Dritter Sonntag im Advent

Gaudete heißt er, „freut euch“! Der Herr kommt bald. Ich freue mich – an vielem Schönem und Gutem, und vor allem an Gottes Verheißung inmitten der Not, mit der die Welt leider behaftet ist. Ich will eine Grundstimmung von Freude kultivieren, auch wenn ich gerade an manches denke, was durchaus nicht zum Freuen ist. Dazu helfen auch so kleine Dinge wie Adventskranz und Weihnachts-Bastelei.

Auch das Mäuschen auf dem Balkon freut sich mitten in der Angst, die es vermutlich hat, wenn unvermutet ein Riese das Futterhaus öffnet. Wenn es nachher in seinem Loch sitzt, denkt es vielleicht: Puh, noch mal gut gegangen! – Alles in allem geht es mir doch gut!

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Immaculata

 Melodie: Sei gegrüßt, du Gnadenreiche
 
 Gott hat sie bewahrt aus Gnade,
 Ehe sie empfangen war,
 Dass die Erbschuld der nicht schade,
 Die den Heiland uns gebar.
  
 Die den Christus hat geboren,
 Musste frei von Sünde sein,
 Goldne Schale, unverloren,
 Gottes Wohnstatt, heil und rein.
  
 Hör, Maria, unser Flehen,
 Bitt für uns den Sohn und Herrn!
 Seine Wege lehr uns gehen,
 Sei im Meer der Zeit ein Stern! 

© Claudia Sperlich
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Zweiter Sonntag im Advent – und Nikolaustag!

Liturgisch verdrängt der Sonntag den Nikolaus. Aber ich bin sicher, die Verteilung von meist süßen Gaben wurde davon nicht beeinflusst.

Die Rundbeete vor der Kirche sind immer noch schön mit Knospen, Blüten und Früchten.

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Erster Sonntag im Advent

Den Adventskranz wollte ich heuer ganz wundervoll machen, hatte mich zu einem Workshop angemeldet – und der fiel coronabedingt ins Wasser. Nun hatte ich noch einen bereits mehrfach benutzten Rohling und einen Kasten voll Adventsschmuck. Ich habe den Rohling zunächst dicht mit blauer Wolle umwickelt und dann geschmückt. Grüne Zweige habe ich zuletzt auch angesteckt, unkonventionell und lieblich duftend: Rosmarin und Lavendel vom Balkon, außerdem, duftlos aber hübsch, zwei Strohblumen von ebendort.

Die Kerzen stehen außen vor. Es sind Kerzen, die ich im Lauf des letzten Kirchenjahres bekam, und sie sind schon benutzt: eine vom letzten Adventsbasar, zwei Osterkerzen und eine weitere, von lieber Hand geschmückt. Die größte brennt heute wieder. Daß der Herr auferstanden ist, stimmt ja auch im Advent – sonst hätte das alles keinen Sinn!

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Heute abend: Vortrag auf Skype zum kommenden Hochfest Mariä Empfängnis

Heute, am 27. November 2020, um 18.00 Uhr,

auf Skype, unter diesem Link.

mein Vortrag: „Unbefleckte Empfängnis“ – kann man das heute noch glauben?

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Vortrag unter Quarantänebedingungen

Meinen für Freitag, den 27. November geplanten Vortrag „Unbefleckte Empfängnis – kann man das heute noch glauben?“ kann ich nun wegen Quarantäne nicht wie geplant in St. Marien Behnitz halten.

Wer ihn trotzdem hören möchte, wird dazu am Freitag, 27. November um 18.00 Uhr auf Skype Gelegenheit haben. Ich werde den erforderlichen Link kurz vorher bekanntgeben.

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Quarantäne

Im Frühjahr war ich wegen schwerem Husten zwei Wochen in Quarantäne. Damals kamen keine anderen Symptome dazu, daher wurde ich nicht getestet und weiß bis heute nicht, ob ich einen leichten Verlauf von Covid19 oder eine schwere Erkältung hatte.

Nun bin ich nach einem ausführlichen Telephonat mit dem Gesundheitsamt wieder in Quarantäne, weil ich Kontakt zu einem Infizierten hatte (dem ich schnelle und völlige Heilung wünsche). Bis einschließlich nächsten Montag darf ich die Wohnung nicht verlassen. Da ich mich vollkommen gesund fühle, werde ich nicht getestet, habe aber die strikte Anweisung, das eventuelle Auftreten von Symptomen unbedingt zu melden – und sollte ich mich richtig schlimm krank fühlen, sofort den Notarzt zu rufen. Nun denn, hoffentlich bleibt das hypothetisch!

Mein Arbeitgeber nimmt es mit größtmöglicher Gelassenheit hin. Ich selbst auch. Auf den Balkon darf ich ja, wenn ich raus will. Essen ist im Haus, und ich habe wundervolle Freunde für alle Fälle. Ich verfahre im übrigen wie damals und tue so, als sei ich Nonne in einem kontemplativen Orden. Das Internet ist sehr segensreich, ich kann gemeinsam mit anderen das Stundengebet pflegen, kann die Messe zwar nicht besuchen, aber in Echtzeit mitbeten und habe mehr Bücher zur Verfügung, als ich bis zum 30. November (egal welchen Jahres) lesen kann. Der Rosenkranz kommt zum Einsatz statt der täglichen Anbetung (die mir allerdings sehr fehlt).

Ich komme dazu, die Wohnung aufzuräumen. Und ich habe zwei Aufträge – Lektorat und Übersetzung. Ich kann also sogar arbeiten und Geld verdienen! Unter diesen Umständen ist die Quarantäne nicht so schlimm.

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Jesus Christus ist König!

Mein Christkönigschoral:

 Melodie: Großer Gott, wir loben Dich
 
 König über Welt und Zeit,
 Christus, lass uns vor Dir knien!
 Mach zum Dienen uns bereit!
 Der uns Zeit und Welt geliehen,
 Lehr uns lieben, lehr uns seh'n,
 Lass uns fest im Glauben steh'n.
 
 Dir gehört das Himmelreich,
 Du hältst uns den Himmel offen,
 Du machst Herzen froh und weich,
 Lässt uns lieben, glauben, hoffen.
 Du bist Wort und Brot und Wein,
 Heilst und lädst uns täglich ein.
  
 Du bist allen Lebens Kraft,
 Zeigst den Weg und schenkst das Leben,
 Gibst dem dürren Reise Saft,
 Hast uns Geist und Sinn gegeben.
 König über Zeit und Welt,
 Hilf uns tun, was Dir gefällt!
  
 Auf des Bundesbogens Thron
 Sitzt Du zu des Vaters Rechten,
 Sieger über Satans Hohn,
 Überwinder alles Schlechten.
 König über Welt und Zeit,
 Dein ist alle Herrlichkeit! 

© Claudia Sperlich

Und noch ein älteres Gedicht, in freiem Rhythmus:

 Kein andrer beherrscht mich – ich bin
 nur Sein. Seine Magd. Für immer.
 König mit dem durchbohrten Herzen,
 mit Dornenkrone und Kreuz, die Hände
 einladend, segnend, heilend – verwundet
 von Zimmermannsnägeln.
  
 Kein andrer soll mir befehlen,
 es sei denn, auf Sein Wort.
 Er ist allmächtiger König.
 Er – der Messias. Mein Heiland. 

© Claudia Sperlich

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Schwierige Päpste – Podcast

Hier kann man meinen gestrigen Vortrag auch weiterhin hören.

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Gesetz ohne Moral

Im Zusammenhang mit der Aufhebung der Strafbarkeit vom Beischlaf zwischen Geschwistern durch die Sozialistische Internationale Partei Pavoralia (SIPP) wird argumentiert, Moral habe in der Gesetzgebung nichts zu suchen. Als Argument hebt die Ministerin für Soziales, Sozija L’Arbète, hervor: „Wo Moral und Religion in die Gesetzgebung einfließen, entstehen regelmäßig Diktaturen, wie man an Staaten wie Saudi-Arabien und Iran sieht.“ Gesundheitsminister Odiose pflichtet ihr mit einem deutlichem „Bravo!“ bei.

Der katholische Bischof von Pavoralia, Beat Agnellus, hielt am heutigen Sonntag nach der 10-Uhr-Messe in der Kathedrale Ss. Marinus und Arianus eine kurze Ansprache, im Wortlaut wie folgt:

Brüder und Schwestern im Herrn!

Wir begehen heute das Patrozinium unserer Kathedrale. Überschattet wird dieser Freudentag durch eine Gesetzesnovelle, wenn man die Aufhebung eines sinnvollen Gesetzes so bezeichnen darf. Die Regierung ist der Ansicht, der Beischlaf unter Geschwistern müsse erlaubt sein, und setzt das Schutzalter auf vierzehn Jahre herab. In der Argumentation wird behauptet, Moral und Religion haben einen schädlichen Einfluss auf die Gesetzgebung, und daher müssten moralisch und religiös begründete Gesetze abgeschafft werden.

Der Mord an Ungeborenen und Alten wurde schon vor längerer Zeit von unserer Regierung (und leider auch zahlreichen anderen Regierungen) durchgewunken; auch hier wurden Gegenstimmen als „religiös fanatisiert“ diffamiert. Nun fällt ein weiteres Tabu und wird ersetzt durch die Untermauerung eines anderen: Man darf nicht moralisch und religiös argumentieren!

Leider wird auch von den Gegnern dieser neuen Gesetzgebung oder vielmehr Gesetzaufgebung gern mit der Gefahr von mißgebildeten Kindern aus solchen Verbindungen argumentiert. Das Argument ist aber das schlechteste, was sich auftreiben lässt. Kranke und Behinderte haben ja haargenau dasselbe Recht auf Leben, auf Liebe und Fürsorge, wie Gesunde! Auch ist nicht anzunehmen, daß mit der Aufgabe des Verbots geschwisterlichen Inzestes die Zahl behindert Geborener sprunghaft ansteigt. Selbst wenn sie es täte: Diese Kinder haben nicht weniger Rechte als jedes andere!

Die Gefahr ist eine ganz andere. Die SIPP spricht gerne von freier Entfaltung der Persönlichkeit. Was aber ist frei an einer Persönlichkeit, die sich zu etwas verführen lässt, was jeder Kultur, jedem sittlichen Empfinden widerspricht? Wer will behaupten, daß vollkommene Freiheit der Entscheidung besteht, wenn der 18jährige Bruder seine 14jährige Schwester verführt oder sie vergewaltigt und zur öffentlichen Zustimmung zwingt? Ach, das käme ja gar niemals vor? Soso, Frau L’Arète. Wenn Sie es sagen.

Liebe Geschwister im Herrn, liebe Gäste, wenn Sie alles, was mit Moral und Religion zu tun hat, aus dem Gesetzbuch tilgen wollen, dann müssen Sie sämtliche Verstöße gegen die göttlichen Gebote erlauben – auch Mord, Diebstahl, üble Nachrede. Alle anderen Gebote sind seit der kompletten Säkularisierung unseres Landes ja ohnehin hinfällig – allerdings nicht für Gott und nicht für Seine Getreuen.

Die Diakone Marinus und Arianus haben sich im 7. Jh. lieber ermorden lassen als Gott untreu zu werden. Auf ihre Fürsprache gewähre Gott uns Mut und Klugheit.

Beichtgelegenheiten gibt es in Ss. Marinus und Arianus täglich, in allen anderen katholischen Kirchen mindestens einmal wöchentlich und immer auch nach Absprache mit dem Pfarrer. Ungetaufte, die in Gewissensfragen Rat suchen, können zwar nicht die Absolution empfangen, sind aber herzlich eingeladen zu Gespräch und Gebet. Ihre Anliegen werden selbstverständlich ebenso wie die Beichte mit äußerster Diskretion behandelt.

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