Kreuzerhöhung

Kreuzerhöhung
Melodie: Singt dem König Freudenpsalmen

Jesus ist für uns gegangen
durch die Folter, Hohn und Spott.
Einsam litt in Todesbangen
der Lebendige, der Gott.
Den Gerechten zu ermorden,
ragt das Kreuz in Weltennacht.
Da ist Lebensbaum geworden,
was zur Todesqual erdacht.

Alle Todesschatten schwanden,
Gott erweckte seinen Sohn.
Unser Herr ist auferstanden,
und das Kreuz ist Jesu Thron.
Alte Schulden sind vergeben,
jeden reißt Er aus dem Tod!
Als ein Zeichen für das Leben
ragt das Kreuz im Morgenrot.

Jesu Kreuz stellt tausend Fragen,
gibt die Antwort gleich darauf.
Jesu Liebe will uns tragen,
Jesus trägt uns Liebe auf.
Nur die Liebe kann erreichen
allen Lebens Ziel und Sinn.
Als das größte Liebeszeichen
weist das Kreuz auf Jesus hin.

aus: Lass mich bekennen Deine Mandelblüte. Gedichte, tredition 2015

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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Eine Antwort zu Kreuzerhöhung

  1. akinom schreibt:

    „Jesus ist für uns gegangen
    durch die Folter, Hohn und Spott.“

    Das Kreuz nicht scheuend folgen mutig ihm die Lebensschützer und ernten dafür Fakenews, Hass, Hohn und Spott.

    Sie weisen hin auf die eherne Schlange an der Fahnenstange, bei deren Anblick die Israeliten von tödlichen Schlangenbissen geheilt worden waren. Sie sind das Zeichen für den„Eid des Hippokrates“ mit dem Ärzte sich zum Lebensschutz verpflichten.

    „Weder durch Lob noch durch Furcht“ war der Wahlspruch des seligen Kardinals von Galen an den Angelika Prokopp-Hippen in ihrem „Kreuzweg für Ungeborene erinnert. Ich zitiere aus seiner Predigt vom 3. August 1941 in der Lambertikirche zu Münster:

    „Jerusalem, Jerusalem, wie oft wollte ich deine Kinder versammeln wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel sammelt. Aber Du hast nicht gewollt!“ (Lk 13,34)

    „Du hast nicht gewollt. Ich, dein König, dein Gott, ich wollte. Aber du hast nicht gewollt. Wie geborgen, wie behütet, wie beschützt ist das Küken unter den Flügeln der Henne: Sie wärmt es, sie nährt es, sie verteidigt es. So wollte ich dich beschützen, behüten, gegen jedes Ungemach verteidigen.“

    „Ich wollte“ Du hast nicht gewollt! Darum weint jesus, darum weint dieser starke Mann, darum weint Gott. Über die Torheit, über das Unrecht, über das Verbrechen des N i c h t w o l l e n s.“

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