Marienaltar in St. Fidelis

Allerseligste,

der Steinboden hier unter Deinem Altar,
das ist Travertin und ist sehr porös
und hat jahrzehntelang Dreck gezogen.

Ich mache das schon, du himmlische Mutter!
(Wie sieht das denn aus. Und dein bloßer Fuß
im Begriff zu schreiten vom Mond auf die Erde!)

Maria, als du noch auf Erden lebtest,
hast du wahrscheinlich besser geputzt
als ich es kann. Ich gebe mir Mühe!

Mit heißem Putzwasser und einer Bürste
bearbeite ich die schwärzlichen Platten,
und dann wisch ich nach und schau: sie sind hell.

Dann Bodenwachs drüber verteilen, polieren.
(Das macht schön glänzende Fingernägel.)
Und dann noch die welken Blumen entsorgen.

Hier wird zwar in diesen Zeiten der Seuche
nicht Messe gefeiert, doch einzelne Beter
besuchen die Kirche und opfern dir Kerzen.

Die spiegeln nun wider. – Freu dich, Maria!

© Claudia Sperlich

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Ich halte diese Entscheidung für richtig!

Bund und Länder haben entschieden, die Lockerung der Einschränkungen in der Corona-Krise langsam anzugehen. Bis zum 3. Mai bleibt alles beim Alten (nun ja, so alt ist die Krise auch wieder nicht, aber man versteht mich schon); danach soll es schrittweise – in vorsichtigen Schritten! – wieder in Richtung „Normalität, aber mit Corona“ gehen. Alle zwei Wochen wollen Bund und Länder aufgrund der Informationen des Robert-Koch-Instituts neu beraten. Frau Merkel sprach in einer, wie ich finde, hervorragenden Rede von einem „zerbrechlichen Zwischenerfolg“.

Natürlich bin ich traurig, daß Großveranstaltungen und damit auch öffentliche Gottesdienste vorläufig untersagt bleiben. Aber ich kann es verstehen. Anders als manche andere Gläubige bin ich nämlich nicht der Ansicht, daß zum Prägemal der Taufe gehört, Viren zwischen den Fingern zu zerquetschen. Gott hat uns Großartiges versprochen – Immunität gegen potentiell tödliche Erreger gehört nicht dazu.

Ich weiß, daß aufgrund dieser Aussage zahlreiche Glaubensgeschwister die Aufrichtigkeit meines Glaubens anzweifeln. Ich bitte die Glaubensgeschwister, auf die das zutrifft, mir (nur virtuell, wegen der Wahrung des Abstands) den Buckel herunterzurutschen. Das Gleiche bitte ich alle, die in den Beschränkungen einen generellen Angriff auf die Demokratie, die Freiheit, die Menschenwürde sehen.

Sehr gut finde ich, daß an Schutzmaßnahmen gearbeitet wird, um den Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen Besuch zu ermöglichen. Ich weiß, wie elend gerade alte und demente Menschen unter der Einsamkeit leiden, und ich hoffe, daß ausreichende Schutzausrüstung für Besucher bald gestellt wird. (Zugleich habe ich in Verbindung mit dem Wort „ausreichend“ immer meine Zweifel – möge ich mich irren!)

Die meisten Läden dürfen unter Auflagen am 4. Mai wieder öffnen. Auch Frisöre, sofern sie den Hygienevorschriften folgen. Ich selbst werde mich lieber dennoch eine Weile zuwuchern lassen; als fette 58jährige Epileptikerin habe ich genug Vorbedingungen, sehr große Vorsicht walten zu lassen. Und an Zottelhaaren ist noch keiner gestorben.

Ich kann als Putzfrau in den Gebäuden eines Friedhofs (Verwaltung, Arbeiterbuden, Kirche) und auf den Treppen eines privaten Wohnhauses einiges für die Hygiene tun, und ich kann tun, was ohnehin jedem geraten ist: Abstand halten, beim Einkauf Mund-Nasen-Maske tragen, Hände waschen usw. Und ich kann beten.

Was ich nicht kann: 1. in der Medizin forschen, 2. Deutschland regieren, 3. Verschwörungstheoretiker ertragen. Zum Glück muss ich das alles auch gar nicht.

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Das Beste hoffen, das Bestmögliche tun

Vorab: Schönreden kann und will ich die Coronakrise nicht. Die Beschränkungen sind im besten Fall nervig, im schlimmsten (für selbständige Bühnenkünstler und Musiker, für die Inhaber kleiner Geschäfte) existenzbedrohend. Die Not in Krankenhäusern und Pflegeheimen ist groß, Obdachlose und Flüchtlinge leiden weit mehr als ohnehin schon und sind in größter Gefahr. In ärmeren Ländern ist die Situation unbeschreiblich schlimm. Und auch hierzulande ist das langsame Ersticken an einer doppelseitigen Lungenentzündung in der Einsamkeit einer Isolierstation nicht eben, was man unter einem schönen Tod versteht. Covid19 in stärkster Ausprägung ist grauenhaft – und es kann aller Wahrscheinlichkeit zum Trotz jeden treffen. Dennoch behalte ich meinen Optimismus – was sollte ich ohne ihn?

Der Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, macht auf mich zumindest in seiner derzeitigen Eigenschaft als Krisenmanager einen erzvernünftigen Eindruck. (Ich bitte, diese Worte zu beachten angesichts meiner Einstellung zur SPD.)
Lockerungen in der nahen Zukunft verspricht er nicht, aber spätestens am 1. Mai wird beratschlagt, ob und wie Lockerungen jetzt überhaupt schon möglich sind. Er hofft, sowohl das Demonstrationsrecht als auch die Feier von Gottesdiensten wieder zulassen zu können – allerdings mit Auflagen (vermutlich Beschränkungen der Teilnehmerzahl). Das wäre schön – aber nur dann, wenn es aus medizinischer Sicht keine großen Bedenken gibt.

Natürlich heißt „Es wird beratschlagt“ auch: Es könnte herauskommen, daß Ausgangssperren verlängert oder sogar verschärft werden – wenn berechtigte Sorge besteht, daß die Pandemie anders nicht eingedämmt werden kann. Ich hoffe einfach das Beste. Was anderes bleibt mir gerade auch nicht übrig.

Ich habe in letzter Zeit oft, sehr oft gelesen, daß die Religionsfreiheit beschnitten wird, daß die Demokratie zerstört wird. Zunächst einmal wird nicht die Religions-, sondern die Versammlungsfreiheit beschnitten (der Besuch eines Bordells ist ebenso verboten wie das Partymachen; es trifft also keinesfalls explizit religiöse Gemeinschaften). Sodann geschieht das nicht willkürlich, sondern auf der Grundlage des Bundesseuchengesetzes. Und schließlich kann man im Moment nicht auf der Grundlage von Erfahrungen und gesicherten Erkenntnissen handeln, weil es weder das eine noch das andere bezüglich Covid19 in großer Zahl gibt. Die Erfahrungen und Erkenntnisse, die man tatsächlich hat, stellen sich für mich als immerhin alphabetisierten medizinischen Laien so dar: Es ist ansteckend, es ist gefährlich, und wenn wir die Alten und die Schwachen nicht sozialdarwinisieren wollen und zudem in Kauf nehmen, daß ein paar nicht Alte und nicht Schwache auch hopps gehen, nachdem sie das Virus kräftig verbreitet haben, dann müssen wir andere Beschränkungen unserer köstlich freien Welt eben hinnehmen. (Wer das nicht versteht, wie z.B. die Berliner Mutter, die ihrer Tochter zum 16. Geburtstag einen Privatraum anmietet, damit sie mit über dreißig Freunden feiern kann, die Tochter selbst und ihre Freunde, oder wie die 51 Münchener Studenten, die unbedingt eine Grillparty veranstalten mussten, wird für dies Maß an gefährlicher Dämlichkeit zu Recht bestraft und kann froh sein, wenn durch ihn niemand zu Tode kommt.)

Wie gehe ich selbst mit der Krise um?

Zunächst einmal lasse ich den Kopf nicht hängen, oder nur kurz (wenn ich wieder mal die abgrundtiefe Geistestrübheit mancher Zeitgenossen wahrnehme, die Verschwörungstheorien verbreiten und auf ihr Recht pochen, alles um sich her zu infizieren). Und dann versuche ich, das Beste aus der Situation zu machen.

In meiner vierzehntägigen freiwilligen häuslichen Quarantäne habe ich einiges gelernt über Bedürfnisse und Notwendigkeiten, über Gebet und Durchhaltevermögen – und über die mir selbst verwunderliche Fähigkeit zur Freude. Warum soll ich das gelernte nicht weiter anwenden, wenn die Zeiten wieder leichter werden?

Ich brauche nicht mehr als einmal in der Woche einzukaufen. (Klar, das ist für Familien ohne Auto keine Option. Aber jeder kann prüfen, wie oft er tatsächlich einkaufen muss.) Es ist nicht schlimm, wenn es an einem Festtag nicht genau das Essen gibt, das ich mir eigentlich vorgenommen habe. Man kann mit weit weniger auskommen als man ahnt, ohne Not zu leiden. Deshalb will ich auch in Zukunft, auch nach Corona, nicht mehr als einmal in der Woche einkaufen. Ich will meine Zeit besser nutzen.

Ein mit einiger Disziplin durch Gebet strukturierter Tag verläuft besser als ein anderer – viel besser, froher und produktiver. Das ist keine neue Erkenntnis, auch für mich nicht, aber wie viel Gebet in einen Arbeitstag passt, war mir nicht ganz klar. Auch nicht, wie viel Freude aus einem so angefüllten Tag wächst.
Zu meiner Freude ist es in Berlin weiterhin möglich, zu beichten und die Eucharistie zu empfangen – etwas schwieriger als sonst, aber möglich!
Sehr dankbar bin ich, daß ich als Lektorin sonntags die Messe mitfeiern darf. (In Berlin sind derzeit bis zu zehn Personen bei einer nichtöffentlichen Messe gestattet.)

Eine gebrechliche alte Dame, die ohne Hilfe die Kirchenstufen nicht nehmen kann, freut sich, daß ich ihr diese Hilfe dreimal in der Woche anbiete. Ich freue mich, daß ich meine eigene Anbetungszeit mit einer hilfreichen Aktion verbinden kann. Und ich habe in ihr eine liebe Freundin gefunden, zu der ich allerdings keinen meterweiten Abstand halten kann, wenn ich sie am Arm nehme. Das heißt: Ich muss abwägen. Hier ist direkter Kontakt nötig, damit die Dame nicht wochen- und monatelang nur bei sich in der Wohnung bleibt. Ich desinfiziere mir hinterher die Hände. Und ich nehme eine gewisse, nicht sehr hohe Gefahr in Kauf.

Abwägen ist das Gebot der Stunde. Ist diese oder jene Tätigkeit, die in Coronazeiten eine höhere Gefahr birgt, wirklich wert, getan zu werden? Wahrscheinlich wird jeder auf verschiedene Ergebnisse kommen. Aber mit einiger Vernunft wird auch jeder einsehen, daß unter „das Risiko wert“ eine Party eher nicht fällt, eine Hilfeleistung aber schon. Wenn jeder sich umhört, wer in der Nachbarschaft Hilfe braucht, weil er in Quarantäne oder gebrechlich oder behindert, krank oder mit einer Familie und Home Office ausgelastet ist, wäre schon viel getan, auch gegen eventuelle Langeweile und das Gefühl der Nutzlosigkeit.

Als Putzfrau auf dem Friedhof bin ich wohl systemrelevant. Wer will schon während einer Seuche auf Friedhöfe verzichten? Und die dazugehörigen Gebäude müssen ja gerade jetzt besonders sorgfältig geputzt werden. Als Autorin arbeite ich ohnehin im Wesentlichen am heimischen Schreibtisch. Wie weit Corona das Kaufverhalten meiner Leser beeinflusst, werde ich erleben.

TrueConf ist ein kostenloses Werkzeug, um sich mehreren Menschen sicht- und hörbar mitzuteilen, zu plaudern, zu diskutieren, Hausaufgaben zu machen, gemeinsam zu beten oder was auch immer. Ich überlege, meine Vorträge vorerst auf diesem Weg anzubieten. Eine Diskussionsrunde ist danach auch möglich.

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Ein neues Buch ist auf dem Weg!

Die Rosenkranz-Sonette werden voraussichtlich im Marienmonat Mai erscheinen.

Wegen der Corona-Krise kann ich leider nicht verbindlich sagen, wann genau es herauskommt; die Erfahrung mit meiner letzten Veröffentlichung im März 2020 zeigt aber, daß es gewohnt schnell gehen kann.

33 Sonette über den Rosenkranz, eine Art dichterischer Erläuterung dieses meditativen Gebetes. Ich freue mich sehr, daß Maryse Fritzsch-Thillens vom Rosenkranz-Atelier die Illustrationen beigetragen hat – künstlerische Photographien ihrer Arbeiten.

Für Rosenkranz-Beter und solche, die es werden wollen, ein schönes Geschenk!

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Der Wirt von Emmaus

Drei Männer kommen, staubig von der Reise.
Sehr jung scheint einer mit vernarbten Händen.
Zwei ältre, die sich fragend an Ihn wenden –
Sie scheinen fasziniert von Seiner Weise.

Sie setzen sich zu Tisch. Die Worte enden.
Zwei sinnen nach. Ich bring die simple Speise.
Der Junge betet drüber, Gott zum Preise –
Er scheint von sich den Segen auszusenden.

Sie schauen hoch, sie rufen einen Namen.
Und plötzlich ist der Dritte nicht zu sehen!
Und sie, ganz ohne Angst: „Wir müssen gehen.”

Sie gehen auf den Weg, auf dem sie kamen.
Sie tanzen fast! Ihr Schritt ist jung und schnell.
Du Fremder – mach auch meine Augen hell.

© Claudia Sperlich

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Der Herr ist auferstanden!

Jesus, Sonne, Licht und Feuer
Melodie: Alles meinem Gott zu Ehren (GL 455)

Jesus, Sonne, Licht und Feuer,
Du hast allen Tod besiegt!
Du bist Herr, Du hältst das Steuer,
und der Satan unterliegt!
Du bist nicht im Grab geblieben,
ewig lebst Du, um zu lieben –
Du bist Herr, Halleluja!
Du bist Herr, Halleluja!

Jesus, die verklärten Wunden
zeigen uns: Du trugst das Leid,
durch Dich kann die Welt gesunden,
Du hast uns im Tod befreit!
Wer Dir glaubt, wird auferstehen,
wird in Ewigkeit Dich sehen,
Dich, den auferstandnen Herrn,
Dich, den auferstandnen Herrn!

Jesus, Tilger aller Sünden,
Bruder, Herr und Gottessohn!
Von Dir alle Zeiten künden,
Du bist aller Künder Lohn.
Du bist uns vorangegangen,
lass auch uns zum Heil gelangen,
Wahrheit, Weg und Leben Du,
Wahrheit, Weg und Leben Du!

© Claudia Sperlich

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Osterbrot

Nur noch wenig Weizen-Vollkornmehl war im Hause. Und im Laden war gar keines, was keinen wundern wird. Was ich aber noch fand, war Emmer-Vollkornmehl – also eine der ältesten kultivierten Getreidesorten. Neugierig bin ich ja!
Der Teig (Emmermehl, Hartweizengrieß, Hefe, Zucker, Salz, Joghurt, warmes Wasser) hatte eine andere Konsistenz als gewohnt. Der klassische Osterzopf ließ sich daraus nicht machen, aber ein rundes Osterbrot. Es sieht gut aus!

Osterbrot

Nun liegt es unter dem Segentuch, angeschnitten wird es erst in der Osternacht, nach der großen Feier. Bis dahin faste ich noch.

Osterbrot_Segentuch

„Die große Feier“ wird es ja, auch wenn ich in der Osternacht nicht in einer gesteckt vollen Kirche sein werde, nicht mit einer riesigen Gemeinde jubeln werde – oder vielmehr: es selbstverständlich tun werde, verbunden durch die Medien, verbunden vor allem im Herzen. Es wird ein seltsames Osterfest – aber die Hauptsache bleibt ja: Er ist nicht im Grab geblieben!

Heute aber ist Grabesruhe… der seltsamste Tag des Jahres, an dem tagsüber nichts geschieht. Außer daß ich Brot backe und die Wohnung putze.

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Karfreitag

Melodie: Herr, Dir ist nichts verborgen (GL 428)

Das Kreuz hast Du getragen
zum Heil der ganzen Welt.
Ans Kreuz bist Du geschlagen
als unser Lösegeld.
Hast Angst und Hohn und Qual,
den Foltertod erlitten.
Für uns, die so zerstritten,
starbst Du aus freier Wahl.

Zwei andre Kreuze tragen
zwei Räuber, die voll Hohn
Dir noch im Sterben sagen:
„Nun hilf uns, Gottessohn!”
Da sieht der eine Dich
als Weg zu neuem Leben:
„Wird Dir das Reich gegeben,
Herr Jesus, denk an mich!”

Ihm sagst Du zu: „Noch heute
wirst du mit Mir dort sein!”
Wer seine Schuld bereute,
geht in das Leben ein.
Vor Deinem Kreuz will ich
die Sünden eingestehen,
zu Dir um Heilung flehen
und ganz vertrau’n auf Dich.

© Claudia Sperlich

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Abstand und Rücksicht

Natürlich ist es beim Einkaufen am Gründonnerstag nicht einfach, Abstand zu halten. Aber es ist möglich.
Aber es wäre sehr viel leichter möglich, wenn es nicht Zeitgenossen gäbe, die den gehaltenen Abstand für eine netterweise extra für sie freigelassene Lücke halten und sich vordrängeln. Vier von der Sorte waren es allein bei meinem schnellen Einkauf für die kommende Woche.

Geplanter T-Shirt-Aufdruck:

ABSTAND! ICH KÖNNTE INFEKTIÖS SEIN!

Und für die Rückseite:

UM SIE WÄRE ES JA NICHT SCHADE.

Aber wahrscheinlich bin ich doch wieder zu nett, dies T-Shirt machen zu lassen. Zu gut bin ich derzeit gewiß nicht.

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Choral zum Gründonnerstag

Melodie: Wohin soll ich mich wenden (GL 145)

Beim letzten Paschamahle saß Jesus mit den Seinen,
und Seine Worte scheinen in unsre Welt als Licht,
Vermächtnis, Trost und Mahnung: So ist der Herr zugegen
auf allen Erdenwegen, das Wort verlässt uns nicht.

Er mahnte Seine Jünger: Wohl besser nie geboren,
als ganz und gar verloren und niemals mehr Ihm nah!
Doch wer bei Ihm will bleiben, wer Ihn noch liebt im Sterben,
der wird Sein Reich auch erben, dem sagt Er: Ich bin da.

Er machte sich zum Diener, daß wir einander dienen,
Er ist als Licht erschienen, daß jeder leuchten kann.
Er gab uns Seine Weisung als Prüfstein für das Handeln.
Wer so sich lässt verwandeln, wird frei von finstrem Bann.

Dann sprach Er Seinen Segen, den Dank für Gottes Güte,
für dieser Erde Blüte, und Dank für Brot und Wein.
„Mein Leib, für euch gegeben! Mein Blut, für euch vergossen!”
Wer dieses Mahl genossen, den lädt Er zu sich ein.

In Ihm ist Gott verherrlicht! Wir singen Seine Ehre,
doch wären wir wie Meere voll stetem Jubelklang,
und leuchteten wie Sonnen, und wie die Adler flögen,
genug wär kein Vermögen zu würdigem Gesang.

© Claudia Sperlich

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