Weihnachtsoktav 2024

So arm an Glauben und so reich an Schlachten
Scheint diese Welt, so hemmungslos im Mord!
Ein neuer Schrecken flammt an neuem Ort,
Gleich wieviel Fromme in Gebeten wachten.

Und dennoch gilt die ewig gute Kunde
Von Hirten, die zum Kind sich ließen lenken,
Von Weisen, die es ehrten mit Geschenken,
Von der Geburt zu einem neuen Bunde.

Beherrscht scheint alles von Gewalt und Kriegen,
Und überall scheint Liebe zu erliegen,
Die laute Meinung zwingt die Wahrheit nieder.

Doch Wort und Wahrheit kam als Kind zur Welt,
Und auch wenn alles gegen Gott sich stellt:
Er, Wahrheit, Weg und Leben, Er kommt wieder.

© Claudia Sperlich

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Unschuldige Kinder

Melodie: Aus tiefer Not

Die Kinder, die vom Mutterschoß
Aus dieser Welt genommen,
Betrogen um ihr Menschenlos –
Herr, lass sie zu Dir kommen!
Neig ihnen zu Dein Angesicht,
Lass leben sie in Deinem Licht,
Gib ihren Seelen Frieden.

Die Menschenknospen, wehrlos klein,
Zerrissen, ungeboren,
Sie lebten durch Dein Wort allein –
Herr, gib sie nicht verloren!
Wo Menschenschuld den Tod gebracht,
Erweise Deine Lebensmacht,
Führ sie zur ewgen Freude.

Führ auch an Deiner Vaterhand
Auf Deine guten Wege,
Die diesen Kleinen aberkannt
Die Liebe und die Pflege.
Geh nicht an ihrer Not vorbei,
Lass sie bekennen und verzeih,
Gib ihren Seelen Frieden.

© Claudia Sperlich

Anders gesagt:

Herodes

Leitet heute eine Klinik,
Spezialist für Kindermord,
Mifegyne, Curettage,
Mütterschonender Abort:

Schwerbehindert! Zuzumuten
Ist das seinen Eltern nicht.
Dies hier wär Karrierehemmnis,
Ist ein überflüssger Wicht.

Jenes passt grad nicht ins Leben,
Da man rote Zahlen schreibt.
Dieses wieder soll nicht bleiben,
Weil der Vater sonst nicht bleibt.

Und ihn preisen Spiegelleser,
Bundestag und Ethikrat,
Keiner, der nicht selber eben
Menschenrechte laut vertrat.

© Claudia Sperlich

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Hörnchen bekommt keinen Johanneswein!

Aber Nüsse sind ja auch gut.

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Johanneswein

Heute feiert die Kirche den Apostel und Evangelisten Johannes, den einzigen unter den Zwölf,  der zwar im Exil,  aber eines natürlichen Todes gestorben ist. Von ihm sagt die Legende,  man habe ihm vergifteten Wein gegeben, der habe ihm aber nicht im mindesten geschadet. Daraus hat sich ein Brauchtum entwickelt.

Nach der Messe segnet der Priester eine Flasche Wein (oder mehrere, Segen schadet nie) und verteilt ihn in kleine Gläser. Schnapsgläser eignen sich, wenn die Messe morgens stattfand! (Es handelt sich dabei nicht um eine Wandlung wie in der Messe, sondern weiterhin um Wein.) Jeder, der will,  bekommt ein Gläschen.

Dann spricht der Priester: „Trinkt die Liebe des heiligen Johannes!“, und der Wein – selbstverständlich unvergiftet – wird getrunken.

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St Stephan

Melodie: O Licht der wunderbaren Nacht

Ein Diener der Gerechtigkeit,
Der Armen gab ihr Eigen,
War er in Wort und Tat bereit,
Das Liebeswerk zu zeigen,
Das Jesus an der Welt vollbracht.
Gott hat zum Boten ihn gemacht
Der Wahrheit und der Liebe.

Vom Geist der Wahrheit brannte er,
Zu lehren und zu dienen,
Und ohne Furcht bekannte er:
Der Herr ist uns erschienen –
Messias, Christus, Menschensohn,
Der Auferstandne auf dem Thron,
Der Ewige Gerechte.

Wer wie ein Engel rein und echt
Des Herren Wort verkündet,
Wer furchtlos, wahrhaft und gerecht
Den Glauben klar begründet,
Wer treu bleibt auch in Todesleid
Und seinen Gegnern gern verzeiht,
Der sieht den Himmel offen.

© Claudia Sperlich

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Wahrer Mensch und  wahrer Gott

Nicht ein Gott,  der sich als Mensch verkleidet wie in den Göttersagen der Griechen. Nicht ein Mensch mit erstaunlichen, fast göttlichen Fähigkeiten.  Sondern der eine allmächtige Gott,  der aus Liebe zu den Menschen selbst Mensch wurde, der sich von der befruchteten Zelle zum geburtsreifen Kind entwickelte,  der Windeln brauchte und gestillt wurde,  später Gehen und Sprechen lernte, dann das Handwerk Seines Pflegevaters, und als Erwachsener der größte Lehrer wurde und schließlich einen furchtbaren Tod auf sich nahm, um uns zu erlösen.

Nicht ein gottähnlicher Mensch, und nicht ein menschenähnlicher Gott,  sondern wahrer Gott und wahrer Mensch – ohne Anfang und Ende in der göttlichen Natur,  und mit Geburtstag (und etwa 33 Jahre später Todestag) in der menschlichen Natur.

Empfangen, geboren,  gestorben,  auferstanden, zum Himmel gefahren.  Er wird wiederkommen.

Frohe Weihnachten!

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Schöne Bescherung!

So viele liebe Menschen haben mich großzügig bedacht!

Der Weihnachtsbaum ist mein Rosmarin,  den ich kürzlich vom Balkon geholt habe, um wenigstens einmal einen Rosmarin heil über den Winter zu bringen.

Und bis zur Mitternachtsmesse ist noch Zeit,  da kann ich schon die Bescherung schön aufbauen und auspacken. Kaffee,  Tee,  Bücher,  Kalender, ein Buchgutschein, ein Kreuzanhänger, Lebkuchen,  Eiserkuchen… und so viele liebe Grüße!

Gott segne all die freundlichen Geber!

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Frohe Weihnachten!

Melodie: Lob erschallt aus Hirtenmunde (GL 740)

Der Messias ist geboren –
Liebe,  die uns Gott geschworen!
Der Sein Volk nicht gibt verloren,
liegt im Stall in Bethlehem.

Er, den die Propheten künden,
der erlöst von allen Sünden,
der das Friedensreich wird gründen,
ist ein neugebornes Kind.

Er, zu dem die Hirten kommen,
die des Engels Wort vernommen,
hat als Hirt uns angenommen,
hütet uns und macht uns frei.

Er, zu dem die Weisen streben,
wird uns Seine Weisung geben,
und Sein Wort ist unser Leben,
Er ist unsres Lebens Ziel!

Er will sich als Mensch vereinen
mit den Schwachen und den Kleinen,
und Sein Licht wird uns bescheinen –
wahrer Mensch und wahrer Gott!

 © Claudia Sperlich

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Vierter Sonntag im Advent

Du Hirte Israels, höre! Der du auf den Cherubim thronst, erscheine!
Wecke deine gewaltige Kraft und komm zu unserer Rettung!

Gewaltige Kraft, nicht unsere popelige Menschenmacht, ist nötig, damit Frieden wird. Ich will trotz allem darauf vertrauen,  dass diese Kraft von Gott kommt – vom Kind in der Krippe,  vom Mann am Kreuz,  von Jesus,  der wiederkommen wird in Herrlichkeit.

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Magdeburg

Gestern Abend wurden auf einem Weihnachtsmarkt in Magdeburg über siebzig Menschen Opfer eines Terroristen,  der mit dem Auto ungebremst durch die Menge fuhr. Ein Erwachsener und ein Kleinkind starben.  Von den zahlreichen Verletzten sind fünfzehn schwerverletzt, es wird möglicherweise noch mehr Tote geben. [edit: Inzwischen ist von fünf Toten und etwa 200 Verletzten die Rede.]

Der Täter: 50 Jahre alt, stammt aus Saudi-Arabien,  lebt seit 2006 in Deutschland, hat unbefristete Aufenthaltsgenehmigung.

Aaaah, natürlich, so einer…

Nein,  eben nicht.

Der Täter: Facharzt der Psychiatrie,  extremer Islamkritiker, wirbt für die AfD, zitiert Alice Weidel affirmativ.

Es ist egal, welchem Extremismus man anhängt – am Ende müssen Unschuldige dran glauben.

Ich rief gestern Abend auf Facebook zum Gebet auf. Eine Frau kommentierte:

Hilft nicht. Hat nicht geholfen, den Anschlag zu verhindern. Wird auch nicht helfen, weitere zu verhindern.

Das ist eine Instinktlosigkeit, die nicht weit von der Geisteshaltung „Fremdes Leid geht mich nichts an“ entfernt ist. Natürlich kann ich nicht erwarten,  dass jeder Gebet für sinnvoll hält. Aber man muss nicht immer und überall seine Meinung kundtun. Man muss auf einem Begräbnis nicht sagen, dass man den Toten nicht mochte, und man muss einen Aufruf zum Gebet für Opfer und Angehörige nicht ins Lächerliche ziehen.

Stattdessen könnte man fragen, warum Christen überhaupt beten,  und warum sie es immer nach Katastrophen tun. Man könnte dann die Antwort bekommen: Weil Christen glauben,  dass Gott ihr Gebet hört. Weil sie glauben,  dass Trost nicht nur für sie selbst daraus entstehen kann. Weil sie auch an Wunder glauben,  aber das ist genau in diesem Fall nicht das Wichtigste.  Weil sie glauben,  dass die Bitte um Gottes Segen für die Opfer Sinn hat auch dann, wenn die Beter selbst den Sinn nicht sehen.

Wenn die Christen hier irren, ist es besser (medizinisch nachweisbar heilsamer und angenehmer), im Irrtum zu verharren. Wenn Atheismus auf der Wahrheit beruht,  ist die Wahrheit gesundheitsschädlich und ungenießbar. Dann irre ich mich lieber.

Und wenn das Christentum die Wahrheit kündet, dann ist die Wahrheit schön und gut und ewig und am Ende stärker als jeder Terror. Dann bleibe ich lieber bei der Wahrheit.

Ich bete für die Opfer jenes Terroristen, für ihre Freunde und Angehörigen,  für die verwaisten Eltern. Ich versuche auch, für den Terroristen zu beten, und hoffe, dass er sein Unrecht einsieht und bereut.

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