Ein Rosenkranz zu Mariä Geburt

Gestern war ich traurig – über die Kirche, über die Welt, über das Leben. Und das wurde bemerkt. Heute bekam ich mit der Post diesen wunderschönen Rosenkranz!

Rosenkranz

Herzlichen Dank der lieben Allgäuerin, die ihn mir sandte. Herzlichen Dank auch Maryse Fritzsch mit ihrem Rosenkranz-Atelier, die ihn herstellte. Beide schließe ich gern in mein Gebet ein.

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Mariä Geburt

Melodie: GL Regionalteil Berlin, 864

Maria, die vor aller Zeit
Zur Gottesmagd erkoren,
Vom Herrn im Voraus schon befreit,
In Heiligkeit geboren,
Du Menschenkind, von Gott erwählt,
Du Braut, dem Heilgen Geist vermählt,
Von Herzen sei willkommen!

Maria, ohne Seelenpein
Und ohne Dunkelheiten
Trittst du ins Erdenleben ein,
Lässt ganz von Gott dich leiten,
Du bist der Kirche hohes Bild,
Der Christen Mutter, Schutz und Schild
Voll Reinheit und voll Liebe.

Maria, in der Not der Zeit
Hör, wie zu dir wir flehen,
Steh du uns bei in allem Leid,
Hilf uns zu Christus gehen.
Maria, in der Zeit der Not
Steh du uns bei zu gutem Tod,
Zu Seligkeit und Leben.

© Claudia Sperlich

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Ich bleibe.

Die Enthüllungen und Verdächtigungen in der katholischen Kirche in den letzten Wochen lassen mich nicht kalt. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht weine über diese Kirche, über die korrupten Priester, die Verbrechen begangen oder vertuscht haben, über die Kinder und die jungen Menschen, die ihre Opfer wurden, deren Vertrauen so übel missbraucht wurde, über die zumindest zweifelhafte Rolle des Papstes, über die unbescholtenen Priester, die tapfer ihren Dienst tun und dabei auf dem Zahnfleisch gehen, über die Seminaristen, die einfach nur Priester werden wollen und nun mit diesem grausigen Chaos konfrontiert sind, über das ganze Volk Gottes, in dem nun auch mehr als sonst Streit und Parteiung herrscht und von dem viele sich entfernen, über die Welt, die mit Ekel und Verachtung auf die Kirche schaut.

Man merkt, ich bin traurig.

Ich will hier nicht darauf eingehen, welche Schuld der Heilige Vater auf sich geladen hat und wieviel davon. Mir sind von gleichermaßen intelligenten und frommen Katholiken widersprüchliche Erklärungen bekannt, die jede für sich plausibel klingen. Immer wieder versuche ich, mir ein sinnvolles Urteil zu bilden, und immer wieder scheitere ich, weil die Sache so verworren ist.

Jesus Christus hat versprochen, daß auch die Pforten der Hölle die Kirche nicht überwinden.
Vor knapp vier Jahren drohte der IS, Rom niederzumachen. Es ist ihm – vorhersehbar – nicht gelungen.
Ich bemühe mich zu glauben, daß auch die Pforten der Kirche die Kirche nicht überwinden werden. Meistens gelingt mir das.

Was die katholische Kirche lehrt, ist immer noch richtig. Es ist richtig, an den Dreieinen Gott zu glauben und Jesus Christus als Herrn und Messias zu lieben. Es ist richtig (wie ich in den über dreißig Jahren meines Christseins immer mehr erfahren habe), die göttlichen und die kirchlichen Gebote zu befolgen und die Heiligen zu verehren. Die Kirche mit ihrer Liturgie, mit den Sakramenten, den vielfältigen Gottesdiensten, dem Kirchenjahr von Advent bis Christkönig, mit ihrer reichen Kultur und ihrer sozialen Bedeutung, ist nicht nur mir Mutter und Lehrerin.

Eine pervertierte Kirche, ausgehend von Menschen, die ihr Hirtenamt für ekelhafte Machtspiele mißbrauchten, hat sich über die sichtbare Kirche gestülpt, so daß sie in vielen Teilen verzerrt und schrecklich aussieht. Ich vertraue dennoch weiter den von mir als vertrauenswürdig erlebten Priestern, Ordensleuten und Laien. Ich weiß, daß der Herr im Sakrament der Eucharistie anwesend ist, daß Er in der Absolution durch den Priester spricht, daß Er „in Seiner Kirche lebt und wirkt“, wie wir im Rosenkranzgebet sagen. Ich weiß nicht, warum Er so Schreckliches in Seiner Kirche zulässt.

Aber ich soll den guten Kampf kämpfen. Gott hat uns überwältigende Freude zugesagt – aber erst nach diesem Leben. Er hat gesagt, daß es auch falsche Propheten und schlechte Hirten geben wird. Es muss sie geben, weil alle Menschen – auch Propheten und Hirten – frei sind, sich für oder gegen die Wahrheit zu entscheiden. Es darf sie nicht geben, weil sie Gottes Liebe widersprechen. Mit diesem Widerspruch muss ich leben, so wie ich auch mit meiner eigenen Fehlbarkeit leben muss.

Ich liebe die unsichtbare Kirche, die mystische Braut Christi, und ich liebe in großen Teilen immer noch auch die sichtbare Kirche, Wohnung der Menschen, selbst wenn diese Wohnung verlaust und dreckig ist. Es geht mir dabei, als hätte jemand meinen Vater als Amokschützen, meine Mutter als Giftmischerin überführt. Aber ich bleibe. Zu wem sonst sollte ich gehen? Hier ist die Kirche, hier ist Jesus Christus.

Vielleicht werde ich erleben, daß die Apostolische Sukzession endet und damit erst die Bischöfe und dann die Priester aussterben, daß die Sakramente nicht mehr gespendet werden können (außer dem der Taufe, die im Notfall nicht nur jeder Christ, sondern jeder Mensch guten Willens spenden kann, wenn er nur die Taufformel kennt und Wasser da ist, und dem der Ehe, das sich die Brautleute gegenseitig spenden), daß wir Laien zusehen müssen, wie wir mit Gebetskreisen, Wortgottesdiensten und Andachten dabeibleiben. Ich weiß nicht, ob Gott auch das Seiner sichtbaren Kirche zumuten wird, und inwieweit sie dann noch Kirche wäre. Die unsichtbare, mystische, herrliche Kirche aber wird nicht vergehen. Jesus Christus hält sie an Seinem Herzen. Darauf vertraue ich – so gut es mir gelingt.

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Lektüretip: Die Dornen der Weissen Rose

Johannes Albendorf beschreibt in seinem kürzlich im Avaa Verlag erschienenen Buch Die Dornen der Weissen Rose. Auf den Wegen von Sophie Scholl und ihren Gefährten in elf Skizzen verschiedene Menschen, die der Weißen Rose auf irgendeine Weise schicksalhaft verbunden waren. Alexander Schmorell (im Buch nicht namentlich genannt) sinnt seinem eben ermordeten Freund Hans Scholl nach. Willi Graf schmuggelt den Vervielfältigungsapparat für die Flugblätter durch eine Bahnkontrolle. Der denunziatorische Pedell der Ludwig-Maximilian-Universität findet sich großartig. Zerrissen von Trauer, sucht Inge Scholl gemeinsam mit ihrem Freund und späteren Ehemann Otto Aicher die Wohnung ihrer ermordeten Geschwister auf. Alexander Schmorells Anwalt erlebt beschämt und am Staat zweifelnd seine vollständige Machtlosigkeit. Professor Kurt Hubers Witwe Clara erlebt im Nachkriegsdeutschland die angewiderte Ablehnung durch Unbelehrbare und kämpft für die Reputation ihres Mannes. Ein junger Mann erfährt mit Entsetzen, daß sein geliebter Großvater ein Gehilfe des Henkers war, der die Mitglieder der Weißen Rose enthauptete. Gisela Schertling (auch sie nicht namentlich genannt), einst als Mitglied der Weißen Rose zu einem Jahr Haft verurteilt, setzt sich als alte Frau während einer Aufführung der Matthäus-Passion innerlich mit ihrer Schuld auseinander, während der Verhöre ihren Geliebten Hans Scholl nicht entlastet zu haben, ihn gar als äußerst unsympathischen Menschen dargestellt zu haben. An einem hohen Geburtstag spricht der alte Alois endlich davon, daß er das Kleeblatt Scholl-Schmorell-Graf-Furtwängler gekannt und bewundert hat und doch weder den Mut noch das innere Verlangen hatte, dem Unrecht zu widerstehen. Eine Schülerin unserer Tage bereitet sich auf ein Referat über die Weiße Rose vor, indem sie Christoph Probst einen Brief schreibt. Zuletzt lässt der Autor Sophie Scholl das heutige München sehen, die Gedenkstätten und Straßennamen für die Weiße Rose wahrnehmen und zugleich die brutale Ausdrucksweise junger Menschen.

Albendorf schreibt mit sprachlicher Virtuosität. In fast lyrischer Sprache lässt er die Mitglieder der Weißen Rose zu Wort kommen. Die spießige Großsprecherei des Pedells ist greifbar, ebenso das Ringen um Anerkennung und Gerechtigkeit bei Clara Huber, um Vergebung und Versöhnung bei Gisela Schertling und Alois. Die gemobbte Schülerin, die Christoph Probst bewundert und ihm ihr Herz ausschüttet, und die so verblüfft durch das moderne München gehende Sophie Scholl sind auf ganz verschiedene Weise höchst gelungen dargestellt. Besonderen Wert legt der Autor auf die Darlegung der Motive: der christliche Glaube ist bei den Mitgliedern der Weißen Rose ausschlaggebend für ihr Handeln. Bei dem verräterischen Pedell ist es Geltungssucht und Geldgier, bei anderen spielen Angst, Scham und Reue eine Rolle bei früherem und jetzigem Handeln – und die briefschreibende Schülerin sucht einen Freund und ein Vorbild. Keine schlechte Idee, sich dafür an einen zu wenden, der im Martyrologium steht!

Das Buch liest sich schnell, und man kann es doch auch langsam durcharbeiten, denn jedes Kapitel macht Lust, noch ein wenig nachzuspüren und nachzuforschen. Ich empfehle das Buch wärmstens.

Johannes Albendorf: Die Dornen der Weissen Rose. Auf den Wegen von Sophie Scholl und ihren Gefährten. Erzählungen, Aavaa Verlag 2018. 144 Seiten, 11,95 €

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Wie man Modernistinnen ärgert

Als Lektorin habe ich es da leicht mit der sonntäglichen zweiten Lesung (Eph. 5,21-32 – wobei es lohnt, auch Vs. 33 zur Kenntnis zu nehmen). Man muss sie mit Verve und Überzeugung vortragen und danach laut, deutlich und lächelnd sprechen: Wort des lebendigen Gottes! – mit hörbarem Ausrufungszeichen.
Ehrlich, ich liebe sie – so sehr, daß ich ein Gedicht darüber geschrieben habe.

Christus wurde ein Knecht, und Christen sind Knechte und Mägde,
Ordnen einander sich unter, dienen einander in Liebe,
Dienen gemeinsam dem Herrn, ein jeder auf seine Weise.
Weiblichkeit ist wie die Kirche, strahlend und heilsnotwendig,
Männlichkeit ist wie Christus, führend und leuchtend und heilsam.
Wo sie Christus nicht annimmt als Herrn, ist die Kirche Theater,
So sei die Frau ihrem Gatten treu in dienender Liebe.
Christus ist für Seine Jünger aus reiner Liebe gestorben,
Er ist dem Vater gehorsam bis in den Tod geblieben.
Diese tapfere Liebe fordert Paulus von Männern:
Männer, liebt eure Frauen so wie Christus die Kirche!
Heißt: Lass dich eher ermorden als deine Frau zu verlassen.
So, wie die Mächte der Hölle nicht die Kirche zerstören,
Kann keine Macht dieser Erde christliche Ehen vernichten.
In einer guten Ehe spiegelt sich Christi Liebe,
Glücklicher Eheleute Züge verschönen einander.

© Claudia Sperlich

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non prævalebunt

Der Satan wird die Kirche nicht zerstören!
Sie ist von Christus auf den Fels gegründet.
Doch Hirten haben sich dem Feind verbündet,
Die einst gelobten, Christus zu gehören.

Wie viele haben Gottes Wort verkündet,
Um dann zu zwingen oder zu betören?
Wie viele Leben konnten sie zerstören
Mit Feuer, das der Teufel selbst entzündet?

Wie soll die Kirche jene Wunden pflegen,
Die ihre abgrundbösen Diener schlagen,
Und welchen Dienern kann ich noch vertrauen?

Ich weiß es nicht. Doch über allem Grauen
Steht der, der Kreuz und Sünde hat getragen,
Und stärker als der Teufel ist Sein Segen.

© Claudia Sperlich

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Sühne

Viel Empörung habe ich in den letzten Tagen von katholischer Seite gelesen über die Zumutung des Heiligen Vaters, das ganze Gottesvolk solle sühnen für die Schauertaten eines korrupten Haufens von Wölfen im Hirtenmantel. Auch mich hat das päpstliche Schreiben nicht eben begeistert. Es ist mir zu lieb.
Aber Buße für eigene und Sühne für fremde Schuld sind Grundpfeiler des Christentums. Das bedeutet nicht, daß jene verdorbenen Hirten – Täter und Vertuscher – frei ausgehen sollen! Sofern sie noch leben, fände ich es angemessen, sie aller Ämter und Ehren zu entkleiden, sie zu laisieren und zugunsten eines Hilfswerks für ihre Opfer zu enteignen – mögen sie in Obdachlosenheimen ihr Leben beschließen. Meinetwegen könnte man noch die gnädige Option offenhalten, sie zu Inklusen in einem Trappistenkloster zu machen – Tür zu, Maul halten und beten bis zum Ende.

Ich befürchte, das wird nicht geschehen. Aber selbst wenn, wird das die Sühne des ganzen Gottesvolkes nicht überflüssig machen. Sühne heißt, heilen, wenn andere verletzt haben, trösten, wenn andere die Hoffnung zerstört haben, helfen, wo andere geschadet haben. Lieben, wo andere benutzt haben! Es heißt, die von Jesus Christus gegründete Kirche wieder ernst zu nehmen, bereit zu sein zum Zeugnis, auch wenn es mehr als „n Appel und n Ei“ kostet. Sühne beinhaltet Gebet, nicht nur wenn einem gerade danach ist, sondern so oft wie möglich, für die unmittelbaren Opfer jener Schurken und für die mittelbaren Opfer, ihre redlichen Amtsbrüder, die nun mitgefangen, mitgehangen sind, und für das ganze Kirchenvolk und die Welt. Denn alle leiden unter diesen Verbrechen.

Es mag einem die Sprache verschlagen angesichts dieser Untaten. Dann kann auch unsere Sprachlosigkeit vor Kreuz und Tabernakel ein Gebet sein. Ich weiß oft nicht mehr zu sagen als „Herr, erbarme Dich – Christus, erbarme Dich – Herr, erbarme Dich“. Aber mehr ist auch nicht nötig.

Helfen wir auch den Priestern – und jetzt meine ich: denen, die wirklich mit dem Herzen ihren Dienst tun, und ich glaube immer noch, daß sie die Mehrheit im Priesterstand bilden -, den Ordensleuten und den Seminaristen durch unser Gebet. Übernehmen wir Gebetspatenschaften. Hören wir nicht auf, für unsere Priester zu beten!

Auch für jene Frevler… das fällt schwer, ich weiß noch nicht, ob ich das fertigbringe. Aber wenn nur einer sich dann bekehrt, reinen Tisch macht, gesteht und die weltliche und kirchliche Strafe auf sich nimmt, dann ist doch schon etwas gewonnen. Dann wird die derzeit so trübe Funzel der sichtbaren Kirche ein bißchen heller.

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Beichten heißt: Besser leben, besser sterben

Häufige ehrliche Beichte mit ernsthafter Reue ist nicht nur der Königsweg zum seligen Sterben, sondern auch dazu, die Neigung zur Sünde zu mindern, das eigene Gewissen zu schulen, kurz: besser zu leben. Wer häufig auch leichtere Sünden ehrlichen Herzens beichtet, wird merken, dass sein Bewusstsein für verkehrtes Handeln und Denken wächst und „Kleinigkeiten“ wenig Chance bekommen, sich zu größeren Lastern auszuwachsen. Dann kann einem auch ein Licht aufgehen darüber, dass irgendeine gewohnheitsmäßige Handlung gar nicht gut ist. Beichte hilft zur geistigen und geistlichen Entwicklung.

Dennoch haben Menschen, die zu wöchentlicher Beichte verpflichtet sind, über Jahrzehnte abscheuliche Sünden begangen. Ich kann mir das nur erklären, wenn ich annehme, dass ihre Beichte bewusst unehrlich war. Über Jahrzehnte! Unwissenheit darüber, dass man nicht vergewaltigen darf, oder darüber, was Zölibat bedeutet, lässt sich bei einem Priester nicht annehmen. (Was den ersten Punkt angeht, lässt sich Unwissenheit ohnehin bei kaum einem Menschen vorstellen.)

Weiter geht es hier in der Tagespost.

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Maria Königin

Melodie: GL, Regionalteil Berlin, 834 (Sieh, Vater, von dem höchsten Throne)

Dein Sohn und Herr hat dich erhoben,
Maria, Magd und Königin.
Den alle Mächte ewig loben,
Macht dich zur sanften Herrscherin.
Du trugst den Heiland, trägst die Krone,
Er hat mit Sternen dich geschmückt.
Zeig uns den Weg zu Seinem Throne,
Hilf uns, das unser Leben glückt.

Du hast auf Erden hart gelitten
Um Gottes und um deinen Sohn,
Doch nie gehadert, nie gestritten,
Und nie gefordert einen Lohn.
Wenn wir zu taub sind und zu träge,
Dann sag uns: Was Er sagt, das tut!
Sein Lieben und Sein Leiden präge
Uns in die Herzen, in den Mut.

Vor dir, die einst den Engel hörte,
Neigt dienend sich der Engel Schar.
Du von der Schlange nie Betörte,
Zertritt die Schlange der Gefahr!
Bitt für uns den, der dich erkoren,
Sei Leuchtturm uns bei trüber Sicht,
Führ uns, wenn wir den Weg verloren,
Mit deiner Sternenkrone Licht.

© Claudia Sperlich

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Die heilige katholische Kirche hat sich sehr unheilig besudelt

Schockiert, entsetzt, traurig, ratlos war und bin ich, wie viele Katholiken, über die von Priestern begangenen Verbrechen in Pennsylvania und anderswo. Ich verstehe sie aus vielen Gründen nicht. Ich kann zum Beispiel nicht nachvollziehen, dass Menschen Sex erzwingen wollen – dass sie Lust empfinden bei einer dermaßen unlustigen Sache wie Angst, Ekel, Scham und Schmerz eines anderen. Ich kann auch nicht nachvollziehen, wie Priester selbst einvernehmliche Affären über lange Zeit hin haben können und dabei ihren priesterlichen Dienst weiter ausüben. Nachvollziehen könnte ich Ausrutscher, wenn Seminaristen oder Priester mit Willen der oder auch des Beteiligten gegen das sechste Gebot verstoßen, diese so schnell begangene und so klebrige Sünde, wenn sie dann in der Beichte Gottes Vergebung suchen und in weiteren Gesprächen mit ihrem Seelsorger klären, ob Seminar oder Pfarrhaus der richtige Ort für sie ist, und wie sie ihren Sexualtrieb unter Kontrolle bekommen können. Da könnte ich sagen: Nun ja, da wurde eine Sünde begangen, das ist schlecht – sie wurde bereut und gebeichtet, das ist sehr gut, und der Schuldige, nun Freigesprochene, sucht nach Wegen, die Sünde in Zukunft zu meiden, das ist wunderbar.

Aber die fortgesetzte, bewusste, willentliche Bosheit (ja: Vergewaltigung ist Bosheit, Betrug ist Bosheit, und Vertuschung ist Bosheit) in diesem Ausmaß kann und will ich nicht verstehen.

Zur Fortsetzung geht es hier.

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