Beweise fordern oder vertrauen?

Lukas 11,29-32

Treulos, wörtlich „ehebrecherisch“ nennt Jesus  viele, die Ihn sehen wollen, aber den Bund mit Gott nicht halten wollen. Sie erwarten von Ihm einen Beweis Seiner Autorität als Messias und Gottessohn, wollen sich aber nicht auf Sein Wort einlassen. 


Einen Beweis wollen ist zunächst verständlich. Aber zu dieser Zeit hat Jesus bereits zahlreiche Kranke geheilt, Dämonen ausgetrieben, ja Tote ins Leben zurückgeholt, einen Sturm gestillt,  fünf Brote und zwei Fische zu einem mehr als ausreichenden Mahl für eine Menschenmenge gemacht und dem engeren Kreis Seiner Jünger die Macht zu Heilung und Exorzismus verliehen.

Es geht vielen gar nicht um die greifbaren Wunder,  die in aller Munde sind und deren Wirkung sie ja auch sehen, vormals Kranke und Besessene sind gesund! Sondern es geht um Misstrauen,  Egozentrik und Egoismus.  Solange ich nicht mein ganz privates Wunder an mir selbst erlebe, glaube ich nicht an Wunder! Beweise, die mir nicht persönlich erbracht werden,  sind ungültig!
Und wenn ich keinen Beweis habe, daß Jesus der Herr ist, kann ich ja weitermachen wie bisher,  oder?

Dem hält Jesus entgegen: ein Heide,  der an Gottes Wort auch nur Interesse zeigt, steht am Ende besser da als ein Gläubiger,  der seinen Glauben nicht ernst nimmt.
Aber er stellt ein Wunder in Aussicht,  das am Ende auch jene Egozentriker sehen sollen  – Seine Auferstehung.  Die nennt Er nicht explizit,  sondern umschreibt sie als „Zeichen des Jona“, der drei Tage lang im Bauch des Fisches war. Die Hörer werden das nur rückblickend verstehen können.

Wir wissen,  daß Er auferstanden und zum Himmel gefahren ist und damit den endgültigen Beweis Seiner Göttlichkeit erbracht hat. Vertrauen wir Ihm immer neu.

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Lang lebe Israel!

Israel – die einzige Demokratie im Nahen Osten – ist Opfer einer Mörderbande geworden.  Aber Israel bleibt kein Opfer.  Israel wehrt sich.

Und schon publiziert ein gewisses Nachrichtenmagazin ein Video,  in dem eine palästinensische Journalistin ununterbrochen sagt, wie schrecklich es gerade in Palästina ist, einen güldenen Anhänger in Form der Umrisse Palästinas trägt und kein Wort darüber verliert, warum Palästina gerade beschossen wird.  In ihrer ganzen Ansprache kommt der Überfall auf Israel nicht einmal vor. Immerhin sagt sie, daß Israel vor jedem Raketenbeschuss die palästinensische Bevölkerung warnt.  Daß dies im umgekehrten Fall niemals so ist, sagt sie nicht.

Unter besagtem Video äußern sich mehrere Menschen,  wie gut es sei, auch die andere Seite (also Palästina) zu hören. Und ich frage mich: Wer findet eigentlich gut, unmittelbar nach dem Köpfen eines Dreijährigen auch dem Mörder in Ruhe zuzuhören,  um der Gerechtigkeit willen?

Die Hamas hat voll Stolz Videos gepostet,  die zeigen,  wie ihre Terroristen eine Orgie der Vergewaltigung und Abschlachtung von Zivilisten feiern. Sie machen vor Babys und Kleinkindern nicht halt.

Die Hamas hat eine Charta,  man kann sie im Original sowie in englischer und deutscher Übersetzung im Internet finden. Ich zitiere:

Artikel 17: Die muslimische Frau spielt im Befreiungskampf eine ebenso wichtige Rolle wie der Mann, denn sie bringt Männer hervor, und ihre Rolle in der Orientierung und Erziehung der nächsten Generationen ist bedeutend. Die Feinde haben dies sehr genau verstanden und glauben daher, dass sie den Kampf gewinnen werden, wenn es ihnen nur gelingt, die Frauen so zu lenken und zu formen, wie sie es wollen, nämlich dem Islam entfremdet. Hiernach streben sie unermüdlich durch Medien, Filme und Lehrpläne mithilfe ihrer Marionetten in zionistischen Organisationen. Diese Organisationen agieren unter verschiedensten Namen und Formen, wie z. B. Freimaurerlogen, Rotary-Clubs, Spionagegruppen und andere, doch sie fungieren allesamt als schützendes Deckmäntelchen für Saboteure und deren Aktionen. Diese zionistischen Organisationen verfügen über gewaltige materielle Möglichkeiten, die sie in die Lage versetzen, ihre Rolle mitten in ihren Gesellschaften zu spielen, um ihre Ziele praktisch umzusetzen, während der Islam überhaupt nicht in Erscheinung tritt und die Muslime selbst ihm gegenüber entfremdet sind. Die Islamisten müssen also ihre Rolle spielen, um den Plänen dieser Destrukteure Paroli zu bieten. Sobald der Islam das Leben lenkt, wird er diese islam- und menschenfeindlichen Organisationen abschaffen.

Artikel 18: Die Frau im im Dschihad engagierten Haus oder in der im Dschihad engagierten Familie, sei sie nun Mutter oder Schwester, hat eine ganz besonders bedeutende Rolle in der
Führung des Haushalts und der Unterweisung der Kinder in den aus dem Islam abgeleiteteten moralischen Vorstellungen und Werten und in der Erfüllung der religiösen Pflichten in
Vorbereitung auf deren Rolle als Dschihad-Kämpfer, die sie erwartet. Daher ist äußerste Sorgfalt auf die Schulen und Lehrpläne zu verwenden, nach denen muslimische Mädchen erzogen werden, damit sie zu guten Müttern heranwachsen, die sich ihrer Rolle im Befreiungskampf voll und ganz bewußt sind.
Frauen sollten unbedingt auch über ausreichende Kenntnisse und Verständnis in der Führung der Haushaltsangelegenheiten verfügen, denn sparsames Wirtschaften und das Vermeiden verschwenderischen Umgangs mit den Familieneinkünften sind unerlässlich, um auch unter
widrigsten Umständen durchhalten zu können. Sie sollten sich stets vor Augen halten, dass das zur Verfügung stehende Geld wie Blut ist, das nur in den Adern fließen sollte, um Jung und Alt gleichermaßen am Leben zu halten.
„Den Gottergebenen, den Gläubigen, den Andächtigen, den Ehrlichen, Geduldigen, Demütigen, den Spendenden, Fastenden, den Keuschen und denen, die unablässig Gottes gedenken, ob es Männer oder Frauen sind, hat Gott Vergebung und höchste Belohnung verheißen.“

Die Charta beruft sich zudem auf die „Protokolle der Weisen vom Zion“ wie auf ein authentisches Dokument.

Leider notwendiger Disclaimer: Mir ist klar, daß die Hamas und ähnliche Terroristen nicht der ganze Islam sind. Mir sind Muslime bekannt, die über die Geschehnisse in Israel ebenso entsetzt und zornig sind wie ich. Aber um diese Friedlichen geht es mir im Augenblick nicht.

Es ist furchtbar, daß nun auch friedliche Palästinenser für die Untaten der Hamas büßen müssen. Vermeidbar ist es wohl nicht, wenn die Hamas endgültig besiegt werden soll.

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Barmherzigkeit

Jona 1,1-16.2,1-11
Lukas 10,25-37

Lesung und Evangelium handeln von der Barmherzigkeit. Jona ist ein widerspenstiger Prophet,  der Gottes Barmherzigkeit immer wieder auf unvermutete Weise erfährt.  Er will die heidnischen Seeleute nicht für seine Fehler büßen lassen.  Sie aber wollen Jona nicht ins Meer werfen, obwohl er der Schuldige ist.  Erst als es keine andere Möglichkeit gibt, werfen sie ihn über Bord und flehen dabei selbst um Barmherzigkeit.

Jesus setzt Nächstenliebe und Barmherzigkeit gleich. Weil jeder in irgendeiner Not ist, sei es durch  die eigene oder durch  die fremde Sünde, ist jeder auf Barmherzigkeit angewiesen. Und keiner sollte sich zu schade sein, Barmherzigkeit auch von Heiden oder Samaritanern anzunehmen, und keiner sollte davon ausgehen,  daß diese Leute weniger barmherzig sind als die Nächsten in der Kirchenbank.

Ich bin sicher, daß die Kirche,  und zwar die katholische, der Königsweg zum Himmel ist. Aber es wäre nicht nur hochnäsig, sondern unbiblisch zu behaupten,  daß allein die Christen die Barmherzigkeit gepachtet haben. Jona und Jesus sagen uns: Wer auch immer barmherzig ist,  tut Gottes Willen und kann uns als leuchtendes Beispiel dienen.

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Schutzengelfest

Melodie: Was Gott tut, das ist wohlgetan (GL 416)  

Ein Engel ist uns beigesellt 
seit frühen Kinderzeiten, 
den Gott an unsre Seite stellt, 
durchs Leben uns zu leiten. 
Er führt uns sacht, er schützt und wacht 
in Torheit und Gefahren, 
will liebend uns bewahren. 

Er schaut auf unsern Gott und Herrn 
voll Liebe ohne Wirren. 
Er zeigt uns Jesus, Gottes Stern, 
und hält uns, wenn wir irren. 
In dieser Zeit ist sein Geleit 
ein wunderbarer Segen 
auf unsern Erdenwegen. 

Er führt uns aus der Welt hinaus, 
wenn dieses Leben endet, 
zu Heimatlicht und Vaterhaus, 
wo Schuld und Not sich wendet. 
Von Angst und Leid sind wir befreit, 
um ewig Gott zu preisen 
in himmelschönen Weisen. 

© Claudia Sperlich
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Der Verrat: Ein katholischer Thriller

Veronika Grohsebner ist mit Der Verrat. Benjamin Coleman 5 wieder einmal ein Buch voll Spannung gelungen. Coleman,  aus den vorigen Romanen bekannt als junges Mathematikgenie und Mitglied einer paramilitärischen Einheit im Kampf gegen Drogenkriminalität, ist auf der Spur einer mafiösen Organisation besonders widerlicher Art. Dazu muss er verdeckt in einer Universität ermitteln. Es geht, wie im vorigen Band,  neben Drogen um illegalen Organhandel, um Korruption in sämtlichen höheren Etagen und um Rassismus in seiner brutalsten Form. Die Verstrickungen werden komplizierter, und der Leser hat bald die eine oder andere aus den vorigen Romanen bekannte Figur in Verdacht, es kommen weitere dazu.

Zugleich geht es um eine wichtige ethische Frage: Darf man sich als verdeckter Ermittler an Bösem beteiligen? Darf man einen Menschen schwer schädigen,  gar töten,  um viele zu retten? Kann man rassistische Gedanken haben,  wenn man gar kein Rassist sein will?

Mit all diesen Fragen wird der Held des Buches,  der sich gar nicht heldenhaft findet, auf krasse Weise konfrontiert. Seine katholische Religiosität ist ihm dabei eine große Hilfe,  aber kein Zaubermittel – er erlebt Selbst- und Glaubenszweifel und muss Schreckliches hilflos mitansehen.

Der Schluss ist ein Cliffhanger.  Der Leser hat einen hoffnungsvollen Wissensvorsprung vor Benjamin Coleman (und weiß zudem, daß die Serie auf sieben Bücher angelegt ist, also so gar nicht enden kann). Einzelne Probleme haben gerade erst ihren Anfang genommen. Und die zarte Liebesgeschichte mit dem vorläufigen Höhepunkt einer anrührenden Verlobung ist durch Benjamins Arbeit und damit zusammenhängende Fährnisse brutal unterbrochen.

Ich warte mit großer Spannung auf den nächsten Band. Wie alle Romane von Veronika Grohsebner firmiert Der Verrat zwar als Jugendliteratur, kann aber auch von Erwachsenen mit Freude und Gewinn gelesen werden.

Veronika Grohsebner, Der Verrat. Benjamin Coleman 5, ISBN 978- 3-200-09193-1

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Erzengelfest

Melodie: Wohl denen, die da wandeln (GL 543)

Ihr seid der Liebe Künder,
Ihr seid aus Gottes Licht.
Ihr sprecht als Seine Münder,
Ihr sagt uns: Fürchtet nicht.
Ihr seid von Gott zu uns gesandt,
Um auf Ihn hinzuweisen,
Ihr gebt Sein Wort bekannt.

An unsrer Seite streitet
Der Engel Michael.
Wo Böses sich verbreitet,
Da ficht er stark und schnell.
Wenn uns die Niedertracht bedroht,
Hilft er uns, Mut zu zeigen,
Und fragt: Wer ist wie Gott?

Auf Wegen uns geleitet
Der Engel Raphael,
Daß unser Fuß nicht gleitet,
Daß unser Blick wird hell.
In Krankheit und in Seelennot
Heißt er uns, Gott zu ehren,
Spricht: Euer Heil ist Gott.

Von Gottes Liebe kündet
Der Engel Gabriel.
Das All hat sie begründet,
Und alles macht sie hell.
Sie gibt der dürren Wurzel Saft,
Läßt Israel ergrünen,
Sie blüht durch Gottes Kraft.

© Claudia Sperlich
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Ein sehr altes Katzengedicht

Bild: Wikipedia Commons, Luis Miguel Bugallo Sánchez

Pangur Bán, der weiße Pangur, taucht in einem als „Reichenauer Schulheft“ bekannten Büchlein des 9. Jh. in der Abtei Reichenau auf.

Ich verstehe leider kein Irisch; meine Übertragung ist nach der bei Wikipedia zitierten englischen Übertragung von 1903 und einer moderneren englischen Übertragung entstanden. Die Bedeutung von Pangur ist nicht ganz sicher; man nimmt an, daß es „Walker” heißt, also den bezeichnet, der Wolle walkt, indem er sie in einer Lauge einweicht und mit Füßen tritt. Ich kann mir das gut vorstellen, Katzen treteln ja gerne auf ihren Menschen herum, wenn die schlafen wollen – niedlich und nervig zugleich.

Pangur Bán – Der Weiße Walker

Ich und der Weiße Walker, von eigener Art sind wir beide:
Sein Sinn steht nach Jagd, und meiner nach meinem besonderen Können.
Gern bin ich still überm Buch, forsche emsig – kein Ruhm ist so herrlich!
Nicht neidets der Weiße Walker: Er liebt seine kindlichen Künste.
O Mär ohne Überdruss! Sind wir beide allein zu Hause,
So haben wir - endloser Sport! - genug, unsern Witz zu schärfen.
Mal steckt nach verwegener Tat ein Mäuslein in seinem Netze,
Voll schwerer Bedeutung fällt mir ins Netz eine knifflige Frage.
Sein volles, glänzendes Auge wirft er auf den Zaun und die Mauer;
Mein helles, doch schwaches Auge richt' ich auf die spannende Forschung.
Er freut sich mit schnellen Sprüngen, steckt die Maus in der scharfen Kralle,
Ich freu mich, hab ich begriffen schwere, mir wertvolle Frage.
Auch wenn wir immer so sind, so hindert doch keiner den andern,
Freut sich seines Könnens ein jeder, vergnügt sich jeder alleine.
Meister ist er in seiner Arbeit, vollführt sie täglich,
Ich bin's in meiner eignen, bring Klarheit in schwierige Fragen.
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Licht empfangen,  Licht haben, Licht sein

Lukas 8,16-18

Von Christus empfangen wir immer wieder das Licht. Aber nicht, um es geizig zu behalten,  sondern um es zu zeigen,  es leuchten zu lassen für den Nächsten.
Wir sollen dabei richtig zuhören,  also unsern Verstand gebrauchen und auch unsere Liebe. 

Wer hat, dem wird gegeben, wer aber nicht hat, dem wird auch das wenige genommen,  was er hat!
Für sich allein genommen klingt dieser Satz seltsam,  ja unbarmherzig.  Aber wir hörten unmittelbar  vorher das Gleichnis vom Sämann.  Wenn wir das Wort Gottes hören und danach handeln, trägt das Frucht. Dann „haben“ wir und können leuchten und abgeben.  Kümmern wir uns aber nicht darum,  so wird das wenige, was wir davon in uns tragen,  verkümmern.


Gott helfe uns, Sein Wort immer wieder gern zu hören.

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Ein nicht verhinderter Gottesdienst

Gestern Vormittag,  vor dem Marsch für das Leben,  fand in Spandau die nun schon traditionelle Messe für die verstorbenen Kinder statt – auch die im Mutterleib getöteten.

Nicht zum ersten Mal hatte sich früher am Morgen bereits jemand ausgetobt und versucht,  die Kirche unbetretbar zu machen.  Ich kam frühzeitig,  da war schon alles wieder in Ordnung gebracht.  Die Polizei war auch vor Ort. 

Was blieb,  war die Schmiererei auf einem Plakat, dessen frommer Text übermalt war mit der Aufforderung: Burn your local church (verbrennt eure Ortskirche).

Also erstens ein folgenloser grober Unfug,  zweitens ein Aufruf zur Gewalt.

Und was versprecht Ihr Euch davon, liebe Kirchenfeinde?

Angenommen,  wir wären tatsächlich nicht in die Kirche gekommen.  Dann hätte die Übertragung durch Radio Horeb zwar nicht so gut geklappt,  aber irgendwie hätten sie es schon hinbekommen.  Es hätte keine Eucharistiefeier gegeben,  sondern einen Wortgottesdienst,  im Freien, mit einem Weihbischof und vier weiteren Priestern und a-capella-Gesang, sehr öffentlichkeitswirksam.

Wenn Ihr Kirchen verbrennt, bauen wir neue. Wenn Ihr Christen tötet, gilt der alte Satz „sanguis martyrum est semen christianorum“ (googelt selber, Ihr Helden).

Wie viele andere, zehre ich noch immer von der schönen Messe am Samstag.  Inzwischen auch noch von Messe,  Pfarrfest und gesungener Vesper in meiner Heimatgemeinde. Ihr Christenfeinde könnt uns gar nichts.

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Ein Straßenfest für das Leben

Der gestrige Marsch für das Leben fand gleichzeitig in Köln und Berlin statt. Die Kölner Polizei hat es dabei leider nicht geschafft,  den Störenfrieden Einhalt zu gebieten,  so daß der Marsch auf den Heumarkt beschränkt blieb,  dort aber dem Vernehmen nach zu einem sehr gelungenen Fest würde mit der Parole „Kölle pro Life“.

In Berlin waren über 6000 Teilnehmer und einige hundert Störenfriede,  die dank der Polizei gar nichts ausrichten konnten.  Die Atmosphäre war fröhlich und festlich trotz der ernsten Sache, auch weil es musikalische Begleitung gab. Ich fand es angemessen,  den Schwerpunkt auf das Leben zu setzen und dabei die vielen Opfer einer utilitaristischen und unbarmherzigen Welt nicht zu vergessen.

Anfangs sprach ein Kanadier über die schon fast normal gewordene Euthanasie in Kanada (in einer Region macht sie 10% der Todesfälle aus). Legalisiert wurde die Tötung auf Verlangen, um nicht mehr therapierbaren Schmerzpatienten den Todeswunsch zu erfüllen.  Inzwischen werden Patienten,  die depressiv sind oder therapierbare Schmerzen haben,  bereits bei telephonischer Beratung gefragt, ob es auch Euthanasie sein dürfe.

Wir sind pro Life! Das war hier die Parole,  die ich gern mitgerufen habe.

Die Gröler am Rand des Zuges erlebten,  daß ihnen fröhlich zugewinkt wurde, Herzchen gezeigt und ihre Sprechchöre mit dem gesungenen Ave Maria übertönt wurden. Vor mir gingen drei junge Frauen mit Rosenkränzen.  Eine von ihnen fing bei besonders lautem Gegröle an zu tanzen und reckte dabei ihren Rosenkranz hoch.

Die Jugend für das Leben war sehr präsent. Ein junger Mann lief auf Stelzen und hielt ein Schild „Small lives matter“. Die Polizei wirkte sehr ruhig und drängte die Störer zurück. Gewalt bemerkte ich nicht, allerdings kann ich im Rollstuhl und unter so vielen Menschen nicht mit Sicherheit sagen, ob jede Gewalt verhindert wurde. (Menschen, die andere Menschen an der Ausübung ihrer demokratischen Rechte hindern wollen, zurückzudrängen, werte ich noch nicht als Gewalt.)

Ich habe Freunde getroffen, mit Fremden wie mit Freunden gesprochen, mich durch Berlin-Mitte schieben lassen und Dank meiner maroden Knie den Marsch für das Leben aus einer ganz neuen Perspektive erlebt. Ich habe Feinden fröhlich zugewinkt und für sie gebetet. Es war ein guter Tag.

Über die dem Marsch für das Leben vorangehende Messe gibt es auch Berichtenswertes, vielleicht folgt das noch. Für jetzt: Frohen Sonntag!

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