Podcasts auf Radio Horeb: über Maria und über Priesterinnen.

In der Katechese auf Radio Horeb vom 5.12. spricht zuerst Pfarrer Bodo Windolf über den Synodalen Weg, dann (ab 26:00) sage ich etwas – auch als Dichterin – zur Unbefleckten Empfängnis: hier.

Warum es keine katholischen Priesterinnen gibt, erkläre ich hier in der Credo-Reihe auf Radio Horeb.

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Sankt Nikolaus – Choral

Melodie: Den Herren will ich loben, GL 395

Sankt Nikolaus, der Knabe,
war reicher Eltern Kind,
verschenkte seine Habe,
schlug Reichtum in den Wind.
Er sorgte für die Armen,
half den Bedrängten gern.
Sein Herz war voll Erbarmen
und folgte unserm Herrn.

Sankt Nikolaus, der Hirte,
zum Priesterdienst bestellt,
manch Unrecht schnell entwirrte
und half mit Wort und Geld.
Er lehrte Jesu Wege,
bekämpfte Heidenkult,
stritt für des Rechtes Pflege,
verzieh auch schwere Schuld.

Er ließ die Stürme schlafen
im Meer und auch an Land.
Das Schiff fand seinen Hafen,
der Irrtum wich Verstand.
An ihn lasst heut uns denken
im winterlichen Haus,
lasst frei und froh uns schenken
wie Bischof Nikolaus.

© Claudia Sperlich

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Jodelsynode

Akrostichon-Sonett zum Synodalen Weg

Sie träumen von der Kirche ohne Schranken,
Youtuben schon betulich und erklären:
Nicht länger als zwei Jahre soll es währen.
Ob etwas rauskommt? Meinungsbilder schwanken.

Doch wollen sie die Kirche gern belehren,
Am liebsten siegreich mit dem Papste zanken.
Lass, Herr, sich klären dieses Volks Gedanken!
Verzeih und gib, daß sie zu Dir sich kehren!

Erst wenn der letzte Katholik verdorrt ist,
Rät synodales Volk: Dies war kein Weg.
Ich ahne schon: An dieses Irrwegs Ende

Rebloggt ihr, daß der Grund des Glaubens fort ist.
Reich uns die Hand, o Herr! Sei unser Steg!
Trost Deiner Kirche, mach dem Weg ein Ende!

© Claudia Sperlich

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Erster Adventssonntag

Einen Kranz gibt es auch wieder – diesmal wirklich auf den letzten Drücker besorgt, gestern abend zwischen Rosenkranzgebet und Konzert.
Als erste Kerze brennt die Osterkerze. Die anderen Kerzen wurden mir alle im Laufe des Jahres geschenkt – eine noch nie angezündete erst kürzlich.

ErsterAdvent2019

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In dieser dunklen Zeit

Choral zu den Laudes

Herr, mach in dieser dunklen Zeit
Zu froher Umkehr uns bereit,
Hilf, daß die grelle laute Welt
Uns nicht in ihren Fängen hält.

Laß uns den Weg verfehlen nicht,
Es blendet so viel falsches Licht!
Wo unsre Seele dunkel ist,
Erleuchte uns, Herr Jesus Christ.

Sei unsre Ruhe in der Hast,
Befrei uns von der Habgier Last,
Daß wir des Nächsten Nöte sehn
Und hilfreich ihm zur Seite stehn.

Laß uns ein Licht für andre sein
Als Deiner Liebe Widerschein,
Daß wir Dich, Jesus, unsern Hort,
Bezeugen frei in Tat und Wort.

Herr Jesus Christus, komm doch bald
In diese Welt, so hart und kalt;
Sei Du uns gnädig im Gericht,
Du, aller Menschen Lebenslicht.

© Claudia Sperlich

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Kein Adventskalender

Ich habe es in diesem Jahr nicht geschafft. Aber ganz unadventlich und unfeierlich wird dies Blog nicht sein. Für die Sonntage und Weihnachten habe ich schon einiges voreingestellt – und wenn mir noch etwas Adventliches oder Feierliches einfällt, umso besser.
Auf jeden Fall wünsche ich meinen Lesern wie allen Menschen eine ruhige, frohe Vorbereitungszeit auf das Fest der Christgeburt.

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Drei wundervolle Jahre

… habe ich unter einem Gelübde gelebt. Ich bereue keinen Tag davon. Im Gegenteil, ich habe die Erfahrung gemacht, daß die tägliche Eucharistie und Anbetung in mir immer größere Freude wachsen lässt, daß Jesus Christus in der Beichte sich immer wieder meiner Fehler und Schwächen annimmt und mich langsam zu einem verträglicheren und erträglicheren Menschen macht. (Jedenfalls sagen das auch andere als ich.)

Diese Jahre sind nun um, ich blicke voll Dank darauf zurück, und ich mache in Liebe weiter. Ich will nicht ohne tägliche Messe, tägliche Anbetung, häufige Beichte leben, und das ebenfalls gelobte Lebensmodell in Armut, Keuschheit und Gehorsam gegenüber Gott und der Kirche ist mir auch weit lieber als andere Lebensmodelle. Deshalb werde ich dies Gelübde bald erneuern, und dann auf immer.

Die kurze Zwischenzeit ist eine Zeit der großen Vorfreude. Schon während ich dies schreibe, bin ich voll Sehnsucht und einer Art fröhlicher Ungeduld.

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Christkönig

Melodie: Großer Gott, wir loben Dich

König über Welt und Zeit,
Christus, lass uns vor Dir knien!
Mach zum Dienen uns bereit!
Der uns Zeit und Welt geliehen,
Lehr uns lieben, lehr uns seh’n,
Lass uns fest im Glauben steh’n.

Dir gehört das Himmelreich,
Du hältst uns den Himmel offen,
Du machst Herzen froh und weich,
Lässt uns lieben, glauben, hoffen.
Du bist Wort und Brot und Wein,
Heilst und lädst uns täglich ein.

Du bist allen Lebens Kraft,
Zeigst den Weg und schenkst das Leben,
Gibst dem dürren Reise Saft,
Hast uns Geist und Sinn gegeben.
König über Zeit und Welt,
Hilf uns tun, was Dir gefällt!

Auf des Bundesbogens Thron
Sitzt Du zu des Vaters Rechten,
Sieger über Satans Hohn,
Überwinder alles Schlechten.
König über Welt und Zeit,
Dein ist alle Herrlichkeit!

© Claudia Sperlich

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Ein harter Arbeitstag

… war heute, obwohl er nur recht kurz war.

Mein Job – Kirche, Büros und Sozialräume auf einem Friedhof putzen – ist schön, ich mache das wirklich gerne. Ich habe auch kein Problem mit Särgen – die ich selbstverständlich ab und zu sehe. Aber heute habe ich etwas gesehen, das mich wirklich mitnimmt.

Zu früh

In einem kleinen Raum, schwarzweiß gefliest,
in einer Ecke eine Blumensäule,
in einer Reihe an der Wand vier Stühle.
Auf einem Stuhl ruht eine weiße Schachtel
mit einem Rand aus schwarz- und goldner Borte,
nicht größer als für Kinderschuhe.

Schuhe

hat dieses Kind im Leben nie gebraucht.

Auf dem Heimweg sah ich ein junges Paar mit einem rosigen, knuddeligen Baby in einer Babytrage. Ich musste es einfach anschauen, so süß, so gesund und lebendig. Und die Eltern so glücklich.

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Natürlich bin ich mehr wert als ein Zellhaufen.

Insofern bin ich mit den Aktivisten, die diese und ähnliche Aussagen immer wieder argumentativ in der Debatte um Abtreibung benutzen, durchaus einig – auch wenn ich meine Überzeugungen nicht an die Hauswände anderer Leute schreibe.

Zellhaufen
Standbild aus diesem Video

Nur weiß ich, daß ein Mensch in keinem Stadium seiner Entwicklung Form oder Eigenschaft eines Haufens hat (wovon auch immer).

Als Haufen bezeichnet man eine ungeordnete Menge von Materie. Es ist dabei gleichgültig, ob man Mist oder Gold aufhäuft oder irgendetwas anderes, oder ob der Haufen ohne menschliches Zutun entstanden ist und aus einem ganz unbekannten Material (oder mehreren Materialien) besteht. Ein Haufen ist per definitionem ungeordnet und nicht lebensfähig. Natürlich kann er (im Fall von Mist) von Leben, d.h. kleinen Organismen, nur so wimmeln. Oder er kann (im Fall von Gold) Leben ermöglichen durch den Kauf von Nahrungsmitteln, den Freikauf Gefangener, durch den Bau von Kliniken usw. (wobei er allerdings abnimmt). Er kann aber auch bei noch so guter Zufuhr von Nährstoffen nicht als eigenständiger Organismus wachsen. Es mag sein, daß aus einem Menschen irgendwann durch verschiedene Zwischenschritte ein Misthaufen wird. Aber ein Misthaufen wird kein Mensch.

Was eine Schwangere in der Gebärmutter hat, ist zu keiner Zeit ein Haufen. Zum Haufen wird das kleine Wesen erst gemacht, wenn man es zerstückelt (was bei einer Abtreibung durch Absaugung oder Ausschabung geschieht). Tatsächlich ist das Kind vom Augenblick der Befruchtung an höchst strukturiert – oder würden Sie eine befruchtete Zelle als Haufen bezeichnen? Oder eine Morula? Ein Wesen, in dem sich gerade der Ansatz eines Rückgrats bildet, später dann ein Gehirn? Das so wunderbar strukturierte Leben im Mutterleib wächst, entwickelt sich und hat von Anfang an seinen einzigartigen Bauplan.

Jeder Mensch ist von seiner Zeugung an mehr wert als ein Zellhaufen – viel mehr, und bleibt es bis zu seinem Tode. Sofern man an ein ewiges Leben glaubt, auch darüber hinaus. In jedem Fall ist der Ausdruck „Zellhaufen“ für einen Menschen im frühen Entwicklungsstadium ein bösartiges Sprachspiel.

Also, Leute, kommt mir nicht mit Zellhaufen. Lebewesen sind in keinem Stadium ihres Lebens Haufen. Auch Menschen nicht. Im übrigen habe ich noch nie von einem Aktivisten gleich welcher Couleur gehört, ein Karakul sei ja nur ein Zellhaufen. Wenn mir also jemand mit dem Zellhaufen-Argument unter die Augen kommt, so möge er das konsequenterweise mit einem Persianerpelz bekleidet tun. Dann finde ich das Argument zwar immer noch falsch, aber er selbst hat wenigstens irgendetwas Stringentes an sich.

Projekte wie 1000plus und Beratungsstellen wie Pro Femina setzen sich für den unbedingten Schutz menschlichen Lebens ein. (Zahlreiche andere, staatlich anerkannte Beratungsstellen tun das leider nicht.) Menschen, die andere Menschen als Zellhaufen bezeichnen (und damit u.a. ihre biologische Ahnungslosigkeit demonstrieren), setzen sich für ein Recht auf Vernichtung menschlichen Lebens ein. Jedoch ist kein einziger Mensch, ob er nun Beraterin bei Pro Femina ist oder irgendwas über Zellhaufen an eine Kirchenwand schreibt, jemals in seinem Leben ein Haufen.

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