Wo ist Shiri?

Und wo sind die weiteren 68 Geiseln?

Gestern übergab die Hamas in einem widerlichen Spektakel vier Leichen. Drei sind nun identifiziert.  Die Kinder Ariel und Kfir sind dabei, auch der alte Menschenrechtsaktivist Oded Lifshitz,  aber die vierte Leiche ist nicht die von Shiri.

Das ist teuflisch,  das ist nichts,  was nach menschlichen Kräften noch verziehen werden kann.

Gestern, wenige Stunden nach Übergabe der toten Geiseln,  explodierten in Tel Aviv und Umgebung drei Bomben in Bussen. In zwei weiteren Bussen wurden Bomben gefunden und entschärft. Verletzt wurde niemand, da die ausgebrannten Busse leer waren. Ein Bekennerschreiben der Hamas erschien auf Telegram.

Ebenfalls gestern wurde unter meinem Artikel Schnauze voll von Schuldumkehr! kommentiert:

„Und genau diese Einstellung [nämlich dass meine Feindesliebe an ihre Grenzen kommt, wenn es um die Hamas geht – C.S.] führt dazu, dass es dort keine Frieden geben wird. Der christliche Auftrag ist anderen zum Nächsten zu werden.
Lukas 10, 36 ffWer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste geworden dem, der unter die Räuber gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen!“

Das ist Missbrauch der Heiligen Schrift. Der im Gleichnis genannte barmherzige Samariter ist nicht zu den Räubern gegangen, um ihnen mit Geld und guten Worten beizustehen,  sondern er hat dem Opfer der Räuber geholfen. Darüber, wer in der Rolle der Räuberbande ist, wenn unschuldige Menschen entführt und massakriert werden, darf es keine zwei Meinungen geben. (Ja, ich weiß,  täglich behaupten Menschen,  die armen palästinensischen Entführer,  Folterer und Mörder seien die Opfer. Über diesen Schwachsinn will ich aber nicht mehr diskutieren.)

Und muss ich überhaupt diesen Babykillern verzeihen? Wegen der Bergpredigt?

Jesus ruft mich auf, denen zu verzeihen,  die mir Unrecht angetan haben. Ich weiß,  dass ich das ohne Seine Hilfe nicht kann, und bitte Ihn, mir den Weg zu zeigen.

Hier geht es aber um ein himmelschreiendes Unrecht,  dass nicht mir, sondern anderen angetan wurde. Ich kann nicht anstelle der Familie Bibas verzeihen. Das kommt mir überhaupt nicht zu!

Mal angenommen,  jemand prügelt mich bewusstlos, und wenn ich aufwache, sagt mir jemand, der nicht dabei war und mit mir nichts zu tun hat, er habe dem Täter vergeben. Ich würde diesen Menschen mit vollem Recht aus dem Krankenhaus hinauswerfen lassen.

Ich hoffe inständig, dass alle Mitglieder der Hamas gefunden werden und dass sie dann nie wieder auch nur eine Stunde lang in Freiheit sind. Von mir aus kann Israel ein neues Hochsicherheitsgefängnis extra für diese Menschen bauen. Ich hoffe auch, dass die freigelassenen Geiseln und die durch die Hamas Verstümmelten und Traumatisierten gute Wege finden. Ich hoffe, dass ich selbst verzeihungsbereit bleibe,  wenn mir Böses angetan wird.

Auf ein Niederhalten jeglicher Wünsche nach Gerechtigkeit will ich nicht hoffen. Ohne Gerechtigkeit ist kein Friede möglich. Wer behauptet,  der Wunsch nach Gerechtigkeit sei gegen den Frieden gerichtet,  hat weder Gerechtigkeit noch Frieden verstanden.

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Schnauze voll von Schuldumkehr!

Shiri, Ariel und Kfir sind tot, von der Hamas ermordet. Eine junge Frau und zwei kleine Kinder,  die einfach nur Musik hören und tanzen wollten. Jarden Bibas, Ehemann und Vater, muss mit dieser Last und der Traumatisierung durch lange Gefangenschaft leben.

Auch der Leichnam des bei der Geiselnahme 83jährigen Oded Lifshitz wurde nach Israel gebracht. Er war Journalist und Menschenrechtsaktivist und fuhr palästinensische Kranke in israelische Krankenhäuser. Seine Frau Jocheved kam bei der ersten Geiselbefreiung am 23. Oktober 2023 frei. Sie hat vermutlich bis vor kurzem noch gehofft, ihren Mann lebendig wiederzusehen.

Die Hamas behauptet,  wie immer, das war sie nicht. Die seien durch israelische Bomben getötet worden. Mal angenommen,  die Hamas hätte hier ausnahmsweise die Wahrheit gesagt – Israel hätte nicht bombardiert,  wenn die Hamas nicht ein unbeschreibliches Massaker unter friedlich feiernden Israelis angerichtet hätte und zahlreiche Geiseln genommen hätte, um in israelischen Gefängnissen sitzende verurteilte Gangster freizupressen. Wahrscheinlicher ist allerdings,  dass die Hamas lügt wie üblich.

Und unter jeder Meldung,  in der es irgendwie um Israel geht, selbst unter der Nachricht vom Tod kleiner Kinder, tummeln sich antisemitische Kommentatoren. Ich bin inzwischen so weit, dass ich bei denen mit arabischen Namen schon denke,  die können nicht anders, die sind von früher Kindheit an miserabel erzogen. Aber gleich verlogene und boshafte Kommentare kommen auch von Menschen, die in der westlichen Welt aufgewachsen sind, eine gute Schulbildung haben und keine arabischen Wurzeln haben.

Und es ist nicht nur im Internet so. Ich habe innerhalb einer Woche zweimal erlebt, dass mein ganz harmloser Ausdruck der Freude über die Befreiung einiger Geiseln der Hamas sofort beantwortet wurde mit dem Aufruf,  doch auch an die armen Palästinenser zu denken. Beim ersten Mal noch mit dem Zusatz, Israel habe ja auch Dreck am Stecken.

Beide Male sagte ich, Israel hat niemals friedlich feiernde Palästinenser überfallen, viele von ihnen ermordet, Schwangere aufgeschlitzt, Kinder enthauptet, Erwachsene verstümmelt,  Lebende und Tote vergewaltigt und Geiseln genommen,  von denen mittlerweile auch zahlreiche ermordet wurden, darunter Kinder.  Beide Male wurde dieser Einwand übergangen.

Das ist giftig, boshaft, ungerecht,  widerlich.  Nein, ich denke nicht an die „armen Palästinenser“,  wenn ich an die  abgemagerten, traumatisierten Israelis denke, die lange Zeit ohne jede Information über ihre Lieben gefangen waren und an die unfassbare Trauer der Überlebenden. Sondern ich denke dann allenfalls an ihre teuflisch bösen palästinensischen Entführer.

Ich habe auch kein Mitleid mit überführten Gewalttätern,  darunter Terroristen, die aus israelischen Gefängnissen freigepresst wurden. Ich finde es auch nicht schlimm,  jugendlichen Gewalttätern den Prozess zu machen und sie einzusperren. Wer als 16Jähriger mehrfach Menschen absichtlich schwer verletzt, kommt auch in Deutschland zu Recht hinter Gitter. Soviel zum häufigen Vorwurf, die Israelis sperren palästinensische Kinder ein.

Ja aber das sind doch auch Menschen, mit Menschenrechten, und da muss man doch Mitleid haben…

Nein, muss man nicht. Wenn alle Geiseln befreit sind,  alle Palästinenser Gaza verlassen haben und alle Terroristen für den Rest ihres Lebens in Hochsicherheitsgefängnissen sitzen, dann habe ich Zeit,  für ihre Seelen zu beten. Vorher tue ich das nur sehr selten und kurz, und immer mit einem leisen Unbehagen.

Mit dem Geld,  das von Israel,  Deutschland und den USA nach Gaza gepumpt wurde, hätte Gaza zu einem blühenden Land werden können mit solider Infrastruktur,  zauberhaften Naturschutzgebieten und schönen Hotels, mit guten Bildungsstätten und Krankenhäusern. Statt zu terrorisieren, hätten die Palästinenser sich von Israel zeigen lassen können,  wie man eine Halbwüste blühen lässt und ein Urlaubsparadies aus dem Gazastreifen macht. Stattdessen benutzte die Hamas das Geld für Tunnelbau, Waffen und den Luxus ihrer Führer.

Die Möglichkeit der friedlichen Koexistenz von Israel und Palästina bestand jahrzehntelang. Am 7. Oktober 2023 wurde diese Möglichkeit für immer zerschlagen von einer barbarischen Horde Irrer, die sich Ḥarakat al-muqāwama al-islāmiyya, Islamische Widerstandsbewegung, kurz Hamas nennt.

Ich bin als Christin aufgefordert,  meine Feinde zu lieben. Tatsächlich wünsche ich jedem Terroristen und jedem Hamas-Sympathisanten Reue und Umkehr, schon weil dann Frieden würde. Mehr Feindesliebe steht mir nicht zur Verfügung.

Ich bete für Israel, für die Geiseln der Hamas, für die von der Hamas Ermordeten und deren Angehörige und Freunde,  außerdem für die verfolgte Christenheit (da geht’s meist um muslimische und auch um sozialistische und kommunistische Länder), um Frieden und Gerechtigkeit. Mehr kann ich nicht.

Der Herr nehme Shiri, Ariel, Kfir und alle Ermordeten in Sein Reich auf. „Der Frieden schafft in den Höhen,  Er schaffe Frieden unter uns und in ganz Israel.“

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Carl Haas: Verteidigung der katholischen Kirche

Soeben habe ich als Herausgeberin ein neues Buch auf den Markt gebracht. Hier, bitte!

Die „Verteidigung der katholischen Kirche“ erschien 1857 und widerlegt in zwanzig Kapiteln die gängigsten Falschbehauptungen gegen die katholische Kirche anhand von Bibel und Kirchengeschichte.

Der Kulturkampf war noch nicht in seiner heißesten Phase, aber die katholische Kirche hatte in Preußen bereits einen schweren Stand. Man warf ihr vor, was man ihr noch immer vorwirft: Sie wolle die Menschheit in „das Mittelalter” zurückwerfen, von dem das 19. Jh. eine romantische, teils gruselige, teils verklärte Vorstellung hatte, die der Mediävistik nicht standhält.

In dieser Situation schrieb Haas in der Hoffnung, wenigstens hie und da Menschen zu überzeugen, dass Katholiken keine menschenfressenden Hinterwäldler sind. Mit der überarbeiteten Neuauflage will ich Ähnliches heute versuchen. Die Polemiken gegen die Kirche haben sich ja kaum geändert. Vor allem geht es um Geschichtsfälschungen, die Haas aufdeckt.

Ich habe das Buch vorsichtig unseren Lesegewohnheiten angepasst, ohne ihm den Stil zu verderben, und mit einem Vorwort und Fußnoten versehen. Die Arbeit hat lange gedauert, zwischendurch habe ich befürchtet, nie fertig zu werden, und dann war ich fast fertig und bekam eine depressive Verstimmung (vielleicht auch bloß einen anhaltenden Schub Faulheit, das lässt sich nicht abschließend klären). Wie auch immer, jetzt ist alles gut.

Jetzt ist das Buch fertig, in etwa fünf Tagen ist es auch lieferbar (weil tredition zwar nicht so lange daran arbeitet wie ich, aber ein bißchen Zeit braucht man auch dort).

Solltet Ihr, geneigte Leser, als Autoren oder Herausgeber arbeiten und keinen Verleger finden, werdet Ihr vermutlich auch einen Print-on-demand-Anbieter suchen. Dann rate ich dringend zu tredition. Die sind günstig und haben einen ausgezeichneten Service. Wer bei der Gestaltung Hilfe braucht oder durch irgendeinen Fehler das Buch nicht hochladen kann (an einer Stelle das falsche Häkchen anklicken oder das richtige nicht anklicken genügt schon), bekommt schnell, kompetent und freundlich Auskunft, wie es geht.

Natürlich könnt Ihr das Buch über den Buchhandel bestellen. Für Euch genauso gut und für mich erheblich besser ist es, wenn Ihr es über tredition bestellt. Dann bekomme ich höhere Tantiemen, für Euch ändert sich aber nichts.

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Winterbilder

Nun liegt in Berlin wirklich Schnee, und die Sonne scheint. Schön ist das!

Vorgarten und Hofgarten

Schillerplatz

Brabanter Platz mit verändertem Wahlplakat

Fahrräder – die Leute nutzen ihre Fahrräder nicht, dabei ist die Straße frei! Ich fahre jedenfalls.

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Böses ist gescheitert.

Mit einem deutlich bedauernden Unterton wird derzeit berichtet, dass man immer noch nicht wirklich sehr kleine Menschen umbringen darf. Das heißt, man kann es immer noch straflos tun, aber man muss den Killer selber zahlen, und es ist zwar straflos, aber verboten. Und es gibt auch immer noch keinen Freigabeschein für die Tötung von Ungeborenen, die behindert sein könnten. („Könnten“, weil bei Erstgebärenden die Diagnose „behindert“ in der Hälfte der Fälle eine Fehldiagnose ist, wie man durch zahlreiche lebende Nichtbehinderte weiß, bei denen eine solche vorgeburtliche Diagnose stattfand.)

Ja, ich bin glücklich, dass das Menschenrecht auf Leben nicht weiter aufgeweicht wurde. Traurig bin ich, dass es weiterhin recht leicht unterlaufen werden kann. Traurig bin ich, dass so viele Menschen geradezu empörend finden, wenn man einen sehr jungen Menschen als solchen bezeichnet und schützenswert findet. Entsetzt bin ich, dass ein Begriff wie „embryopathische Indikation“ überhaupt von erwachsenen Menschen in wichtiger Position diskutiert werden konnte. Dass ich in einem Land lebe, in dem ernsthaft über die Tötung Schwerkranker und Behinderter diskutiert wird!

Es geht dabei natürlich auch – vermutlich am meisten – ums Geld. Einen Behinderten am Leben zu erhalten kostet mehr – oft sehr viel mehr – als einen Gesunden großzuziehen. Je besser die Medizin wird, desto häufiger überleben Menschen, die der Volkswirtschaft keinen großen Nutzen bringen werden (außer Herstellern von Hilfsmitteln und Ärzten sowie Pflegepersonal). Das ist wahr, aber es als Argument gegen das Leben zu benutzen, ist von kältester Herzlosigkeit.

Ich habe gerade die Begriffe „Geld“ und „Herz“ in einem Absatz gebraucht. Es gibt Menschen, die finden das naiv. Ich nicht. Wenn man Geld – eigentlich nur ein vereinfachtes Tauschmittel – nicht mit moralischen und ethischen Begriffen koppeln darf, wird es monströs. Dann wird nämlich zweifelhaft, ob man Geld überhaupt noch für etwas ausgeben darf, was irgendeinem Menschen existenzielle Hilfe bringt. Dann landet man bei einer Gesellschaft, die nur noch auf Gewinnmaximierung und Lustbefriedigung aus ist. In so einer Gesellschaft möchte ich nicht leben, und ich könnte es auch gar nicht.

Man kann auch nicht vorgeburtlich erschließen, ob dies Down-Syndrom-Kind eventuell fähig sein wird, einen Beruf zu erlernen und selbständig zu leben, oder eher nicht – und danach entscheiden, ob man es leben lässt. Man kann als anständiger Mensch nicht angesichts irgendeiner im Mutterleib sichtbaren Behinderung über die wirtschaftlichen Möglichkeiten ihres Trägers debattieren und danach entschließen, ob dies Kind lebenswert ist oder nicht.

Wenn es jemals zu einer derartigen Gesetzeslage kommt, wird es schwer, gegen den Mord an bereits geborenen Behinderten oder Kranken oder am Ende auch einfach Armen zu argumentieren. Vielmehr wird es dann sehr leicht, Behinderten, chronisch Kranken und Armen zu sagen, dass ihr Leben der Wirtschaft nichts bringt, der Gesellschaft nichts bringt, mithin auch ihnen selbst nichts bringt und daher besser nicht wäre.

Aber Leben ist ein Wert an sich. Kein Mensch muss argumentativ darlegen, warum gerade er leben darf – nicht vor sich selbst, nicht vor anderen. Ja, Leben kostet auch was, und ist vielleicht auch eine Zumutung für die anderen Lebenden, und macht Dreck und Lärm und Stress, und wo Menschen leben, gehen auch Sachen kaputt. (Das gilt übrigens für alles Leben, gleich wie gesund und fit es sein mag.)

Leben ist aber am Ende herrlich, es ist heilig, es ist von Gott gewollt, und es ist und bleibt falsch und böse, unschuldige Menschenleben auszulöschen. Auch dann, wenn man durch ihre Auslöschung Geld spart.

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Abtreibung bleibt falsch!

Nun soll eine Expertenkommission über das angebliche Recht zur Abtreibung irgendetwas beschließen. Im Ernst: Wir brauchen Experten, um herauszubringen, ob das Recht auf Leben von Anfang an gilt oder erst ab der 13. Schwangerschaftswoche (oder wann immer).

Lebensfeindlich eingestellte Expertenkommissionen ändern daran auch nichts. Es ist falsch, einen unschuldigen Menschen zu töten, auch wenn er sich noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium befindet. Es ist falsch, Frauen zu signalisieren, dass das in ihnen heranwachsende Leben gar kein richtiges Leben ist. Es ist falsch, Behinderte und Kranke vorgeburtlich auszusieben (was selbstverständlich umso häufiger geschieht, je leichter es wird, eine Abtreibung vorzunehmen, besonders wenn eine „embryopathische Indikation“ eingeführt wird, die bereits vorgeschlagen wurde). Es ist falsch, Männern zu signalisieren, dass kein Grund besteht, sich ihrer Verantwortung zu stellen (weil sie ja einfach ihre Flamme so lange bequatschen können, bis sie einer Abtreibung zustimmt). Es ist falsch, Ärzte zu ermutigen, Abtreibungen vorzunehmen. Es ist falsch, zu behaupten, die Biologie habe einfach Unrecht mit der Angabe, bei der Verschmelzung von Ei und Samenzelle entstehe Leben. Es ist falsch, Schwangere in Not zur Abtreibung zu ermutigen.

Es gibt an Abtreibung überhaupt nichts, was richtig ist. Nicht einmal die komplizierte Gesetzeslage „verboten aber straffrei“ ist richtig – weil kaum einer sie verstehen kann.

Und die Forderung, ein Unrecht zum Menschenrecht zu erheben, verbunden mit dem Argument, man wolle in einem Land leben, in dem man Frauen vertraue (so Ricarda Lang von den Grünen), ist schlicht unsinnig angesichts der Tatsache, dass 50 % der Abgetriebenen (in vielen anderen Ländern erheblich mehr) Frauen geworden wären, wenn man sie gelassen hätte. Einem menschlichen Embryo nicht zu vertrauen, dass aus ihm ein menschliches Baby und hoffentlich ein Erwachsener wird, ist schon ein starkes Stück – da kommt es auf das Geschlecht auch nicht an.

Die Expertenkommission möge bitte auch überlegen, was eine Legalisierung der Abtreibung und eine „embryopathische Indikation“ für bereits geborene Behinderte bedeutet: „Du kommst aus einer Zeit, wo man sowas wie dich noch leben ließ.“ Glaubt bloß nicht, das würde ja keiner sagen.

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Israel lebe!

Wieder wurden drei israelische Geiseln freigelassen,  diesmal mit einem besonders widerlichen Theater der Hamas, riesige Bilder von getöteten Terroristen (Hamas-Sprech: „Märtyrer“) und lauten Anklagen wegen angeblicher Folter auf israelischer Seite.

Und wieder wurden im Gegenzug zahlreiche palästinensische Terroristen freigelassen. 

Und wieder überschlagen sich in den sozialen Medien die Hasskommentare von Menschen,  nicht nur mit arabischen Namen. Wieder wird so getan, als seien die Geiseln gut behandelt worden. Sie sind es nicht,  schon allein weil es keine gute Behandlung ist,  Menschen zu entführen. Tatsächlich sind die neuerdings freigekommenen Geiseln in einem schlechten Gesundheitszustand.

Angeblich sind auch unter den freigelassenen Terroristen einige in schlechtem Gesundheitszustand. Das kann sein. Es muss nichts mit irgendwelchen Misshandlungen zu tun haben,  denn natürlich kann man auch in einem gut geführten Gefängnis ganz einfach krank werden, genau wie zu Hause. Der Grund kann vielleicht auch Misshandlung sein. Das wäre schlimm,  aber ganz ehrlich,  ich würde es verstehen.

Ich habe höchsten Respekt davor,  dass israelische Soldaten und Gefängniswärter nicht komplett austicken und Palästinenser einfach platt machen. Zugleich hoffe ich, dass alle israelischen Geiseln befreit und die Toten unter ihnen anständig in Israel bestattet werden. Das Schicksal der Hamas-Terroristen interessiert mich nicht besonders. Hauptsache,  sie werden vollständig besiegt.

Die Palästinenser haben in jahrzehntelanger Mühe bewiesen, dass man ihnen kein Land geben darf. Sie hätten mit den vielen Mitteln aus Israel den Gazastreifen zu einem blühenden Land machen können. Stattdessen ist es ein unfruchtbares und zerstörtes Land ohne Bildung. Das Gejammer der Hamas und ihrer westlichen Bejubler kann ich nicht mehr ertragen. Mein Kontingent an Mitleid ist verbraucht für die Opfer der Hamas.

Es gibt Tage,  an denen ich fertigbringe, für die Bekehrung der Terroristen zu beten. Heute ist kein solcher Tag. Ich hoffe und bete nur, dass die freigelassenen Geiseln sich körperlich und seelisch erholen. Gott segne sie und ihre Angehörigen. Gott segne Israel.

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Erinnerung und Hoffnung

Vor knapp zehn Jahren (eigentlich gut neun Jahren, aber wer will streiten) fand im Kardinal-Hengsbach-Haus in Essen ein katholisches Bloggertreffen statt, an das ich mich immer noch gerne zurückerinnere und das Anlass zur Aufgabe meines alten Blogs und Neubeginn dieses Blogs war.

Einige Zeit später sollte noch einmal ein katholisches Bloggertreffen in Passau stattfinden, es wäre das vierte seiner Art gewesen, das wurde aber leider abgesagt. Das Versprechen, es zu einer anderen Zeit stattfinden zu lassen, wurde bisher nicht eingelöst, aber auch nicht zurückgenommen. Man darf ja hoffen.

Auch wenn sich die Webloglandschaft durch Facebook und andere soziale Medien stark verändert hat, gibt es weiter Weblogs, und nicht nur die katholischen darunter sind immer noch lesenswert. Das Essener Treffen war produktiv, und ich erinnere mich gern an die sehr frohe Gemeinschaft am Frühstückstisch, bei der Messe, in den Pausen im Kreuzgang, bei den intensiven Arbeitsgesprächen.

Ob man nun die klassischen Weblogs benutzt oder auf Facebook oder anderswo „bloggt“, ist dabei nicht einmal so bedeutend (auch wenn ich das Format des Weblogs gerade für längere Texte bevorzuge). Neuerdings scheint Threads auch eine ganz gute Möglichkeit zu sein, auch wenn es hinsichtlich der Ästhetik und Übersichtlichkeit noch nicht so befriedigend ist.

Die Bloggertreffen dienen der Geselligkeit und Zusammenarbeit, der Verständigung und Planung (und im Falle katholischer Bloggertreffen der Mission, wie jedes katholische Weblog es tun sollte). Sie waren bisher spannend, interessant, anregend und stellenweise sehr, sehr lustig. Ich finde, das könnte man gerade in so unlustigen Zeiten, wie Kirche und Welt gerade durchleben, wirklich öfter mal machen.

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Vorfrühling im Vorgarten

Die Schneeglöckchen (Galanthus) blühen schon seit einigen Tagen.

Ein winziges Röschen blüht seit vergangenem Sommer, es will einfach nicht wahrhaben, dass der Sommer vorbei ist.

Die Christrose (Helleborus niger) blüht langsam ihrem Ende entgegen, sie wird beim Verblühen grünlich mit rosa Flecken.

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Thomas von Aquin

Melodie: GL 387 – Gott ist gegenwärtig

Thomas war gefangen in des Turmes Enge,
beugte sich doch keiner Strenge,
hielt dem Herrn die Treue, ließ sich nicht verleiten,
bis die Brüder ihn befreiten.
Altes geht, Neues steht:
Herzen, Stimmen,  Werke,
allem gibt Gott Stärke

Schüler eines Großen, lernt er zu verbinden,
wie die Völker Wahrheit finden.
Engelgleicher Lehrer,  will er alle lehren,
Gottes Wahrheit zu begehren.
Was er lehrt, ist bewährt
auch in unsern Zeiten,
frommen Sinn zu leiten.

Thomas preist den Herren: Sichtbare Gestalten,
die wir in den Händen halten.
Lösegeld für viele, gibt sich Gott zur Speise,
endlich auch zum Ehrenpreise.
Thomas singt, und es klingt
noch in Glanz und Frische
an des Herren Tische.

Preise den Erlöser! Was du kannst, das wage!
Preis Ihn, Zion, alle Tage!
Wo Verstand zu klein ist, um das Herz zu rühren,
muss allein der Glaube führen.
Was wir sehn und verstehn,
soll zu dem uns bringen,
dessen Lob wir singen.

„Gut hast du geschrieben“, hört er’s in sich klingen,
„welchen Lohn soll Ich dir bringen?“
„Jesus,  Du Verborgner, lass es einst geschehen,
Deine Herrlichkeit zu sehen!“
Thomas schweigt, Thomas neigt
sich vorm Herrn der Zeiten,
lässt von Ihm sich leiten.

(c) Claudia Sperlich

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