Ich happ die App!

Gemeint ist die Corona-Warn-App. Und nun denken zahlreiche Leser, ich habe Herrn Zuckerberg meine Seele verkauft, meine laufend aktualisierten Daten von Zeugung bis Tod unter Bill Gates und dem Bundesgesundheitsministerium aufgeteilt oder was auch immer.

Tatsächlich habe ich nur
– ein hierfür geeignetes Gerät in einfacher Ausführung erworben;
– mich dabei über mein technisches Unwissen, die Arroganz eines jungen Technikers im Fachhandel sowie die bockige Ablehnung meiner Mailadresse durch Google ein paarmal geärgert. Ersteres ist keinen Ärger wert, letzteres hat sich in Wohlgefallen aufgelöst, und junge Schnösel muss man halt ab und zu ertragen;
– mal wieder über die technischen Möglichkeiten unserer Zeit gestaunt, die ich als junge Erwachsene noch für abgehobene Science Fiction hielt.

Je mehr Menschen diese App haben, desto besser die Vernetzung. Persönliche Daten werden nicht preisgegeben. Wenn ich einem anderen App-Nutzer über den Weg laufe, und einer von uns beiden wird kurz darauf positiv auf Covid19 getestet, bekommt der andere eine Nachricht, er möge sich testen lassen. Ob man das dann auch wirklich tut (man sollte!), liegt bei einem selbst, ebenso, ob man ein positives Ergebnis der App meldet (damit andere zum Test aufgerufen werden können, die einem über den Weg gelaufen sind) – das liegt bei einem selbst. Anzunehmen ist, daß Inhaber der App solchen Aufrufen aber folgen – wozu sonst hätten sie sich die App heruntergeladen?

Und was bringts?

Eine gute Möglichkeit, im Falle einer Infektion schnell und kostenlos getestet zu werden, frühzeitig behandelt zu werden und nicht erst zahlreiche andere zu infizieren. Ein bißchen Geld und ein paar Nerven sind draufgegangen für einen Akt, der mit Selbstschutz ebenso wie mit Nächstenliebe zu tun hat.

Veröffentlicht unter KATHOLONIEN, WELTLICHES | Verschlagwortet mit , , , | 4 Kommentare

Blumen zum Sonntag

Sie können weder politisch noch ideologisch gedeutet werden, wohl aber religiös (Ehre Gottes! Vanitas!) – und damit sind sie hier richtig.

Da ist zunächst der wunderbare Vorgarten.
IMG_0087

Pyrenäen-Storchschnabel  (Geranium pyrenaicum) – lecker Bienenfutter!

IMG_0084

Gilbweiderich (Lysimachia punctata) und verblühender Rhododendron

IMG_0077

irgendein Lippenblütler mit kugeliger Dolde

IMG_0076

Roter Fingerhut (Digitalis purpurea)

IMG_0074IMG_0075

Römische Scheinkamille (Chamaemelum nobile)

IMG_0071

Der deutsche Name ist sehr uncharmant, der lateinische wird der reizenden Schönheit gerecht: Knollen-Platterbse (Lathyrus tuberosus)

IMG_0068

Mittagsgoldblume (Gazania „Tiger Stripes“)

IMG_0066

Johanniskraut  (Hypericum perforatum)

IMG_0090

Und der nicht weniger schöne Vorgarten eines Nachbarn mit einer prachtvollen weißen Hortensie.

IMG_0096

Am Straßenrand wächst allerhand, z.B. Schweizer Löwenzahn (Leontodon crispus).

IMG_0092IMG_0093

Und vor der Marienkirche blühen, der Allerseligsten zu Ehren, Rosen.

IMG_0102IMG_0103

Vor der Kirchentür liegt ein vertrocknetes Ahornblatt – sehr schöne Vanitas!

IMG_0106

Veröffentlicht unter KATHOLONIEN, WELTLICHES | Verschlagwortet mit , , , , | 2 Kommentare

Zum heutigen Marienfest

Unbeflecktes Herz Mariä
Melodie: GL 482 – Die Kirche steht gegründet

(andere Melodievorschläge: GL 395 – Den Herren will ich loben; GL 418 – Befiehl Du Deine Wege; GL 465 – Das Jahr steht auf der Höhe)

Maria voller Gnaden, dein Herz in Gottes Licht
ist ohne jeden Schaden, die Sünde trübt es nicht.
Dein Herz ist voller Güte und ohne Dunkelheit,
wie eine Rosenblüte bewahrt in Ewigkeit.

Du hast dem Herrn gesungen als herzenstreue Magd.
Vom Leidensschwert durchdrungen blieb dein Herz unverzagt.
Als du den Sohn gefunden, hat dich Sein Wort berührt.
Sein Leid und Seine Wunden hat dein Herz auch gespürt.

Dein Herz voll Gottesliebe schlägt für die Christenheit.
Du bist wie Blütentriebe in kalter, dunkler Zeit,
du führst auf Blumenpfaden uns ins gelobte Land:
Du Mutter ohne Schaden, zeig uns des Sohnes Hand.

© Claudia Sperlich

Veröffentlicht unter KATHOLONIEN, LITERATUR | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

Heidewitzka!

Als katholische Bloggerin bin ich von Zeit zu Zeit mit unschönen Kommentaren konfrontiert.

Hier haben schon Neuheiden und Neonazis kommentiert – jeweils nicht lange. Ein paarmal habe ich mich sogar auf Diskussionen mit utilitaristischen Sonderlingen eingelassen, aber das ist fruchtlos und unterbleibt nun.

Es geht immer noch eine Stufe absurder. Heute erreichte mich der Kommentar eines Menschen, der sich ausdrücklich als Christ bezeichnet und den ich ausdrücklich hier nicht zulasse. Zu meinem Beitrag Fronleichnam 2020 schreibt er:

Heilige Messen sind überflüssig. Spirituelles Heilen und Mystik müssen gefördert werden. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

Nun, den Gefallen, Deine Seite hier zu verlinken, tue ich Dir nicht, Christseinwollender. Aber damit klar ist, worum es Dir geht, verweise ich hier auf Kathpedia und hier auf Wikipedia. Ich vermute, der Wikipedia-Artikel ist weitaus genauer als die Gedankengebäude der Theosophen unserer Zeit.

Mit Neuheiden kann ich übrigens gerne reden, solange sie meine Religion nicht beleidigen – das habe ich damals bewiesen.
Mit Nazis, Antifas, Utilitaristen und Theosophen bin ich nicht bereit zu kommunizieren. Sie mögen mir allesamt (und bitte nur virtuell) den Buckel runterrutschen.

Was immer Theo soph, ich trink das Zeug nicht.

Veröffentlicht unter HÄRETISCHES, HÖLLISCHES, KATHOLONIEN | Verschlagwortet mit , , , , , | 6 Kommentare

Fronleichnam 2020

Wir werden auch diesmal
das Tantum ergo singen,
und feiern die Gegenwart des Herrn.

Wir werden auch diesmal
den Leib des Herrn empfangen
und in uns aufnehmen: Lebensbrot.

Wir dürfen Ihn diesmal
nicht durch die Straßen tragen
mit Blumen, Fahnen, Spiel und Gesang.

Ich will Ihn immer
in meinem Herzen tragen
und zu den Menschen tragen mein Herz.

Seid Baldachine
und Chöre und Kapellen,
schaut froh und festlich auf diese Welt!

Wir Christusträger
können vor allen Menschen
strahlen vor Freude und Seligkeit.

Wir Christusträger
zeigen die frohe Lehre
durch unsre Freude der ganzen Welt.

© Claudia Sperlich

Veröffentlicht unter KATHOLONIEN, LITERATUR | Verschlagwortet mit , , | 8 Kommentare

Blick auf die Marienkirche

St Marien in Friedenau ist eine der schönsten Kirchen Berlins. Dort kann man auch sehr gut auf einer Bank sitzen und ein Rosenbeet betrachten. Oder photographieren.

StMarien_RosenbankStMarien_Tuer_OrgelemporeStMarien_RosenStMarien_Tuer_Orgelempore3StMarien_Tuer_Orgelempore4StMarien_Tuer_Orgelempore2StMarien_Tuer_Turm

Veröffentlicht unter KATHOLONIEN | Verschlagwortet mit , , , | Kommentare deaktiviert für Blick auf die Marienkirche

aureo atro: the year that was not – Musik zu Coronazeiten

Der Priester, Blogger, Lyriker und Komponist Alipius Müller hat in ein eindrucksvolles Stück komponiert: the year that was not – „das Jahr, das nicht stattfand“. Es gehört, wie bei ihm üblich, in die unscharf umrissene Kategorie Indie, und beschreibt Einsamkeit, Schrecken und Hoffnung mit den Mitteln des Independent Rock.

Der Anfang klingt wie Wind in leeren Straßen; ich habe dabei die schauerliche Schlußszene des Films On The Beach / Das letzte Ufer vor Augen, wo fromme Flugblätter durch die menschenleeren Straßen wehen und das Transparent „There is still Time Brother“ sich über einen verödeten Platz spannt. (Die Szene gewinnt übrigens sehr, wenn man die Filmmusik aus- und Alipius Müllers neues Stück anschaltet.)

Es folgen vollere Klänge, eine kleine Melodie, die sich in Abwandlungen wiederholt und wächst, und die musikalische Beschreibung einer noch hilf- und ratlosen Aktivität, aber doch mit satteren und hoffnungsvolleren Klängen unterlegt. Der Wind weht dabei weiter. Nach einer Art qualvollem Stöhnen beginnt der letzte Abschnitt des gut fünfminütigen Stückes mit Klängen, die zum Titel des Albums passen: aureo atro – dunkelgolden. Ich höre eine in allem Chaos dieser Welt unverwüstliche Hoffnung und Tatkraft, vor allem aber das Vertrauen: Gott wird am Ende alles gut machen. In der Hinwendung zu Gott wird das Leben mitten in Unsicherheit, Schrecken und Leiden schön, golden und ruhig.

Hier ist das Stück.
Über die Kompositionen des Herrn Alipius habe ich schon hier und hier geschrieben, und ich merke wieder mit wachsendem Staunen: diese Musik geht mich an, berührt und bewegt mich.

Veröffentlicht unter KATHOLONIEN | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

Dreifaltiger Gott und Blumengeschöpfe

Gott Vater hat die Rosen geschaffen (und Fingerhut, Campanula, Geranium und noch viel mehr).
Der Sohn hat uns lieben gelehrt – fand Blumen schöner als Salomos Prachtgewänder und wurde einst für einen Gärtner gehalten.
Der Heilige Geist beflügelt Gärtner und Rosenzüchter (und Blogger und Hobbyphotographen usw.).

Dem Dreieinen Gott danke ich für diese frühsommerliche Pracht!

Veröffentlicht unter KATHOLONIEN, WELTLICHES | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert für Dreifaltiger Gott und Blumengeschöpfe

Zum Sonntag Trinitatis

Mit dem Dreieinen gehen
Melodie: Herr, ich bin Dein Eigentum (GL 435/EG 621)

Wohin führt mich Deine Hand,
Ob auf grüne Wiesen,
Ob durch heißen Wüstensand,
Vater, sei gepriesen!
Gleich wie steil,
Mir zum Heil
Sind all Deine Pfade.
Vater, Du bist Gnade.

Wenn ich in die Irre geh,
Bleib an meiner Seite.
Wenn ich ratlos stille steh,
Führe mich ins Weite.
Wo Du bist,
Jesus Christ,
Dahin will ich gehen.
Lehr den Weg mich sehen.

Gib mir Kraft, zu überstehn
Wasserlose Zeiten,
Muss ich über Dornen gehn,
Lass mich nicht verleiten.
Heilger Geist,
Der mich weist,
Lasse mich erspüren,
Wohin Du willst führen.

© Claudia Sperlich

Veröffentlicht unter KATHOLONIEN, LITERATUR | Verschlagwortet mit , , , | 3 Kommentare

Sommerblumen

Ich habe mir endlich einen neuen Photoapparat geleistet. Den Rosenmond kann ich nicht einfach nur mit dem Tablet photographieren!

Ein wunderhübscher tiefvioletter Korbblütler blüht auf meinem Balkon – eine besondere Freude, nachdem die Hörnchen und Vögelein in gemeinschaftlicher Arbeit die kaum aufgegangene Saat bienenfreundlicher Blumen als Vorspeise zu sich genommen haben. Dies violette Blümchen hatte ich im vorigen Jahr gepflanzt und über den Winter völlig vergessen.

^

Die erste Rose eines seit Jahren treu blühenden Strauches macht sich gut neben den Margeriten.
Rose_und_Margeriten

Und diese zwei Rosen lassen eine der unzähligen Geranien erblassen.
Rosen_und_Geranie

Den Umgang mit dem neuen Apparat muss ich noch lernen, aber ich bin sicher, in Zukunft wieder öfter Bilder zu zeigen. Der schöne Rotfuchs, den ich heute früh sah, stand genau so lange vollkommen still und guckte mich an, bis ich die Kamera in der Hand hatte – so sind sie eben, die Füchse, Eichhörnchen, Vögel usw. Aber es gibt ja noch Blumen, Bäume und Häuser.

Veröffentlicht unter WELTLICHES | Verschlagwortet mit , , , , | 2 Kommentare