Zum Sonntag Trinitatis

Mit dem Dreieinen gehen
Melodie: Herr, ich bin Dein Eigentum (GL 435/EG 621)

Wohin führt mich Deine Hand,
Ob auf grüne Wiesen,
Ob durch heißen Wüstensand,
Vater, sei gepriesen!
Gleich wie steil,
Mir zum Heil
Sind all Deine Pfade.
Vater, Du bist Gnade.

Wenn ich in die Irre geh,
Bleib an meiner Seite.
Wenn ich ratlos stille steh,
Führe mich ins Weite.
Wo Du bist,
Jesus Christ,
Dahin will ich gehen.
Lehr den Weg mich sehen.

Gib mir Kraft, zu überstehn
Wasserlose Zeiten,
Muss ich über Dornen gehn,
Lass mich nicht verleiten.
Heilger Geist,
Der mich weist,
Lasse mich erspüren,
Wohin Du willst führen.

© Claudia Sperlich

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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3 Antworten zu Zum Sonntag Trinitatis

  1. akinom schreibt:

    Das Fest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit ist das einzige Fest im Kirchenjahr an dem wir nicht das feiern, was Gott für uns tut, sondern wo wir die Einheit von Vater, Sohn und Geist anbetend feiern. Die Kirchenspaltung der Reformation ist für mich auch sichtbar geworden durch das Unterlassen des Kreuzzeichens, das unser Tun und Lassen oft ganz unbewusst der Dreifaltigkeit weiht. Lass es uns Kraft schenken in diesen (weih)wasserlosen und dornigen Zeiten…

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Mir fehlt in evanglischen Kirchen auch regelmäßig das Zeichenhafte, die Einbeziehung des Körpers. Bei aller Schönheit der Kirchenmusik (Paul Gerhardt und Johann Sebastian Bach sind groß!), wir sind ja nicht nur Gehör.

      • akinom schreibt:

        Leider habe ich die Unmusikalität von meinem Vater geerbt und nicht von der hochmusikalischen Familie mütterlicherseits. Hinzu kommt heute mein großer Hörverlust….

        Aber nun zum Kreuzzeichen. Ist es nicht so etwas wie die „Hintergrundmusik“ der Ave beim Rosenkranz? Diese mächtige geistige Waffe gegen Unglauben und Irrlehren ist auch der Reformation zum Opfer gefallen .

        Papst Franziskus hat dazu aufgerufen, diese Waffe wieder zu schärfen. Ich habe es so verstanden, dass sie einzusetzen ist gegen Spaltungen vor allem innerhalb der der katholischen Kirche.

        „Glaubensspaltung ist Gottesverrat“ sagt Professor Berger. Ökumene wird oft nach dem Motto praktiziert: „Wir glauben alle an nichts mehr. Dann können wir das auch gemeinsam tun!“ Anders ist das im Gebetshaus Augsburg und bei der MEHR-Konferenz. Deo gratias.

        Soweit meine unsortierten Gedanken.

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