Jesu Name

Melodie: Wie soll ich Dich empfangen

Ich sage Deinen Namen
am Tag wohl hundert mal.
Dir gilt mein Ja und Amen.
Bin Dein aus freier Wahl.
In Dir, mein Herr, alleine
ist Leben, Heil und Licht.
Du liebst das Schwache, Kleine,
Du hasst den Sünder nicht.

In Krankheit, Not und Ketten
mein Trost,  der nie vergeht,
Dein Name: „Gott wird retten“,
Verheißung und Gebet.
Kein andrer lässt mich finden
das Heil, die Seligkeit. 
Ihm will ich mich verbinden
für Zeit und Ewigkeit.

© Claudia Sperlich

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Lebensrecht – weiterhin bedroht

Befürworter eines „Rechtes auf Abtreibung“ wiederholen gerne, dass die gesetzliche Regelung, je liberaler sie wird, desto weniger Abtreibungen zur Folge hat. Das Statistische Bundesamt zeigt aber, dass die Abtreibungszahlen in Deutschland in den vergangenen Jahren stetig steigen.

1. Quartal 2023: rund 27 600 Schwangerschaftsabbrüche (Zunahme gegenüber dem 1. Quartal 2022 um 6,8 %).

2. Quartal 2023:  rund 26 700 Abtreibungen (Zunahme um 4,8% gegenüber 2. Quartal 2022).

3. Quartal 2023: rund 26 600 Abtreibungen (Zunahme um 0,7 % gegenüber 3. Quartal 2022).

4. Quartal 2023: rund 25 300 Abtreibungen (Abnahme um 3,1 % gegenüber 4. Quartal 2022).

1. Quartal 2024: rund 28 200 Abtreibungen (Zunahme um 2,3 % gegenüber 1. Quartal 2023).

96 % der gemeldeten Abtreibungen (1. Quartal 2024: 95 %) erfolgten nach Beratungsregelung.

(Quelle: Statistisches Bundesamt)

Die Zahlen ab dem 2. Quartal 2024 liegen mir noch nicht vor. Die Dunkelziffer liegt, wie immer, höher – wie viel höher, kann ich nicht wissen.

Babyklappen werden wenig genutzt – das liegt vermutlich zum Teil daran, dass es viel zu wenige gibt: In ganz Deutschland rund hundert. Von 2001 (Beginn der statistischen Aufzeichnung) bis Ende 2024 wurden nur 50 Säuglinge in Babyklappen in Deutschland gelegt. Immerhin: Für diese fünfzig war es eine gute Chance. Einen von ihnen durfte ich im vergangenen Jahr kennenlernen; er äußerte sich froh und dankbar dafür und wurde schnell in eine liebevolle Familie aufgenommen. Babyklappen sind sicher; sie bestehen aus einem Wärmebettchen mit einem Sensor, so dass das Kind sofort bemerkt wird und dann fürsorglich aufgenommen und medizinisch versorgt wird. Problematisch bleibt dabei, dass die Mutter völlig unbekannt und unversorgt ist. Wenn sie das Kind irgendwo heimlich geboren hat, fehlt ihr die oft dringend nötige medizinische und seelische Umsorgung. Auch für das Kind wird es meist später problematisch sein, nichts über seine Herkunft zu wissen. (Quelle: ein Artikel des Merkur unter Berufung auf das Landesverwaltungsamt in Halle.)

Die anonyme Geburt ist in der Regel ein besserer Weg für Mutter und Kind. Hier werden beide sofort nach allen Regeln der ärztlichen Kunst versorgt. Die Mutter kann anonym bleiben, muss aber nicht, und kann ihre Anonymität zu einem ihr genehmen Zeitpunkt (zuweilen Jahre später) aufheben. Das Kind hat mit 16 Jahren das Recht, zu erfahren, wer seine leibliche Mutter ist. In den Jahren 2014 bis 2023 wurden 1147 Kinder vertraulich geboren. Die Fallzahl hat sich auf 100 bis 130 eingependelt. (Quelle: Endbericht für die Erneute Aktualisierung von Daten über
Beratungen zur vertraulichen Geburt sowie über Auswirkungen des SchwHiAusbauG auf anonyme Formen der Kindesabgabe. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

Die reguläre Adoptionsfreigabe nach einer nicht vertraulichen Geburt ist ein weiterer Weg für Mütter, die ihr Kind aus irgendwelchen Gründen nicht versorgen können. Eine Statistik hierzu habe ich nicht gefunden. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 1116 Kinder im Alter von einem bis unter drei Jahren adoptiert. Daraus ist aber nicht ersichtlich, wie viele Kinder von ihren Müttern zur Adoption freigegeben wurden. (Verwaiste Kinder und Kinder, die zu ihrem Schutz aus dem Elternhaus genommen wurden, sind ja auch in dieser Zahl enthalten.) Die Entwicklung der Anzahl der Adoptionen zeigt, dass seit 1993 immer weniger Minderjährige in eine neue Familie aufgenommen wurden. (Quelle: statista)

An den Möglichkeiten für Schwangere in Not muss noch sehr gearbeitet werden, aber immerhin gibt es Möglichkeiten. Eine Frau, die sich nicht zutraut, ihr Kind zu versorgen, braucht Hilfe – und es ist keine Hilfe, dies Kind „wegzumachen“.

Wirkliche Hilfe – Beratung, Begleitung und materielle Hilfe – gibt es bei zahlreichen Organisationen, z.B. bei Kaleb, 1000plus, Die Birke u.a.

Es lebe das Leben!

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Frohes Neujahr 2025!

Segne, Gott, dies neue Jahr,
Segne unser Mühen!
Gib Gedanken, gut und wahr,
Lass die Liebe blühen.

Gib im Guten Einigkeit,
Sind wir auch verschieden,
Mindre unsern Zank und Streit,
Schenk uns Deinen Frieden.

Lass uns gehn in Deinem Licht,
Mutig Dich bekennen,
Lasse unsre Häuser nicht,
Doch die Herzen brennen.

© Claudia Sperlich

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Silvester 2024

Ein kriegerisches Jahr wird nun entlassen
Wie üblich, mit Fondue und Rausch und Krach,
Man bleibt,  hier feiernd und dort betend, wach
Und hofft, im Neuen Bessres zu erfassen.

Ich weiß nicht,  ob es besser wird im Neuen,
Doch danken will ich für mein eignes Leben,
Für das, was Gott und Menschen mir gegeben:
Ich fand trotz allem so viel Grund zum Freuen!

Ich nehm mir nicht viel vor. Nur weitermachen
Und besser werden als ich vorher war,
Wenn es mit Gottes Gnade mir gelingt.

Ich nehm mir vor, den Teufel auszulachen,
Mehr aufzuräumen als im letzten Jahr
Und Gott zu folgen, immer, unbedingt.

© Claudia Sperlich

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Rückblick mit Dank

Im beinah vergangenen Jahr wurde so viel Schreckliches getan und erlitten. Und doch war es für mich, für meine kleine persönliche Welt,  ein so außerordentlich gutes Jahr!

Nein, reich oder erfolgreich bin ich nicht geworden.  Gesund auch nicht, eher ein bisschen weniger gesund, wie das eben ist, wenn man alt und fett ist.

Aber ich habe es so unglaublich gut. Ich habe Hilfe von lieben Menschen und selbst die Möglichkeit,  hier und da zu helfen. Gott sei Dank!

Hier ein Überblick über mein diesjähriges Dichten.

Januar
Februar
März
April
Juli
August (Melodie inzwischen vorhanden)
September
Oktober
November
Dezember

Nächstes Jahr gibt es hoffentlich auf der ganzen Welt mehr Gedichte und weniger Kriege. Beten wir darum.

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Weihnachtsoktav 2024

So arm an Glauben und so reich an Schlachten
Scheint diese Welt, so hemmungslos im Mord!
Ein neuer Schrecken flammt an neuem Ort,
Gleich wieviel Fromme in Gebeten wachten.

Und dennoch gilt die ewig gute Kunde
Von Hirten, die zum Kind sich ließen lenken,
Von Weisen, die es ehrten mit Geschenken,
Von der Geburt zu einem neuen Bunde.

Beherrscht scheint alles von Gewalt und Kriegen,
Und überall scheint Liebe zu erliegen,
Die laute Meinung zwingt die Wahrheit nieder.

Doch Wort und Wahrheit kam als Kind zur Welt,
Und auch wenn alles gegen Gott sich stellt:
Er, Wahrheit, Weg und Leben, Er kommt wieder.

© Claudia Sperlich

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Unschuldige Kinder

Melodie: Aus tiefer Not

Die Kinder, die vom Mutterschoß
Aus dieser Welt genommen,
Betrogen um ihr Menschenlos –
Herr, lass sie zu Dir kommen!
Neig ihnen zu Dein Angesicht,
Lass leben sie in Deinem Licht,
Gib ihren Seelen Frieden.

Die Menschenknospen, wehrlos klein,
Zerrissen, ungeboren,
Sie lebten durch Dein Wort allein –
Herr, gib sie nicht verloren!
Wo Menschenschuld den Tod gebracht,
Erweise Deine Lebensmacht,
Führ sie zur ewgen Freude.

Führ auch an Deiner Vaterhand
Auf Deine guten Wege,
Die diesen Kleinen aberkannt
Die Liebe und die Pflege.
Geh nicht an ihrer Not vorbei,
Lass sie bekennen und verzeih,
Gib ihren Seelen Frieden.

© Claudia Sperlich

Anders gesagt:

Herodes

Leitet heute eine Klinik,
Spezialist für Kindermord,
Mifegyne, Curettage,
Mütterschonender Abort:

Schwerbehindert! Zuzumuten
Ist das seinen Eltern nicht.
Dies hier wär Karrierehemmnis,
Ist ein überflüssger Wicht.

Jenes passt grad nicht ins Leben,
Da man rote Zahlen schreibt.
Dieses wieder soll nicht bleiben,
Weil der Vater sonst nicht bleibt.

Und ihn preisen Spiegelleser,
Bundestag und Ethikrat,
Keiner, der nicht selber eben
Menschenrechte laut vertrat.

© Claudia Sperlich

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Hörnchen bekommt keinen Johanneswein!

Aber Nüsse sind ja auch gut.

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Johanneswein

Heute feiert die Kirche den Apostel und Evangelisten Johannes, den einzigen unter den Zwölf,  der zwar im Exil,  aber eines natürlichen Todes gestorben ist. Von ihm sagt die Legende,  man habe ihm vergifteten Wein gegeben, der habe ihm aber nicht im mindesten geschadet. Daraus hat sich ein Brauchtum entwickelt.

Nach der Messe segnet der Priester eine Flasche Wein (oder mehrere, Segen schadet nie) und verteilt ihn in kleine Gläser. Schnapsgläser eignen sich, wenn die Messe morgens stattfand! (Es handelt sich dabei nicht um eine Wandlung wie in der Messe, sondern weiterhin um Wein.) Jeder, der will,  bekommt ein Gläschen.

Dann spricht der Priester: „Trinkt die Liebe des heiligen Johannes!“, und der Wein – selbstverständlich unvergiftet – wird getrunken.

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St Stephan

Melodie: O Licht der wunderbaren Nacht

Ein Diener der Gerechtigkeit,
Der Armen gab ihr Eigen,
War er in Wort und Tat bereit,
Das Liebeswerk zu zeigen,
Das Jesus an der Welt vollbracht.
Gott hat zum Boten ihn gemacht
Der Wahrheit und der Liebe.

Vom Geist der Wahrheit brannte er,
Zu lehren und zu dienen,
Und ohne Furcht bekannte er:
Der Herr ist uns erschienen –
Messias, Christus, Menschensohn,
Der Auferstandne auf dem Thron,
Der Ewige Gerechte.

Wer wie ein Engel rein und echt
Des Herren Wort verkündet,
Wer furchtlos, wahrhaft und gerecht
Den Glauben klar begründet,
Wer treu bleibt auch in Todesleid
Und seinen Gegnern gern verzeiht,
Der sieht den Himmel offen.

© Claudia Sperlich

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