Er wird wiederkommen

Advent
IX

Der ewig große Gott in hoher Macht
Wird wiederkommen und wird Frieden schaffen,
Vernichten wird Er die Vernichtungswaffen,
Entlarven wird Er jede falsche Pracht.

Dann wird kein Mensch mehr Güter an sich raffen,
Auf Friedenswege leitet froh und sacht
Der Herr, der über unsre Schritte wacht;
Kein Stolz, kein Neid wird andre mehr begaffen.

Wieviel muß armen Menschen noch geschehen?
Wieviele Sünden müssen wir begehen,
Bis Er der Finsternis ein Ende macht?

Kein Ende der Gewalt ist abzusehen,
Und doch wird dessen Reich allein bestehen,
Der alles weiß und voraus hat bedacht.

aus: Advent. Sonettenkranz, Zyklische Sonette, tredition 2016

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Komm wieder, Jesus

Advent
VIII

Kein Wahrheitssucher, der dem Licht entrinnt!
Wer ehrlich sucht, dem wirst Du, Heilger Geist,
Auch wenn er jahrelang im Dunkel reist,
Den Weg erleuchten, der Dein Heil gewinnt.

Mein Gott, da Du um Menschenschwäche weißt,
Zerreiße doch das Netz, das uns umspinnt,
Und wo das Blut um Deinetwillen rinnt,
Gedenke, daß Du Friedensbringer heißt!

Komm wieder, Jesus, Friede aller Zeiten!
Beende Krieg und Folter und Schafott,
Führ Du die enge Welt in Deine Weiten.

Komm wieder, Jesus, komm in unsre Nacht,
Daß alle sehen: Einer nur ist Gott –
Der ewig große Gott in hoher Macht.

aus: Advent. Sonettenkranz, Zyklische Sonette, tredition 2016

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Dritter Adventsonntag

Gaudete, Freut euch, heißt dieser Sonntag auf Katholisch. Die liturgische Farbe ist Rosa – das Violett der adventlichen Bußzeit wird vom kommenden Weihnachtslicht aufgehellt.

In der Mitte der vorösterlichen Fastenzeit liegt übrigens ein Sonntag, der auch „Freut euch“ heißt – mit einem anderen Wort, nämlich Laetare, heißt aber das Gleiche. Und auch da trägt der Priester Rosa. Rosa ist sozusagen der katholische Farbcode für „Bald ist die Stille Zeit vorbei, und dann kommt ein großes Freudenfest“.

Männer, die lange rosa Gewänder tragen, hatten wir schon, als es noch nicht cool war.

Die dritte Kerze brennt, und auch sie sagt mir: Nicht mehr lange, dann kommt die große Freude!

Dritter Advent - Gaudete

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Programmhinweis für Weihnachten

Am 25. Dezember bin ich um 16.30 Uhr in der Reihe „Katechismus“ auf Radio Horeb zu hören:

„O Tannenbaum!“ – Hintergründe eines christlichen Brauchs.

Wie immer ist die Sendung danach als Podcast zu haben.

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Ein Morgen im Advent

5.00 Uhr. Der Wecker läutet. Kurz darauf frisch gewaschen und angezogen, bete ich eine Ultra-Kurzfassung der Laudes, schwinge mich auf mein Fahrrad und fahre zur Roratemesse. Kerzenhell ist die Kirche, für Pessimisten: kerzendunkel. Wunderschön. Die Organistin, die heute vertretungsweise spielt, macht ihre Sache sehr gut – und sie singt wundervoll. (So ein Volumen, so früh am Morgen!) Die Messe ist schön und macht froh. Der Herr wird kommen – und Er kommt verhüllt schon jetzt.

5.50 Uhr. Frühstück ist liebevoll angerichtet. Es entstehen nette Gespräche. Ich gebe dem Pfarrer ein Exemplar des neuen X451, und er stürzt sich sofort auf meinen Beitrag und fragt mich kurz darauf, ob ich den nächstes Jahr in der Weihnachtsausgabe unseres Pfarrblatts veröffentlichen möchte. Ja, ich will.

7.50 Uhr. Ich helfe, die Tische abzuräumen. Dann habe ich noch Zeit für einen Rosenkranz in der Kirche – die Glasbecher mit den Kerzen stehen dort immer noch und geben ein schönes warmes Licht. Jesus, den du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast. So große Freude steht bevor!

8.30 Uhr. Der Obdachlose, der hier „seinen“ Platz hat, ist wieder da. Ich sage ihm Guten Morgen und sehe, seine rechte Hand ist verbunden. Was ist passiert, frage ich. Vor drei Tagen, nachts, wurde er von sechs Jugendlichen überfallen und zusammengeschlagen und -getreten. Das rechte Bein ist arg lädiert, die Hand mehrfach gebrochen. Er ist in Behandlung, aber ambulant. Und sie verschreiben ihm immer nur so wenig Schmerzmittel, weil er Magenkrebs hat und sie fürchten, daß das seinem Magen schadet. Er lacht. „Als ob es mir darauf noch ankäme. Ich weiß, daß ich Krebs habe. Aber jetzt will ich ganz einfach keine Schmerzen haben.“ Mit dem Rat „Legen Sie sich ins Bett, gönnen Sie sich Ruhe und kühlen Sie die Hand gut“ (dem ihm ein ahnungsloser Arzt durchaus freundlich gegeben hat) kann er nichts anfangen.
Nacheinander kommen noch zwei andere Frauen. Jede gibt ihm fünf Euro, eine noch einen Beutel Clementinen, und sie will ihm Schmerzmittel kaufen. Als sie weg ist, strahlt er mich an. „Sie bringen mir Glück.“ Dann sagt er noch, es ist immer so schön, wenn ihm einfach jemand normal Guten Tag wünscht. Das rührt mich sehr. Ich nehme mir vor, noch mehr für diesen Obdachlosen zu beten als bisher. Und wenn ich wieder kann, ihm etwas zu geben.

9.30 Uhr. Vor meiner Tür hält ein Lieferwagen. Hinter ihm ein zorniger Autofahrer. Zunächst kann ich seinen Zorn verstehen, denn der Lieferwagen versperrt die Straße. Dann aber steigt er aus (verständlich), schaut nach dem Fahrer (auch verständlich) und schreit sofort los, so könne man vielleicht in Polen fahren, aber nicht in Deutschland, nicht in Deutschland! Der Fahrer des Lieferwagens geht in die Defensive. Zunächst verhältnismäßig ruhig: Er müsse hier abladen. Und man könne ja auch bitte sagen. Darauf brüllt der andere weiter, wird immer aggressiver. Der Lieferant reagiert nun bockig. Nein, er fährt da nicht weg. Der tapfere Deutsche macht nun Miene, handgreiflich zu werden. Jetzt bekomme ich genug, sage energisch „Auseinander!“ und stelle mich dazwischen. Samt Fahrrad. Na, es geht noch eine Weile weiter, das Gebrüll, nun von beiden – aber Brüllen tut niemand weh, denke ich, und da ich mal eine Ersthelferausbildung gemacht habe, müsste ich nach einer Schlägerei vermutlich ziemlich dreckige Arbeit leisten, also lieber jetzt dafür sorgen, daß es keine Schlägerei gibt. Kaum denke ich, jetzt sind sie soweit abreagiert, daß ich gehen kann, hat sich nun der Lieferant so hochgeputscht, daß er aggressiv auf den anderen zugeht. Also noch mal dazwischen, diesmal ohne Fahrrad, das passt nicht mehr dazwischen. Die Tochter des Autofahrers, eine junge Frau, sagt schon seit einiger Zeit immer wieder „Papa, lass doch, lass doch“, ich sage das Gleiche etwas anders: „SIE gehen jetzt DA LANG und SIE DA LANG“, und zeige dabei jedem der Streithähne seinen Wagen. Endlich kapieren sie es.

Noch kurze Zeit am Computer, dann muss ich wieder los. Zu Freunden, die sich nicht so aufführen, und auf die ich mich freue.

Advent. Heilige Zeit, Bußzeit, Stille Zeit, Zeit der Erwartung. Komm, Herr Jesus.

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Was am Katholizismus so klasse ist: Die Verbindlichkeit!

Stellen Sie sich vor, in einem Staat wird wöchentlich ein beliebiger Artikel der Verfassung irgendwie geändert oder gestrichen; Sie können einfach nicht wissen, ob Sie nächste Woche noch wahlberechtigt sind, an einen Ort ihrer Wahl ziehen, das Internet benutzen oder Auto fahren dürfen oder im Notfall Anspruch auf irgendwelche Sozialleistungen hätten. Ferner ist auch nicht klar, ob nächste Woche noch immer Körperverletzung und Diebstahl verboten sind.
Oder in einer Familie gibt es absolut keine gemeinsamen Regeln – weder Essenszeiten noch Abreden, keine Klarheit darüber, wer in welchem Zimmer wohnt und was das für die anderen bedeutet, kein Anklopfen, kein Bitten, kein Danken. Es ist auch nicht klar, wer welche Aufgaben übernimmt (und ob überhaupt jemand irgendwelche Aufgaben hat).

In einem solchen Staat oder einer solchen Familie wäre es kaum auszuhalten. Unsicherheit und Angst wären dort ständige Begleiter.

Sowohl in Staaten als auch in Familien werden Regeln hin und wieder geändert. Im günstigen Fall geschieht das aus guten, nachvollziehbaren Gründen, z.B. weil eine Regel sich als weniger gut herausgestellt hat oder weil der Grund für eine Regel nicht mehr besteht. Nur ist zu hoffen, daß weder Staat noch Familie solche Änderungen von einem Menschen ohne nähere Überlegung über den Kopf der anderen hinweg beschließen lassen. (Zuweilen geschieht es leider doch; entsprechend nennt man den Verantwortlichen dann Diktator oder Haustyrann.)

In der Kirche gibt es klare Regeln. Sie sind verbindlich für das ganze Kirchenvolk, und sie sind seit längerer Zeit bewährt, als irgendein Staat besteht. Wenn sie geändert werden, dann nur nach viel gemeinsamem Nachdenken und Gebet und immer mit dem Blick auf Gott. Jede noch so kleine Regel der Kirche muss nach menschlichem Ermessen mit Gottes Willen in Einklang stehen.

Es gibt Dinge, die kann die Kirche nicht ändern, könnte es nicht einmal, wenn der Papst es wollte (will er allerdings auch nicht). Das sind die Sakramente, das ist ihre Verbindlichkeit. Eine Taufe bleibt Taufe, und Eucharistie bleibt Eucharistie, auch wenn sich herausstellt, daß der Priester, der sie gespendet hat, ein lasterhafter Zyniker ist. Das Siegel der Firmung ist nicht weniger existent und kostbar, wenn der Firmling eigentlich noch gar nicht begriffen hat, was das Ganze soll (ich spreche hier aus eigener Erfahrung). Die Absolution nach der Beichte ist wirklich vollkommene Vergebung, auch wenn der Priester nicht begriffen hat, was das Beichtkind gesagt hat, und auch, wenn das Beichtkind zu kleingläubig ist, an die Vergebung wirklich zu glauben. Die Krankensalbung ist nicht weniger wertvoll, wenn der Kranke sie nicht mitbekommt oder der Priester nicht daran glaubt. Eine Ehe wird nicht davon ungültig, daß einer der Partner Gefallen an einem anderen findet. Eine Weihe wird nicht einmal ungültig, wenn der Geweihte den Glauben verliert.

Was immer um mich herum und mit mir und durch mich geschieht, kann ich vollkommen sicher sein, daß die Sakramente ihren Wert behalten. Jeder Katholik, der seinen Glauben auch nur halbwegs ernst nimmt, kann sich hier ganz sicher sein: Die Sakramente sind, was sie sind, und sie sind göttlich.

Es gibt kirchliche Vorschriften, die grundsätzlich geändert werden können – wie man am II. Vatikanischen Konzil gesehen hat -, und auch da war die Kirche gut beraten, keine unüberlegten, überstürzten Änderungen vorzunehmen und nichts Wertvolles über den Haufen zu werfen. (Disclaimer: sie war, nicht „wäre gewesen“.)

Man sagt von alten Ehepaaren, daß sie einander immer ähnlicher werden. Die Kirche ist Braut Christi, und Christus ändert sich nicht. Er hat gesagt, daß die Kirche bleibt. Ihm glaube ich.

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Noch einmal zum Zölibat

Ein evangelischer Freund sprach mich auf meine engagierte Verteidigung des Zölibats an. In wohltuender Ruhe fragte er:

Was ich nicht verstehe/weiß ist, wie der Zölibat von RKK aus der Schrift her geleitet wird?
Die mir bekannten Stellen, die von Ämtern handeln, schreiben samt und sonders die Ehe mit einer (einzigen) Frau vor?

πρεσβυτέρος (Tit 1,6)
Ältester, Alter Mann
Vorsteher, Leiter

διάκονος (1Tim 3,12)
Diakon, Diener
Kellner

ἐπίσκοπον (1Tim 3,2)
Bischof, Aufseher
Wächter, Wache

Die katholische Kirche sieht als Grundlage des zölibatären Lebens (bei Priestern, geweihten Jungfrauen und Ordensleuten sowie bei Privatgelübden) Mt. 19,12, wo Jesus nach einigen klaren Worten über die Unauflöslichkeit der Ehe auf eine geradezu ehefeindliche Bemerkung aus Seinem Jüngerkreis hinzufügt: „Denn es gibt Verschnittene, die von Mutterleib so geboren sind; und es gibt Verschnittene, die von Menschen verschnitten sind; und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Reiches der Himmel willen. Wer es fassen kann, der fasse es!“ (So die Schlachter Bibelübertragung; die Einheitsübersetzung sagt es etwas g’schamiger: „Denn manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben sich selbst dazu gemacht – um des Himmelreiches willen.“ Schlachter ist hier nur scheinbar genauer; im Original steht εὐνοῦχος, Eunuch. Das Wort Eunuch – von εὐνὴ, Bett, und ἔχειν, haben, halten – bezeichnet ursprünglich jemanden, der keine sexuellen Kontakte hat, der allein im Bett liegt, „sein (eigenes) Bett hat“; die Bedeutung „Kastrat“ kam später hinzu. Jesus sagt also: Es gibt von Natur aus Eheunfähige, es gibt Kastraten, und es gibt Menschen, die sich selbst entschieden haben, „ihr eigenes Bett zu haben“, auf Sex zu verzichten – um des Himmelreiches willen. Und diese letzte Gruppe hat Jesus im Blick – der Verzicht um des Himmelreiches willen ist, wenn er freiwillig und im vollen Bewußtsein geleistet wird, eine gute, heiligende Sache.

Jesu Ehelosigkeit ist zwar nicht ausdrücklich in der Bibel beschrieben. Jedoch können wir davon ausgehen, da es nicht den geringsten Hinweis auf eine Verlobte oder Ehefrau oder Kinder Jesu gibt, daß Er in der Tat zölibatär lebte – um des Vaters willen. Einen Hinweis kann auch Markus 3,31-35 geben: Wer den Willen Gottes tut, ist für Jesus wie „Bruder und Schwester und Mutter“; die „Familie“ Jesu ist rein geistlich.

In 1 Kor. 7 geht der ebenfalls zölibatär lebende Paulus auf das Problem ein. „Der Unverheiratete sorgt sich um die Sache des Herrn; er will dem Herrn gefallen. Der Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt; er will seiner Frau gefallen. So ist er geteilt. Die unverheiratete Frau aber und die Jungfrau sorgen sich um die Sache des Herrn, um heilig zu sein an Leib und Geist. Die Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt; sie will ihrem Mann gefallen.“ Der Zölibatäre gibt sich ungeteilt Gott.

Der Priester, der ein Diener Gottes und zum Dienst an der Gemeinde beauftragt ist, kann als Zölibatär ungeteilt seinen Dienst tun, und er ist weit weniger erpressbar als ein Familienvater. In Zeiten der Verfolgung ist das bedeutsam – und solche Zeiten erlebt und erleidet die Kirche gerade sehr stark. Zudem ist es sicher rein organisatorisch schwierig, Verantwortung für Familie und Gemeinde zugleich zu haben.

Die junge Christengemeinde zur Zeit des Paulus kann ja noch nicht auf genug erfahrene zölibatär lebende Männer zurückgreifen; sie muss unter den Männern, die eben dazugehören, die geeignetsten aussuchen, um Presbyter, Diakone und Bischöfe zu ernennen. Und hier rät Paulus, eben solche zu nehmen, die einen sittlich reinen Lebenswandel vorweisen können, eine Frau (und nicht noch eine Nebenfrau oder eine geschiedene Frau) haben und deren Kinder es ihnen gleichtun. Solchen Männern traut Paulus einfach eher zu, unbescholten zu sein als Haushalter Gottes, nicht überheblich und jähzornig, keine Trinker, nicht gewalttätig, nicht habgierig, sondern gastfreundlich, das Gute liebend; besonnen, gerecht, fromm und beherrscht, sich an das zuverlässige Wort zu halten und in der Lage zu sein, in der gesunden Lehre zu unterweisen und die Widersprechenden zu überführen (vgl. Tit. 1,7-9 und 1 Tim. 3,1-4).

Der Zölibat ist in hohem Maße unangepasst – so unangepasst, wie die junge Kirche war. Er ist die klare Absage an das comme il faut fast jeder Weltanschauung, die katholische Kirche nicht ausgenommen (Eltern, die über den Wunsch ihrer Kinder nach zölibatärem Leben höchlich entzückt sind, dürften auch unter Katholiken die Ausnahme sein). Zölibat ist ein Gegenwicht zum modernen Normalmaß oversexed and underfed. Zölibat ist cool.

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Zweiter Adventsonntag

Gesegnete Zeit!
Zweiter Adventsonntag
Zweiter Adventsonntag

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Immaculata

Völlig vergessen hatte ich, daß ich ja zum heutigen Tag auch schon einen Choral geschrieben habe. Ich schreibe mehr, als ich behalte. Nun, hier ist er:

Immaculata
Melodie: Sei gegrüßt, du Gnadenreiche (GL 851)

Gott hat sie bewahrt aus Gnade,
Ehe sie empfangen war,
Dass die Erbschuld der nicht schade,
Die den Heiland uns gebar.

Die den Christus hat geboren,
Musste frei von Sünde sein,
Goldne Schale, unverloren,
Gottes Wohnstatt, heil und rein.

Hör, Maria, unser Flehen,
Bitt für uns den Sohn und Herrn!
Seine Wege lehr uns gehen,
Sei im Meer der Zeit ein Stern!

© Claudia Sperlich

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Mariä Empfängnis

Voll Sehnsucht harrte Israel schon lang.
Und zwei erhofften über lange Zeit
In ihrer liebevollen Zweisamkeit
Ein Kinderlachen, jungen Überschwang.

Sie wurden älter, blieben noch zu zweit…
In beider Herzen die Verheißung drang:
„Ihr sollt nun Eltern werden. Seid nicht bang!
Zu hohem Dienst wird euer Kind bereit.“

Da fühlte Anna sich von neuem jung,
Joachim fand in sich den alten Schwung,
Da wuchs ein Kind aus ihrer Liebe Schimmer.

Maria, fromm erzogen und belehrt,
Schon früh hast du im Herzen Gott geehrt.
Man sagt, der Tempel war dein Kinderzimmer.

aus: Zyklische Sonette, tredition 2016

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