scharnierbefestigung und Klodeckel so zusammen, dass es hält, sich sinnvoll auf und ab bewegen lässt und eine funktionierende Absenkungsautomatik hat? Die Verpackung enthält eine sehr schematische Zeichnung, aus der ich nicht schlauer wurde. Und irgendwie sah alles verkehrt aus.
Ich weiß nicht, wie oft ich in den letzten anderthalb Tagen gesagt habe „Das geht nicht“ oder „Das passt nicht“ oder „Völliger Quatsch“. Immerhin habe ich weder mich noch jemand anders verletzt, was mit einem Kreuzschlitzschraubendreher (ja, so heißt der) nicht ganz unmöglich gewesen wäre. Nach einer Stunde Internetsuche fand ich endlich eine wirklich erhellende schematische Zeichnung, und eine Viertelstunde später war der Klodeckel perfekt angebracht.
Nochmals, es ist während der ganzen Zeit nichts und niemand beschädigt worden, kein lästerlicher Fluch ausgestoßen, keine Selbstmordphantasie gehegt worden (jedenfalls nicht von mir). Das ist, wenn es um handwerkliche Betätigung geht, schon viel, und zum Teil ist es wohl der segensreichen Fastenzeit zu verdanken, dass ich nur ein bisschen ungehalten war, aber nicht völlig ausgeflippt bin.
Vielleicht ist mein Erfolg auch dem heiligen Judas Thaddäus, dem Schutzpatron der hoffnungslosen Fälle, zu verdanken.
Als Teenager hatte ich mir in den Kopf gesetzt, Tischlerin zu werden. Ich bestand das Probehalbjahr nicht und war sehr traurig darüber. Heute bin ich froh. Vielleicht wäre ich eine drittklassige Tischlerin geworden, aber dann hätten jetzt allzu viele Menschen klemmende Türen und wackelnde Tische. Das gäbe nur böses Blut. Dichtung kann ich wesentlich besser als Handwerk.
Mit leichter Verspätung, aber sehr herzlich und inhaltsschwer. Es wäre ganz falsch, dies exzellente Bildnis einer präsidentiellen Übergröße ungeteilt zu lassen.

Der wilde Vorgarten ist in einem Zustand zwischen Winter und Frühling, frisch und hoffnungsvoll und mit viel Dürrem und Abgeblühtem. Das soll jetzt noch eine Weile so bleiben, denn kleine Tiere haben noch lange etwas von den dürren Pflanzen, Schutz und Nahrung. Aber der Frühling kündigt sich an!
Die Krokusse sind heute geschlossen. Gestern war es wärmer, da waren sie schon offen und sogar ein paar Insekten darin, aber wie das so geht: Da war ich zu hungrig zum Photographieren und musste einfach schnell in die Küche. Aber so sind sie ja auch hübsch.
Goldraute und noch irgendetwas sind längst verblüht, aber auf ihre Art immer noch hübsch. Wie freundliche alte Frauen.


Schneeglöckchen blühen schon eine Weile, Märzbecher sind pünktlich. Unter den Märzbechern trauen sich die Szilla auch schon beinah was. Die Christrose ist schon im Advent erblüht, und nun fängt sie an, Samen zu produzieren, hat aber zugleich noch frische Blüten.



Der Lavendel grünt schon kräftig, und wenn ich es mir nicht einbilde, duftet er auch bereits. Die niedlichen blaugrünen jungen Rosetten kann ich nicht einordnen, aber sind sie nicht reizend?


Die erste Narzisse ist schon ziemlich mutig, man sieht es bereits gelblich durch die Knospenhülle schimmern. Ein Strauch zeigt dicke Knospen und Schotenhüllen vom Vorjahr.


Ich lebe, Herr! Und mit Dir leb ich gerne,
Du liebst mich, sorgst für mich und bist mir nah.
Du willst mich in der Not auf Händen tragen,
Und immer wieder durch die Schrift mir sagen:
„Hab keine Angst! Denn Ich, der Herr der Sterne,
Der alles schuf, bin immer für Dich da.“
Ich dank Dir, Herr! Denn Du hast mich gerufen
Zum Glauben, Hoffen, Lieben in das Leben.
Du überschüttest mich mit Deinem Segen,
Du führst mich sanft auf allen Erdenwegen,
Trägst mich durch Feuer, über steile Stufen,
Du hast mir alles und Dich selbst gegeben.
© Claudia Sperlich