Mir langt das jetzt mal mit den Zwonull-Mariechen, den ewigen Forderungen nach Priesterinnen und nach der Aufgabe moralischer Grundsätze. Es langt mir!
Neulich bejubelte die Kirchenzeitung Aachen eine Aktion im Kielwasser dieser Bewegung, bei der ganze 250 Frauen und Männer in Mönchengladbach für eine „geschlechtergerechte“ Kirche demonstrierten, indem sie sich in Form des Venus-Zeichens (Kreis mit Kreuz darunter) aufstellten. Das ist eine kleine, aber symptomatische Aktion. Die Mariazwonullerinnen sind durchaus weiter aktiv. Von zahlreichen Geistlichen, auch Bischöfen, wird diese Bewegung unterstützt.
Es geht angeblich um Gleichberechtigung. Dabei wird so getan, als dürften Frauen in der Kirche schier gar nichts. Als gäbe es keine Katechetinnen, keine Rendantinnen, keine Pfarrsekretärinnen, keine Theologinnen (mit und ohne Lehrstuhl), keine Ordensschwestern und -gründerinnen, keine weiblichen Vorsitzenden katholischer Vereine. Als hätten katholische Mütter, Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen, Forscherinnen usw. nicht ganz erheblichen Einfluss auf die Kirche – unter anderem den, ob mündige und gebildete Katholiken von ihrer Religion noch Gebrauch machen oder nicht.
Es geht immer wieder darum, daß Frauen „nicht dienen“ wollen, daß sie an der „Macht“ teilhaben wollen. Nun sind Christen geschlechtsübergreifend dazu verpflichtet, zu dienen. Macht ist in der Bibel (AT und NT) keine legitime Befugnis des Menschen.
Zugleich wird in dieser Bewegung immer wieder eine Abkehr von der katholischen Sexuallehre gewollt, bis hin zur freien Verfügbarkeit der Frau (das bedeutet nämlich Sex außerhalb der Ehe in Wirklichkeit), und ich fürchte, in Teilen dieser Bewegung selbst bis hin zur freien Verfügbarkeit des Lebens Ungeborener. Mich kotzt das an.
Es wird immer klarer, daß gewisse Teile des deutschen Katholizismus eine deutsche Sonderkirche wollen mit Verehrung einer Maria, die sich irgendwo zwischen Muttergottheit und sozialistischer Vorsitzender bewegt und mit einem Jesus, der alles OK findet, wenn wir es nur wirklich gerne machen.
Zwar fürchte ich, daß die Abspaltung einer Feministischen Laissez-Faire-Kirche nicht mehr aufzuhalten ist, es sei denn, der Herr kommt vorher wieder (also sehr bald, worauf ich auch aus anderen Gründen hoffe). Aber selbst wenn es zu einer Spaltung kommt, wird die Römisch-Katholische Kirche nicht untergehen.
Ihr fordert das Recht, Priesterinnen zu werden? Fordert Ihr nur. Ich aber bitte um die Möglichkeit ungestörter Gottesdienste für lehramtstreue Katholiken. Die Versuche der Zweinullerinnen, Messfeiern für ihre Forderungen und Demonstrationen zu missbrauchen, haben daher zu unterbleiben. Wer sich immer wieder auf den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes beruft, darf ruhig auch mal das im selben Grundgesetz verbriefte Recht auf ungestörte Religionsausübung zur Kenntnis nehmen. Sich in irgendeiner Form auf irgendeine Straße – sofern sie nicht der Kirche gehört – zu stellen, ist natürlich erlaubt, aber dabei kirchenferne Aussagen zu treffen und sich zugleich als die eigentlich wahre Kirche zu gerieren, ist peinlich doof.
Wer unbedingt ein Schisma will, solls halt machen, aber dann auch ganz. Dann redet auch nicht mehr mit uns und auf uns ein. Tut nicht so, als wärt Ihr die Kirche. Baut Eure eigenen Tempel und nennt sie nicht katholisch. Lasst uns in Ruhe, Ihr Frauen und Männer und Diverse von Maria 2.0 und Umgebung.


