Gemeint ist die Corona-Warn-App. Und nun denken zahlreiche Leser, ich habe Herrn Zuckerberg meine Seele verkauft, meine laufend aktualisierten Daten von Zeugung bis Tod unter Bill Gates und dem Bundesgesundheitsministerium aufgeteilt oder was auch immer.
Tatsächlich habe ich nur
– ein hierfür geeignetes Gerät in einfacher Ausführung erworben;
– mich dabei über mein technisches Unwissen, die Arroganz eines jungen Technikers im Fachhandel sowie die bockige Ablehnung meiner Mailadresse durch Google ein paarmal geärgert. Ersteres ist keinen Ärger wert, letzteres hat sich in Wohlgefallen aufgelöst, und junge Schnösel muss man halt ab und zu ertragen;
– mal wieder über die technischen Möglichkeiten unserer Zeit gestaunt, die ich als junge Erwachsene noch für abgehobene Science Fiction hielt.
Je mehr Menschen diese App haben, desto besser die Vernetzung. Persönliche Daten werden nicht preisgegeben. Wenn ich einem anderen App-Nutzer über den Weg laufe, und einer von uns beiden wird kurz darauf positiv auf Covid19 getestet, bekommt der andere eine Nachricht, er möge sich testen lassen. Ob man das dann auch wirklich tut (man sollte!), liegt bei einem selbst, ebenso, ob man ein positives Ergebnis der App meldet (damit andere zum Test aufgerufen werden können, die einem über den Weg gelaufen sind) – das liegt bei einem selbst. Anzunehmen ist, daß Inhaber der App solchen Aufrufen aber folgen – wozu sonst hätten sie sich die App heruntergeladen?
Und was bringts?
Eine gute Möglichkeit, im Falle einer Infektion schnell und kostenlos getestet zu werden, frühzeitig behandelt zu werden und nicht erst zahlreiche andere zu infizieren. Ein bißchen Geld und ein paar Nerven sind draufgegangen für einen Akt, der mit Selbstschutz ebenso wie mit Nächstenliebe zu tun hat.




























