Steile Mail und steile Kurve

Am 15. August erhielt ich eine gar verwunderliche Mail über das Kontaktformular meines Blogs. Ich habe lange überlegt, ob ich dem Autor oder der Autorin (das Geschlecht geht aus dem Schreiben nicht hervor) antworte. Nun will ich nicht, daß dieser Mensch meine Mailadresse bekommt. Aber ein so bemerkenswertes Schreiben verdient schon eine Reaktion. Also auf diesem Wege.

Sehr geehrte Frau Sperlich,
Sie behaupten gegen Abtreibung zu sein, stimmen aber in den Tenor der Abtreiberterroristen mit ein, wenn es um die Coronademonstration geht. Sie behaupten, wieder besseren Wissens, dass es nur 17000 gewesen seien.

Sie beziehen sich auf mein Gedicht, in dem ich nach erstem Kenntnisstand von 17.000 Irren schrieb. In einem kurze Zeit später veröffentlichten Blogartikel schrieb ich von 20.000 Demonstranten, was der polizeilichen Schätzung entspricht. Rückblickend kann ich sagen: vielleicht waren ja bis zu 3000 Teilnehmer nicht vollkommen durchgeknallt. Dann stimmt beides. Nebenbei: wider (ohne e) zieht den Akkusativ nach sich.

Daß Sie mich mit Abtreibungsbefürwortern in einen Topf werfen, macht Sie im Prinzip diskussionsunwürdig. Der Gedankengang „Es gibt Abtreibungsbefürworter, die die Größe dieser Demonstration recht gering einschätzten – die Sperlich schätzt ähnlich – also muss die Sperlich Abtreibungsbefürworter sein“ ist von besonderer Unlogik. Aber da ich schon einmal dabei bin, gehe ich auch auf den Rest Ihres Pamphletes ein. 

Nun, dank gut verfügbarer moderner Medien wie z.B. Handes und Smart Phones mit Kamerafunktion ist diese Lüge sehr leicht zu durchschauen. Es waren viel mehr, ich weiss es aus allererster Hand.

Dank moderner Technik ist klar, daß es nicht „1,3 Millionen“ waren, wie vom Veranstalter postuliert, sondern etwa 20.000. Man kann das leicht erkennen, wenn man die Luftaufnahmen von der Loveparade am gleichen Ort (ca. 1 Million Teilnehmer) und die der von mir harsch kritisierten Demonstration in jüngerer Zeit vergleicht. Man kann natürlich auch weiter behaupten, es seien dort 1,3 Mio. gewesen. Am besten noch mit dem (auch schon gehörten) Zusatz, diese 1,3 Mio. haben sich an die Abstandsregeln gehalten – was nicht einmal 20.000 möglich war.

Und wo bleibt denn die Explosion der Coronainfektionen, jetzt, zwei Wochen später?

Die Infektionskurve in Berlin steigt stetig. Vom 26. Juni bis zum 30. Juli war sie gegenüber der Zeit davor etwas flacher. Seit dem 1. August ist sie wieder steiler, seit dem 10. August so steil wie im März.

Aktive Infektionsfälle (Infektionen nach Übermittlungsdatum an das LAGeSo abzüglich Genesene und Verstorbene) in Berlin: 1. August 468; 17. August 772. Berlin-Mitte ist dabei nicht nur von allen Berliner Bezirken am stärksten betroffen, sondern steht bundesweit an zweiter Stelle.

Berlins Fallzahlen insgesamt (also sämtliche Corona-Infektionen – auch die noch bestehenden aus dem Vormonat – und der Todesfall dieses Monats an Corona, zum Glück derzeit wirklich nur einer) sind noch höher: 1. August 9318; 17. August 10318.

Genesungen (Schätzwert, da Genesung nicht meldepflichtig ist): 1. August 8627; 17. August 9322. Hierbei ist zu beachten, daß „Genesung“ nicht unbedingt bedeutet „Patient ist wieder gesund“, sondern nur „nicht mehr krankenhauspflichtig, nicht mehr infektiös, kann wieder krauchen“ – zahlreiche Betroffene haben bleibende Schäden. Nach derzeitigem Kenntnisstand können dabei alle Organe, nicht nur die Lunge, betroffen sein. Ja, auch das Hirn – und hier habe ich Mühe, mir eine bissige Bemerkung zu verkneifen.

Inzidenz (also Erkrankungen pro 100.000 Einwohner) in Berlin: 1. August 8,7; 17. August 15,36. Im gleichen Zeitraum stieg der 7-Tages-Durchschnitt von 7,23 auf 14,18 (Schätzwerte).

Quelle

In sage und schreibe einem Landkreis in Bayern sind es mehr als 50 pro 100000 Erkrankte, und das, wo sie fast wieder überall Urlaub machen dürfen, völlig gleichgültig, was diese Länder gegen Corona tun und was nicht, bzw. wie sie betroffen sind.

Dank strenger Vorschriften und einer Vielzahl von Menschen, die nicht so sind wie der Autor dieser Mail, sondern Vernunft walten lassen, ist es in Bayern besser geworden. Dank der Lockerungen kann es auch wieder schlimmer werden – wenn sich genug Leute zusammenfinden, die dem Betreffenden zustimmen. Daß die Zahlen jetzt noch nicht ganz katastrophal sind, mag auch daran liegen, daß die meisten Bayern gescheit genug sind, eben nicht wie blöd in Risikogebiete zu fahren.

Sind Sie eigentlich auch für die Maskenpflicht und Singeverbot in Kirchen, wo die Restaurantes wieder proppenvoll sind, und die Urlauber im Ausland sich darum bestimmt auch nicht scheren?

Masken sind in Kirchen derzeit empfohlen, nicht geboten. Da die meisten Kirchgänger vernünftiger sind als der Autor dieser Mail, langt das auch. Ich halte mich an die Empfehlung. Das Singverbot in Kirchen schmerzt mich, aber ich sehe es ein (und freue mich, daß es dem Kantor von der Empore aus erlaubt ist, zu singen, und daß unter Beachtung der Abstandsregeln auch wieder ein Konzert in meiner Heimatgemeinde stattfinden konnte.) Die vollen Restaurants machen mir einige Sorge, auch wenn ich nicht kategorisch gegen Restaurantbesuche bin – nur eben für Einhaltung von Abstandsregeln. Die Quittung für mangelnde Disziplin in Restaurants hat Berlin auch kürzlich bekommen – zahlreiche Neuinfektionen in einigen wenigen Restaurants, in denen nicht aufgepasst wurde.

Sie sind eine Heuchlerin, aber, dem Herrn Jesus Christus  und seiner jungfräulichen, unendlich weisen königlichen Mutter sei Dank, sehr leicht zu durchschauen.

Ich bin ganz sicher eine Sünderin – in diesem Punkt unterscheiden wir uns nicht. Heuchelei gehört nun gerade nicht zu meinen Hauptlastern, ich mache keinen Hehl daraus, daß ich Sie für einen Widerling halte, und auch nicht daraus, daß meine Hoffnung, Sie verstehen dies Posting, äußerst gering ist. Den Mißbrauch Jesu und Mariä verbitte ich mir.

Ich empfehle Ihnen nicht Mathäus 5, Sie sind ja nicht meine offizielle Feindin, sondern eine Heuchlerin, eine von der Art, die den Herrn Jesus Christus, ihren Bruder, ans Kreuz schlagen ließen, weil er ihre Heuchelei offenbar gemacht hat. So empfehle ich ihnen eher Jesaja 5, 18-20, bzw. den Judasbrief.

Danke. Immer wieder gut, die Bibel zu lesen. 

In diesem Sinne

Reden Sie mir nicht von Sinn. Davon verstehen Sie nichts.

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Tierpark Berlin

Vor kurzem war ich mit Freunden im Tierpark – hier einige Bilder, einfach um mal wieder zu staunen, was es für schöne Tiere gibt.

Eisbärmama beaufsichtigt ihr Kind beim Schwimmen.

Noch ein Bär, ungefährlich. Mein Patenkind hat ihm das Hütchen geliehen.

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Das Degu ist in Peru und Chile heimisch und ein Verwandter des Meerschweinchens.

Die Thüringer Wald-Ziege – das eindrucksvolle Fleckenmuster ist allerdings nur ein Schattenspiel vom nächsten Baum.

Kamele. Sie sehen immer so aus, als ob sie sich für was Besseres halten.

Elephanten – von mir konsequent mit ph geschrieben, das sind die größeren.

Chinesische Zacken-Erdschildkröte, Gebänderter Fidschi-Leguan, Blaugefleckter Baumwaran, Salomonen-Wickelschwanzskink und Grüner Baumpython. Allein schon diese Namen!

Hartmann-Bergzebras, Somali-Wildesel und Giraffen

Marabu und Stockente putzen sich, Flamingos stehen dekorativ herum, Sekretär macht schlapp.

Zwergzebu (immer noch groß genug, um ihm nicht feindlich begegnen zu wollen), Nellore-Zebu und Gayal (mit dem einleuchtenden deutschen Namen Stirnrind) sowie der Asiatische Wasserbüffel Kerabau.

Viel größer noch: Das Bison!

Viel kleiner, niedlich, aber spitzig-wehrhaft: Das Stachelschwein!

So schöne, lustige, niedliche, ehrfurchtgebietende, grandiose, herrliche Tiere! Und das ist nur ein kleiner Teil der Bewohner des Tierparks. Da geh ich wieder hin! Und mit diesen wunderbaren Freunden, für die ich sehr dankbar bin.

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Kräuterbuschen

Traditionell zum Hochfest Mariä Aufnahme werden Kräuterbuschen gebunden. Heuer habe ich das nicht zum ersten Mal gemacht, aber zum ersten Mal ist er wirklich hübsch geworden. Alle Pflanzen stammen von meinem Balkon:

Rose, violettes Blümchen, Salbei, Minze, Rosmarin. Die ebenfalls traditionelle Siebenzahl bekomme ich damit gerade noch nicht zustande, aber das finde ich nicht schlimm.

Duftet gut, sieht schön aus, erfreut mein Herz – und, wie ich glaube, auch ihres.

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Die „Kräuterweihe“ (eigentlich eine Kräutersegnung, da die Sträußchen hinterher nicht nur für kirchlichen Gebrauch sind) ist nach der Messe – wenn man nicht, wie ich, den Kräuterbuschen zu Hause vergisst. Wenn aber, wie heuer, dies Fest auf einen Samstag fällt, ist der Buschen bei der „äußeren Feier“ (dem selben Fest am folgenden Sonntag) immer noch ganz frisch und kann ohne Schwierigkeiten zur Kirche mitgenommen werden.

Und nun ist der Kräuterbuschen gesegnet und schmückt ein Marienbild (das von seinem Gewicht etwas schief hängt, aber das macht der Allerseligsten nichts aus).

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Blumen zu Marienfest und Weihe

Aufnahme Mariä, Weihe an das Herz Jesu, Weihe an das Unbefleckte Herz Mariä – da müssen Blumen her, und zwar viele. Ein Gang durch den Garten der Heilig-Kreuz-Kirche zeigt schon mal eine Malve und viele prachtvolle Hortensien.

Und dann gibt es noch einige Blümchen aus dem Vorgarten.

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Weihe des Erzbistums Berlin an das Herz Jesu und das Herz Mariä

Heute ist es soweit. Erzbischof Koch weiht das Erzbistum in einem feierlichen Gottesdienst den Herzen Jesu und Mariä. Der Termin ist passend gewählt: heute feiert die katholische Kirche auf der ganzen Welt Mariä Aufnahme in den Himmel.

Über die Weihe des Erzbistums Berlin habe ich schon mehrfach gebloggt. Hier noch einmal zusammengefasst:

Ein Artikel, warum eine solche Weihe überhaupt sinnvoll ist.

Eine Herz-Jesu-Andacht – passend auch an jedem Herz-Jesu-Freitag (dem ersten Freitag jedes Monats).

Eine Herz-Mariä-Andacht – passend auch zu Marienfesten (und gerade heute).

Ein Gedicht an das Herz Jesu.

Zwei Choräle – einer an das Herz Jesu und einer an das Unbefleckte Herz Mariä.

Ein Gedicht über die Herzen Mariä und Jesu.

Ich wünsche allen einen Tag voll herzensguter Begegnungen, herzlicher Freude und wo nötig herzerwärmenden Trostes.

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Eine Woche bis zur Weihe des Erzbistums Berlin!

Weihe des Erzbistums

Gottes Mutter, Tochter, Magd und Braut,
Dein Herz schlägt und ließ das Seine schlagen.
Sein Herz hat auf deines schon geschaut,
Eh du warst in deinen Erdentagen.

Sohn der Jungfrau, Herr und Gottesknecht,
Dein Herz schlägt, um alle zu erlösen.
Dein Herz machte ihres schon gerecht,
Eh sie kam in diese Welt des Bösen.

Herr und Magd und Himmels Königspaar,
Euren Herzen will ich mich ergeben.
Eure Herzen lieben immer wahr,
Seines ist und ihres zeigt das Leben.

Jesu und Marien Herz geweiht,
Wird das Erzbistum erfüllt mit Gnade.
Herr, mach jedes Herz für Dich bereit!
Jungfrau, zeig den Herzen ihre Pfade!

© Claudia Sperlich

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Meinen Gegnern

Kritiker waren es ja nicht, denn Kritik befasst sich mit dem Werk, nicht mit dem tatsächlichen oder vermeintlichen Charakter des Autors. (Die einzige echte Kritik kam von einem, der keinesfalls mein Gegner ist.)

Aber die Anwürfe interessieren mich gar nicht. Gekränkt hat mich nur eines: daß das so lustvoll zerfetzte Gedicht mehrfach als „Sonett“ bezeichnet wurde.

Da schreibe ich seit vielen Jahren Sonette und andere Gedichtformen, habe mehrfach erklärt, wie ein Sonett aufgebaut ist, nebenbei findet man das auch bei Wikipedia und anderswo – und dann nennen mehrere wütende Leser ein Gedicht aus drei vierzeiligen Strophen ein Sonett.

Um jetzt ein für alle mal klarzustellen, woran man formal ein Sonett erkennt, präsentiere ich meinen Lesern – den einen wie den anderen – gleich zwei.

Nach dem Sturm
zwei Sonette

Ich wünsch euch nicht, was jene kühn riskieren
Im Namen ihrer Freiheit von Gedanken.
Nur werden einige durch die erkranken,
Die jetzt nach Freiheit (nur der eignen) gieren.

Vielleicht wird mancher später sich bedanken
Bei jenen, die er heut vergleicht mit Tieren,
Wenn er sein Leben doch nicht muss verlieren,
Wenn er nur halb geheilt kann heimwärts wanken.

Ihr wollt Million sein? Ihr seid zwanzigtausend.
Zugleich wollt ihr die Abstandsregeln halten?
Schon zwanzigtausend gehn nur dicht an dicht.

Ihr seid zu viele, das erkenn ich grausend.
Doch könnt ihr längst noch nicht das Land verwalten.
Die meisten seid zum Glück ihr lange nicht.

*

Ich habe Ungefälliges geschrieben,
Da brach Empörung über mich herein.
Ich sei ein Schlafschaf, blind und dumm, gemein,
Durch meinesgleichen sei das Land zerrieben.

Und Katholiken, Pfingstler, Calvinisten
War’n endlich einig: Diese ist satanisch!
Mir schien manch Kommentar ein wenig manisch,
Mich irritierten diese frommen Christen.

Nur einer mahnte mich in Freundeszeilen,
Ich solle bei Matthäus 5 verweilen.
Das ist Kritik, nicht bloßes Kesseltreiben!

Doch dem, der niederträchtig mich genannt,
Erklär ich: oderint dum metuant!
Ich werde weiter ohne Rücksicht schreiben.

© Claudia Sperlich

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Verklärung des Herrn

Melodie: Aus meines Herzens Grunde

Mit Moses und Elias
Auf Bergeshöhen stand
Der Christus, der Messias,
Des Vaters Mund und Hand.
Sie haben den erkannt,
Der das Gesetz erfüllte,
Und Gott der Vater hüllte
Ihn in ein Lichtgewand.

Die Welt läßt sich betören
Durch alle Zeiten schon,
So kann sie viel zerstören –
Doch nicht den Gottessohn.
Sein freundliches Gebot,
Einander nur zu lieben,
Ist immer wahr geblieben
Und stärker als der Tod.

Ich will Dir Hütten bauen
In meiner Seele Raum,
Aus Liebe und Vertrauen,
Aus Laub vom Lebensbaum.
Mein Jesus, sei bei mir
Und lass bei Dir mich leben.
Ich will Dir alles geben,
Was ich bekam von Dir.

Wenn ich mich selbst verfehle,
Was soll ich mit der Welt?
Ist doch die Menschenseele
Mehr wert als alles Geld!
Wer läßt sein Leben ganz
In Gottes guten Händen,
Zu dem wird Gott sich wenden,
Dem schenkt Er Seinen Glanz.

© Claudia Sperlich

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Siebzehntausend Irre

… waren heute in Berlin unterwegs, um dagegen zu protestieren, daß sie niemanden mit einer potentiell tödlichen Krankheit infizieren dürfen. (Möglicherweise auch mehr, die höchsten Schätzungen sprechen von zwanzigtausend.)

Sie sind heut wieder durch Berlin getrampelt,
die Irren, die sich für geknechtet halten,
weil Klügere sich haben abgestrampelt,
um die Corona endlich auszuschalten.

Sie sabotieren mit den dümmsten Phrasen
die Wissenschaft und jede kluge Regel.
Was diese Logikfreien aus sich blasen,
lässt bald schon steigen den Coronapegel.

Wenn sie so hunnenfürstlich Schwachsinn reden,
sieht man bei manchen Brust und andres schwellen.
Sie tun sich leid, und sie gefährden jeden.
Hat Deutschland keine freien Gummizellen?

© Claudia Sperlich

Und hier zum Hören:

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Zwei Wochen bis zur Weihe des Erzbistums Berlin!

Am 15. August wird das Erzbistum Berlin dem Herzen Jesu und dem Herzen Mariä geweiht. In Vorbereitung darauf stelle ich auf meinem Blog passende Gebete vor – heute zwei meiner Choräle, die gerne im Gottesdienst gesungen werden können! (Einzige Bedingung: Der Autorenname gehört auf den Liedzettel.)

Herz Jesu
Melodie: Ich bete an die Macht der Liebe

Du Herz, zerbrochen und zerschlagen,
Du Herz, durchbohrt vom Lanzenstich,
all unsre Sünden fortzutragen,
gabst Du für alle Menschen Dich.
Zieh an Dich alle Menschenherzen,
lass keines je sein Heil verscherzen.

Von Dir geht aus der Strom des Lebens,
der Deine Kirche blühen lässt!
Zu Dir kommt niemand je vergebens,
Du bist die Liebe treu und fest.
Du bist des Glaubens Ziel und Mitte,
der Geist lenkt zu Dir unsre Schritte.

Herz Jesu, lass mein Herz gesunden,
steh mir in Seelenängsten bei.
Ich habe mich an Dich gebunden,
Herz Jesu, in Dir bin ich frei.
Befiehl dem Feind, von mir zu weichen!
Herz Jesu, lass mein Herz Dir gleichen.

***

Unbeflecktes Herz Mariä
Melodie: GL 395 – Den Herren will ich loben
oder 418 – Befiehl Du Deine Wege
oder 465 – Das Jahr steht auf der Höhe

Maria voller Gnaden, dein Herz in Gottes Licht
ist ohne jeden Schaden, die Sünde trübt es nicht.
Dein Herz ist voller Güte und ohne Dunkelheit,
wie eine Rosenblüte bewahrt in Ewigkeit.

Du hast dem Herrn gesungen als herzenstreue Magd.
Vom Leidensschwert durchdrungen blieb dein Herz unverzagt.
Als du den Sohn gefunden, hat dich Sein Wort berührt.
Sein Leid und Seine Wunden hat dein Herz auch gespürt.

Dein Herz voll Gottesliebe schlägt für die Christenheit.
Du bist wie Blütentriebe in kalter, dunkler Zeit,
du führst auf Blumenwegen uns ins gelobte Land:
Du Mutter voller Segen, zeig uns des Sohnes Hand.

© Claudia Sperlich

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