Ein neues Buch ist auf dem Weg!

Die Rosenkranz-Sonette werden voraussichtlich im Marienmonat Mai erscheinen.

Wegen der Corona-Krise kann ich leider nicht verbindlich sagen, wann genau es herauskommt; die Erfahrung mit meiner letzten Veröffentlichung im März 2020 zeigt aber, daß es gewohnt schnell gehen kann.

33 Sonette über den Rosenkranz, eine Art dichterischer Erläuterung dieses meditativen Gebetes. Ich freue mich sehr, daß Maryse Fritzsch-Thillens vom Rosenkranz-Atelier die Illustrationen beigetragen hat – künstlerische Photographien ihrer Arbeiten.

Für Rosenkranz-Beter und solche, die es werden wollen, ein schönes Geschenk!

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Der Wirt von Emmaus

Drei Männer kommen, staubig von der Reise.
Sehr jung scheint einer mit vernarbten Händen.
Zwei ältre, die sich fragend an Ihn wenden –
Sie scheinen fasziniert von Seiner Weise.

Sie setzen sich zu Tisch. Die Worte enden.
Zwei sinnen nach. Ich bring die simple Speise.
Der Junge betet drüber, Gott zum Preise –
Er scheint von sich den Segen auszusenden.

Sie schauen hoch, sie rufen einen Namen.
Und plötzlich ist der Dritte nicht zu sehen!
Und sie, ganz ohne Angst: „Wir müssen gehen.”

Sie gehen auf den Weg, auf dem sie kamen.
Sie tanzen fast! Ihr Schritt ist jung und schnell.
Du Fremder – mach auch meine Augen hell.

© Claudia Sperlich

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Der Herr ist auferstanden!

Jesus, Sonne, Licht und Feuer
Melodie: Alles meinem Gott zu Ehren (GL 455)

Jesus, Sonne, Licht und Feuer,
Du hast allen Tod besiegt!
Du bist Herr, Du hältst das Steuer,
und der Satan unterliegt!
Du bist nicht im Grab geblieben,
ewig lebst Du, um zu lieben –
Du bist Herr, Halleluja!
Du bist Herr, Halleluja!

Jesus, die verklärten Wunden
zeigen uns: Du trugst das Leid,
durch Dich kann die Welt gesunden,
Du hast uns im Tod befreit!
Wer Dir glaubt, wird auferstehen,
wird in Ewigkeit Dich sehen,
Dich, den auferstandnen Herrn,
Dich, den auferstandnen Herrn!

Jesus, Tilger aller Sünden,
Bruder, Herr und Gottessohn!
Von Dir alle Zeiten künden,
Du bist aller Künder Lohn.
Du bist uns vorangegangen,
lass auch uns zum Heil gelangen,
Wahrheit, Weg und Leben Du,
Wahrheit, Weg und Leben Du!

© Claudia Sperlich

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Osterbrot

Nur noch wenig Weizen-Vollkornmehl war im Hause. Und im Laden war gar keines, was keinen wundern wird. Was ich aber noch fand, war Emmer-Vollkornmehl – also eine der ältesten kultivierten Getreidesorten. Neugierig bin ich ja!
Der Teig (Emmermehl, Hartweizengrieß, Hefe, Zucker, Salz, Joghurt, warmes Wasser) hatte eine andere Konsistenz als gewohnt. Der klassische Osterzopf ließ sich daraus nicht machen, aber ein rundes Osterbrot. Es sieht gut aus!

Osterbrot

Nun liegt es unter dem Segentuch, angeschnitten wird es erst in der Osternacht, nach der großen Feier. Bis dahin faste ich noch.

Osterbrot_Segentuch

„Die große Feier“ wird es ja, auch wenn ich in der Osternacht nicht in einer gesteckt vollen Kirche sein werde, nicht mit einer riesigen Gemeinde jubeln werde – oder vielmehr: es selbstverständlich tun werde, verbunden durch die Medien, verbunden vor allem im Herzen. Es wird ein seltsames Osterfest – aber die Hauptsache bleibt ja: Er ist nicht im Grab geblieben!

Heute aber ist Grabesruhe… der seltsamste Tag des Jahres, an dem tagsüber nichts geschieht. Außer daß ich Brot backe und die Wohnung putze.

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Karfreitag

Melodie: Herr, Dir ist nichts verborgen (GL 428)

Das Kreuz hast Du getragen
zum Heil der ganzen Welt.
Ans Kreuz bist Du geschlagen
als unser Lösegeld.
Hast Angst und Hohn und Qual,
den Foltertod erlitten.
Für uns, die so zerstritten,
starbst Du aus freier Wahl.

Zwei andre Kreuze tragen
zwei Räuber, die voll Hohn
Dir noch im Sterben sagen:
„Nun hilf uns, Gottessohn!”
Da sieht der eine Dich
als Weg zu neuem Leben:
„Wird Dir das Reich gegeben,
Herr Jesus, denk an mich!”

Ihm sagst Du zu: „Noch heute
wirst du mit Mir dort sein!”
Wer seine Schuld bereute,
geht in das Leben ein.
Vor Deinem Kreuz will ich
die Sünden eingestehen,
zu Dir um Heilung flehen
und ganz vertrau’n auf Dich.

© Claudia Sperlich

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Abstand und Rücksicht

Natürlich ist es beim Einkaufen am Gründonnerstag nicht einfach, Abstand zu halten. Aber es ist möglich.
Aber es wäre sehr viel leichter möglich, wenn es nicht Zeitgenossen gäbe, die den gehaltenen Abstand für eine netterweise extra für sie freigelassene Lücke halten und sich vordrängeln. Vier von der Sorte waren es allein bei meinem schnellen Einkauf für die kommende Woche.

Geplanter T-Shirt-Aufdruck:

ABSTAND! ICH KÖNNTE INFEKTIÖS SEIN!

Und für die Rückseite:

UM SIE WÄRE ES JA NICHT SCHADE.

Aber wahrscheinlich bin ich doch wieder zu nett, dies T-Shirt machen zu lassen. Zu gut bin ich derzeit gewiß nicht.

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Choral zum Gründonnerstag

Melodie: Wohin soll ich mich wenden (GL 145)

Beim letzten Paschamahle saß Jesus mit den Seinen,
und Seine Worte scheinen in unsre Welt als Licht,
Vermächtnis, Trost und Mahnung: So ist der Herr zugegen
auf allen Erdenwegen, das Wort verlässt uns nicht.

Er mahnte Seine Jünger: Wohl besser nie geboren,
als ganz und gar verloren und niemals mehr Ihm nah!
Doch wer bei Ihm will bleiben, wer Ihn noch liebt im Sterben,
der wird Sein Reich auch erben, dem sagt Er: Ich bin da.

Er machte sich zum Diener, daß wir einander dienen,
Er ist als Licht erschienen, daß jeder leuchten kann.
Er gab uns Seine Weisung als Prüfstein für das Handeln.
Wer so sich lässt verwandeln, wird frei von finstrem Bann.

Dann sprach Er Seinen Segen, den Dank für Gottes Güte,
für dieser Erde Blüte, und Dank für Brot und Wein.
„Mein Leib, für euch gegeben! Mein Blut, für euch vergossen!”
Wer dieses Mahl genossen, den lädt Er zu sich ein.

In Ihm ist Gott verherrlicht! Wir singen Seine Ehre,
doch wären wir wie Meere voll stetem Jubelklang,
und leuchteten wie Sonnen, und wie die Adler flögen,
genug wär kein Vermögen zu würdigem Gesang.

© Claudia Sperlich

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Macht die Pandemie dumm?

Ich bin weder Virologe noch Psychologe. Aber ich habe den Eindruck, daß zumindest in den „sozialen“ Medien mehr Unsoziales, mehr Dummes verkündet wird als üblicherweise, und zwar auch von gescheiten Menschen.

Zunächst: Es scheint fast nur noch um Corona zu gehen. Einerseits ist das verständlich. Andererseits ist ja Corona weder das einzige Problem, das die Welt hat (Hunger, Arbeitslosigkeit, soziale Ungerechtigkeit, vermeidbare Krankheiten, Abtreibung und viele andere Übel bleiben leider virulent, und manch ein persönliches Problem hat sich auch nicht in Luft aufgelöst).

Sodann: Es wird weiterhin behauptet, Corona sei gar nicht so schlimm, Menschen sterben halt eh, wenn sie alt sind, in Italien sterben sie plötzlich alle an allem möglichen anderen, nur nicht an Corona, die zunehmenden Infektionszahlen überall sind kein Grund zur Beunruhigung, und es trifft ja nur die Alten, und naja, die Schwachen. Da zeigt sich eine Mischung aus Wegschauen und Sozialdarwinismus, von der mir ernsthaft übel wird (und das ist kein Corona-Symptom, es kommmt wirklich urplötzlich beim Lesen solcher Aussagen und beim Schreiben dieses Absatzes).

Schließlich werden auch innerhalb der mir lieben und heiligen katholischen Kirche Dinge gesagt, die von Dummheit bis Bosheit reichen. Man könne ja, um die Gottesdienste nicht ausfallen zu lassen, drei statt eines Gottesdienstes in der Osternacht feiern. (Sagt mal, liebe Schwestern und Brüder, glaubt Ihr, mit dem Prägemal der Weihe geht die Superkraft einher, auf Schlaf zu verzichten und dabei voll konzentriert zu bleiben?)

Dann gibt es noch die Scherzkekse (in allen Arten der Weltanschauung oder Religion), die alle Asylsuchenden / Rechten / Linken / Politiker / Andersdenkende zum Spargelstechen abkommandieren wollen (mithin wollen, daß die meisten Asylbewerber schwarz arbeiten, weil sie noch gar keine Arbeitserlaubnis haben). Weil „die ja eh nichts tun“. Und dann wird auf Einwände gesagt: Nein, man habe nicht „alle“ gesagt. Klar gebe es hie und da einen Anständigen. Oder auch: Man kenne diese Leute, man habe Erfahrungen. Die seien alle so (faul, überheblich, ungebildet etc.).

Und schließlich gibt es die Äußerung, ein Virologe, der Morddrohungen erhält, habe sich eben zu weit aus dem Fenster gelehnt. Von einem ganz und gar nicht dummen Menschen geschrieben! Herrschaftszeiten… Gehts noch?

Merkt Ihr was? Mich macht die Pandemie – nein, nicht die Pandemie selbst, aber eine Folge davon – zornig. Und ja, tendenziell leider auch dumm, wenn ich nämlich meine Rachsucht gegenüber einigen besonders argen Schwätzern nicht bändige, sondern in der Diskussion äußere.

Den Abstand von zahlreichen Zeitgenossen will ich nach Möglichkeit nicht nur bis zum Ende der Pandemie einhalten. „Distanz, oder ich morde“, soll Ingeborg Bachmann gesagt haben. Mord halte ich zwar für ein bißchen übertrieben, aber zubeißen könnte ich, als ultimativen Beweis, daß zu viel Nähe nicht guttut.

Ich werde Facebook weiterhin als Multiplikator nutzen. Es gibt ja Leute, die gerne bei mir lesen. Diskutieren will ich dort voraussichtlich bis Pfingsten nicht mehr, zum Schutz vor fremder und eigener Dummheit. Mein Glaube an den Herrn und an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche ist ungebrochen. Daß aber die Pandemie am Ende Gutes im Menschen hervorbringt, daß sie allgemein demütiger und sanfter und genügsamer macht – das glaube ich nicht ohne Beweis, und „da luur man op“, wie meine Hamburger Vorfahren sagten.

Eine gesegnete Karwoche wünsche ich ausnahmslos allen. Für manch einen mag es Segen genug sein, mir jetzt nicht nahe zu kommen.

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Palmarum

Melodie: GL499

Lasst uns mit frischen Zweigen
dem Herrn entgegengeh’n,
in Ehrfurcht uns verneigen,
voll Liebe auf Ihn seh’n.
Der Gutes tat und lehrte,
der Wasser macht zu Wein,
der selbst dem Satan wehrte,
zieht nun als König ein!

Verdorrt sind bald die Zweige
in dieser Leidenszeit.
Doch niemals geht zur Neige,
was uns im Herzen schreit:
Bleib in den dunklen Stunden
bei uns mit Deinem Licht,
die Sünder lass gesunden,
sei gnädig im Gericht!

Durch Nöte und Beschwerden
lass Du uns sicher geh’n.
Im Himmel und auf Erden
Dein Wille soll geschehn.
Wenn wir einst vor Dir stehen,
ob jung, ob lebenssatt,
dann lass mit Dir uns gehen
in Deine goldne Stadt.

Nun wollen wir Dir singen:
Hosanna Davidssohn!
Du endest unser Ringen,
Du bist der höchste Lohn,
Nur Du kannst Liebe geben
in Zeit und Ewigkeit!
Ich leg vor Dich mein Leben,
mein Herr, ich bin bereit.

© Claudia Sperlich

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Bitte um Hilfe

Im Endspurt der Fastenzeit mache ich hier auf meinen aktualisierten Wunschzettel aufmerksam. Denn die Not der Welt, die schon vorher da war, wird durch die Coronakrise nicht leichter.

Auch wenn ich natürlich ein starkes Eigeninteresse am Geld meiner Leser habe (kauft Bücher!), habe ich da noch einige andere, im Grunde viel wichtigere Vorschläge, wohin man Geld überweisen kann. Denn Hunger und Verfolgung sind mit der Coronakrise nicht urplötzlich „kein Thema mehr“ – ganz im Gegenteil.

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