Blumen- und Kräuterportraits

Noch einmal ein Blick auf meinen Balkon, diesmal mit Einzelportraits. Den unvergleichlichen Duft kann ich leider nicht transportieren.
Ich bin wirklich dankbar für diese Pracht, der Balkon ist eine tägliche Freude!

Zwei unbekannte Korbblütler und eine Strohblume,

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ein gelbes Miniröschen, schon leicht angegangen,

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eine von zahlreichen Blüten der Ballonblume,

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ein Zweig des üppigen Lavendels  (Bienen und Hummeln lieben ihn, Motten und Spinnen verabscheuen ihn – gut so!),

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eine Blüte einer kleinen Strauchrose,

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ein Blick auf die Aster,

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Rosmarin, im Hintergrund ein vorwitziger Parthenocissus,

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Basilikum, dringend nötig für Tomaten,

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Minze – ich habe es romantischerweise immer für eine marokkanische Art gehalten, aber wahrscheinlich ist es einfach Ackerminze,

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Salbei,

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biederer Schnittlauch.

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Berlin wird geweiht

Am 15. August wird Erzbischof Heiner Koch das Erzbistum Berlin dem Herzen Jesu und dem Herzen Mariä weihen. (Hoffen und beten wir, daß der Erzbischof, der zur Zeit ausgerechnet wegen eines angeschlagenen Herzens etwas kürzer treten muss, dann wieder bei guter Gesundheit ist und noch lange bleibt.)

Weihe bedeutet Hingabe. Wer sich weiht bzw. weihen lässt, will sich vollkommen auf den ausrichten, dem er geweiht ist. Wer sich als Christ Gott weiht, will sich an dem liebenden und barmherzigen, verzeihenden Gott ausrichten, der als Menschgewordener den Tod überwunden hat. Er sagt damit: Ich gehöre Ihm, ich will tun, was Er sagt. Nach katholischem Verständnis ist eine Ordens- oder eine Priesterweihe sakramental. Die Weihe von Gegenständen (Kommunionkelch, Osterwasser, Kirchengebäude etc.) ist nicht sakramental, aber sie ändert die Bedeutung des Gegenstandes. Der Kelch ist zunächst mal einfach ein Kelch, also ein Trinkgefäß (wenn auch in der Regel ein besonders schönes und wertvolles). Das Haus ist zunächst einfach ein Haus, selbst wenn es die Form einer Kirche hat oder mit dem Zweck der Unterbringung von Pfarrer und Pfarrbüro gebaut wurde. Das Wasser ist zunächst einfach Wasser. Durch die Weihe wird das Gebäude ausdrücklich Pfarrhaus oder Kirche, zu genau diesem Zweck dient es nun unter Gottes Segen. Der Kelch ist durch die Weihe dem ausschließlichen Gebrauch für die Kommunion vorbehalten. Das Wasser ist durch die Weihe Weihwasser und darf nicht mehr zum Kaffeekochen oder Putzen gebraucht werden.
Wer oder was in katholischem Ritus geweiht ist, gehört der Kirche, der Braut Christi.
Eine Weihe ist damit etwas anderes als ein bloßer Segen: Segnung bedeutet, den Schutz und Segen Gottes für eine Person oder Sache erbitten. Anders als bei der Weihe wird dadurch keine Wesensänderung bewirkt; ein gesegnetes Brot bleibt ein gewöhnliches Lebensmittel, ein gesegnetes Haus muss nicht kirchlichen Zwecken dienen, ein gesegneter Mensch ist nicht plötzlich Ordensbruder oder -schwester, Diakon oder Priester.

Das Erzbistum wird geweiht, nicht die politische oder geographische Einheit „Stadt und Land Berlin“ bzw. „Großstadt im Flachland“. Auch wenn diese Begriffe raumzeitlich zusammenfallen – wer dem Erzbistum aus religiösen oder weltanschaulichen Gründen nicht verbunden ist, obwohl er im gleichen Gebiet lebt, braucht sich nicht pikiert zu fühlen. Daß das Erzbistum und nicht die Stadt als soziales Gefüge in ihren politischen Grenzen geweiht wird, macht die Weihe zu einer Sache, die aus weltlicher Sicht ausschließlich die Kirche angeht, aus kirchlicher Sicht aber auch der Welt heilsam ist. Übrigens sind neben den Städten Aleppo und Detroit zahlreiche Länder (seit dem 4. September 1954 auch Deutschland) dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht, und ein Atheist müsste schon sehr weit Richtung Esoterik abdriften, um zu behaupten, das hätte geschadet.

Eine solche Weihe geschieht auch in Berlin nicht zum ersten Mal; 1934, 1944 und 1948 wurde das Bistum Berlin dem Herzen Jesu geweiht. Man könnte nun sagen: das war doch schon ein für alle Mal, braucht es eine neue Weihe? – Vor Gott sicher nicht. Aber vor den vergesslichen Menschen und in der veränderten Zeit schon.

Am 13. August dieses Jahres begeht das Erzbistum Berlin seinen 90. Geburtstag. Die Weihe wird am 15. August – dem Festtag des Unbefleckten Herzens Mariä – begangen. In einer Zeit, in der viele in mehr oder weniger durchgedrehter und schädlicher Manier auf die Pandemie reagieren, ist die Hinwendung zum realistischen und unendlich liebevollen Gottessohn und Seiner Mutter die sinnvollste Haltung. Ich möchte mir Maria zum Vorbild nehmen, die in Liebe und Demut aushielt unterm Kreuz und die seit dem Pfingstereignis Mutter der Kirche ist. Ich möchte mein Herz nicht schonen, wenn es darum geht, zu lieben und zu helfen, so gut ich kann, und möchte dabei immer wieder von Jesus lernen, dessen Herz für mich verwundet wurde.

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Noch mal einkochen

Einer befreundeten Ordensschwester brachte ich ein Glas meiner kürzlich hergestellten Aprikosenkonfitüre. Daraufhin fragte sie mich, ob ich Obst aus dem Garten wolle. So verbrachte ich den Donnerstagabend damit, Falläpfel zu sammeln und Pflaumen mit einem Obstkescher zu pflücken. Gestern abend putzte und schnippelte ich Äpfel, kochte Apfelmarmelade, entsteinte die Pflaumen, und heute vormittag machte ich – das erste Mal im Leben – Pflaumenmus. Vier Stunden Kochzeit! Der Vorteil daran ist: es kocht sich im Grunde alleine. Natürlich habe ich ab und zu hingeguckt, aber das wäre gar nicht nötig gewesen.

Beides ist hervorragend geworden, und ich bin sehr dankbar und fröhlich.

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Fleiß auf dem Balkon

Es wimmelt von fleißigen Arbeiterinnen auf den Blumen – Hummeln und Bienen! Besonders Aster mögen sie, ist auch sehr ergiebig.

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Vorschlag zum Einstellungskriterium

Mal angenommen, eine Frauenärztin bewirbt sich in einem Krankenhaus und wird gefragt:

Wenn eine Schwangere ihr Kind aus irgendwelchen Gründen nicht austragen will, was ist dann Ihre Reaktion?

Und mal angenommen, sie antwortet:

Dann werde ich die Frau erst einmal fragen, ob sie das ganz alleine entschieden hat. Wie ihr Partner dazu steht, ihre Familie. Wenn sie durchblicken lässt, daß sie auf Druck des Partners, der Eltern oder sonst jemandem handelt, werde ich ihr erklären, daß sie selbst – und absolut kein anderer – entscheiden soll. Außerdem werde ich ihr sagen und zeigen, wie ihr Kind in dem Moment des Gespräches aussieht, wie es mit vier, mit sechs, mit zwölf Wochen aussieht. Wenn bei dem Kind eine Krankheit oder Behinderung sicher oder auch wahrscheinlich ist, werde ich sie über Therapiemöglichkeiten informieren und ihr die Chancen eines Menschen mit dieser Behinderung oder Krankheit erklären. Und ich werde ihr sowohl die Rechtslage in Deutschland erklären – also daß Abtreibung immer eine Straftat darstellt, die nur unter bestimmten Umständen nicht geahndet wird – als auch alle möglichen Wege zeigen, das Kind am Leben zu lassen. Ich werde sie über Babyklappen, Pflege- und Adoptionsmöglichkeiten informieren, aber vorher werde ich versuchen, sie für ihr eigenes Kind zu begeistern. Ich werde ihr zeigen, was es für Hilfsmöglichkeiten für Mütter in Schwierigkeiten gibt.

Und angenommen, sie bekommt dann die Antwort:

Gut! Ich habe den Eindruck, Sie passen hervorragend in unser Team. Kommen Sie bitte am Montag zur Frühschicht und finden Sie sich dann um 9.00 Uhr noch einmal hier ein, um den Papierkram zu erledigen.

Wäre das so schlimm?

Bei den Grünen läuft gerade eine Debatte, ob man Einstellungen von Ärzten in Krankenhäusern von der genau gegenteiligen Haltung abhängig machen sollte. Mit anderen Worten: Ob es für die Einstellung eines Arztes relevant sein soll, daß er zur Mitwirkung an Abtreibungen bereit ist. Bis jetzt ist das nicht so, bis jetzt darf ein Arzt sein Gewissen auch im Beruf nutzen, und wenn es ihm sagt, daß er keinen Menschen töten darf, auch keinen ungeborenen, dann darf er auch bei der Arbeit darauf hören.

Dafür, daß Abtreibungswilligkeit in Baden-Württembergs Krankenhäusern zum Einstellungskriterium wird, sprechen sich aus:
Kirsten Kappert-Gonther, Sprecherin der Grünen für Gesundheitsförderung
Ulle Schauws, frauenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen
Ricarda Lang, stellvertretende Bundesvorsitzende der Grünen und frauenpolitische Sprecherin

Für die Beibehaltung der Gewissensfreiheit auch für Ärzte sprechen sich folgende Grünen aus:
Theresia Bauer, Wirtschaftsministerium
Bärbl Mielich, Sozial-Staatssekretärin
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident

In der Debatte wird für die „ausreichende Versorgung“ mit abtreibungswilligen Ärzten auch der Sicherstellungsauftrag bemüht. Nun bin ich keine Juristin, aber ich glaube nicht, daß ein Straftatbestand vom Sicherstellungsauftrag gedeckt werden kann. Allerdings ist nicht nur bei zahlreichen Grünen schon lange „unter gewissen Umständen straffrei“ gedanklich zu „unter allen Umständen erlaubt“ geworden. Daß es sich bei einer Abtreibung regelmäßig um die Tötung eines unschuldigen Menschen handelt, ist in der Diskussion meist nicht mehr relevant.

Die Grünen reden viel von Toleranz. Ich sehe an „Abtreibungswillig oder arbeitslos“ nichts Tolerantes, weder dem arbeitsuchenden Arzt gegenüber noch dem Kind gegenüber, das bei einer Abtreibung stirbt. Echte Toleranz gegenüber der Schwangeren, die im Handumdrehen einen Schein bekommen hat (es geht wirklich extrem leicht, viel schneller als Erstausstattung beantragen, wie ich von Betroffenen weiß), ist das auch nicht. Die bestünde, wenn man sagen könnte: „Ich ertrage deine ablehnende Haltung zu deinem Kind, teile sie aber nicht.“

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Aprikosen

Bei der Lebensmittelrettung Sirplus gab es heute außerordentlich gutes Obst und Gemüse, darunter massenhaft Aprikosen. Nun sind Aprikosen in der Regel teuer, bei Sirplus aber günstig, und ich mag sie sehr gerne – also kaufte ich viel davon.

Und dann war die züchtige Hausfrau am Walten! Entsteint waren es – abzüglich des kleinen Schälchens voll, das ich zum Vernaschen zurückbehielt – neun Kilo. Neun Pfund Gelierzucker waren schnell gekauft – und nun habe ich Konfitüre. Massenhaft. Die Töpfe und der Herd sind auch wieder sauber. Und ich weiß mal wieder, daß Einkochen immer länger dauert als man eigentlich vorhatte. Aber es lohnt!

Schwierig ist es auch nicht. Zwei Teile Obst, ein Teil Gelierzucker, aufkochen, eine Weile köcheln lassen, abfüllen.

Das könnte bis zum nächsten Sommer reichen.

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Miez!

Oder: Wenn der Herr ein Kätzchen fangen will…

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Vanitas

Den Amselschädel habe ich schon lange; kürzlich habe ich ihn golden angemalt und mit Öl behandelt. Und nun war mir mal wieder nach Vanitas-Bildern.

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Vanitas vanitatum, omnia vanitas!

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Blumensucht und Bürgersinn

Ein bißchen Platz war noch auf dem Balkon, und so habe ich noch drei Minirosen gekauft – und zwei hat mir die Blumenfrau dazugeschenkt, weil sie schon so weit offen waren.

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Außerdem habe ich Zinnien gekauft, um mich an einer Bürgerinitiative zu beteiligen, die den Friedrich-Wilhelm-Platz pflegt und hegt. Darauf kam ich neulich, als ich sah, wie jemand aus der Bürgerinitiative gerade die schon von anderen Blumenfreunden angepflanzten Blumen goß. Ich sagte, daß mich das freut, und er meinte, unter dem Baum sei noch Platz, und ich könne gerne mitmachen. Nun bin ich zwar nicht Mitglied in der Bürgerinitiative, habe aber Initiative ergriffen und freue mich darüber. Und zu viel Blumen kann es ja, wie mein Nachbar bemerkte, gar nicht geben.

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Balkonia wird erneuert

Nachdem mein Versuch, bienenfreundliche Blumen vom Samen großzuziehen, von Hörnchen und Vögeln sabotiert wurde (beide gingen davon aus, nur für sie habe ich das leckere frische Grünzeug dort wachsen lassen), habe ich nun Blumen und Kräuter gekauft. Neue Erde auch. Und nun habe ich neben dem gut gedeihenden Rosmarin, der üppigen Minze und dem sich hoffentlich erholenden Salbei (nicht im Bild) noch eine Reihe anderer schöner und wohlschmeckender Pflanzen.

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Was beim Auspflanzen abbrach, bekommen Anna, Maria und Jesus.
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