Donnerstag, 2. Adventswoche

Jesaja 41,13-20

Habt keine Angst! Der Herr kauft euch ja frei,
Gibt eurer Wüste Quelle, Fluss und Baum.
Er gibt euch Kraft und Mut. Das Elend ist vorbei,
Ist nur Erinnerung an bösen Traum.

Und alle werden sehen und begreifen:
Gott führte euch durch Krieg und Trockenheit,
Er ließ durch alle Not euch wachsen, reifen – 
Er führt die Sünder in die Gotteszeit.

© Claudia Sperlich
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Mittwoch der 2. Adventswoche

Genesis 3,9–20

Nicht mehr gleich stehn die Schalen der Waage,
Scham und Angst sind des Eigensinns Folgen.
Das Verlangen durch Herrschsucht verbittert,
das Gebären voll Schmerz und Gefahren,
selbst die Erde ist feindlich geworden,
gibt von selber uns Dornen und Disteln,
mühsam locken wir aus ihr Getreide.
Nur die Sünde gedeiht bei den Menschen.
Doch voll Gnade ist Gottes Verheißung:
Unberührt von der Voreltern Schulden
hat Maria den Heiland geboren.
Davids Sohn hat die Schlange vernichtet.

© Claudia Sperlich

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Immaculata

Melodie: Sei gegrüßt, du Gnadenreiche

Gott hat sie bewahrt aus Gnade,
Ehe sie empfangen war,
Dass die Erbschuld der nicht schade,
Die den Heiland uns gebar.

Die den Christus hat geboren,
Musste frei von Sünde sein,
Goldne Schale, unverloren,
Gottes Wohnstatt, heil und rein.

Hör, Maria, unser Flehen,
Bitt für uns den Sohn und Herrn!
Seine Wege lehr uns gehen,
Sei im Meer der Zeit ein Stern!

© Claudia Sperlich
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Dienstag, 2. Adventswoche

Epheser 3,8-12 
 
Gewaltigen Herrschern im mächtigsten Reich
war nicht Gottes Weisheit und Ratschluss bekannt,
sie hörten's die Kirche verkünden.
So klug sie auch sind, ihr tiefer Verstand
erfasst nicht, daß Gott sich den Menschen macht gleich,
zu sterben für all ihre Sünden.

© Claudia Sperlich
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Montag, 2. Adventswoche

Jesaja 35,1-10 
 
Wenn einst das Land erblüht durch Gottes Gnade,
Wenn einst geebnet werden alle Pfade,
Wenn einst gerettet werden alle Kleinen,
Dann wird die Rache Gottes auch erscheinen.
Und die wird sein: Die Blinden werden sehen
Die eigne Kleinheit, eigene Vergehen.
Die Tauben werden Gottes Stimme hören,
Sein Wort wird ihre Selbstsucht dann zerstören.
Und wer bequem in seinem Haus verweilte,
Wer feig den Mund hielt, nicht zu Hilfe eilte,
Der wird die eigne Sünde ganz erkennen,
Wird tief erschrecken, tiefer noch bereuen
Und wird den Heiland seinen Richter nennen – 
Begnadigt wird er sich dann ewig freuen.

© Claudia Sperlich

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Nikolaus

Melodie: Den Herren will ich loben, GL 395

Sankt Nikolaus, der Knabe,
war reicher Eltern Kind,
verschenkte seine Habe,
schlug Reichtum in den Wind.
Er sorgte für die Armen,
half den Bedrängten gern.
Sein Herz war voll Erbarmen
und folgte unserm Herrn.

Sankt Nikolaus, der Hirte,
zum Priesterdienst bestellt,
manch Unrecht schnell entwirrte
und half mit Wort und Geld.
Er lehrte Jesu Wege,
bekämpfte Heidenkult,
stritt für des Rechtes Pflege,
verzieh auch schwere Schuld.

Er ließ die Stürme schlafen
im Meer und auch an Land.
Das Schiff fand seinen Hafen,
der Irrtum wich Verstand.
An ihn lasst heut uns denken
im winterlichen Haus,
lasst frei und froh uns schenken
wie Bischof Nikolaus.

© Claudia Sperlich

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Sonntag, 2. Adventswoche

Baruch 5,1–9

Jerusalem, leg ab das Kleid der Trauer
Und schmücke dich mich Gottes Herrlichkeit!
Er schafft dir Frieden und Gerechtigkeit.
Nimm an, was dir geschenkt hat dein Erbauer.

Er schenkt dir Freude, Frieden, Sicherheit,
Er lässt die Wälder duften und erblühen,
Er tröstet dich nach der Verbannung Mühen.
Du lebst in Seiner goldnen Ewigkeit.

Du bist vertraut mit so viel Angst und Grauen.
Nun sollen alle staunend auf dich schauen:
Du bist die Fürstin unter allen Ländern.

Der Herr holt Israels Versprengte heim.
Er rottet alles Unrecht aus im Keim.
Nichts kann den Herrn, der Herr kann alles ändern.

© Claudia Sperlich
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Samstag, 1. Adventswoche

Jesaja 30,19-26

Jede Prüfung wird einst enden,
allen wird der Weg gezeigt.
Falsche Götter werden Abscheu,
Gottes Weisung wird befolgt.
Wenn die Menschenwerke stürzen,
Menschenmacht verheert das Land,
finden Zuflucht Gottes Freunde,
finden Heilung ihrer Wunden,
frisches Grün und klares Wasser,
Reifes Korn und helles Licht.

© Claudia Sperlich
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Freitag, 1. Adventswoche

1. Korinther 9,16-23 

Ich will reden von dem, der mein Herz bewegt,
durch den Geist will ich reden, nicht aus mir selbst.
Nicht weil es sich lohnt nach menschlichem Maß
doch weil Er mich zum Bekenntnis drängt.
Will zu jedem so sprechen, wie er es versteht,
und das Wissen teilen, die Ohnmacht auch,
will vom Christus sprechen zu aller Welt,
von dem Retter, dem Heiland, dem einzigen Herrn. 
Und hören auch wenige nur das Wort,
und hört es nur einer, so hat es gelohnt.

© Claudia Sperlich
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Gebet am Freitag

Morgen geht es los: Freitags um 12.00 Uhr wird in der Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin-Wilmersdorf, Hildegardstraße 3, gebetet. Die Kirche ist groß, coronagerechte Abstände sind spielend einzuhalten. Die Kirche gehört zur Großgemeinde Maria unter dem Kreuz.

Es handelt sich um eine Laieninitiative. Wir wollen erst einmal versuchen, ob Freitag 12.00 Uhr sich durchsetzen kann. Wenn die Zeit sich nicht bewährt, versuchen wir es mit einer anderen Zeit. Wir wollen gemeinsam 15-20 Minuten lang beten, ein kurzes Innehalten vor Gott. Wer mag, kann selbstverständlich früher kommen oder länger bleiben (oder beides), die Kirche ist tagsüber offen.

Herzliche Einladung!

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