Gestern Abend begann mein Rosenkranz-Workshop im Kleinen Pfarrsaal von St. Marien, Bergheimer Platz. Der erhoffte Andrang blieb aus – es kamen zwei Interessierte, eine aus dieser Gemeinde, einer fuhr dafür quer durch Berlin.
Kein Grund zur Enttäuschung! Die beiden sind mit dem Rosenkranz seit langem vertraut, nur einen selbstgemachten hatten sie noch nicht. Ich konnte mir also über die Hälfte der einführenden Worte sparen und sagte nur ein bißchen etwas über die Geschichte des Rosenkranzes (die spannend genug ist und in der Regel falsch dargestellt wird).
Dann zeigte ich den beiden, wie man knüpft, half hier und da ein bißchen, und wir saßen ganz gemütlich zusammen und stellten jeder einen Rosenkranz her. Dabei sprachen wir über unsere Erfahrungen mit dem Rosenkranz. Und zuletzt beteten wir ein Gesätz.
Das war so schön, daß beide sagten, sie wollen nächsten Dienstag noch einen Rosenkranz knüpfen. Also disponiere ich um. Eigentlich hatte ich mir den Ablauf so vorgestellt:
Erster Tag – Rosenkranz wird vorgestellt und geknüpft, ein Gesätz wird gebetet
Zweiter Tag – evtl. unfertige Rosenkränze fertigstellen; gemeinsames Rosenkranzgebet
Dritter Tag – Gemeinsames Rosenkranzgebet, Austausch über den Workshop
Nun sieht der Plan so aus:
Zweiter Tag – wie erster: Rosenkranz wird geknüpft; wer dazukommen mag, macht mit. Ein Gesätz wird gebetet.
Dritter Tag – Nach Absprache: Entweder ein weiterer Rosenkranz wird geknüpft und ein Gesätz gebetet, oder wir basteln nicht und beten den ganzen Rosenkranz. (Ich vermute nach der schönen Erfahrung von gestern, es wird die erste Option.)
Die Frau aus unserer Gemeinde war noch heute morgen ganz begeistert, hat bereits dem Pfarrer weitergesagt, wie schön das war – und auf jeden Fall wird dieser Workshop wiederholt. Eventuell könnte ich ihn in dieser oder ähnlicher Form einmal im Quartal machen, oder an nur einem Tag einmal monatlich, und eventuell könnte der Veranstaltungsort auch wechseln.
Ich empfehle den Rosenkranz durchaus auch Menschen unter Fünfzig. Bereits das Herstellen hat etwas Meditatives und ist zugleich ein schönes Erfolgserlebnis. Ich empfehle das ausdrücklich auch Jugendlichen. Für die Firmvorbereitung wäre es auch eine gute Idee.
Berliner Gemeinden, die Interesse daran haben, können mich gerne ansprechen.


