Anna selbdritt

… heißt ein Bildtypus, der im 13. Jh. modern wurde: die alte Anna, die junge Maria und das Jesuskind, Großmutter, Mutter und Kind.

Diese Figur aus Olivenholz hat mir eine Freundin geschenkt. Hergestellt ist sie in einer Werkstatt nahe Bethlehem, und in der Geburtskirche ist sie gesegnet worden. Was für ein schönes, kostbares Geschenk!

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Wunderbare Überraschung

Eine Leserin meines Blogs hat mir, einfach so, weil sie mein Blog gut findet (und offenbar ein sehr lieber Mensch ist), ein gewichtiges Geburtstagspäckchen geschickt. Edle Leckereien, Lesestoff und eine schöne große Kerze!

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Heiligstes Herz Jesu,
von einer Dornenkrone umgeben und vom Kreuz überragt,
helleuchtend mitten in Flammen,
erbarme dich unser, heile die Kranken, beschütze unser Heim,
segne unsere Familien, heilige die Priester, rette die Gottgeweihten,
bekehre die Sünder, bewahre uns vor Sünde, Unglück, Angst und Not!
Amen.

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Ich bin ja in letzter Zeit etwas blogfaul gewesen – dies schöne, unverhoffte Geschenk soll mir ein Ansporn sein.

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An meinem 57. Geburtstag

Mein Herr und Gott, ich danke für das Leben,
für all die Zeit, die Du mir hast gegeben,
für jeden Tag in dem vergangnen Jahr.
Viel Zeit ließ ich zwar ungenutzt verstreichen.
Vielleicht auch stellte ich verkehrt die Weichen.
Doch Du machst alles gut. Denn Du bist wahr.

Mir bleibt trotz allen Fehlern, allen Sünden,
Gehör und auch Verstand, wenn von Dir künden
die Bibel und die Kirche, Deine Braut.
Mir bleiben Freunde, die mit mir Dich preisen
in Wort und Tat, auf viele gute Weisen,
mir bleibt Dein Wort, das All und Kirche baut.

Im neuen Jahr will ich Dir besser dienen,
will folgen den von Dir gelegten Schienen
und mich nicht beugen meiner Lebensangst,
will Dich in Liedern und Geschichten loben.
Mein Herr und Gott, sei immer hoch erhoben!
Und ich will tun, was immer Du verlangst.

© Claudia Sperlich

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Wunschzettel

Bald habe ich Geburtstag, und da mache ich auf meinen Wunschzettel aufmerksam, der heuer auch etwas in eigener Sache enthält.

Herzlichen Dank schon jetzt!

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Dunkelgoldene Messe

Der Augustinerchorherr Alipius Müller ist schon seit einigen Jahren einem kleinen Kreis auch als Komponist von Independent Rock bekannt und hat mit der Playlist Zwischen dir und dem Schlaf schon eine Reihe anspruchsvoller Stücke vorgelegt.

Alipius Müllers wachsende Playlist aureo atro (etwa: „aus schwarzem Gold“ oder „dunkelgolden“) gehört ins gleiche Genre, ist aber noch tiefgründiger. Sein neuestes Werk ist ein Kyrie – der Beginn der Missa pro cunctabundis, also der Messe für die Zauderer.

Es fängt mit einer Folge von drei tiefen Gong- oder Hammerschlägen (oder Herzschlägen?) an, die als erstes Thema im Hintergrund bleiben. Darüber erklingt etwas wie eine vielstimmige wirre Klage, dann wird über dieser ganz leise das gregorianisch wirkende Thema des Kyrie angedeutet, so als wäre einem der vielen Unglücklichen die heilsame Idee gekommen, sich an Gott zu wenden. Das Kyrie erklingt einstimmig in ruhigen Melodiebögen (hier nur instrumental) über dem klagenden Chaos und den Gongschlägen und übertönt diese. Dabei verändert sich die Klagemelodie, wird „zuversichtlicher“. Die Gongschläge werden heller. Das Stück endet mit einem optimistischen, anschwellenden Akkord, etwa wie ein vielstimmiges, freudig erstauntes „Aaah“: Der Ruf zu Gott wird erhört. Auch wenn es erst einmal Zauderer sind, die Ihn anrufen: Der Ruf geht nicht ins Leere!

Ich hoffe sehr, diese Messe wird weiter geschrieben. Die einstweilen nur instrumentale Singstimme ist alles andere als trivial und doch gut singbar, auch für einen Laienchor. Anspruchsvolle und zugleich von einem durchschnittlichen Laienchor zu bewältigende moderne Kirchenmusik ist nicht eben häufig – umso mehr Grund, auf diesen Augustinerchorherrn aufmerksam zu werden. Ohne Zaudern!

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X451 – die Februarnummer ist da!

X451, die zweimonatlich erscheinende Fanzine des katholischen Glaubens, ist wieder da. Die Februarnummer ist von der kommenden Fastenzeit geprägt – und wer die christliche Fastenzeit für eine Zeit des Griesgrams und der Selbstquälerei hält, wird hier eines fröhlichen Besseren belehrt.

Inhalt

Josef Bordat: Umkehr und Buße
Claudia Sperlich: Ist Fasten gesund? Mir doch egal!
Sebastian Berndt: Hätte aber die Liebe nicht…
Silvia Berndt: Hören und nicht Verstehen, Sehen und nicht Einsehen
Aus einer Fastenpredigt des heiligen Papstes Leo I.
Seliger Alois Andritzki

Der Neuevangelisierungsverein X451 e.V. ist endlich ins Vereinsregister eingetragen; man kann ihm spenden oder als Fördermitglied beitreten (ein Formular liegt der Ausgabe bei). Der Herausgeber Sebastian Berndt weist aber ausdrücklich darauf hin, daß niemand spenden oder beitreten soll, der das nicht von Herzen will – X451 ist kostenlos, wird kostenlos bleiben, und der Bezug stellt keine moralische Verpflichtung dar.

Bestellbar (auch in größerer Stückzahl, z.B. zum Auslegen) ist X451 bei

Sebastian Berndt
Emilienstraße 1
D-99817 Eisenach
fanzine@X451.de

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Ritterlichkeit

Ein Wort, daß ich von frommen katholischen Männern, besonders den eher traditionellen, öfter höre.

Ich will jetzt nicht darüber debattieren, inwieweit das Wort „Ritterlichkeit“ als Chiffre für Edelmut, Großherzigkeit, Anstand, Hilfsbereitschaft gegenüber den Schwächeren usw. mit dem tatsächlichen Leben eines mittelalterlichen Ritters zu tun hat (da gab es ja auch eine große Spannbreite vom schöngeistigen Jerusalemfahrer bis zum ungebildeten Raubritter). Nehmen wir das Wort also in seiner jetzigen Bedeutung.

Ritterlich wollen sie also sein und propagieren die Tugend der Ritterlichkeit. Nun ist mir (und meinem Beichtvater) natürlich bekannt, wie leicht man hinter seinen eigenen hehren Ansprüchen zurückbleibt. Aber immer wieder der Welt in den Ohren liegen, sie sei das krasse Gegenteil von „ritterlich“ und müsse das ändern, und zugleich über ein junges Mädchen schlimmer herziehen, als eine Horde Marktweiber es könnte, ist noch eine andere Nummer als nur „immer mal wieder im Kampf mit dem Versucher unterliegen“.

Ich rede von Greta Thunberg, der jungen Klimaaktivistin und Schuleschwänzerin. Ich rede nicht davon, ob sie Recht hat oder nicht (auch wenn ich ihr in mancher Hinsicht nur Recht geben kann), und ob ihre Mittel sinnvoll sind oder nicht – ich rede von dem abartig boshaften Gezänk, das ich gerade aus der Feder frommer Glaubensbrüder lese.

Greta Thunberg hat ganz zweifellos Mut. Es gehört Mut dazu, sich als Teenager vor fremde Erwachsene hinzustellen und ihnen zu sagen, warum man ihr Verhalten falsch findet. Es gehört Mut dazu, nicht nur sein Leiden an den „großen“ Mitmenschen, sondern auch an einer psychischen Besonderheit öffentlich zu machen. Ich halte es nicht für klug, daß sie letzteres getan hat – vielmehr für sehr unvorsichtig, und ich hätte ihr gewünscht, daß Erwachsene sie daran gehindert hätten. Denn ich weiß, daß die Welt gemein ist zu psychisch Leidenden, und ich bezweifle, daß sich das vor der Wiederkunft des Messias bessern wird. Ich weiß auch, was alle Welt wissen könnte, wenn sie nur wollte – daß die Diagnose „Asperger“ nicht das Mindeste über die Intelligenz eines Menschen sagt und nur wenig über seine sozialen Kompetenzen. Und ich weiß, daß die meisten Menschen dies eben nicht wissen wollen.

Nun wird in den „sozialen“ Medien auf eine abscheulich unsoziale Weise über Greta Thunberg hergezogen, und es geht dabei gar nicht mehr um ihr Anliegen, sondern nur noch darum, daß sie nicht gefällt. Und wenn man dabei sachlich bliebe! Wenn man sagte: Aus dem und dem Grund finde ich es nicht zielführend, wie diese Klimaaktivistin arbeitet! Aber nein: Als erstes wird über ihre Jugend und ihr Asperger hergezogen, dann über ihre Zöpfe, ihr kindliches Gesicht, ihren Reiseproviant. Und all dies geschieht in meinem Umfeld auch durch gar nicht wenige gebildete katholische Männer, die schon mal „Ritterlichkeit“ öffentlich gut fanden. Das schmerzt mich besonders.

Zur Ritterlichkeit gehört, den Feind (und ja, Greta ist ein Feindbild für jene, die über sie herziehen – sonst zögen sie ja nicht über sie her) zu achten, ihn zu schonen, wo möglich, und sonst mit gerechten Mitteln gegen ihn zu kämpfen. Spott über eine Krankheit sowie ein Kampfmittel, das ich mangels passenderer traditioneller Ausdrücke nur als „Weibergezänk“ bezeichnen kann, gehört nicht zur Ritterlichkeit.

Auch wenn ich Greta Thunbergs Mittel nicht sinnvoll finde, auch wenn ich glaube, daß sie instrumentalisiert wird, bewundere ich ihren Mut und halte ihren Vorwurf für absolut berechtigt, daß systemische Fehler im Umgang mit der Umwelt um des Geldes willen ignoriert werden.

Seid bitte ritterlich. Wenn das nicht geht, seid wenigstens katholisch. Da gibts schon Schnittmengen.

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Hörtip: Wochenkommentar

Auf Radio Horeb bin ich am Samstag, 9. Februar 2019 zu hören. Um 12.15 Uhr beginnt das Wochenmagazin, darin spreche ich den Wochenkommentar. Danach wird es meinen Beitrag auch als Podcast geben.

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Sie pries Gott und sprach über das Kind

Heute feiert die Kirche Darstellung des Herrn.

Mit welchen Worten die greise Hanna Gott gepriesen und über das Kind gesprochen hat, als sie den kleinen Jesus sah, ist nicht überliefert. Aber ich kann mir vorstellen, daß es etwa so gewesen ist:

Hannas Lied
Melodie: Den Herren will ich loben (GL 395)

Der Ewge sei gepriesen,
Der Israel erhält!
Den die Propheten wiesen,
Als Kind kam Er zur Welt!
Er wird den Feind bezwingen,
Er baut den Tempel neu,
Er wird uns Frieden bringen,
Und Heiden werden treu.

Er wird wie David walten
Als einzig guter Hirt,
Das Land auf ewig halten,
Uns nähren wie ein Wirt.
Und ewig wird bestehen
Des Herren Heiligtum!
Die Völker werden sehen:
Dies Land ist Gottes Ruhm.

Er wird die Welt bekehren,
Damit sie Gott erkennt,
Er wird die Liebe lehren,
Die Gott den Vater nennt,
Wird alle Schulden zahlen
Und heilen, was versehrt.
Dann wird die Welt erstrahlen,
Dann wird der Herr verehrt.

© Claudia Sperlich

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Ein Sonett für katholisch.de und ZdK

Motto:
Katholisch-dé und ZettDeKa:
Mir spinnefeind, einander nah!
Die einen überbieten gern die andern
Darin, den Glauben flott zu unterwandern;
Dazu wird eins vom andern unterboten,
Den letzten Tunnel gründlich auszuloten.

*

Vertreten wollt Ihr mich und meinen Glauben?
Behauptet gar, Ihr sprecht in meinem Namen?
Ich hab Euch nicht bestellt, Ihr Herrn und Damen,
Und lass von Euch mir nicht die Sprache rauben.

Ich will nicht Euer weichgespültes Amen,
Das sucht die Weisheit auswärts abzustauben.
Ihr Füchse stehlt dem Gottesvolk die Trauben
Und streut im Weinberg aus den bösen Samen!

Katholisch-dé und ZdK erfrechen
Sich viel, doch ich kann selber für mich sprechen
Und lasse mich vom Komitee in Rom vertreten.

Für jene Ketzertempel kann ich beten,
Doch werde ich nicht meinen Herrn verraten.
Gebt Ruh, Ihr beiden – oder lasst Euch braten.

© Claudia Sperlich

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