Heidewitzka!

Als katholische Bloggerin bin ich von Zeit zu Zeit mit unschönen Kommentaren konfrontiert.

Hier haben schon Neuheiden und Neonazis kommentiert – jeweils nicht lange. Ein paarmal habe ich mich sogar auf Diskussionen mit utilitaristischen Sonderlingen eingelassen, aber das ist fruchtlos und unterbleibt nun.

Es geht immer noch eine Stufe absurder. Heute erreichte mich der Kommentar eines Menschen, der sich ausdrücklich als Christ bezeichnet und den ich ausdrücklich hier nicht zulasse. Zu meinem Beitrag Fronleichnam 2020 schreibt er:

Heilige Messen sind überflüssig. Spirituelles Heilen und Mystik müssen gefördert werden. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

Nun, den Gefallen, Deine Seite hier zu verlinken, tue ich Dir nicht, Christseinwollender. Aber damit klar ist, worum es Dir geht, verweise ich hier auf Kathpedia und hier auf Wikipedia. Ich vermute, der Wikipedia-Artikel ist weitaus genauer als die Gedankengebäude der Theosophen unserer Zeit.

Mit Neuheiden kann ich übrigens gerne reden, solange sie meine Religion nicht beleidigen – das habe ich damals bewiesen.
Mit Nazis, Antifas, Utilitaristen und Theosophen bin ich nicht bereit zu kommunizieren. Sie mögen mir allesamt (und bitte nur virtuell) den Buckel runterrutschen.

Was immer Theo soph, ich trink das Zeug nicht.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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6 Antworten zu Heidewitzka!

  1. Matthias Hergert schreibt:

    Sehr geehrte Frau Sperlich, wenn schon Verweigerung der Kommunikation, dann sollten Sie Ihre Verweigerung ausdrücklich auch auf Kommunisten, Sozialisten, Marxisten u.ä. ausweiten. „Antifa“ deckt dieses religionsfeindliche Spektrum nicht ab. Die Hauptlehre des Kommunismus ist: alle Religion muss ausgerottet werden. Von Gott, Ewigkeit, Himmel und Hölle, Unsterblichkeit der Seele, wollen Kommunisten nichts wissen. Das irdische Leben möglichst auszunutzen, sich allen Genüssen und Lüsten überlassen, ist ihre einzige Seligkeit. Mit dem Tod ist ja nach ihrer Meinung alles aus. Vor dem drohenden Ausbruch des Kommunismus schützten und schützen nicht Waffen und Strafgesetze. Das Christentum allein mit seinen versöhnlichen Lehren und göttlichen Gnadenmitteln kann die furchtbare Katastrophe abwenden, die auf den Trümmern aller bestehenden Ordnung in Kirche und Staat die blutrote Fahne der Gottlosigkeit und Barbarei aufzupflanzen droht. Gott behüte uns vor dem Kommunismus, der auch in unserer ach so demokratischen Bundesrepublik leise aber stetig seinen Einzug hält. Deshalb ausdrücklich: Keine Kommunikation mit Kommunisten und Sozialisten!

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Mit wem ich kommuniziere und mit wem nicht soll bitte meine Entscheidung bleiben. Nur so viel vielleicht: Jesus hat nicht gesagt „Geht in alle Welt und schweigt alle an, die schlechte Ideen propagieren“. Die paar Kommunisten, die ich wirklich kennengelernt habe, entsprechen Ihrer Beschreibung durchaus nicht – auch wenn ich mit Ihnen über die Verkehrtheit des Kommunismus einig bin.

  2. Matthias Hergert schreibt:

    Liebe Claudia Sperlich, ich wollte Ihnen bezüglich meines Vorschlags nicht zu nahe treten, aber wer aufzählt muss mit Ergänzungen rechnen. Natürlich ist es Ihre Entscheidung, mit wem Sie sprechen. Trotzdem will ich nochmals daraufhinweisen, dass ich das Teuflische im Kommunismus und Sozialismus für überaus gefährlich halte, vielleicht sogar gefährlicher als vieles, wass heute als rassistisch oder als Nazi bezeichnet wird. Sie mögen nur ein „paar Kommunisten“ kennengelernt haben, das entschuldigt Sie. Ich habe 1 1/2 Jahre unter der „DDR“-Herrschaft in Bautzen gesessen, in der „gelben Hölle“, durfte als Kind in der Schule an kaum einer Veranstaltung oder Freizeit teilnehmen, da ich der einzige in der Klasse war, der nicht bei den „Pionieren“ war, später „FDJ“. Natürlich war für mich als Christen kein Schulabschluss, schon gar kein Abtitur und damit auch kein Studium möglich. Nach verweigertem Militärdienst durfte ich zu den Bausoldaten gehen: 12 Stunden am Tag von Hand Schützengräben ausheben und den Rest des Tages Drangsal und Erniedrigung erleben. Später wurde ich nach unendlich vielen Verhören und Drohungen meine Familie betreffend – wie oben erwähnt – wegen „Versuchtem ungesetzlichen Grenzübertritts“ in die „DDR-Knast-Hölle“ verfrachtet. Es waren in meinem Leben also mehr als nur „ein paar Kommunisten“. Jetzt könnte das Argument kommen: Ach, wir haben ja unsere katholische Kirche! Das mag heute oder vielleicht immer in der Bundesrepublik so gewesen sein, aber nicht in meinem Fall auf der anderen Seite. Mein Gemeindepfarrer – so stellte es sich später heraus – war IM beim Staatssicherheitsdienst. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie er mit meinen Beichten umgegangen ist. Und später, als meine Fluchtgedanken und meine Einstellung zu dem Staat bekannt wurden, bin ich von Mitarbeitern der Kirche ausgelacht worden, da ein konformes Verhalten dem Regime gegenüber üblich geworden war. Durch diese Erlebnisse weiß ich: „Du musst dich entscheiden: entweder für Gott oder für die Welt und in diesem Fall für die kommunistische, entweder für Christus oder für den Teufel. Ein ernstes furchtbares Entweder-Oder, denn es entscheidet über eine glückselige oder unglückselige Ewigkeit. Dienst du der Welt mit ihren Ideologien oder dem Satan, so wird ewige Finsternis und Hölle dein Anteil sein. Dienst du aber Gott, so wird dir ewige Himmelsfreude beschieden. Leben und Tod ist dir vorgelegt. Wähle das Leben.“ Dies sind Gedanken, die ich an mich selbst richte. Mit Verlaub. Nichts für ungut. Nur so viel zu Ramelows Meinung: „Die „DDR“ war kein Unrechtsstaat!“ Kommunismus ist nach meiner Beurteilung ebenso gefährlich und religionsfeindlich wie der Nationalsozialismus. Die Nazis haben 6 Millionen Juden ermordet. Die Kommunisten in ihrer Zeit bis jetzt ca. 100 Millionen Menschen. Dies soll kein Aufrechnen des Negativen sein. Aber es soll deutlich machen, wer da in unserem Bundestag und in unseren Landesregierungen neuerdings den Ton angibt und durch jede Talkshow gejagt wird. Natürlich haben wir als Christen kein Redeverbot, aber eben kein Redeverbot, wenn es entweder um Kommunisten oder um sogenannte Neonazis oder Rassisten geht. Alles Gute – Matthias Hergert

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Lieber Herr Hergert, bitte lesen Sie meinen letzten Kommentar vollständig. Ich sage darin:
      Die paar Kommunisten, die ich wirklich kennengelernt habe, entsprechen Ihrer Beschreibung durchaus nicht – auch wenn ich mit Ihnen ÜBER DIE VERKEHRTHEIT DES KOMMUNISMUS EINIG BIN.
      Schicksale wie das Ihre kenne ich tatsächlich nur vom Hörensagen – womit ich meine: aus Berichten, teilweise auch von Menschen, die ich gut kenne und zu meinen Freunden zähle. Aus eigener Erfahrung als Bloggerin kenne ich „nur“ die jahrelange Belästigung, einschließlich Mißbrauch meines Namens und nächtlichen Telephonterror, durch einen Nazi sowie widerwärtige bedrohliche Äußerungen von Antifas und eher harmlose, aber auch lästige, weil unbeirrt kirchenfeindliche Kommentare von sektiererischen Seiten. Erfahrungen außerhalb des Internet habe ich übrigens auch schon gemacht, und da kann ich zum Beispiel sagen: einen ausgesprochen freundlichen und hilfsbereiten Neopaganen habe ich ebenso kennengelernt wie ein neopaganes Paar, das mir mit Mord drohte, weil ich einen Kreuzanhänger trage. Ähnlich mit Menschen, die sich als Kommunisten bezeichnen: da gibt es die Fürchterlichen, unter denen Sie und viele andere leiden mussten, da gibt es die strunzdummen, die jetzt sagen, es war alles gar nicht so schlimm – und da gibt es (wohl eher im Westen) die, die den real existierenden Kommunismus schlecht finden, aber das strukturell Böse darin nicht erkennen und meinen, es müsse Wege zu einem menschenfreundlichen Kommunismus geben. Bitte hyperventilieren Sie an dieser Stelle nicht. Ich habe ausdrücklich nicht gesagt, daß diese Menschen recht haben. Ich habe nur selbst erlebt, daß das Gespräch mit solchen Leuten (zumindest einigen davon) möglich ist.

      Ich habe aber auch gelernt, daß man mit bestimmten Typen schlicht nicht reden kann. Es geht nicht. Man kann einem Menschen, der überzeugt ist, daß Katholiken Teufelsanbeter sind oder habituell Hexen verbrennen oder der Gesellschaft (sei sie nun sozialistisch, kommunistisch oder nationalsozialistisch oder wie auch immer) schweren Schaden zufügen, als Katholik nicht reden. Das und nichts anderes habe ich oben sagen wollen. Eigentlich wollte ich es auf eine humorvolle Weise tun, aber mit dem Humor habe ich in den letzten Stunden schlechte Erfahrungen gemacht. Ich werde ihn aufgeben.

      • Claudia Sperlich schreibt:

        Und noch etwas. Wenn Sie in der Antifa jemanden finden, der nicht extrem aggressiv gegen Religion ist (und in der Regel auch entsprechend agiert), sagen Sie es mir bitte. Ich kenn diesen einen nicht.

  3. akinom schreibt:

    Ich wünsche mir eine Auseinandersetzung auf diesem Niveau in Kirche, Politik, Internet und wo auch immer. Im Gebet verbunden

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