Addio, Papa Francesco!

Für Überraschung war er immer gut,
Vom ersten Tag des Petrusdienstes an,
Zu Schwachen sanft, vor Starken dann und wann
Mit klarer Kante, niemals ohne Mut.

Er war dem Herrn und war der Kirche treu.
Aus ihren großen Schätzen, neu und alt,
Hat er geholt, was ihm als wichtig galt;
Was halb verrottet lag, das macht er neu.

Er widerstand Fanatikern und Lauen,
Von Protz und Dünkel beider unbewegt.
Wie jener aus Assisi wollt er bauen.

Er sprach noch einmal seinen Ostersegen
Und hat sich dann zum Sterben hingelegt.
Nun schreitet er auf Gottes Blumenwegen.

© Claudia Sperlich

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Jesus Christ heut auferstand

Nach Charles Wesley, Jesus Christ is ris’n today

Jesus Christ heut auferstand! Halleluja!
Jubel füllt nun jedes Land! Halleluja!
Er hat durch Sein Kreuz und Leid – Halleluja!
uns von aller Schuld befreit. Halleluja!

Bis zu Seinem Himmelstor – Halleluja!
dringe unser Jubelchor! Halleluja!
Er ertrug den Kreuzestod, – Halleluja!
rettet uns aus Sündennot. Halleluja!

Seine Trauer, Seine Pein – Halleluja!
trug Er uns zum Heil allein. Halleluja!
Alle Welt Er an sich zieht! Halleluja!
Ihm erklingt der Engel Lied. Halleluja!

Wir auch singen alle Zeit – Halleluja!
Ihm, der alle Welt befreit, – Halleluja!
Liebe ist und König heißt: Halleluja!
Vater, Sohn und Heil’ger Geist. Halleluja!

© Claudia Sperlich

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Gesegnete Ostern!

Und dazu ein Choral von mir.

Melodie: Alles meinem Gott zu Ehren (GL 455)

Jesus, Sonne, Licht und Feuer,
Du hast allen Tod besiegt!
Du bist Herr, Du hältst das Steuer,
und der Satan unterliegt!
Du bist nicht im Grab geblieben,
ewig lebst Du, um zu lieben –
Du bist Herr, Halleluja!
Du bist Herr, Halleluja!

Jesus, die verklärten Wunden
zeigen uns: Du trugst das Leid,
durch Dich kann die Welt gesunden,
Du hast uns im Tod befreit!
Wer Dir glaubt, wird auferstehen,
wird in Ewigkeit Dich sehen,
Dich, den auferstandnen Herrn,
Dich, den auferstandnen Herrn!

Jesus, Tilger aller Sünden,
Bruder, Herr und Gottessohn!
Von Dir alle Zeiten künden,
Du bist aller Künder Lohn.
Du bist uns vorangegangen,
lass auch uns zum Heil gelangen,
Wahrheit, Weg und Leben Du,
Wahrheit, Weg und Leben Du!

© Claudia Sperlich

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Speisensegnung

In Heilig Kreuz in Berlin-Wilmersdorf werden an jedem Karsamstag die Osterspeisen gesegnet. Das ist immer schön, fröhlich und feierlich und nach der ernsten Karfreitagsliturgie, am Tag der Grabesruhe, ein lebensvolles Zeichen.

Und hier sind die gesegneten Speisen bei mir zu Hause. Ich hatte nicht einmal halb so viel Süßkram gekauft, wurde aber in den letzten Tagen mit Geschenken überschüttet. Das langt jetzt bis Pfingsten!

Aber vorher kommt die Osternacht. Ich bin kribbelig vor Vorfreude und habe auch schon geprobt,  denn ich habe Lektorendienst.

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Und wie war das Fasten?

Für mich war es eine Übung in Disziplin, Gottesliebe und Freigebigkeit. Denn Fasten, Gebet und Almosen geben gehören zusammen.

Ich habe das Stundengebet mehr als sonst gepflegt und finde, so kann es bleiben.  Stundengebet ist wundervoll.

Mein Speiseplan der Fastenzeit war vegan, zuckerfrei und einfach – und in der Regel nicht ganz zum Erhalt meiner Fülle. (Das ist auch aus anderen als religiösen Gründen gut.) Die Sonntage und Hochfeste sind zwar keine Fastentage, da wurde es etwas aufwendiger, aber ich blieb bei „vegan und zuckerfrei“. Ausnahmen waren nur die nicht ganz zuckerfreien Cornichons!

Habe ich „entbehrt“? Schon. Ich freue mich sehr auf das weder vegane noch zuckerfreie Fastenbrechen zum Abschluss der Osternacht. Gleich werde ich festlich einkaufen. Aber ich will nicht wieder in unkontrollierte Fresserei geraten. Eßsucht ist ein Problem,  aber mit Gottes Hilfe lösbar, ebenso wie Eigensucht, Egozentrik und eine Reihe anderer unschöner Dinge.

Zudem tut es gut, auch Entbehrung zu lernen. Es schärft den Blick für Menschen,  die nicht nur vierzig Tage und nicht nur ein bisschen entbehren müssen.

Fasten soll den Blick auf Gott ausrichten,  und ich merke an mir, dass es ein gutes Mittel dazu ist. Natürlich habe ich weiterhin meine Fehler und Macken., es war auch nicht zu erwarten, dass ich in vierzig Tagen alles Mangelhafte ablegen und Ostern in engelgleicher Güte und Schönheit begehe. (Vielleicht ist das auch eine etwas unheimliche Vorstellung!)

Aber ich habe nun wieder einmal trainiert, wie ich eigentlich sein soll, und ich möchte versuchen,  die Grundsätze dieses Trainings beizubehalten: Maß halten in allem außer der Liebe. Gott die erste Stelle in meinem Leben lassen.

Und heute Mitttag geht es zur Speisensegnung. „Wenn Fasten, dann Fasten  – wenn Rebhuhn,  dann Rebhuhn.“ (Teresa von Avila)

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Hörnchen in der Karwoche

Hörnchen war heute früh so richtig hungrig  –  wie immer. Es sei ihm von Herzen gegönnt!

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Freut euch!

Das heißt: Lætare! So heißt dieser Sonntag, an dem die Fastenzeit zur Hälfte um ist. Das Rosa des Priestergewandes lässt die Osterfreude schon aufscheinen.

Und die Magnolie hält sich auch daran.

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Seliger Clemens August von Galen

Melodie: Alles meinem Gott zu Ehren (GL 455)

Löwe, der dem Lamme diente,
der dem Satan widerstand,
als die Niedertracht verminte
das geliebte Heimatland!
Als ihn Mächtige bedrohten,
hielt er fest an den Geboten,
und des Lebens Heiligkeit
kündet er in finstrer Zeit.

Als der Obrigkeit Befehle
widerstritten Gottes Wort,
blieb er stark in Herz und Seele,
keine Drohung trieb ihn fort.
Wer den Schwachen schmäht als Bürde,
raubt sich seine eigne Würde!
Wächst das Unrecht übergroß,
wird die Unschuld heimatlos.

Nicht von Menschenfurcht getrieben,
nicht von Lob und Schmeichelei,
ist er Christus treu geblieben,
Diener und im Herzen frei.
Wenn die Hämmer auf uns schlagen,
müssen wir’s als Amboss tragen!
Hammer schlägt, bis er zerfällt,
doch der Amboss steht und hält.

Fromme werden noch vertrieben,
Schwache werden noch bedroht.
Doch der Herr ist Herr geblieben,
Heiland, stärker als der Tod!
Auch wenn angemasste Mächte
unterdrücken Gottes Rechte,
bleiben wir im Glauben frei.
Clemens August, steh uns bei!

© Claudia Sperlich

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Josephstag

Melodie: Alles meinem Gott zu Ehren, GL 455

Wort, das in die Welt gekommen
durch des Geistes Kraft und Tat,
Dich hat Joseph aufgenommen
väterlich nach Gottes Rat,
sah auf Deine ersten Schritte,
lehrte Lobpreis Dich und Bitte,
lehrte Handwerk Dich und Fleiß
väterlich zu Gottes Preis.

Joseph hört auf Gottes Worte,
bringt in jener Schreckenszeit
aus gewohntem Heimatorte
Frau und Kind in Sicherheit,
hütet aller Welten Hüter,
nährt den Geber aller Güter,
dient dem jungen Gottesknecht
treu und liebend und gerecht.

Joseph, bitt, daß Gottes Segen
auch auf unsrer Arbeit ruht.
Hilf, daß wir für Den uns regen,
Der die Wahrheit ist und tut.
Zeig uns, wie wir in Gefahren
Ruhe und Vertrauen wahren.
Du hast Gottes Sohn bewacht –
Steh uns bei in Not und Nacht.

© Claudia Sperlich

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Nicht verwechseln: Urteilskraft und Verurteilung

Lukas 6,36-38

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden! Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden! Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden! Gebt, dann wird auch euch gegeben werden! Ein gutes, volles, gehäuftes, überfließendes Maß wird man euch in den Schoß legen; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt, wird auch euch zugemessen werden.

Richtet nicht, verurteilt nicht!

Oft werden diese Worte zitiert als empörter Einwand,  wenn jemand sagt, diese Handlung, jene Einstellung sei falsch. Aber Jesus hat uns nicht verboten,  uns ein Urteil über Handlungen und Einstellungen zu bilden – sonst dürften wir nicht einmal sagen, dass Mord falsch ist. 

Seligpreisungen und Weherufe
20 Er richtete seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes.[1] 21 Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet gesättigt werden. / Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. 22 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und wenn sie euch ausstoßen und schmähen und euren Namen in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. 23 Freut euch und jauchzt an jenem Tag; denn siehe, euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht. 24 Doch weh euch, ihr Reichen; denn ihr habt euren Trost schon empfangen. 25 Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen. 26 Weh, wenn euch alle Menschen loben. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.

Paulus sagt, dass wir „die Geister unterscheiden“ sollen, d.h. den richtigen Weg für uns erkennen, Gottes Stimme in uns von den vielfältigen anderen Stimmen trennen,  nicht den eigenen Vogel für den Heiligen Geist halten sollen. Das ist Urteilskraft im Sinne Jesu.

Auch jemanden auf einen Fehler oder eine Sünde hinweisen ist nicht notwendig falsch,  es kann sogar rettend sein. (Man soll dem Nächsten die Wahrheit allerdings nicht wie einen nassen Lappen um die Ohren schlagen,  sondern wie einen warmen Mantel reichen). Und natürlich müssen wir bestimmte Dinge verurteilen, wie Mord und Ungerechtigkeit.

Aber wir dürfen nicht den ganzen Menschen verurteilen,  sondern nur gegebenenfalls seine Tat oder Unterlassung. Auch ein Mensch,  der sich mit sehr üblen Taten einen Namen gemacht hat,  ist ein Kind Gottes (das sich vielleichtnoch bekehren wird) – und selbst wenn man ihn als Jurist verurteilen muss, verurteilt man seine Tat,  aber nicht den ganzen Menschen mit Leib und Seele,  denn das darf nur Gott.  Und dem liegt viel mehr an unserer Rettung als an unserer Verurteilung.

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