Für das Leben!

Am Sonnabend, 21. September 2019, findet der 15. Berliner Marsch für das Leben statt.

Ein schöner Auftakt zu diesem Tag ist das Requiem für die Ungeborenen in St. Marien, Behnitz 9, 13597 Berlin (Spandau), um 10.00 Uhr.

Der Marsch für das Leben beginnt um 13.00 Uhr mit der Kundgebung vor dem Reichstag in Berlin (Platz der Republik, 10557 Berlin). Anschließend geht es höchstens 5 km weit und barrierefrei durch Berlin. Zum Abschluss findet ein Ökumenischer Gottesdienst statt. Die Veranstaltung endet gegen 17.30 Uhr.

Ich werde auch diesmal wieder mit grüner Ordnerweste dabei sein. Mir ist der Schutz jedes Menschenlebens ein Anliegen. Ich meine damit: jedes Menschenlebens, ausnahmslos. Nicht nur jener Leben, die uns irgendwie nützlich sein könnten oder uns besonders gefallen. Ich finde deshalb auch viele Werbungen für das unbedingte Lebensrecht zwiespältig, wenn sie betonen, daß Menschen mit besonderen Schwierigkeiten liebenswert und möglicherweise auch ungeahnt tatkräftig sind. Das ist schön, aber das ist nicht alles.

Zum einen betreffen die meisten Abtreibungen völlig gesunde Menschenkinder. Zum anderen hat ein Mensch auch dann ein absolutes Lebensrecht, wenn er entstellt ist und für immer ein Pflegefall bleibt, oder wenn er ab Geburt nur wenige Stunden oder Tage zu leben hat.

Mein Einsatz für das absolute Recht auf Leben hat nichts mit Sentimentalität zu tun. Ich gehe auf die Straße, weil ich der um sich greifenden lebensfeindlichen Einstellung, man müsse „das“ doch „wegmachen“ dürfen, entgegenhalten will: Nein, man darf einen unschuldigen Menschen nicht umbringen, ganz gleich, wie ungelegen er kommt.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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4 Antworten zu Für das Leben!

  1. akinom schreibt:

    Lieber Grüne Ordnerweste als Lila Stola!
    Ein „Requiem für die Ungeborenen“ ist wirklich ein schöner Auftakt!“ Er schließt sicher auch das 5. Enkelkind meiner jüngsten Tochter mit ein, die das Ungeborene in den ersten Schwangerschaftswochen verloren hat. Unter einem Apfelbäumchen im eigenen Garten wurde Baby Hanna begraben und ein Kerzchen angezündet. Thilo freut sich, das er nun nicht mehr der Jüngste der Familie ist. Mein Mann und ich gedenken unseres jüngsten Enkelkindes auf dem uralten Familiengrab in Dülmen. Dort sind u.a. meine Patentante Hedwig und meine Cousine Bärbelchen bestattet. Das totgeborene Bärbelchen hatte Tante Hedwig getauft und heimlich bestattet. Sicher nehmen Bärbelchen und Baby Hanna am Marsch für die Ungeborenen vom Himmel aus ganz aktiv teil. Ich werde im Herzen daran teilnehmen beim Gebet des „Rosenkranzes der Ungeborenen“ mit den Tränenperlen der Gottesmutter. Heute ist der Gedenktag der Schmerzen Mariens. Sicher ist der Kindermord der Ungeborenen ein scharfes Schwert, das ihr durch die Seele dringt.

  2. akinom schreibt:

    Noch ein Fundstück zum Thema:
    14 September 2019, 10:45
    Erzbistum Berlin dementiert Fake-News über Erzbischof Koch

    Ein klares Dementi äußert Pressesprecher Förner gegenüber kath.net über die Behauptung, wonach Koch Schirmherr von Pro-Abtreibungs-Katholiken geworden wäre: „Unterstellung“. Von Petra Lorleberg

    Berlin (kath.net/pl) „Für Erzbischof Koch und das Erzbistum Berlin kann ich folgendes sagen: Gegen die Unterstellungen, die die genannte Fakeseite verbreitet, behalten wir uns rechtliche Schritte vor.“ Das antwortet der Pressesprecher des Erzbistum Berlin, Stefan Förner, auf kath.net-Anfrage. Zuvor hatte einen Internetseite namens „Catholics for Choice“ [Übersetzung dem Sinn nach: Katholiken für Wahlfreiheit bei Abtreibung) behauptet, dass sie den Berliner Erzbischof Heiner Koch als Schirmherr gewonnen hätten und dass die Pro-Life-Veranstaltung „Marsch für das Leben Berlin“ sich nun inhaltlich neu orientieren würde. Koch wurde mit blumiger Argumentation als Befürworter der Wahlfreiheit (und damit letztlich als Befürworter von Abtreibungen) dargestellt, außerdem versuchte man den Sinngehalt der Pro-Life-Kundgebung zu verwässern. Erzbischof Koch hatte 2016 bereits selbst als Teilnehmer und Redner die Pro-Life-Botschaft des „Marsches für das Leben“ unterstützt, aus dem Erzbistum war auch Weihbischof Matthias Heinrich schon unter den Teilnehmern und Rednern gewesen.

    Der Marsch für das Leben Berlin wird dieses Jahr am 21. Septemter stattfinden. Drei katholische Bischöfe haben dankenswerterweise bereits ihre Teilnahme angekündigt: Rudolf Voderholzer/Regensburg und Stefan Oster/Passau sowie Weihbischof Florian Wörner/Augsburg, kath.net hat berichtet.

    Die „katholischen“ Befürworter der Abtreibungsmöglichkeit hatten in ihren Fakenews wörtlich behauptet: „‚Catholics for Choice‘ lädt ganz herzlich zum 15. Marsch für das Leben am 21. September 2019 in Berlin ein. Dieses Jahr beginnt eine neue Ära in der Geschichte der deutschen Lebensschutzbewegung. Im Mittelpunkt der Demo steht diesmal nicht nur das Thema Abtreibung. Erstmals wird auch ein klares Bekenntnis zur Entscheidungsfreiheit der Mutter im Schwangerschaftskonflikt abgelegt. Gott sei Dank hat sich bei den Initiatoren des Marsches endlich die Erkenntnis durchgesetzt, dass sich die Positionen ‚Pro-Life‘ und ‚Pro-Choice‘ nicht gegenseitig ausschließen, sondern wechselseitig bedingen. Denn Lebensschutz kann es nur mit der Schwangeren geben und niemals gegen sie. Deshalb kann die Entscheidung auch nur bei ihr liegen. Niemand vertritt die Interessen ihres ungeborenen Kindes besser als sie. Sie muss mit ihrer Entscheidung leben.“ Inwieweit ein Kind, das aufgrund der „Wahlfreiheit“ der Mutter durch Abtreibung starb, dann mit der Entscheidung der Mutter „leben“ kann, wurde nirgends thematisiert. kath.net hatten ausgesprochen viele protestierende Zuschriften zu dieser Unterstellung erreicht.

    Der „Bundesverband Lebensrecht“ (BVL) als Organisator des Marsches für das Leben Berlin hat inzwischen ebenfalls mit einer Klarstellung reagiert. „Der Bundesverband Lebensrecht tritt beim Marsch für das Leben am 21. September in Berlin wieder für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie ein“, schreibt die BVL-Vorsitzende Alexandra M. Linder in einer Presseaussendung. „Das schließt jegliche Zustimmung in Richtung Abtreibungsbefürwortung aus. Unsere Position zum Schwangerschaftskonflikt ist es, eine Lösung zu finden, mit der das Selbstbestimmungsrecht und das Lebensrecht der Mutter und des Kindes gleichermaßen gewahrt werden.“ Seitens des BVL freue man sich „über alle Teilnehmer, die wie wir uneingeschränkt für jedes Leben von der Zeugung bis zum Tod am kommenden Samstag nach Berlin kommen“.

    Über die Organisation „Catholics Pro Choice“ erläutert der BVL: Diese Organisation, „die auf einer neuen Internetseite angeblich zur Teilnahme am Marsch für das Leben aufruft und in den USA Abtreibung als Frauenrecht vertritt und unterstützt, ist in Deutschland bisher unbekannt, ebenso wie die dort genannte verantwortliche Person“.

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Ich habe davon gelesen – allerdings die originale verleumderische Aussage nicht gefunden, überhaupt keine deutschsprachige Seite „Catholics for Choice“. Die englischsprachige Seite ist allerdings aktiv und sehr, sehr dumm.
      Allerdings heißt das nicht, daß es diese Verleumdung nicht gibt – vielleicht ist sie ja auch nach Klageandrohung vom Netz genommen. Vielleicht finde ich es noch heraus.

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