Morgen: Marsch für das Leben!

Ich habe mir für diesmal einen Rollstuhl geliehen,  denn meine Knie schaffen solche Strecken nicht mehr. 

Warum ich überhaupt für das Lebensrecht auf die Straße gehe, habe ich oft erklärt. Man kann auf diesem Blog unter den Schlagwörtern Abtreibung, Lebensrecht,  Lebensschutz einiges dazu finden.

Derzeit ist eine Partei laut gegen Abtreibung,  die zugleich explizit die Starken, Gesunden der eigenen Ethnie (wie immer man das bestimmen mag) bevorzugt. Diesen Leuten möchte ich als Epileptikerin mit Arthrose und kaputter Schilddrüse den Lebensschutz schon aus Selbstschutz nicht überlassen.

Andere werden die Teilnehmer des MfdL beschimpfen und angreifen. Sie werden von einem Recht auf die Vernichtung Ungeborener sprechen und sich dabei überaus menschenfreundlich vorkommen. Ihnen möchte ich als Verhütungspanne deutlich widersprechen. 

Lebensrecht ist kein Exklusivrecht für jene, die von wirtschaftlichem Nutzen sind. Auch nicht für jene, die keine unvorhergesehenen Kosten verursachen. Auch nicht für jene, die erwünscht und passend sind. Lebensrecht ist wie Menschenwürde vom Anfang bis zum natürlichen Ende des Lebens unverlierbar.

Marsch für das Leben!

Veröffentlicht unter HÖLLISCHES, KATHOLONIEN, WELTLICHES | Verschlagwortet mit , , , , , , | 13 Kommentare

Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat

So heißt es im Evangelium, als Jesus das Ährenraufen am Sabbat durch seine hungrigen Jünger verteidigt. Wer aber ist der Menschensohn?

Im Ersten Testament hat diese Bezeichnung verschiedene Bedeutungen. Bei Hiob 25,1-6 ist der Menschensohn einfach der hinfällige und sündhafte Mensch im Gegensatz zum reinen und machtvollen Gott.

In Psalm 80,16-18 weist der Ausdruck schon auf Jesus hin, auch wenn er allgemein als Bitte für einen gottgefälligen Menschen verstanden werden kann: Beschütze, was Deine Rechte gepflanzt hat, und den Sohn, den Du Dir stark gemacht! Die ihn im Feuer verbrannten wie Kehricht, sie sollen vergehen vor Deinem drohenden Angesicht. Deine Hand sei über dem Mann zu Deiner Rechten, über dem Menschensohn, den Du Dir stark gemacht.

Bei Hesekiel ist Menschensohn durchgehend die Anrede des Propheten durch Gott. Hier bedeutet das Wort einerseits, daß der Prophet eben ein Mensch ist, der nicht aus eigener Kraft, sondern durch Gottes Gnade die prophetische Gabe erhält. Andererseits wird der Menschensohn hier immer dem gefallenen Israel gegenübergestellt – durchaus schon ein Hinweis auf den Menschensohn Jesus.

Bei Daniel 7,13-14 lesen wir eine klare Ankündigung Jesu Christi: Immer noch hatte ich die nächtlichen Visionen: Da kam mit den Wolken des Himmels / einer wie ein Menschensohn. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten / und wurde vor ihn geführt. Ihm wurden Herrschaft, / Würde und Königtum gegeben. Alle Völker, Nationen und Sprachen / dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige, / unvergängliche Herrschaft. / Sein Reich geht niemals unter.

Bei den Evangelisten ist Menschensohn immer die Selbstbezeichnung Jesu als Messias und Weltenrichter. Dem entspricht der Ausruf des Stephanus (Apostelgeschichte 7,56): Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. Und schließlich ist Menschensohn in der Offenbarung des Johannes 1,13 und 14,14 die Bezeichnung des königlichen Weltenrichters.

Herr über den Sabbat (und über alles andere) ist also Jesus Christus. Aber Herren und Herrinnen über den Sabbat sind auch die Menschen, die Ihm folgen. Das bedeutet nicht, daß wir beliebig mit dem Feiertagsgebot umgehen dürfen. Vielmehr sind wir – durch unsere Taufe königlich und priesterlich – ermächtigt und verpflichtet, den Feiertag zu heiligen als einen Tag zur Ehre Gottes und zum Heil der Menschen – und dabei zu bedenken, was diesem Tag in diesem Augenblick, dieser Situation angemessen ist.

Veröffentlicht unter KATHOLONIEN | Kommentare deaktiviert für Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat

Mal wieder ein Geburtstagsgedicht für den Herrn Alipius.

In der Torenworte Brandung
Schafft er punktgenaue Landung
Mit dem klugen Argument,
Sachlich meist,  auch mal polemisch,
Niemals aber stolz und hämisch –
Treu dem Herrn,  den er bekennt.

Durch barocke Bilderfülle
Zeigt er uns: die Erdenhülle
Ist nicht nur ein Jammerort!
Gutes, Schönes will er zeigen,
Will die Wahrheit nicht verschweigen,
Und er feiert Gottes Wort.

Mit Dir feiern würd ich gerne,
Wäre Wien nur nicht so ferne!
Vorerst funktioniert es nicht.
Ob wir uns noch sehen werden?
Sicher! Wenn schon nicht auf Erden,
Spätestens in Gottes Licht.

© Claudia Sperlich

Veröffentlicht unter KATHOLONIEN, LITERATUR | Verschlagwortet mit , , , | 3 Kommentare

Keine halben Sachen!

Josua 24,14-29

Matthäus 19,13-15

Heute hören wir, wie Josua das Volk Israel auffordert,  Gottes Bund ganz und gar treu zu sein oder aber es ganz zu lassen und anderen Göttern zu folgen. Halbe Sachen will er nicht! Und obwohl Josua auch von Gottes Strenge spricht, wollen alle diesem einen Gott folgen, der ihnen schon so wunderbar beigestanden hat (was die Götzen der Nachbarvölker erfahrungsgemäß nicht tun).

Jesus weist seine Jünger zurecht, die Ihn vor vermeintlich nervenden Kindern schützen wollen,  der Meister braucht ja Seine Ruhe,  werden sie gedacht haben.  Aber Jesus findet die Kinder überhaupt nicht nervig, im Gegenteil,  Er stellt sie als Beispiel des Glaubens dar, Er segnet sie, und man darf sich vorstellen, daß Er auch auf kindliche Fragen und kindliche Nöte eingeht.

Auf den ersten Blick haben Lesung und Evangelium nichts miteinander zu tun.  Aber was Josua fordert,  ist ein vollkommenes Vertrauen auf Gott.  Dies Vertrauen haben kleine Kinder im günstigen Fall zu Vater und Mutter. Mama weiß das, Papa kann das!

Jesus, der Seinen und unseren Vater mit „Abba“, Papa, anredet, will, daß wir zu Gott ein ganz kindliches Vertrauen haben,  daß wir Ihm alles zutrauen und darauf vertrauen,  daß Er am Ende alles gut machen wird. Machen wir keine halben Sachen,  glauben und dienen wir Ihm ganz.

Veröffentlicht unter KATHOLONIEN | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 2 Kommentare

Mariä Aufnahme

Mariä Aufnahme
Melodie: Wie freue ich der Botschaft mich (GL 705, Berliner Anhang)

Nach Erdenleben aufgeblüht, erhoben in das Licht,
Entschlafung, sanfter Übergang, das Leben endet nicht:
Die einst Sein Tabernakel war, die Ihn in Bethlehem gebar,
Hebt nun der Sohn aus dieser Zeit hinauf in Seine Ewigkeit.

Bewahrt vor Sünde und vor Schuld, und auch im Tod bewahrt,
Durch den, der aus dem Grab erstand, bleibt dir das Grab erspart.
Du hast als Gotteskind vertraut, du Gottesmutter, Gottes Braut,
Die der Lebendige erhob: Maria, Ihm und dir sei Lob.

© Claudia Sperlich

Veröffentlicht unter HIMMLISCHES, KATHOLONIEN, LITERATUR | Verschlagwortet mit , , , , | 3 Kommentare

St. Teresa Benedicta a Cruce

Melodie: Gott wohnt in einem Lichte

Die suchen nach der Wahrheit,
Die suchen Gott allein,
Und Seines Lichtes Klarheit
Wird bald schon um sie sein.
Den Geist kann nur erkunden,
Wer Gott im Herzen hat.
Im Glauben sind verbunden
Erkenntnis, Liebe, Tat.

Es darf das Land nicht schweigen
Vor Lüge und vor Mord.
Die Kirche muß es zeigen:
Sie steht zu Jesu Wort!
Sie muß Verfolgten reichen
Die feste Helferhand.
Dann wird das Böse weichen
Vor Liebe und Verstand.

Ein Leidensweg voll Lieben,
Ein Liebesweg voll Leid
Ist schon für mich beschrieben –
Mein Gott, ich bin bereit!
Ich brauche nicht zu sorgen,
Mein Gott verläßt mich nicht.
Im Kreuz liegt schon verborgen
Der Weg zum Himmelslicht.

© Claudia Sperlich

Das Lied besteht aus abgewandelten Zitaten der Hl. Teresa Benedicta a Cruce, besser bekannt als Edith Stein.

Veröffentlicht unter KATHOLONIEN, LITERATUR | Verschlagwortet mit , , , , , , | 1 Kommentar

Verklärung des Herrn

Melodie: Aus meines Herzens Grunde

Mit Moses und Elias
Auf Bergeshöhen stand
Der Christus, der Messias,
Des Vaters Mund und Hand.
Sie haben den erkannt,
Der das Gesetz erfüllte,
Und Gott der Vater hüllte
Ihn in ein Lichtgewand.

Die Welt läßt sich betören
Durch alle Zeiten schon,
So kann sie viel zerstören –
Doch nicht den Gottessohn.
Sein freundliches Gebot,
Einander nur zu lieben,
Ist immer wahr geblieben
Und stärker als der Tod.

Ich will Dir Hütten bauen
In meiner Seele Raum,
Aus Liebe und Vertrauen,
Aus Laub vom Lebensbaum.
Mein Jesus, sei bei mir
Und lass bei Dir mich leben.
Ich will Dir alles geben,
Was ich bekam von Dir.

© Claudia Sperlich

Veröffentlicht unter KATHOLONIEN, LITERATUR | Verschlagwortet mit , , , , , , | 2 Kommentare

Ignatius von Loyola

Ein Adliger, dreißig Jahre alt und bis vor kurzem ein tüchtiger Soldat mit Chancen auf eine Karriere als Offizier,  liegt schwer verwundet im Krankenhaus. Sein Bein ist in einem Zustand,  daß er seine Berufspläne begraben muss. Und statt den von ihm geliebten Ritterromanzen bekommt er Heiligenlegenden und eine Lebensbeschreibung Christi in die Hand.

Er liest,  zunächst vielleicht nur, um sich abzulenken,  dann mit wachsender Begeisterung.  Er überdenkt sein Leben.  Page, begabter Tänzer, keinem Flirt abgeneigt, Soldat… Das kann doch nicht alles sein, denkt er. Da fehlt etwas, fehlt jemand, fehlt der eine Herr, dem er sich ganz widmen will.

Das Senfkorn des Glaubens schlägt in ihm Wurzel.  Während der Rekonvaleszenz in einem Kloster legt er eine Lebensbeichte ab, dem Vernehmen nach drei Tage lang.

Wieder genesen,  verlässt er das Kloster als Bettler und Pilger.  Seine Waffen hat er vor den Altar gelegt.

Nach einer Zeit der einsamen Pilgerschaft und Besinnung studiert er Theologie.  Mit sechs Kommilitonen  gründet er eine zölibatäre Gemeinschaft,  die Gesellschaft Jesu. Das Senfkorn ist zum Baum  geworden, der Sauerteig wird zum stärkenden  Brot. Ignatius von Loyola zeigt uns, daß man besser hinkend Jesus folgt als auf gesunden Beinen gedankenlos die Karriereleiter erklimmt.

Veröffentlicht unter KATHOLONIEN | Verschlagwortet mit , , , , , , | 1 Kommentar

Sommerliche Hörnchen

Es gab hier in der letzten Zeit keine Hörnchenbilder. Das ist ein Manko! Aber in den letzten Tagen könnte ich wieder photographieren. Die Hörnchen kommen weiterhin und freuen sich, soweit es ihnen möglich ist, ihres Lebens.

Veröffentlicht unter WELTLICHES | Verschlagwortet mit , , | Kommentare deaktiviert für Sommerliche Hörnchen

Geht die Kirche unter?

Ich nehme seit langem fast täglich wahr, daß viele (sicher nicht alle!) engagierte Katholiken der traditionellen Art den baldigen Untergang der Kirche verkünden. Als Gründe werden mangelnde Frömmigkeit, mangelndes Wissen um die Inhalte des katholischen Glaubens sowie die seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil erlaubten Messformulare genannt. Manchmal auch der Papst, die Freimaurer, der Kommunismus und die Jesuiten. Und natürlich alles, was die Nörgler sonst noch ganz schlimm finden.

Interessant ist dabei, daß die Untergangsvisionäre sich selbst nie zu den Leuten zählen, die die Kirche in den Abgrund reißen. Sie haben ja gründliche Katechese genossen, sind fromm und ordentlich, gehen zur Tridentinischen Messe und bilden damit den heiligen Rest der wahren Gläubigen.

Nur daß die Kirche, Jesu Gründung und Braut Christi, nach Seinem Wort unbesiegbar ist, sehen diese eifrigen Pessimisten nicht. Oder daß der Papst auch dann Papst bleibt, wenn er einem nicht passt. Oder daß die Feindseligkeit gegenüber den Jesuiten ein bürgerlich-protestantisches Relikt aus dem (eigentlich noch nicht beendeten) Kulturkampf ist. Oder daß es lächerlich ist, irgendeine Ideologie oder Religion als ernsthafte Bedrohung des Christentums anzusehen. Oder daß die Tridentinische Messe haargenau das Gleiche tut und bewirkt (vielmehr von Gott tun und bewirken lässt) wie die Messe in ordentlicher Form.

Meine Leser wissen, daß ich liturgische Missbräuche nicht mag und romferne und mit Sicherheit häretische Sonderwege in der katholischen Kirche mit einer Mischung aus Zorn, Trauer und Spott beobachte (welche Gefühlslage überwiegt, hängt von meiner Tagesform und von der Lautstärke der Häretiker ab). Auch ich sehe, daß es zu viel schlechte und zu wenig gute Katechese gibt und daß zahlreiche Christen die Grundlagen ihres Glaubens nicht mehr kennen. (Auf diesem Blog versuche ich auch. Wissen zu vermitteln.) Aber ich vertraue auf den Herrn, der versprochen hat, daß Seine Kirche nicht untergeht.

Übrigens halte ich die Entschlüsse des Vat. II für richtig, den derzeitigen Papst sowie überhaupt die überwiegende Mehrheit der Päpste für legitim (zur Orientierung kann die Liste der Päpste dienen), die meisten Priester für anständige und fromme Menschen, die meisten Menschen, die dem Synodalen Weg folgen, für gutgläubig, aber schiefgewickelt, prozentual nur wenige Menschen für rundheraus böse (schlimm genug in absoluten Zahlen!), alle, mich eingeschlossen, für Sünder und keinen für ungeliebt von Gott. Gott hat uns die Kirche geschenkt, weil wir Sünder sind und sie daher brauchen. Er hat sie ewig gemacht, weil wir auch nach dieser Zeit, wenn wir hoffentlich ganz bei Ihm und damit ohne Sünde sind, Ihn als Gemeinde preisen werden. Ob die in der Offenbarung des Johannes beschriebene goldene Stadt mit zwölf Toren wirklich so aussieht oder ganz anders, wird sich zeigen. Sicher ist, daß sie über alles Erwarten schön sein wird. Und ewig.

Veröffentlicht unter KATHOLONIEN | Verschlagwortet mit , , , , | 9 Kommentare