Balkonien ist eröffnet!

Ich habe dies Jahr einiges an Selbstversorgung vor. Dafür war eine kleine Investition nötig: neue Balkonkästen, Saatkartoffeln (noch nicht eingetroffen) und ein Kartoffelpflanztopf.

Hier der aufgeräumte Balkon. Ich werde demnächst noch einiges an Pflanzen und Samen kaufen (schon wieder investieren!), Rosmarin und Thymian mit Sicherheit, vielleicht Tomaten und was mir sonst einfällt an guten und nicht zu anspruchsvollen essbaren Pflanzen. Ob die Erde langt, ist auch noch ungewiss.

Zwiebelgewächse aller Art sind leider ausgeschlossen, denn die Eichhörnchen  graben jede einzelne Zwiebel aus und fressen sie. Sie haben mir einst eine ganze Tulpenpflanzung vernichtet!

Die Kartoffeln kommen Ende des Monats und müssen vier Wochen lang vorkeimen, erst dann werden sie ins Freie gelassen, also in den Pflanztopf. Ich werde berichten!

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St Joseph

Melodie: Alles meinem Gott zu Ehren, GL 455

Wort, das in die Welt gekommen
durch des Geistes Kraft und Tat,
Dich hat Joseph aufgenommen
väterlich nach Gottes Rat,
sah auf Deine ersten Schritte,
lehrte Lobpreis Dich und Bitte,
lehrte Handwerk Dich und Fleiß
väterlich zu Gottes Preis.

Joseph hört auf Gottes Worte,
bringt in jener Schreckenszeit
aus gewohntem Heimatorte
Frau und Kind in Sicherheit,
hütet aller Welten Hüter,
nährt den Geber aller Güter,
dient dem jungen Gottesknecht
treu und liebend und gerecht.

Joseph, bitt, daß Gottes Segen
auch auf unsrer Arbeit ruht.
Hilf, daß wir für Den uns regen,
Der die Wahrheit ist und tut.
Zeig uns, wie wir in Gefahren
Ruhe und Vertrauen wahren.
Du hast Gottes Sohn bewacht –
Steh uns bei in Not und Nacht.

© Claudia Sperlich

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Jesus, Liebe

Jesus,  Herr,  ich liebe Dich,
mehr, viel mehr als ich es sagen kann,
weniger als ich es soll und will.

Jesus,  Herr,  weil Du mich liebst,
mehr, viel mehr als ich es denken kann,
kann ich selber lieben und bestehn.

Jesus,  Herr,  sei Du in mir,
mach in mir die Liebe stark und frei,
dass ich Dich in meinem Nächsten seh.

Jesus,  Herr,  sei Du in mir,
mach mich in der Liebe stark und frei,
dass ich Zeugnis geben kann von Dir.

© Claudia Sperlich

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Gertraud von Nivelles

Dieser Heiligen gedenkt die Kirche heute. Einer Bauernregel zufolge eröffnet sie die Gartensaison.

Gertraud saß und Gertraud spann
schon seit Winters Kommen,
spann und betete und sann
voll Gedanken, frommen.

Gertraud hört die Engel schon,
hört das Wort des Herren,
aber nicht der Amsel Ton,
nicht Jungvogels Sperren.

Plötzlich aus des Rockens Flausch
hört sie etwas pfeifen!
Gertraud fühlt sich wie im Rausch,
spürt die Lüfte streifen

sanft ihr liebes Angesicht,
lächelt fast verwegen:
Herr, mein Leben und mein Licht,
laß mich niederlegen

nun den Rocken, und die Maus
mag ihr Nest drin bauen!
Frühling schickst Du mir ins Haus,
nun will ich ihn schauen!

Gertraud mit der Heilgenkron
hilft, so will die Sage,
gegen Dummheit, Stumpfsinn, Fron,
gegen Rattenplage.

© Claudia Sperlich

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Ich bin kein Handwerker, und das ist gut so.

Vor einigen Tagen ging die Halterung meines Klodeckels kaputt. Der Klodeckel selbst ist hübsch und noch nicht alt, die Garantie, sofern es eine gab, habe ich verbummelt. Also ging ich zum Baumarkt und kaufte ein neues Ersatzscharnierbefestigungs-Set, ja, so heißt das. Nicht mal teuer.

Den Klodeckel abschrauben war einfach. Allerdings hätte ich dabei ein wenig achtgeben sollen, wie genau das Originalscharnierbefestigungs-Set (so muss es heißen) angebracht war. Nun hatte ich anderthalb heile Scharnierbefestigungssets und dazu ein kaputtes, das ich flugs entsorgte. Aber wie, oh wie bringt man nun Scharnierbefestigung und Klodeckel so zusammen, dass es hält, sich sinnvoll auf und ab bewegen lässt und eine funktionierende Absenkungsautomatik hat? Die Verpackung enthält eine sehr schematische Zeichnung, aus der ich nicht schlauer wurde. Und irgendwie sah alles verkehrt aus.

Ich weiß nicht, wie oft ich in den letzten anderthalb Tagen gesagt habe „Das geht nicht“ oder „Das passt nicht“ oder „Völliger Quatsch“. Immerhin habe ich weder mich noch jemand anders verletzt, was mit einem Kreuzschlitzschraubendreher (ja, so heißt der) nicht ganz unmöglich gewesen wäre. Nach einer Stunde Internetsuche fand ich endlich eine wirklich erhellende schematische Zeichnung, und eine Viertelstunde später war der Klodeckel perfekt angebracht.

Nochmals, es ist während der ganzen Zeit nichts und niemand beschädigt worden, kein lästerlicher Fluch ausgestoßen, keine Selbstmordphantasie gehegt worden (jedenfalls nicht von mir). Das ist, wenn es um handwerkliche Betätigung geht, schon viel, und zum Teil ist es wohl der segensreichen Fastenzeit zu verdanken, dass ich nur ein bisschen ungehalten war, aber nicht völlig ausgeflippt bin.

Vielleicht ist mein Erfolg auch dem heiligen Judas Thaddäus, dem Schutzpatron der hoffnungslosen Fälle, zu verdanken.

Als Teenager hatte ich mir in den Kopf gesetzt, Tischlerin zu werden. Ich bestand das Probehalbjahr nicht und war sehr traurig darüber. Heute bin ich froh. Vielleicht wäre ich eine drittklassige Tischlerin geworden, aber dann hätten jetzt allzu viele Menschen klemmende Türen und wackelnde Tische. Das gäbe nur böses Blut. Dichtung kann ich wesentlich besser als Handwerk.

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Die lustigste Karte kam heute an!

Mit leichter Verspätung, aber sehr herzlich und inhaltsschwer. Es wäre ganz falsch, dies exzellente Bildnis einer präsidentiellen Übergröße ungeteilt zu lassen.

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Märzgarten

Der wilde Vorgarten ist in einem Zustand zwischen Winter und Frühling, frisch und hoffnungsvoll und mit viel Dürrem und Abgeblühtem. Das soll jetzt noch eine Weile so bleiben, denn kleine Tiere haben noch lange etwas von den dürren Pflanzen, Schutz und Nahrung. Aber der Frühling kündigt sich an!

Die Krokusse sind heute geschlossen. Gestern war es wärmer, da waren sie schon offen und sogar ein paar Insekten darin, aber wie das so geht: Da war ich zu hungrig zum Photographieren und musste einfach schnell in die Küche. Aber so sind sie ja auch hübsch.

Goldraute und noch irgendetwas sind längst verblüht, aber auf ihre Art immer noch hübsch. Wie freundliche alte Frauen.

Schneeglöckchen blühen schon eine Weile, Märzbecher sind pünktlich. Unter den Märzbechern trauen sich die Szilla auch schon beinah was. Die Christrose ist schon im Advent erblüht, und nun fängt sie an, Samen zu produzieren, hat aber zugleich noch frische Blüten.

Der Lavendel grünt schon kräftig, und wenn ich es mir nicht einbilde, duftet er auch bereits. Die niedlichen blaugrünen jungen Rosetten kann ich nicht einordnen, aber sind sie nicht reizend?

Die erste Narzisse ist schon ziemlich mutig, man sieht es bereits gelblich durch die Knospenhülle schimmern. Ein Strauch zeigt dicke Knospen und Schotenhüllen vom Vorjahr.

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Mir selbst zum 64. Geburtstag

Ich lebe, Herr! Und mit Dir leb ich gerne,
Du liebst mich, sorgst für mich und bist mir nah.
Du willst mich in der Not auf Händen tragen,
Und immer wieder durch die Schrift mir sagen:
„Hab keine Angst! Denn Ich, der Herr der Sterne,
Der alles schuf, bin immer für Dich da.“

Ich dank Dir, Herr! Denn Du hast mich gerufen
Zum Glauben, Hoffen,  Lieben in das Leben.
Du überschüttest mich mit Deinem Segen,
Du führst mich sanft auf allen Erdenwegen,
Trägst mich durch Feuer, über steile Stufen,
Du hast mir alles und Dich selbst gegeben.

© Claudia Sperlich

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Konsequenzen für die Ewigkeit

Mt 25,31-46

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit Ihm, dann wird Er sich auf den Thron Seiner Herrlichkeit setzen.
Und alle Völker werden vor Ihm zusammengerufen werden und Er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu Seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken.

Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von Meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn Ich war hungrig
und ihr habt Mir zu essen gegeben;
Ich war durstig und ihr habt Mir zu trinken gegeben; Ich war fremd und obdachlos und ihr habt Mich aufgenommen; Ich war nackt
und ihr habt Mir Kleidung gegeben;
Ich war krank und ihr habt Mich besucht; Ich war im Gefängnis
und ihr seid zu Mir gekommen.

Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir Dich hungrig gesehen und Dir zu essen gegeben, oder durstig und Dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir Dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und Dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir Dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu Dir gekommen?

Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, Ich sage euch:
Was ihr für einen Meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr Mir getan.

Dann wird Er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von Mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn Ich war hungrig
und ihr habt Mir nichts zu essen gegeben; Ich war durstig und ihr habt Mir nichts zu trinken gegeben; Ich war fremd und obdachlos und ihr habt Mich nicht aufgenommen; Ich war nackt und ihr habt Mir keine Kleidung gegeben; Ich war krank und im Gefängnis und ihr habt Mich nicht besucht.

Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir Dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben Dir nicht geholfen?

Darauf wird Er ihnen antworten: Amen, Ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch Mir nicht getan.

Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.

Diese Endzeitrede hat es in sich!
Eindeutig: Der Herr wird in Herrlichkeit wiederkommen. Und ehe sich jemand ob dieser Aussicht beruhigt zurücklehnt: Er wird ebenso eindeutig Gericht halten. Ohne Berufungsmöglichkeit, endgültig.

Wir wissen ja, dass wir nicht immer genau so handeln,  wie Er uns gesagt hat. Wohl jeder von uns war schon mal weniger liebevoll als unbedingt nötig. (Wäre es anders, wären wir alle stets so, wie Gott uns haben will, hätte Jesus nicht für uns sterben müssen.)

Müssen wir jetzt Angst haben? Ganz und gar nicht. Wir dürfen auf einige Dinge fest vertrauen:
Gott liebt jeden Menschen und will, dass jeder am Ende in der ewigen Liebe lebt.
Gott nimmt die Entscheidung jedes Menschen für oder gegen Ihn ernst.
Gott ist unendlich barmherzig; wer Ihn ehrlich um Verzeihung bittet, wird vollkommene Vergebung erlangen.
Der Psalm 119, den wir vorhin gebetet haben,  mahnt uns zum freudigen Vertrauen auf Gottes Wort.
Psalm 103 singt: „Preise den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat! Der dir all deine Schuld vergibt und all deine Gebrechen heilt, der dein Leben vor dem Untergang rettet und dich mit Huld und Erbarmen krönt…“ Und in Jesaja 1 heißt es: „Hört auf, Böses zu tun! Lernt, Gutes zu tun! Sucht das Recht! Schreitet ein gegen den Unterdrücker! … Sind eure Sünden wie Scharlach, weiß wie Schnee werden sie. Sind sie rot wie Purpur, wie Wolle werden sie.“

Es ist niemals gleichgültig,  wie weit wir an Gottes Willen vorbei leben,  aber jede noch so schwere Sünde kann durch ehrliche Reue und ehrliches Bekenntnis (idealerweise in der Beichte) vollständig vergeben werden.
Wir sind hier im Gottesdienst,  weil uns an der Herrlichkeit des Herrn gelegen ist. Ahmen wir Ihn so gut wie möglich nach, und wo wir hinter der Liebe zurückbleiben, bitten wir Ihn um en Geist der Umkehr. Ich weiß aus Erfahrung,  dass regelmäßiger Empfang der Sakramente nicht nur Frucht der Umkehr ist,  sondern immer neu auch Weg zur Umkehr. Davor muss niemand Angst haben. Gottesfurcht, also Achtung vor dem Ernst Seines Wortes, ist hingegen vernünftig.  Dann klappt’s auch mit der ewigen Seligkeit.

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Aschermittwoch

Melodie: O Mensch, bewein dein Sünde groß (GL 267)

Wir sind nur Staub und werden Staub,
wir gehen hin wie Gras und Laub
und tragen schwer an Sünden.
Doch Gott hat uns so sehr geliebt,
dass Er sich selbst im Sohne gibt,
um unser Heil zu gründen.
Wer umkehrt und auf Christus schaut,
sich Ihm aus Liebe anvertraut,
wird neu das Heil erleben,
und jedem, der die Schuld bekannt,
reicht Jesus Christus Seine Hand,
zu Ihm ihn aufzuheben.

Wir sind nur Staub und werden Staub,
doch Gott ist vor der Not nicht taub,
Er will zum Licht uns leiten.
Wir können nichts aus eigner Kraft,
doch Er, der alles Sein erschafft,
hebt uns in Himmels Weiten.
Wenn wir die Wege Gottes geh’n,
im Nächsten Christi Antlitz seh’n
und lieben auch die Feinde,
dann wird der Herr uns Kraft verleih’n,
das Böse wird am Ende sein
und neu wird die Gemeinde.

Wir sind nur Staub und werden Staub,
und unsre Sünden sind wie Raub
an Gottes Liebeswerken.
Doch Er ist gnädig, gut und treu,
Er macht uns in der Beichte neu,
Er will durch sich uns stärken.
Wir aber machen uns bereit
in dieser heilgen Fastenzeit,
in unserm Herrn zu gehen.
An Seiner Hand man sicher geht
durch Liebe, Fasten und Gebet
zu Seinem Auferstehen!

© Claudia Sperlich

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