Zum heutigen Marienfest

Unbeflecktes Herz Mariä
Melodie: GL 482 – Die Kirche steht gegründet

(andere Melodievorschläge: GL 395 – Den Herren will ich loben; GL 418 – Befiehl Du Deine Wege; GL 465 – Das Jahr steht auf der Höhe)

Maria voller Gnaden, dein Herz in Gottes Licht
ist ohne jeden Schaden, die Sünde trübt es nicht.
Dein Herz ist voller Güte und ohne Dunkelheit,
wie eine Rosenblüte bewahrt in Ewigkeit.

Du hast dem Herrn gesungen als herzenstreue Magd.
Vom Leidensschwert durchdrungen blieb dein Herz unverzagt.
Als du den Sohn gefunden, hat dich Sein Wort berührt.
Sein Leid und Seine Wunden hat dein Herz auch gespürt.

Dein Herz voll Gottesliebe schlägt für die Christenheit.
Du bist wie Blütentriebe in kalter, dunkler Zeit,
du führst auf Blumenpfaden uns ins gelobte Land:
Du Mutter ohne Schaden, zeig uns des Sohnes Hand.

© Claudia Sperlich

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Heidewitzka!

Als katholische Bloggerin bin ich von Zeit zu Zeit mit unschönen Kommentaren konfrontiert.

Hier haben schon Neuheiden und Neonazis kommentiert – jeweils nicht lange. Ein paarmal habe ich mich sogar auf Diskussionen mit utilitaristischen Sonderlingen eingelassen, aber das ist fruchtlos und unterbleibt nun.

Es geht immer noch eine Stufe absurder. Heute erreichte mich der Kommentar eines Menschen, der sich ausdrücklich als Christ bezeichnet und den ich ausdrücklich hier nicht zulasse. Zu meinem Beitrag Fronleichnam 2020 schreibt er:

Heilige Messen sind überflüssig. Spirituelles Heilen und Mystik müssen gefördert werden. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

Nun, den Gefallen, Deine Seite hier zu verlinken, tue ich Dir nicht, Christseinwollender. Aber damit klar ist, worum es Dir geht, verweise ich hier auf Kathpedia und hier auf Wikipedia. Ich vermute, der Wikipedia-Artikel ist weitaus genauer als die Gedankengebäude der Theosophen unserer Zeit.

Mit Neuheiden kann ich übrigens gerne reden, solange sie meine Religion nicht beleidigen – das habe ich damals bewiesen.
Mit Nazis, Antifas, Utilitaristen und Theosophen bin ich nicht bereit zu kommunizieren. Sie mögen mir allesamt (und bitte nur virtuell) den Buckel runterrutschen.

Was immer Theo soph, ich trink das Zeug nicht.

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Fronleichnam 2020

Wir werden auch diesmal
das Tantum ergo singen,
und feiern die Gegenwart des Herrn.

Wir werden auch diesmal
den Leib des Herrn empfangen
und in uns aufnehmen: Lebensbrot.

Wir dürfen Ihn diesmal
nicht durch die Straßen tragen
mit Blumen, Fahnen, Spiel und Gesang.

Ich will Ihn immer
in meinem Herzen tragen
und zu den Menschen tragen mein Herz.

Seid Baldachine
und Chöre und Kapellen,
schaut froh und festlich auf diese Welt!

Wir Christusträger
können vor allen Menschen
strahlen vor Freude und Seligkeit.

Wir Christusträger
zeigen die frohe Lehre
durch unsre Freude der ganzen Welt.

© Claudia Sperlich

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Blick auf die Marienkirche

St Marien in Friedenau ist eine der schönsten Kirchen Berlins. Dort kann man auch sehr gut auf einer Bank sitzen und ein Rosenbeet betrachten. Oder photographieren.

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aureo atro: the year that was not – Musik zu Coronazeiten

Der Priester, Blogger, Lyriker und Komponist Alipius Müller hat in ein eindrucksvolles Stück komponiert: the year that was not – „das Jahr, das nicht stattfand“. Es gehört, wie bei ihm üblich, in die unscharf umrissene Kategorie Indie, und beschreibt Einsamkeit, Schrecken und Hoffnung mit den Mitteln des Independent Rock.

Der Anfang klingt wie Wind in leeren Straßen; ich habe dabei die schauerliche Schlußszene des Films On The Beach / Das letzte Ufer vor Augen, wo fromme Flugblätter durch die menschenleeren Straßen wehen und das Transparent „There is still Time Brother“ sich über einen verödeten Platz spannt. (Die Szene gewinnt übrigens sehr, wenn man die Filmmusik aus- und Alipius Müllers neues Stück anschaltet.)

Es folgen vollere Klänge, eine kleine Melodie, die sich in Abwandlungen wiederholt und wächst, und die musikalische Beschreibung einer noch hilf- und ratlosen Aktivität, aber doch mit satteren und hoffnungsvolleren Klängen unterlegt. Der Wind weht dabei weiter. Nach einer Art qualvollem Stöhnen beginnt der letzte Abschnitt des gut fünfminütigen Stückes mit Klängen, die zum Titel des Albums passen: aureo atro – dunkelgolden. Ich höre eine in allem Chaos dieser Welt unverwüstliche Hoffnung und Tatkraft, vor allem aber das Vertrauen: Gott wird am Ende alles gut machen. In der Hinwendung zu Gott wird das Leben mitten in Unsicherheit, Schrecken und Leiden schön, golden und ruhig.

Hier ist das Stück.
Über die Kompositionen des Herrn Alipius habe ich schon hier und hier geschrieben, und ich merke wieder mit wachsendem Staunen: diese Musik geht mich an, berührt und bewegt mich.

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Dreifaltiger Gott und Blumengeschöpfe

Gott Vater hat die Rosen geschaffen (und Fingerhut, Campanula, Geranium und noch viel mehr).
Der Sohn hat uns lieben gelehrt – fand Blumen schöner als Salomos Prachtgewänder und wurde einst für einen Gärtner gehalten.
Der Heilige Geist beflügelt Gärtner und Rosenzüchter (und Blogger und Hobbyphotographen usw.).

Dem Dreieinen Gott danke ich für diese frühsommerliche Pracht!

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Zum Sonntag Trinitatis

Mit dem Dreieinen gehen
Melodie: Herr, ich bin Dein Eigentum (GL 435/EG 621)

Wohin führt mich Deine Hand,
Ob auf grüne Wiesen,
Ob durch heißen Wüstensand,
Vater, sei gepriesen!
Gleich wie steil,
Mir zum Heil
Sind all Deine Pfade.
Vater, Du bist Gnade.

Wenn ich in die Irre geh,
Bleib an meiner Seite.
Wenn ich ratlos stille steh,
Führe mich ins Weite.
Wo Du bist,
Jesus Christ,
Dahin will ich gehen.
Lehr den Weg mich sehen.

Gib mir Kraft, zu überstehn
Wasserlose Zeiten,
Muss ich über Dornen gehn,
Lass mich nicht verleiten.
Heilger Geist,
Der mich weist,
Lasse mich erspüren,
Wohin Du willst führen.

© Claudia Sperlich

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Sommerblumen

Ich habe mir endlich einen neuen Photoapparat geleistet. Den Rosenmond kann ich nicht einfach nur mit dem Tablet photographieren!

Ein wunderhübscher tiefvioletter Korbblütler blüht auf meinem Balkon – eine besondere Freude, nachdem die Hörnchen und Vögelein in gemeinschaftlicher Arbeit die kaum aufgegangene Saat bienenfreundlicher Blumen als Vorspeise zu sich genommen haben. Dies violette Blümchen hatte ich im vorigen Jahr gepflanzt und über den Winter völlig vergessen.

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Die erste Rose eines seit Jahren treu blühenden Strauches macht sich gut neben den Margeriten.
Rose_und_Margeriten

Und diese zwei Rosen lassen eine der unzähligen Geranien erblassen.
Rosen_und_Geranie

Den Umgang mit dem neuen Apparat muss ich noch lernen, aber ich bin sicher, in Zukunft wieder öfter Bilder zu zeigen. Der schöne Rotfuchs, den ich heute früh sah, stand genau so lange vollkommen still und guckte mich an, bis ich die Kamera in der Hand hatte – so sind sie eben, die Füchse, Eichhörnchen, Vögel usw. Aber es gibt ja noch Blumen, Bäume und Häuser.

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Dichterisches Zufallsprodukt

Da finde ich zufällig einen interessanten Zeitungsartikel über Zikaden, verlinke ihn auf facebook, ein Freund setzt einen wortspielerischen Vierzeiler darunter, und was passiert? Ich erinnere mich an eine Wanderung von vor etwa vierzig Jahren und schreib ein Gedicht.

Zikaden

Einstmals, in Italiens Auen
Kunst und auch Natur zu schauen,
wanderte ich froh allein.
Abends fand ich keinen Hafen,
legte mich im Grase schlafen,
und ich schlief auch wirklich ein.

Als ich in der Nacht erwachte
von dem Krach, den etwas machte,
nur aus Büchern mir bekannt,
fand ich’s vorerst recht erfreulich,
aber bald schon ganz abscheulich,
phantasielos und genant.

Da beschloss ich, aufzustehen
und woanders hinzugehen,
und so wandert‘ ich bei Nacht,
vom Gezirp mich zu entfernen,
hochromantisch unter Sternen,
und hab still bei mir gedacht:

All das neunzehnte Jahrhundert
hat den lieben Mond bewundert
nur, weil die Zikaden schrein.
Wär’n sie wie der Mond so stille,
aller deutschen Dichter Wille
ließe Nacht und Mond allein.

Hoch solln die Zikaden leben!
Durch sie wurde uns gegeben
manches schöne Lied vom Mond.
Ohne dies entnervend‘ Pfeifen
durch Italien tags zu streifen
hätte schließlich kaum gelohnt.

© Claudia Sperlich

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Komm, Heilger Geist

Melodie: Du lässt den Tag, o Gott, nun enden (GL 96)

Komm, Heilger Geist, mit Sabbatfrieden
erfüll mich, wenn ich zornig bin,
und hab ich mich von Dir geschieden,
dann leuchte mir zu klarem Sinn.

Wenn ich in meinem Groll verharre,
dann hilf mir auf der Sanftmut Steg,
wenn ich auf alte Sünden starre,
dann zeig mir Jesu neuen Weg.

Sei Du das Licht in meinem Leben,
wenn Irrlicht mich verleiten will.
Dann wird mein Zweifelherz sich geben
in Vaters Hand und wird dort still.

© Claudia Sperlich

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