Zum neuen Jahr 2021

Allen Lesern und Leserinnen wünsche ich Gottes Segen im Jahr 2021!

Ich bin hoffnungsvoll. Im alten Jahr, so schwierig es war, war keineswegs alles übel. Ja, es gab viel Übles, das wissen wir alle. Aber es wurden auch im alten Jahr Ehen geschlossen und Kinder geboren, Menschen in die Kirche aufgenommen, es gab Versöhnung und Liebe. Menschen halfen einander, es gab große Opferbereitschaft. Menschen haben coronagemäße Wege der Kommunikation gefunden, haben die Quarantänezeit sinnvoll genutzt, gelesen, gebetet, renoviert, waren kreativ.

Ich habe meine Arbeitsstelle gewechselt – zwar mit einer Träne im Knopfloch, aber von einem Minijob zu einer Teilzeitstelle. Mein Patenkind wächst und gedeiht und wird ein Geschwisterchen bekommen. Ich habe wundervolle Freunde. Zwei von ihnen haben Covid19 überstanden, keiner in meinem Freundeskreis ist gestorben. Das ist keine ganz schlechte Bilanz.

Und nun das Neue: Gleich zu Anfang gibt es Hoffnung bezüglich Corona. Sicher finden die meisten Menschen auch ihren individuellen Hoffnungsschimmer. Ich hoffe, wieder mehr zu schreiben nach einer längeren Schaffenskrise im vergangenen Jahr. Und ich hoffe, mich immer besser einzuarbeiten an meiner noch neuen Stelle.

Hoffen wir das Beste füreinander, voneinander, miteinander. Und hoffen wir auf Gott.

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Jahreswechsel 2020/2021

Stiller Abschied von dem alten,
Still beginnt das neue Jahr.
Dankbar will ich innehalten,
Mich erinnern, wie es war.
 
Tod und Not sind groß geworden
Im vergangnen Seuchenjahr.
Lug und Trug in lauten Horden
Stellten sich als Retter dar.
 
Das Gewohnte kam ins Wanken.
Ängste wurden nicht erspart.
Dennoch hab ich Grund zu danken:
Freunde blieben mir bewahrt.
 
Hilfe habe ich empfangen,
Hilfe gab ich selber gern.
Und in allem Lebensbangen
Blieb mir Gottes guter Stern.
 
Ohne Feuerwerk und Trubel
Kommt ein unbekanntes Jahr.
Wahre mir den Weihnachtsjubel!
Du bist da, Herr, Du bist wahr.


© Claudia Sperlich
 
 
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Heiliger Abend 2020

So anders dieses Jahr - und doch vertraut.
Ich habe mir ein Bäumchen aufgebaut,
Geschmückt mit rot und goldnem Bastelkram.
Der Folienengel, der die Spitze ziert,
Ist neu gemacht und wirkt schon leicht lädiert,
Wie vieles, das aus meinen Händen kam.

Zwei Schwesterkirchen feiern heut fünfmal
Christmette für die zugelassne Zahl,
Und ausgebucht sind sie tags vorher schon.
Die Messe ist erlaubt, doch nur bedingt.
Die Orgel jauchzt, des Kantors Stimme klingt,
Doch die Gemeinde singt nicht einen Ton.

Ihr lieben Engel, die ihr Christus schaut,
Zu Gottes Ehre singt heut doppelt laut
Und nehmt die leeren Kirchenbänke ein!
Sagt allem Volk und sagt den Hirten auch:
Was heuer fehlt, ist bloßer Festtagsbrauch.
Doch Christus bleibt! In Ihm darf jeder sein!

Und selbst wo Angst und Krankheit uns erstickt,
Bleibt jeder vom Dreieinen angeblickt,
Und jedem gilt der Engel Jubellied:
Dem Herrn die Ehre! Friede aller Welt!
Das ist die Wahrheit, die uns trägt und hält. 
Der Herr ist da, wenn alles andre flieht.

Seid froh in dieser kargen Feierzeit!
Gott wurde Mensch, und Er trug alles Leid,
Trägt Schuld und Not und trägt uns, wie wir sind.
Er zeigt sich jedem, der Ihn ehrlich sucht.
Der Ich-bin-da ist niemals ausgebucht.
Gebt Raum dem Herrn, dem lieben Christuskind.

© Claudia Sperlich
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Nachschub: Advdentskranz

Wenigstens ein unscharfes Tablet-Photo vom Adventskranz kann ich noch liefern. Denn leider ist das für das Hochladen von Bildern notwendige Kabel kaputt, so daß ich derzeit zwar mit meiner guten Kamera nach Herzenslust knipsen, aber die Bilder nicht veröffentlichen kann. Und wegen Lockdown bleibt das jetzt auch erstmal so. Gelobt sei das Tablet!

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Vierter Sonntag im Advent

Der Tisch mit dem Adventskranz wird immer voller mit lieben Grüßen und Weihnachtsgaben. Herzlichen Dank! Ein Bild gibt es heute leider nicht, aus irgendeinem Grunde weigert sich der Computer, die Bilder vom Photoapparat anzunehmen. Vor Weihnachten wird halt mancher zickig. Vielleicht kann ich das Bild nachliefern.

Der Pfarrer sagte eindringlich, wer am Heiligabend zur Mette komme, möge sehr diszipliniert sein – Abstand, Maske tragen, nicht singen, nur an den ausgewiesenen Sitzplätzen, nicht unangemeldet. Bislang sind in den zwei fusionierten Kirchen fünf Christmetten geplant, von denen zur Stunde drei ausgebucht sind – eine kann notfalls noch eingeschoben werden. Aber wenn auch nur eine aus dem Ruder läuft, weil irgendwer keine Disziplin hat, werden sofort diese abgebrochen und alle folgenden abgesagt.

Abgesehen davon war es wieder mal eine schöne, feierliche Messe, rite et recte, und der Herr als Gastgeber dabei – trotz allem kann ich diese „reduzierte“ Advents- und Weihnachtszeit mit Dank und Freude erleben.

Unsere Organisten und Kantoren tun ihr Bestes (das ist: sehr Hervorragendes), um Gott auch mit Musik zu dienen. Aber Chor und Gemeinde müssen schweigen. Das ist traurig, aber verständlich – je mehr Aerosole, desto gefährlicher, wie inzwischen wirklich jeder wissen könnte. Ich bin froh, daß in dieser Gemeinde sehr viel Vernunft zu Hause ist. Ich bete, daß sich das am Heiligen Abend nicht ändert, daß niemand im festlichen Überschwang oder aus Eigensinn die Regeln mißachtet.

Aber wie immer es wird, und selbst wenn wir am Ende doch auf die gestreamten Gottesdienste angewiesen sein sollten: Christus, um den es geht, kommt in die Welt.Er bleibt.

Wie immer, habe ich das Gefühl, zu wenige Grüße geschrieben zu haben, zu wenig gegeben zu haben. Wenn ich darüber nachdenke, merke ich: In der Tat habe ich „Briefschulden“, und in der Tat möchte ich gerne mehr Leuten eine Freude machen, als ich tatsächlich tue. Aber vermutlich geht es nicht nur mir so. Ich möchte mein Bestes tun, anderen Menschen eine Freude zu machen. Heute schreibe ich die voraussichtlich letzten Weihnachtsbriefe für dies Jahr.

Advent und Weihnachten haben immer auch mit vielem zu tun, was strenggenommen nicht notwendig dazugehört: Backen, Basteln, Beschenken, sentimentale Geschichten lesen, dito Filme sehen. Dagegen ist prinzipiell auch nichts zu sagen. Aber immer birgt das auch die Gefahr, Jesus Christus aus dem Blick zu verlieren. Tun wir unser Bestes, Ihn immer wieder einzuladen. Auch zu Keksen und Puschenkino.

Und beten wir, daß diese für die ganze Welt so schwierige Zeit bald aufhören möge.

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Das erste Jahr von „für immer“

Vor einem Jahr legte ich ein Gelübde ab – feierlich, das heißt, im Angesicht der Kirche, und unbegrenzt, das heißt, ich habe mich für mein ganzes Leben (statistisch gesehen noch ca. 25-30 Jahre) verpflichtet, nach den Evangelischen Räten zu leben, täglich zur Messe zu gehen, täglich eine halbe Stunde anbetend vor dem Tabernakel oder bei der Eucharistischen Anbetung zu verweilen, mindestens einmal im Monat das Sakrament der Versöhnung zu empfangen.

Corona hat mir bezüglich der Punkte „täglich zur Messe, täglich zur Anbetung“ hier und da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zweimal war ich in Quarantäne, eine Zeitlang durfte ich auch ohne Quarantäne nicht zur Messe. Ich bin sehr dankbar für die zahlreichen gestreamten Messen – die sind zwar kein vollwertiger Ersatz, aber weit besser als nichts. Der Rosenkranz ersetzt mir an Quarantäne-Tagen die Anbetung. Ein wenig seltsam und traurig war es schon, gleich so eingeschränkt zu sein, kaum daß ich gesagt hatte: Für immer! – aber es ändert ja nichts Grundsätzliches.

Ich bin glücklich, diesen Schritt gegangen zu sein. Ordensfrau bin ich nicht (zu meinen Gründen, nicht in einen Orden einzutreten, zählt vor allem, daß das meiner Ansicht nach keinem Orden gut täte). Aber ich orientiere mich teilweise am monastischen Leben. Immer wieder mache ich die Erfahrung, daß „bete und arbeite“ ein sinnvoller Rat ist und daß das Stundengebet sehr segensreich ist. Auch hierbei ist das Internet eine große Hilfe – über Skype kann ich mit Freunden gemeinsam beten (auch wenn wir weit voneinander entfernt wohnen, und auch in Quarantäne).

Ich habe mir diesen Jahrestag anders vorgestellt. Gern hätte ich vorher eine Woche oder wenigstens einige Tage bei befreundeten Schwestern in einem Kloster verbracht, gern hätte ich heute die Messe gemeinsam mit Freunden gefeiert und danach mit ihnen ausgiebig beim Bäcker gefrühstückt. Die Vorbereitung auf diesen Jahrestag war nun in den Alltag eingebunden, die Messe wird ganz klein, und später werde ich über Skype mit Freunden plaudern.

Aber ich darf auch auf dies seltsame Jahr mit Freude und Dank zurückblicken. Immer mehr erfahre ich, daß mein Gelübde in Wahrheit ein wunderbares Geschenk Gottes an mich ist. Ich darf Ihm dienen, und Er gibt mir die Fähigkeit und die Kraft dazu.

 Zum ersten Jahrestag

 Ich darf Dir dienen. Du hast mich gerufen.
 Du zeigst mir Wege durch die Wüstenzeit.
 Du führst mich und Du machst mein Herz bereit.
 Du bahnst den Weg und trägst mich über Stufen.
  
 Ich hab das Jahr mit Zuversicht begonnen
 Und bleib am Jahrestag voll Zuversicht.
 Was immer kommt, Du kommst und bleibst mein Licht!
 Mit Dir ist jetzt schon jeder Kampf gewonnen!
 
 Vielleicht liegt bald schon alles in Ruinen.
 Vielleicht wird darauf Neues aufgebaut.
 Du bist und bleibst, so anders, so vertraut!
  
 Du bist mein Heiland und mein Bräutigam,
 Der einst in mein ganz fremdes Leben kam.
 Du hast gerufen, und ich will Dir dienen. 

© Claudia Sperlich
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Müssen wir immer zuhören?

„Du hörst mir nie zu“ ist ein schwerer Vorwurf. Und generell ist Zuhören keine falsche Sache.

Aber ich wurde schon mehrmals ermahnt, auch Esoterikern, Verschwörungsmythologen, Maskenverweigerern, Wunderheilern und dergleichen zuzuhören. Man müsse doch einander zuhören, den anderen nicht gleich abstempeln, er habe ja sicher seine Gründe

Nein, hier höre ich nicht mehr zu!

Ein Mensch, der seine Oma vergiftet, hat in der Regel auch seine Gründe. (Hass und Gier mögen schreckliche, zu Recht geächtete Gründe sein, aber auch der schlechteste Grund ist kein Nicht-Grund.) Wäre ich als Anwalt, Richter, Sozialarbeiter, Psychologe, Journalist oder Beichtvater dazu aufgefordert, müßte ich solchen Menschen zuhören. Aber ich bin nur Dichterin und Putzfrau. Das erspart mir vieles. Ich darf abblocken.

Ein Mensch, der, warum auch immer, die Hildmänner und Wodarge dieser Welt für das Nonplusultra im Kampf gegen Krankheit und Übel aller Art hält, ist für mich kein Gesprächspartner. Wenn er wissen will, wo die nächste Kirche zu finden ist und wann die Beichtzeiten sind bzw. wie man zum Katholizismus konvertiert, bin ich gerne auskunftsbereit. Wenn er mich vollsülzen will, gleich ob es um Gesundheit, Krankheit, Religion, Weltanschauung oder sonst irgendetwas geht, hat er Pech – ich höre ihm nicht zu.

Wer mich für die Intoleranz in Person hält, weil ich mir nicht jeden Dreck anhöre, hat ein Problem – nicht so sehr mit mir als mit sich selber, denn solche Vorwürfe kommen immer nur von Leuten, die nicht einmal meine einfachsten Aussagen bereit sind zu verstehen.

Oha, ich habe gerade die Hildmann- und Wodarggläubigen mit Vergiftern vergleichen! Ja… wenn sie es doch sind! Der Latinist übersetzt virus mit „Schleim, Gift, Gestank“.

vīrus, ī, n. (altind. višám, griech. ἰός = Ϝισός, Gift), I) die natürliche zähe Feuchtigkeit, der Schleim, Saft, a) der Gewächse, ciceris et lini, Colum. 2, 13 (14), 3: pastinacae, Plin. 19, 89: virus, odoriferis quod Arabum in campis carpsi, Stat. silv. 1, 4, 104. – b) der Tiere, cochlearum, Plin. 30, 44. – vom Samen der Tiere, Plin. 9, 157. Verg. georg. 3, 281. – II) insbes., im üblen Sinne: A) das Gift, der Schlangen, Lucr., Verg. u.a.: letale virus (in Pflanzen), Sulp. Sev.: virus (Gifttrank) cognitis ante venenis (Giftzutaten) rapidum, Tac. – bildl., illud malum virus, Sen.: aliquis, apud quem evomat virus acerbitatis suae, Cic. – B) der widrige Geruch, der Gestank, paludis, Colum.: animae leonis, Plin.: odoris, Plin. – C) der scharfe, salzige Geschmack, tetrum, des Seewassers, Lucr.: vini, Plin.: ponti, Manil. – / Heteroklit. Genet. Sing. virus, Amm. 18, 4, 4 (wo copia virus).

(Georges, Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch 1913)

Wer also das Corona-Virus für gar nicht so schlimm und alle Vorsichtmaßnahmen für diktatorisch erklärt, ist in meinen Augen ein schleimiger, giftiger Stinker. Nein, man muss nicht jeden schleimigen, giftigen Stinker anhören. Es sei denn, man wäre sein Anwalt, Richter, Sozialarbeiter, Psychologe, Journalist oder Beichtvater.

Es ist wichtig, dem Staat auf die Finger zu schauen, besonders in etwas schwierigeren Zeiten. Wenn in jedem Bundesland andere Verbote erteilt werden, die einander teilweise widersprechen, darf man sich zumindest wundern (auch wenn formal aufgrund der Souveränität der Bundesländer schwer dagegen vorzugehen ist). Man darf erwarten, daß bei einer Pandemie die Vertreter der Länder einer Bundesrepublik sich wie erwachsene, vernünftige Leute zusammensetzen und ein gemeinsames Vorgehen planen, ohne deshalb zum zentralistischen Staat zu mutieren. Die sind ja doch schon groß!

Von Coronaleugnern erwarte ich hingegen nicht, daß etwas Sinnvolles herauskommen könnte, wenn sie sich zusammensetzen. Denn die setzen sich ja tatsächlich zusammen, und was dabei bisher herauskam, ist alles Mögliche von lächerlich bis furchterregend, aber nicht sinnvoll.

Die Coronaleugner stehen hier nur exemplarisch für verschiedene Menschentypen, denen ich nicht mehr zuhören will. Sie haben sich diese beispielhafte Stellung hart erarbeitet. Wenn ich anderen Menschen gegenüber nicht aus Unachtsamkeit oder Zeitgründen, sondern ganz bewußt abblocke, dürfen sie sich als in meinen Augen genau so nervig wie jene verstehen.

Ich bin 58 Jahre alt. So Gott will, bleiben mir noch zwanzig, vielleicht dreißig Jahre Erdenleben, bisher mit recht gutem Gehör. Ich werde hoffentlich noch vielen Menschen zuhören, wenn sie von ihren Sorgen, ihren Ängsten, ihren Freuden, ihrem Glauben und Wissen erzählen oder einfach nur einen wirklich guten Witz. Aber die Zeit ist endlich, und komplett sinnfreies und zudem gefährliches Geschwafel will ich nicht mehr anhören. Nicht einmal von Menschen, die in anderen Bereichen durchaus Kluges und Gutes sagen können.

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Dritter Sonntag im Advent

Gaudete heißt er, „freut euch“! Der Herr kommt bald. Ich freue mich – an vielem Schönem und Gutem, und vor allem an Gottes Verheißung inmitten der Not, mit der die Welt leider behaftet ist. Ich will eine Grundstimmung von Freude kultivieren, auch wenn ich gerade an manches denke, was durchaus nicht zum Freuen ist. Dazu helfen auch so kleine Dinge wie Adventskranz und Weihnachts-Bastelei.

Auch das Mäuschen auf dem Balkon freut sich mitten in der Angst, die es vermutlich hat, wenn unvermutet ein Riese das Futterhaus öffnet. Wenn es nachher in seinem Loch sitzt, denkt es vielleicht: Puh, noch mal gut gegangen! – Alles in allem geht es mir doch gut!

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Immaculata

 Melodie: Sei gegrüßt, du Gnadenreiche
 
 Gott hat sie bewahrt aus Gnade,
 Ehe sie empfangen war,
 Dass die Erbschuld der nicht schade,
 Die den Heiland uns gebar.
  
 Die den Christus hat geboren,
 Musste frei von Sünde sein,
 Goldne Schale, unverloren,
 Gottes Wohnstatt, heil und rein.
  
 Hör, Maria, unser Flehen,
 Bitt für uns den Sohn und Herrn!
 Seine Wege lehr uns gehen,
 Sei im Meer der Zeit ein Stern! 

© Claudia Sperlich
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Zweiter Sonntag im Advent – und Nikolaustag!

Liturgisch verdrängt der Sonntag den Nikolaus. Aber ich bin sicher, die Verteilung von meist süßen Gaben wurde davon nicht beeinflusst.

Die Rundbeete vor der Kirche sind immer noch schön mit Knospen, Blüten und Früchten.

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