Seelenruhiges Hörnchen

Heute gelang es mir, die Balkontür zu öffnen,  ohne daß Hörnchen zu verscheuchen! Es guckte nur ganz kurz hoch, registrierte „ach, nur das Menschenweibchen“ und fraß weiter.

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Gott schauen

Das dürfen Katholiken heute, und dazu müssen sie weder Mystiker sein noch sterben.  Heute wird in der ganzen katholischen Welt der Eucharistische Herr angeschaut und angebetet, und überall, wo es möglich ist,  wird Er in feierlich-fröhlicher Prozession durch die Straßen getragen.

Jesu Worte beim letzten Abendmahl „dies ist Mein Leib…, dies ist Mein Blut“ sind wörtlich zu nehmen. Er hat sich vollkommen ausgeliefert. Während der Messe verleiben wir uns den Herrn ein, werden dadurch immer wieder geistlich geheilt und genährt. Wir bringen Ihn unters Volk, nicht nur weil wir uns freuen,  sondern weil wir den Grund unserer Freude zeigen wollen.

Und wenn die Welt sich stattdessen ärgert? Dann lassen wir ihr den Ärger. Der ein oder andere wird doch von unserer Freude und vom Herrn berührt. Aber jeder hat die Freiheit, Nein zu sagen. Gott zwingt niemanden.

Ich werde heute nicht bei der großen Prozession in Berlin Mitte sein, sondern bei der Eucharistischen Anbetung in der Kapelle St Gertrauden (mein rechtes Knie wird es mir danken). Ich freue mich darauf, und ich hoffe, dass alle, die aus irgendeinem Grund zu keiner Fronleichnamsprozession gehen können, doch irgendwo die Möglichkeit zur Anbetung finden.

Der Herr ist wirklich in der Eucharistie gegenwärtig, und es lohnt, Ihm und sich selbst die Zeit zum gegenseitigen Anschauen zu gewähren.

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Hörnchen kopfunter

Heute früh war die Futterstation leer, und Hörnchen ging am Meisenring frühstücken,  diesmal in einer besonderen Haltung. Natürlich ließ ich es in Ruhe frühstücken,  bevor ich die Futterstation auffüllte.

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Wohlwollen für alle?

In jener Zeit sprach Jesus zu Seinen Jüngern:
Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet; denn Er lässt Seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!

Mt. 5,43-48

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„Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.“
Jesus sagt nicht „dass geschrieben steht“, sondern „dass gesagt worden ist“. Denn tatsächlich ruft das Alte Testament nicht zum Hass auf. So heißt es in Spr 21,22: „Hungert Deinen Feind, so speise ihn mit Brot, dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser.“

Jesus bezieht sich offenbar auf eine in der Zeit Seines Erdenlebens grassierende falsche, unbiblische Sichtweise, eine boshafte Redensart.
Nicht anders ist es heute. Wir sind gehalten,  zu lieben statt zu hassen. Das ist alles andere als einfach. Wir wissen,  dass es Terroristen und Menschenschinder aller Art gibt. Und zuweilen ist auch Notwehr und Nothilfe geboten. Aber wir dürfen nicht mehr tun, als zur Abwehr unbedingt nötig ist – Entsprechendes steht auch im deutschen Strafgesetzbuch.
Jesus will sicher nicht,  dass wir den Nächsten seinen Peinigern überlassen mit dem Argument der Feindesliebe. Aber Er will, dass wir lieber Unrecht erleiden als Unrecht tun, und dass wir auch im Gegner zunächst den Menschen sehen. Allen, auch den Unsympathen, mit grundsätzlichem Wohlwollen begegnen, ist sicher nicht leicht – das hat Jesus auch nie behauptet. Aber wenn wir es versuchen, wenn wir um die Kraft dazu bitten, gehen wir auf Jesu Weg zum Vater.

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Die Ringeltaube will auch Haselnüsse!

Sie versucht seit Wochen, die Futterstation zu knacken,  aber bislang ohne Erfolg. Allerdings hängt der Deckel schon etwas schief,  irgendwann muss wohl eine neue Futterstation her.

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Zwei Lieder zu Trinitatis

Melodie: Ich will Dich lieben, meine Stärke

Du bist der Vater allen Lebens,
Du bist der Schöpfer aller Welt!
Kein Wesen ist vor Dir vergebens,
in Dir ist alles wohl bestellt.
Dein ist die Macht und Herrlichkeit!
Mach unser Herz bereit.

Du bist das Wort, von Gott gesprochen,
Du bist Gott selbst und weist den Weg.
Zu unserm Heil bist zu zerbrochen,
Dein Kreuz allein ist unser Steg.
Durch Deinen Tod sind wir befreit
zur frohen Ewigkeit.

Du bist der Geist, der uns befeuert,
Du lehrst uns lieben, machst uns Mut.
Durch Dich wird Herz und Sinn erneuert,
Lebendigmacher, höchstes Gut!
Du tröstest uns in Not und Leid,
machst die Gedanken weit.

© Claudia Sperlich

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Melodie: Herr, ich bin Dein Eigentum (GL 435)

Wohin führt mich Deine Hand,
ob auf grüne Wiesen,
ob durch heißen Wüstensand,
Vater, sei gepriesen!
Gleich wie steil,
mir zum Heil
sind all Deine Pfade.
Vater, Du bist Gnade.

Wenn ich in die Irre geh,
bleib an meiner Seite.
Wenn ich ratlos stille steh,
führe mich ins Weite.
Wo Du bist,
Jesus Christ,
dahin will ich gehen.
Lehr den Weg mich sehen.

Gib mir Kraft, zu überstehn
wasserlose Zeiten,
muss ich über Dornen gehn,
lass mich nicht verleiten.
Heilger Geist,
der mich weist,
lasse mich erspüren,
wohin Du willst führen.

© Claudia Sperlich

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Vorgarten im Juni

Der Reihe nach: Goldfelberich (Lysimachia punctata), Storchschnabel (Geranium), Lavendel (Lavandula), eine von 28 Arten, Wilde Malve (Malva sylvestris) – wächst nicht im Vorgarten, sondern direkt davor, unter einem Rotdorn -, Wilde Möhre (Daucus carota), Rose (Rosa irgendvassia), Gewöhnlicher Giersch (Aegopodium podagraria) – den lasse ich dieses Jahr mal in Ruhe, gegen die Geranien setzt er sich nicht so durch, und er blüht hübsch!, Gelber Lerchensporn (Pseudofumaria lutea), Rose, Goldfelberich und Giersch, Polster-Glockenblume (Campanula) (genauer werde ich hier nicht; die Gelehrten sind sich uneinig, ob es eher 300 oder eher 500 Campanula-Arten gibt).

Das und mehr blüht in bzw. vor einem überschaubaren Vorgärtchen im Juni, Menschen und Insekten zur Freude.

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Antonius von Padua

Heute gedenkt die Kirche des Heiligen, der so vielen Schusseln auf der Welt hilft. Er ist zunächst ein bewährter Helfer bei Menschen, die in Glaubenskrisen stecken. Aus der Anrufung bei verlorenem Glauben entwickelte sich später die Anrufung um Hilfe zur Auffindung verlorener Gegenstände. Damit machen viele Menschen, auch ich, bis heute gute Erfahrungen.

Dargestellt wird er in der Regel als schöner junger Mann, oft mit dem Jesusknaben. Seine Gebeine sind erhalten, und eine forensische Rekonstruktion zeigt ihn so:

Antonius trat mit fünfzehn Jahren den Augustiner-Chorherren bei, studierte und wurde Priester. 1220 wechselte er, vom Armutsideal angezogen, zu dem seit zehn Jahren bestehenden Orden der Franziskaner. Er war ein begnadeter Redner und wirkte als Bußprediger besonders an Orten, wo die Albigenser stark geworden waren. Dabei sind seine Predigten keinesfalls polemisch, sondern erklären das Evangelium und den katholischen Glauben. Frühe Darstellungen zeigen ihn daher mit einem Buch.

Spätere Darstellungen nehmen oft Bezug auf eine Vision des Heiligen. 1231, erschöpft von den Predigtreisen, hatte Antonius sich vom Orden die Erlaubnis erbeten, in der Nähe des Eremitenklosters in Camposampiero unter einem Nussbaum eine Hütte zu bauen und dort tagsüber in der Einsamkeit zu meditieren. Die Nächte verbrachte er im Kloster. In seiner Hütte hatte er eine Vision vom Jesuskind. Am 13. Juni bat er, in Padua sterben zu dürfen, starb aber schon auf dem Weg dahin in einem Dorf. Seine letzten Worte waren „Ich sehe meinen Herrn“.

Murillo war ein großer Verehrer des Heiligen Antonius und malte ihn mehrmals. Die besondere Gabe des mindestens zehnfachen Vaters Murillo, sehr niedliche Kinder zu malen, kommt hier zur Geltung!

Peter Gerloff, einer der besten Kirchenlieddichter unserer Zeit, hat einen Choral auf Antonius von Padua geschrieben.

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Salz und Licht

Mt. 5,13-16

Ohne Licht ist alles dunkel,
Ohne Salz ist alles fade,
Ohne Lehre nur Gemunkel,
Nur Gemeinheit ohne Gnade.

Ohne Christus ist das Leben
Düster, hoffnungslos und einsam.
Ohne Gott kann es nichts geben,
Alles gibt’s mit Ihm gemeinsam.

© Claudia Sperlich

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Meisen

Der Futterring auf meinem Balkon ist ein sehr beliebter Treffpunkt, hier für eine Schar Kohlmeisen.

Meisenknödel kann man auch ohne Netz kaufen, und es gibt mehrere gute Gründe dafür. In den Netzen können die Vögel sich verfangen. Außerdem sind die Netze aus Kunststoff,  und wir brauchen wirklich nicht noch mehr Plastikmüll. Und schließlich kann sich an einem solchen Futterring eine ganze Schar von Piepmätzen gleichzeitig bedienen.

Eine noch junge Blaumeise (auf dem Köpfchen noch grau statt dem Blau der adulten Vögel) hatte sich in mein Zimmer verflogen und flatterte an dem geschlossenen Fenster auf und ab, statt durch die immer noch offene Balkontür.  Ich konnte sie greifen (sehr vorsichtig!) und hielt sie ins Freie. Dabei spürte ich ihren schnellen Herzschlag in meiner Hand. Sie war unverletzt,  aber noch benommen und ließ sich etwas widerwillig auf den Rand der Gießkanne setzen (meine Hand fand sie besser, vielleicht weil sie warm ist). Nach einigen Minuten flog sie weg.

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