Melodie: Send Deinen Geist, Herr Jesu Christ (GL Berliner Anhang GL 773)
Da, noch den Menschen unsichtbar von deinem keuschen Leibe war der Herr der Welt umgeben, da gingst du fort aus Nazareth ins Bergland, zu Elisabeth, in ihr auch wuchs ein Leben.
Du grüßtest sie, und da gewahrt ihr Kind das Deine, noch so zart, und hüpft in frohem Ahnen. Der Wegbereiter und Prophet erkennt den Herrn, eh er versteht, dass er den Weg soll bahnen.
Elisabeth, voll Gottes Geist, erkennt, dass Gott dich selig preist, und staunt, wer ihr begegnet. Da stimmst du an ein neues Lied vom Herrn, der Seine Magd ansieht und der die Armen segnet.
Ein Ungeborner kannte schon den ungebornen Gottessohn in dir, du Himmelsschöne. Ihr beiden Mütter, alt und jung, bleibt ewig in Erinnerung durch eure beiden Söhne.
Maria, du warst Jesu Hort, da Gottes Geist hat Gottes Wort in deinem Schoß gewoben. In des Johannes Jüngerschar Elisabeth die erste war, den, der da kommt, zu loben.
Petrus, auf den Jesus baute, Paulus, der die Heiden lehrte, einer, der Ihm gleich vertraute, einer, der sich spät bekehrte: Säulen und Apostelfürsten, die nach Jesu Liebe dürsten, geben Jesu Liebe weiter, sie sind Gottes Mitarbeiter.
Petrus, der den Sohn bekannte, Paulus, Meister im Ergründen, zwei, die Jesus Christus sandte um durch sie das Heil zu künden: Beide hat uns Gott gegeben, beide gaben Gott ihr Leben. Geben wir die Liebe weiter! Wir sind Gottes Mitarbeiter.
Die Spitzpaprika auf meinem Balkon zeigt eine erste Blüte.
Überhaupt gedeiht mein Nutzgärtlein gut! Die Karotten grünen prächtig.
Eine Wurzel lag heute halb über der Erde; spaßeshalber habe ich sie geerntet – ich bin aber hoffnungsvoll, dass ihre Geschwister noch etwas wachsen. Immerhin schmeckte sie gut.
Als Lektorin, Kantorin und gelegentlich auch Sakristanin der Krankenhauskapelle St. Gertrauden bin ich ganz offiziell „Mitarbeiterin“ und darf an den vom Krankenhausseelsorger organisierten Fahrten der Mitarbeiter dieses Krankenhauses teilnehmen. Diesmal ging es nach Havelberg. Die alte Hansestadt ist heute vor allem ein Erholungsort.
Vor dem Dom stehen zwei von sich sehr eingenommene Herren: Peter der Große und Friedrich Wilhelm I. (der „Soldatenkönig“), die 1716 an diesem Ort einen Deal eingehen: Bernsteinzimmer gegen 200 russische Soldaten („lange Kerls“ mit dem damals sehr ungewöhnlichen Mindestmaß von 1,85 m). Das gelieferte Bernsteinzimmer war übrigens klein (nach einem damaligen Bericht „ein prätieuses Bernstein-Getäffel zu einer vollenkommenen Bekleidung eines Cabinets“; es wurde erst später zu dem riesigen Bernsteinzimmer erweitert, das im 2. Weltkrieg von den Nazis erbeutet, im Königsberger Schloss eingebaut und beim Vormarsch der Roten Armee abgebaut wurde – und seitdem verschollen ist).
Die Figuren haben jeweils einen Schlitz für Geld auf dem Orden und eine herausziehbare Klappe am Uniformrock; man kann sich so eine Karte für die Besichtigung des Doms ziehen. Wir mussten das nicht, da im Voraus bezahlt worden war.
Die Krücken hinter dem Soldatenkönig sind meine; ich bin gestern das erste Mal eine längere Strecke zu Fuß gegangen und habe festgestellt, wenn ich dazu gleich die Krücken nehme und nicht erst, wenn es gar nicht mehr geht, kann ich das ohne Probleme.
Der Dom selbst ist seit der Reformation evangelisch, die katholische Pracht ist aber erhalten geblieben. Wir hielten dort eine ökumenische Andacht und besichtigten den Dom ausgiebig und unter der Leitung einer Frau, die hervorragend erklärte. Von mir gibt es nur Bilder ohne lange Kommentare.
In einem Restaurant nahe der Kirche gab es ein delikates Mittagessen und dazu einen Blick auf die Stadt.
Zuletzt folgte eine Stadtbesichtigung zu Fuß. Havelberg ist sehr schön, leider gibt es auch viel Leerstand. Aber die genutzten Häuser und die Baudenkmäler sind sehr gepflegt.
… hatte es sich auf meinem Fahrradsattel bequem gemacht und sonnte sich. Seinen Namen hat er von der feinen, weißen C-förmigen Zeichnung auf der Innenseite der Flügel.
Er öffnete nach und nach seine Flügel.
Aber als ich ihn von der anderen Seite photographieren wollte, fand er mich aufdringlich und flog weg.
Dass Laienpredigten in der Messe nichts zu suchen haben – weil Wortgottesdienst und Liturgie aus einem Guss sein sollen – ist jedem römisch-katholischen Bischof bekannt. Dass der Papst davon nicht abrücken will, ebenfalls.
Wenn nun die Deutsche Bischofskonferenz wieder einmal bei Rom anklopft und sagt, wir wollen aber doch Laienpredigten in der Messe, dann hat das etwas von aufstampfenden Kindern. Will aber!
Ich erwarte von einem Bischof, dass er sich erwachsen benimmt. In einigen Fällen muss ich wohl sagen: Da kann ich lange warten.
Das Wort Konferenz kommt von lat. conferre, das heißt zusammentragen (in einer Konferenz werden Ideen zusammengetragen). Deshalb steht es auch für austauschen und dienlich sein. Aber wenn ich mir die DBK so anschaue, fällt mir auch die klassische Übersetzung zum Kampf bringen ein.
Werte Eminenzen und Exzellenzen, seien Sie der Kirche dienlich. Und wenn Sie zum Kampf zusammentrommeln wollen, bitte zum Kampf gegen das Böse und den Bösen – und nicht gegen Christi Braut, die Kirche.
Du kennst mich, Gott. Ich staune und ich liebe Dich, Gott, der mich viel mehr liebt als ich ahne. Du bist bei mir, bei jedem, überall, siehst alles, alle Zeit und alle Welten, Du hörst Gebet und Fluch und Hass und Liebe.
Du führst mich, wenn ich zornig bin und hasse – gib, dass ich Deine Führung fort vom Bösen annehme und nicht selbst das Urteil spreche.
Du willst das Leben, bist das Leben selbst, Du schufst das Leben selbst aus reiner Liebe, und nichts und niemand wäre ohne Dich.
Du Gott der Freiheit zwingst nicht zur Verehrung, Du gibst mir jeden Tag die Wahl, zu lieben, und jeden Tag seh ich Gelegenheiten zum Gegenteil. Nimm Du mich bei der Hand, dass ich nicht fern von Dir zum Abgrund stürze.
Lass mich Dein Leben feiern jeden Tag, lehr mich, zu lieben – kost‘ es, was es wolle.
Alle Wände strahlen weiß, vieles Zeug ward abgeschafft, Wohnung sauber und bequem! Renovieren kostet Schweiß, Disziplin und Muskelkraft – doch die Folgen sind genehm!
Wenig nur bleibt noch zu tun (aufzubauen ein Regal, ebenso den Kleiderschrank). Aber vorerst darf ich ruhn, und dem himmlischen Gemahl sage ich von Herzen Dank!
Denn die Kraft und Disziplin und was sonst noch nötig ist, dieser Wohnung Glanz zu heben, hätte ich nicht ohne Ihn! Du mein Gott, Herr Jesus Christ, gibst mir alles, bist mein Leben.
Die Hörnchen haben endlich ein neues Futterhaus. Der Deckel des alten war schon vor einiger Zeit abgefallen, was zur Folge hatte, dass anderes Getier den Hörnchen die Nüsse stahl. Nun sind Hörnchen zwar auch nicht über Diebstahl erhaben, aber das ist etwas anderes, außerdem sind Nüsse teuer, und ich möchte den Ringeltauben, Elstern und Krähen nicht auch noch Nüsse kaufen.
Die jungen Hörnchen mussten erst einmal verstehen, wie man die Futterstation öffnet – das dauerte zwei Tage lang. Jetzt aber ran!
Eine Nuss lag da noch herum.
Und nun? Rechts, links oder wie?
Mann, ist das schwierig!
Kann mal einer helfen? Ich verliere die Geduld!
Hier geht es nicht auf.
Hier lang vielleicht?
Da sind Nüsse, aber ich komme nicht durch. Bescheuerte Architektur!
Ja so! Na endlich!
Bei der Gelegenheit gab es auch frische Meisenknödel für die Piepmätze. Eine Clique Kohlmeisen stürzte sich darauf, als wäre hier der einzige Futterplatz weit und breit.