Katholische Feiertage verstehen: zwei Vorträge

ACHTUNG: DER VORTRAG „UNBEFLECKTE EMPFÄNGNIS“ FINDET WEGEN QUARANTÄNE AUF SKYPE STATT!

Freitag, 30. Oktober, 18.00 Uhr

Wer braucht überhaupt Selige und Heilige? – Gedanken zur Vorbereitung auf das Hochfest Allerheiligen

Freitag, 27. November, 18.00 Uhr

Unbefleckte Empfängnis – kann man das heute noch glauben? – Gedanken zur Vorbereitung auf das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria

Referentin: Claudia Sperlich

Vorträge in St. Marien am Behnitz (Behnitz 9, 13597 Berlin)

Eintritt frei – keine Voranmeldung nötig

Wer möchte, kann den Flyer ausdrucken und ihn seinen Gemeindemitgliedern aufdrängen, den Gemeindesaal damit tapezieren und einzelne Exemplare von den Dächern werfen. (Die Referentin übernimmt keine Haftung.)

Oder ihn ganz einfach im Vorraum der Kirche auslegen.

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Programmhinweis: Schwierige Päpste

Am 17. November 2020 um 20.30 Uhr sendet Radio Horeb den fünften Teil meiner Mittelalter-Reihe: Schwierige Päpste. Wie immer wird die Sendung auch danach als Podcast abrufbar sein.

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Rosenkranzgebet in St. Marien

In meiner Heimatgemeinde wird jeden Samstag vor der Vorabendmesse der Rosenkranz gebetet. Seit einigen Jahren bin ich die Vorbeterin (ein Amt, das mir in freundlicher Art auferlegt wurde und das ich nun eben habe). Wegen Corona ruhte das Rosenkranzbeten eine Weile, nun fing es wieder an.

Ich stellte fest, daß ich als Vorbeterin allein war. Entweder wirklich allein in der Kirche, oder gemeinsam mit anderen, die gar nicht den Rosenkranz beten wollten. Also beschloss ich zunächst, die Sache aufzugeben.

Ich sprach mit meinem Beichtvater darüber. Er ermutigte mich zum Weitermachen mit der Auskunft: In allen Gemeinden, in denen das Rosenkranzgebet nicht mehr gepflegt wird, verschwinden allmählich auch alle anderen Aktivitäten der Gemeinde.

Das wollte ich nicht riskieren. Nun, nach einem weiteren Gespräch mit unserem Pfarrer, handhabe ich es so: Ich komme wie immer am Samstagabend, um 17.45 beginnt das Rosenkranzgebet – und ob ich laut vorbete, mit oder ohne Mikrophon, oder leise bete, entscheide ich vor Ort.

Gestern betete mit mir – und ohne Mikro – ein junger Mann, den ich nicht kannte und der zur Beichte wollte und davor noch Zeit hatte. Er wußte offensichtlich, wie der Rosenkranz gebetet wird, setzte sich so nah neben mich, wie unter Coronabedingungen sinnvoll, und wir beteten die Gesätze im Wechsel vor. Es war für mich der schönste, innigste Rosenkranz seit langer Zeit. Der Mann sagte, das Gebet habe ihn sehr zur Ruhe gebracht.

Ich werde es auch in Zukunft so handhaben. Samstags da sein und den Rosenkranz beten auf die Art, die mir in dem Moment sinnvoll erscheint. Natürlich freue ich mich über Mitbeter, vor allem solche, die sich nicht so weit wie möglich weg von mir setzen und so leise beten wie es geht und die nicht irritiert sind, wenn ich das Fatimagebet einfüge oder auch mal nicht einfüge. Aber wenn sie wegbleiben, bete ich halt alleine. Besser als kein Rosenkranz ist das allemal!

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Organisierte Nachbarschaftshilfe

Das Portal nebenan.de hilft überall in Deutschland – in Ost und West -, wenn man in der näheren Umgebung Hilfe sucht oder anbietet – Keller aufräumen, Akkuschrauber leihen, Tiere versorgen, alles Mögliche verschenken oder verkaufen, einen Tip bekommen für gutes Handwerk oder was auch immer. Darüber hinaus kann man hier auch Treffen aller Art finden (Strickclub und Skatrunde, Vorträge und Führungen usw.).

Bei der Anmeldung gibt man seine Postleitzahl an und wird dann mit Teilnehmern in der Nähe vernetzt. Über einen Filter kann man auch herausfinden, welche Teilnehmer in der selben Straße wohnen wie man selbst.

In meinem Keller standen Regalbretter und Teile eines alten Bettes herum sowie ein kleiner Schreibtisch. Da traf sich gut, daß ein Tischler ständig dergleichen sucht – zum Aufarbeiten, Umarbeiten, Neues aus Altem schaffen – und wenn das alles nicht geht auch zum Verheizen. Nun ist mein Keller wieder betretbar, ohne daß ich einen Finger gerührt hätte, um das Zeug nach oben zu schleppen, und besagter Tischler hat seine helle Freude daran. Auf Denglisch nennt man das eine „Win-Win-Situation“. Auch eine Säge und ein Zollstock finden demnächst ein neues Heim – da ich nicht mehr einsehen wollte, zwei Zollstöcke und zwei Fuchsschwanzsägen aufzubewahren. Auch einige Kleidungsstücke bin ich losgeworden. Und ich kenne jetzt einen Handwerker in der Nähe – unschätzbar!

Das Portal hilft zum im besten Sinne nachbarschaftlichen Leben.

Im Kleinen bin ich den Menschen dankbar, die die Idee zu nebenan.de hatten und ausführten. Im Großen bin ich jenen dankbar, durch deren Mut Deutschland nicht mehr aus zwei einander beargwöhnenden, durch eine Mauer getrennten Nachbarn besteht, sondern jeden unbehelligt in das einstige „Drüben“ fahren lässt. (Als junge Frau stellte ich amüsiert fest, daß „Drüben“ nicht nur der Wessi-Ausdruck für die DDR war, sondern auch der Ossi-Ausdruck für die BRD – von Linientreuen beider Seiten mit einer Mischung aus Abfälligkeit und Mitleid ausgesprochen.)

Wenn wir es schaffen, im eigenen Kiez aufs Freundlichste mit Menschen zu kommunizieren, deren Lebensstil man vielleicht nicht teilt, einander zu helfen über alle Verschiedenheit hinweg, dann sollte es doch zwischen Ost und West auch klappen.

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Seltsame Birnen

Bei Sirplus erstand ich sehr günstig Birnen – hervorragende, süße, makellose Birnen. Sie sehen nur komisch aus und sind deshalb im normalen Handel nicht verkäuflich.

Verrückte Welt: Ohne solche Läden wie Sirplus würden diese wundervollen Birnen weggeworfen. Müll, weil sie nicht die übliche Birnenform und -Größe haben!

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Altweibersommer

Spätsommer, Frühherbst – ich nenne diese wundervolle Jahreszeit gerne mit dem altmodischen Namen. Eigentlich leitet er sich von den herumfliegenden Spinnweben (wîben, weiben) ab, und von Weben leitet sich angeblich auch das Wort „Weib“ (die mit der gewebten Haube) ab. Wie auch immer – ich freue mich, daß alte Weiber wie ich mit einer so schönen Jahreszeit in Verbindung gebracht werden. Die Rosen auf meinem Balkon blühen zum zweiten Mal, und irgendwie ist alles in einem rosigen Licht.

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Keine Bildung, aber große Schnauze

Heute vormittag war ich beim Engelamt in St. Marien-Behnitz. Das war nun das vierte Mal aus Anlass des Marsches für das Leben – und diesmal hatten irgendwelche komischen Leute es gemerkt und Sprüche an die Kirche geklebt.

Ja klar: Mein Körper, meine Entscheidung. Da sind wir uns einig, aber:
Der Körper eines anderen, nicht meine Entscheidung.

Nein. Einen Menschen vernichten ist kein Menschenrecht. Logisch, oder?

OK, an das A am Ende haben sie gedacht, das ist bloß runtergefallen (zu wenig Tapetenkleister! In meiner Jugend hätte man sorgfältiger gearbeitet!) – aber sonst? 

Also, Mädels: in terrā, Ablativ! terrae wäre Genetiv oder Dativ, passt beides nicht. Sodann: Wenn Ihr schon eure Gebärmutter anbetet, dann bitte richtig. „fiat libertas tua“, „deine Freiheit werde / geschehe“ ist unlogisch, wenn man – wie Ihr – Freiheit als etwas zu Erkämpfendes, zu Erarbeitendes sieht. Sieht man sie wie ich als Wesensmerkmal Gottes, kann sie auch nicht „werden“ oder „geschehen“, weil sie dann schlichtweg ist. Dürfte bei gebärmutterförmigen Gottheiten ebenso sein.

Ich würd ja jetzt gerne fragen: quisnam cynaedus vobis est magister Latinitatis? – aber so schlimme Wörter kenne ich ja gar nicht.

Also, Mädels: Wenn Ihr Euch über das Vaterunser lustig machen wollt, bitteschön – aber dann müsst Ihr schon auch Latein können. Oder meinethalben Griechisch.

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Tötungsstatistiken

Deutschland 2019:

100893 Abtreibungen

Stellen Sie sich vor, in einem Jahr stürzen 214 Jumbo-Jets neuester Bauart ab (voll besetzt bei 470 Sitzplätzen). Ich nehme an, Sie wären beunruhigt.

Stellen Sie sich weiterhin vor, Ihnen wird wahrheitsgemäß berichtet, daß diese Zahl signifikant niedriger sei als noch vor fünf oder gar zehn Jahren. Und das zeige doch, daß im Grunde alles in Ordnung sei und man sich wegen der paar Abstürze nicht so schrecklich aufregen müsse. Ich nehme an, Sie wären irritiert.

Mein Beispiel mit den abstürzenden Flugzeugen entspricht der Zahl der durch Abtreibung getöteten Menschen und einem immer wiederkehrenden Argumentationsmuster.

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Die Beelitzer Heilstätten

Keine Angst, ich habe nicht Tuberkulose. Die verfallenen, nun im denkmalgeschützten Wiederaufbau befindlichen Beelitzer Heilstätten waren neulich das Ziel eines wundervollen Betriebsausfluges. Ruinen des 19. Jhs., zugleich sehr gepflegte Wege und ein zauberhafter Park – das entspricht ganz meinem Faible für Steampunk und Gothic Novel.

Statt halbgar darüber zu berichten, was man vor Ort bei einer Führung genauer erfahren kann, zeige ich heute nur Bilder (groß werden sie durch Draufklicken).

Ein wundervoller Tag! Da werde ich wieder hinfahren – möglicherweise sogar mit dem Fahrrad. So schrecklich weit ist es nicht von Berlin entfernt. Führungen sind erschwinglich und sehr informativ – und wer die Ruinen nicht betreten will, mit Wegen und Park und Baumwipfelpfad zufrieden ist, braucht nichts zu zahlen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Baum und Zeit!

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Hörnchen mit Fellschaden

Oberarm und Oberschenkel rechts sehen deutlich abgewetzt aus. Aber sonst wirkt Hörnchen gesund – und jedenfalls hat es einen gesunden Appetit!

Dafür musste es sich allerdings bis direkt hinter den Laptop wagen (da liegen die Nüsse). Obwohl ich da saß, das riesige, möglicherweise hörnchenverzehrende Monster! Ging aber nochmal gut.

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