Wahrer Mensch und  wahrer Gott

Nicht ein Gott,  der sich als Mensch verkleidet wie in den Göttersagen der Griechen. Nicht ein Mensch mit erstaunlichen, fast göttlichen Fähigkeiten.  Sondern der eine allmächtige Gott,  der aus Liebe zu den Menschen selbst Mensch wurde, der sich von der befruchteten Zelle zum geburtsreifen Kind entwickelte,  der Windeln brauchte und gestillt wurde,  später Gehen und Sprechen lernte, dann das Handwerk Seines Pflegevaters, und als Erwachsener der größte Lehrer wurde und schließlich einen furchtbaren Tod auf sich nahm, um uns zu erlösen.

Nicht ein gottähnlicher Mensch, und nicht ein menschenähnlicher Gott,  sondern wahrer Gott und wahrer Mensch – ohne Anfang und Ende in der göttlichen Natur,  und mit Geburtstag (und etwa 33 Jahre später Todestag) in der menschlichen Natur.

Empfangen, geboren,  gestorben,  auferstanden, zum Himmel gefahren.  Er wird wiederkommen.

Frohe Weihnachten!

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Schöne Bescherung!

So viele liebe Menschen haben mich großzügig bedacht!

Der Weihnachtsbaum ist mein Rosmarin,  den ich kürzlich vom Balkon geholt habe, um wenigstens einmal einen Rosmarin heil über den Winter zu bringen.

Und bis zur Mitternachtsmesse ist noch Zeit,  da kann ich schon die Bescherung schön aufbauen und auspacken. Kaffee,  Tee,  Bücher,  Kalender, ein Buchgutschein, ein Kreuzanhänger, Lebkuchen,  Eiserkuchen… und so viele liebe Grüße!

Gott segne all die freundlichen Geber!

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Frohe Weihnachten!

Melodie: Lob erschallt aus Hirtenmunde (GL 740)

Der Messias ist geboren –
Liebe,  die uns Gott geschworen!
Der Sein Volk nicht gibt verloren,
liegt im Stall in Bethlehem.

Er, den die Propheten künden,
der erlöst von allen Sünden,
der das Friedensreich wird gründen,
ist ein neugebornes Kind.

Er, zu dem die Hirten kommen,
die des Engels Wort vernommen,
hat als Hirt uns angenommen,
hütet uns und macht uns frei.

Er, zu dem die Weisen streben,
wird uns Seine Weisung geben,
und Sein Wort ist unser Leben,
Er ist unsres Lebens Ziel!

Er will sich als Mensch vereinen
mit den Schwachen und den Kleinen,
und Sein Licht wird uns bescheinen –
wahrer Mensch und wahrer Gott!

 © Claudia Sperlich

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Vierter Sonntag im Advent

Du Hirte Israels, höre! Der du auf den Cherubim thronst, erscheine!
Wecke deine gewaltige Kraft und komm zu unserer Rettung!

Gewaltige Kraft, nicht unsere popelige Menschenmacht, ist nötig, damit Frieden wird. Ich will trotz allem darauf vertrauen,  dass diese Kraft von Gott kommt – vom Kind in der Krippe,  vom Mann am Kreuz,  von Jesus,  der wiederkommen wird in Herrlichkeit.

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Magdeburg

Gestern Abend wurden auf einem Weihnachtsmarkt in Magdeburg über siebzig Menschen Opfer eines Terroristen,  der mit dem Auto ungebremst durch die Menge fuhr. Ein Erwachsener und ein Kleinkind starben.  Von den zahlreichen Verletzten sind fünfzehn schwerverletzt, es wird möglicherweise noch mehr Tote geben. [edit: Inzwischen ist von fünf Toten und etwa 200 Verletzten die Rede.]

Der Täter: 50 Jahre alt, stammt aus Saudi-Arabien,  lebt seit 2006 in Deutschland, hat unbefristete Aufenthaltsgenehmigung.

Aaaah, natürlich, so einer…

Nein,  eben nicht.

Der Täter: Facharzt der Psychiatrie,  extremer Islamkritiker, wirbt für die AfD, zitiert Alice Weidel affirmativ.

Es ist egal, welchem Extremismus man anhängt – am Ende müssen Unschuldige dran glauben.

Ich rief gestern Abend auf Facebook zum Gebet auf. Eine Frau kommentierte:

Hilft nicht. Hat nicht geholfen, den Anschlag zu verhindern. Wird auch nicht helfen, weitere zu verhindern.

Das ist eine Instinktlosigkeit, die nicht weit von der Geisteshaltung „Fremdes Leid geht mich nichts an“ entfernt ist. Natürlich kann ich nicht erwarten,  dass jeder Gebet für sinnvoll hält. Aber man muss nicht immer und überall seine Meinung kundtun. Man muss auf einem Begräbnis nicht sagen, dass man den Toten nicht mochte, und man muss einen Aufruf zum Gebet für Opfer und Angehörige nicht ins Lächerliche ziehen.

Stattdessen könnte man fragen, warum Christen überhaupt beten,  und warum sie es immer nach Katastrophen tun. Man könnte dann die Antwort bekommen: Weil Christen glauben,  dass Gott ihr Gebet hört. Weil sie glauben,  dass Trost nicht nur für sie selbst daraus entstehen kann. Weil sie auch an Wunder glauben,  aber das ist genau in diesem Fall nicht das Wichtigste.  Weil sie glauben,  dass die Bitte um Gottes Segen für die Opfer Sinn hat auch dann, wenn die Beter selbst den Sinn nicht sehen.

Wenn die Christen hier irren, ist es besser (medizinisch nachweisbar heilsamer und angenehmer), im Irrtum zu verharren. Wenn Atheismus auf der Wahrheit beruht,  ist die Wahrheit gesundheitsschädlich und ungenießbar. Dann irre ich mich lieber.

Und wenn das Christentum die Wahrheit kündet, dann ist die Wahrheit schön und gut und ewig und am Ende stärker als jeder Terror. Dann bleibe ich lieber bei der Wahrheit.

Ich bete für die Opfer jenes Terroristen, für ihre Freunde und Angehörigen,  für die verwaisten Eltern. Ich versuche auch, für den Terroristen zu beten, und hoffe, dass er sein Unrecht einsieht und bereut.

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Mein Herr und Heiland

Drei Sonette

Empfängnis

Mein Herr und Heiland,  in die Welt gekommen,
Noch in Marias Leib und nicht erkennbar,
Der Ungeschaffne vom Geschöpf nicht trennbar,
Ihr selbst bewusst,  doch noch nicht wahrgenommen!

Und Dir noch unbewusst das eigne Sein,
Ganz Mensch und doch sich selbst ganz unbekannt,
Ganz Gott und allen Menschen zugewandt,
Vollkommnes Menschenkind, noch zellenklein!

So winzig klein ist jeder Mensch gewesen,
So groß an Liebe nie ein Mensch geworden
Wie Du, der Herrscher aller Ewigkeit.

Du Menschenopfer, von Dir selbst erlesen,
Für dieser Menschheit Hochmut, Trug und Morden:
Zu diesem Opfer war nur Gott bereit.

Advent

Mein Herr und Heiland, noch vom Muttersegen
Behütet und genährt, in ihr geborgen,
Bewegt von ihrer Freude, ihren Sorgen,
Wächst Du der Ankunft in der Welt entgegen.

Noch lebst Du mühelos und ohne Zwänge.
Schon kannst Du Deiner Mutter Lieder hören,
Und nichts kann dieses tiefe Trauen stören –
Doch spürst Du schon des ersten Raumes Enge.

Ein kleiner Mensch wie andre Menschen sind,
Die vielen nichts und manchen alles gelten:
So machtlos hat der Herr sich selbst gemacht!

Unendlich großer Gott und kleines Kind,
Im Mutterleib und über allen Welten –
Dies Wunder wird zu unserm Heil vollbracht.

Weihnacht

Mein Herr und Heiland,  in dem Stall geboren,
In einem Futtertrog auf Stroh gebettet:
So arm der König, der die Welt errettet,
Die reiche Welt, die ohne Ihn verloren!

Die ersten Gäste: Hirten, die nicht schreiben
Und deren Zeugnis nichts gilt vor Gericht.
Ein Engel brachte ihnen Wort und Licht,
Nun werden Hirten immer Beter bleiben.

Maria wickelt Dich in Windeln, stillt
Und wiegt Dich in den Schlaf auf ihren Armen,
Und Joseph sorgt für Wasser und für Feuer.

Viel mehr als nur ein rührend schönes Bild:
Der starke Gott will schwach sein aus Erbarmen,
Ist Mensch und zahlt der Menschen Sünden teuer.

© Claudia Sperlich

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Advent

Wikipedia: Advent,
Unterpunkt: Gedicht,
Und der Heiland kommt nicht vor,
Auch Maria nicht.

Google mit „Advent Gedicht“
machte es noch schlimmer:
Ungelenk gereimter Kitsch,
Jesus fehlt noch immer.

Hilf mir,  Herr,  in dieser Zeit,
meinen Wust zu lichten!
Lass mich voll Erwartung sein,
und dann hilf mir dichten.

Kleines Kind im Mutterleib,
dann im Stall entbunden,
Herr, der endlich kommen wird,
Heiler aller Wunden:

Lass Konsum und Lichterglanz
nicht den Sinn verblenden!
Mach in uns die Sehnsucht groß,
Und die Gier lass enden.

Schenk uns Hunger mehr nach Dir
als nach Süßigkeiten,
lass in Taten und Gebet
uns den Weg bereiten.

© Claudia Sperlich

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Antisemitismus stinkt nach Schwefel!

Es ist nicht zu übersehen,  daß dieser Schwefelgestank zunimmt. Vor einiger Zeit habe ich bereits über Antisemitismus im Zusammenhang mit Verschwörungstheorien geschrieben – es sieht ganz danach aus, als ob keine Verschwörungstheorie ohne Antisemitismus auskommt, auch wenn sie vordergründig gar nichts damit zu tun hat. Zudem kommt auch keine Spielart des Antisemitismus ohne Verschwörungstheorie aus – weil er im Kern selbst eine solche ist.

In meiner Kindheit musste der Antisemitismus sich in der Regel verbergen. Heute wird er lauter und ungenierter. Er kommt als Täter-Opfer-Umkehr daher, „die Juden“ (alle 14 bis 15 Millionen gleich welcher politischen, religiösen oder weltanschaulichen Einstellung) sollen selber Schuld sein, dass die Hamas in Israel ein unfassbares Blutbad angerichtet hat, immer noch Geiseln festhält, immer wieder mordet und überdies seit vielen Jahren Bomben auf Israel schießt. Weil „die Juden“ (alle! Vom Säugling bis zum Greis!) seit Jahrzehnten vergeblich versuchen, Bildung und Fortschritt in die palästinensischen Gebiete zu schicken. Geld kommt an, aber daraus werden eben keine Schulen, Krankenhäuser, fruchtbaren Landstriche, Trinkwasseranlagen usw., sondern unterirdische Kommandozentralen der Hamas.

Schuld an dieser Misere ist, so lese ich es immer wieder, die israelische Regierung, die Orthodoxen, die Juden überhaupt, wie gesagt: die sind eh Schuld – ab und zu auch Freimaurer, Vatikan und in jüngster Zeit Selenskij. (Natürlich, der ist ja auch Jude.) Schuld ist niemals, auf gar keinen Fall, die Hamas! Oder die eigentlich wehrhaften jungen Palästinenser, die sich die Hamas immer noch gefallen lassen. Oder die linken Lackel in Deutschland, die „Free free Palestine“ grölen. Oder diejenigen unter den Muslimen, die für jede Untat irgendeines irgendwie muslimischen Menschen die Juden verantwortlich machen.

Ich sehe mich machtlos vor diesem geballten antisemitischen Irrsinn. Das einzige, was ich dagegen tun kann, ist, kein Antisemit zu sein und das gelegentlich kundzutun – und zu beten. Vielleicht ist letzteres ja das einzige wirksame Mittel. An die Möglichkeit, Hamas, linke Lackel und andere vom Unsinn des Antisemitismus zu überzeugen, glaube ich immer weniger. Aber an die Kraft des Gebetes glaube ich, weil ich an Gottes Kraft glaube. Beten wir auch für jene, die sich vernünftigen Argumenten verschließen und Hass verbreiten.

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Acht Jahre Gelübde

Vor acht Jahren legte ich ein Privatgelübde ab: Täglich zur Messe gehen, täglich vor dem Tabernakel oder dem Allerheiligsten anbeten, häufig beichten und in Armut, Keuschheit und Gehorsam leben. So will ich leben, von ganzem Herzen.

Ich hab den Ruf vernommen und erkannt,
Ich folg und diene Dir und bin beschenkt
Vom größten König, der die Welten lenkt
Und mir sich liebevoll hat zugewandt.

Ich wollte Großes tun, hab mich verrenkt,
Und viele Pläne schrieb ich in den Sand.
Du aber hast mich Deine Braut genannt
Und hast mein Herz in Deines eingesenkt.

Zum Beten riefst Du, nicht zu großen Taten,
Sonst hätt ich Dich vielleicht voll Stolz verraten
Und wär mir selber allzu groß erschienen.

Zu Ruf und Liebe sag ich Ja und Amen.
Ich liebe Dich und Deinen großen Namen.
Dein Wort gilt ewig, ewig will ich dienen.

© Claudia Sperlich

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Dritter Sonntag im Advent

Siehe, Gott ist mein Heil; ich vertraue und erschrecke nicht.
Denn meine Stärke und mein Lied ist Gott, der Herr, Er wurde mir zum Heil.

Gaudete, Freut euch, heißt dieser Sonntag. Die liturgische Farbe ist Rosa, denn in das Violett der adventlichen Bußzeit scheint schon das Licht von Weihnachten.

Ich habe heute sehr viel Freudiges vor und hoffe, auch Freude zu verbreiten.

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