Neujahrswunsch 2019

Gott gebe, daß im neuen Jahr
Wir besser auf Ihn hören!
Er lasse Seine treue Schar
Nicht durch Gewalt verstören.
Er ziehe an Sich alle Welt
Und richte auf, was schwankt und fällt,
Er gebe, daß nicht Macht noch Geld
Die Kirche kann betören.

© Claudia Sperlich

Veröffentlicht unter Katholonien, Literatur | Verschlagwortet mit , , | 1 Kommentar

Silvester 2018

Gott, Dir sei Dank für das vergangne Jahr,
In dem mir so viel Freundlichkeit begegnet.
Du hast mich wohl behütet und gesegnet,
Du fingst mich auf in Not und in Gefahr.

Im Rückblick erst erkenn ich Deine Güte,
Mit der Du mich beschützt hast alle Tage.
Du führtest mich durch einen Sumpf der Plage
Und zeigtest mir die Lilie, die dort blühte.

Das Frische, Unbekannte liegt vor mir,
Noch unberührt, geborgen schon in Dir,
Du Herr des Jahres und der Ewigkeiten.

Hilf mir, mit neuer Tatkraft Dir zu schreiben
Und Dir mit Freude dienend treu zu bleiben.
Die Schwelle will ich mutig überschreiten.

© Claudia Sperlich

Veröffentlicht unter Katholonien, Literatur | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Mein 2018

Dank sei Gott für dieses Jahr!

Ich durfte meinem Patenkind beim Wachsen zusehen. Viele wundervolle Menschen haben mich in diesem Jahr hilfreich und freundschaftlich begleitet, auch ihnen sage ich herzlichen Dank!

Hier meine Blogger-Jahresübersicht:

Januar: Massenhaft und MEHR
Februar: Kinder auf Deubel komm raus
März: Requiem für Père Alain
April: Hörnchen wird kahl
Mai: Urlaub bei den Mägden Mariens
Juni: Fronleichnam geht anders, Berliner!
Juli: Gebet – Qualität vor Quantität, oder wie?
August: Ich bleibe.
September: Ein friedlicher Marsch mit unfriedlicher Begleitung
Oktober: Vor den Reliquien der Heiligen Bernadette
November: Das Zentralkomitee beschließt, ich antworte
Dezember: Gott kommt in die Welt. Aber nicht erst zu Weihnachten.

Neue Bücher gibt es in diesem Jahr leider nicht von mir – aber die alten Bücher sind auch noch gut und erhältlich. Weiter geht es im Neuen Jahr! Denn mehrere Gedichte und Liedtexte entstanden im alten, und es gibt noch einige Projekte in der Schublade bzw. auf der Festplatte.

Auf kath.net habe ich einiges veröffentlicht,

auf Radio Horeb bin ich des öfteren zu hören,

und in den „geraden“ Monaten erscheint X451, immer mit einem Beitrag von mir.

In der Arche Potsdam war ich im November mit einem Vortrag über den Seligen Edmund Bojanowski.

So faul, wie ich dachte, war ich nicht. So fleißig, wie meine Freunde glauben, allerdings auch nicht.

Veröffentlicht unter Katholonien, Weltliches | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Christentum und Weihnachtsbaum: Zwei Sendungen auf Radio Horeb

Meine beiden Sendungen auf Radio Horeb zu Weihnachten sind nun als Podcast erhältlich.

Wussten Sie schon, daß das Christentum mit Bildung zu tun hat?

O Tannenbaum!“ – Hintergründe eines christlichen Brauchs

Viel Freude beim Hören!

Veröffentlicht unter Katholonien | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Weihnachtswahrheit

Weihnachtswahrheit

Ist denn die Wahrheit unbedingt
historisch-kritisch nur verkündbar?
Kann es nicht sein, daß Gott gelingt,
was unsrer Forschung unergründbar?

Der Wahrheit macht den Weg bereit,
dem wahren Gott, dem Weg für alle.
Das ist die Wahrheit, die befreit:
Die Jungfrau Mutter! Kind im Stalle!

Und alle Jahre wieder hält
sich mancher gern für kirchenkritisch,
der altklug aus dem Spiegel bellt –
der Christenhass ist monolithisch.

Und alle Jahre wieder frisst
sich mancher im Advent zugrunde –
daß jetzt die Zeit der Buße ist,
das geht im Glühwein vor die Hunde.

Doch Hirten, Engel, Sternenglut
und Stall stehn für mich außer Frage –
denn viel zu wahr ist dieses Gut,
und viel zu gut für eine Sage.

aus: Lass mich bekennen Deine Mandelblüte, tredition 2015

Veröffentlicht unter Katholonien, Literatur | Verschlagwortet mit , , , , , , ,

Ein Weihnachtslied aus Frankreich

Ich kannte dies französische Volkslied in einer etwas trivialeren Version und fand es schon damals sehr süß und innig. So gefällt es mir nun noch besser. Sängerin ist Claire Pelletier.

D’où viens-tu, bergère,
D’où viens-tu?
Je viens de l’étable
De Béthléem
De voir un miracle
Qui me touche bien.

Qu’as-tu vu, bergère,
Qu’as-tu vu?
J’ai vu dans la crèche
Un petit enfant
Soupirant sans cesse,
Jamais ne dormant.

Est-il beau, bergère,
Est-il beau?
Plus beau que la lune
Plus que le soleil,
Jamais la nature
N’a vu son pareil.

Est-il seul, bergère,
Est-il seul?
Bon Joseph son père
Est à ses côtés,
Et Marie sa mère
Lui donne du lait.

Rien de plus, bergère,
Rien de plus?
J’ai ouï mes anges
Du ciel descendus,
Chantant les louanges
Du petit Jésus.

Est-ce tout, bergère,
Est-ce tout?
Plus tard les Rois Mages
Venus d’Orient,
Portent leurs hommages
Au Divin Enfant.

D’où viens-tu, bergère,
D’où viens-tu?
Je viens de l’étable
De Béthléem
De voir un miracle
Qui me touche bien.

Zu Deutsch, in meiner flüchtig hingehauenen Übertragung:

Sag uns, woher kommst du,
Schäferin?
Ich komm von dem Stalle
In Bethlehem,
Hab gesehn ein Wunder,
Das mich sehr berührt.

Was hast du gesehen,
Schäferin?
In der Krippe sah ich
Dort ein Kindelein,
Das hat nie geschlafen,
Seufzte immerzu.

Ist das Kind denn lieblich,
Schäferin?
Schöner als die Sonne,
Schöner als der Mond,
Nichts in aller Schöpfung
Gleichet diesem Kind.

Ist das Kind alleine,
Schäferin?
Joseph ist der Vater,
Steht an Seiner Seit,
Mutter ist Maria,
Die das Kindlein stillt.

War da sonst nichts weiter,
Schäferin?
Meine Engel hört ich
Kommen von den Höh’n,
Und dem kleinen Jesus
Sangen sie das Lob.

Ist sonst nichts gewesen,
Schäferin?
Aus dem Morgenlande
Weise Könige
Brachten dar die Gaben
Diesem Gotteskind.

Sag uns, woher kommst du,
Schäferin?
Ich komm von dem Stalle
In Bethlehem,
Hab gesehn ein Wunder,
Das mich sehr berührt.

Veröffentlicht unter Himmlisches, Katholonien, Literatur | Verschlagwortet mit , , ,

Gesegnete Weihnachten allen Lesern!

„Glanz strahlt von der Krippe auf“, glänzen mögen heute nicht nur Kerzen und Augen (hier wiederum: nicht nur die von Kindern), sondern vor allem Herzen.

Der geschmückte Weihnachtstisch muss natürlich sein – wie bei mir üblich, mit weihnachtlich umgewidmetem Adventskranz und einem Weihnachtsbaum aus Filz. Zwei kleine Bäumchen hängen am blühenden Barbarazweig.
Liebe Menschen haben mich beschenkt. Videos sind dabei, die entstammen einem großen grauen Sack voll Videos, der im Hausflur steht mit dem Vermerk „Zu verschenken – frohe Weihnachten“. Lieben Dank an den Nachbarn, dem wir das zu verdanken haben!

Weihnachtstisch

Ein streichholzschachtelgroßes Symbol zeigt Anlass und Hauptgeschenk.

Krippe

Es gibt Kaffee. Heute nacht habe ich Lektorendienst.

Frohe Weihnachten, gesegnete Weihnachten!
Auch wenn die Welt in vielen Teilen zum Fürchten und zum Weinen ist:
Fürchtet euch nicht. Freut euch.

Veröffentlicht unter Katholonien | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 2 Kommentare

Christgeburt

… wie schon hier bemerkt:

Melodie: Fest soll mein Taufbund… (GL 835)

Die Jungfrau hörte Gottes Ruf,
Und Er ist Mensch geworden.
Gott, der aus Liebe Menschen schuf,
Lässt Liebe überborden.
Weil wir in Schuld und Sünde sind,
Wird Gott zum hilflos kleinen Kind,
Um alle zu erlösen.

Der Herrscher über Zeit und All
Wird Mensch in dunklen Zeiten.
Das Kind in Bethlehem im Stall
Kommt aus des Himmels Weiten.
Ihn ehre heute alle Welt
So wie die Hirten auf dem Feld,
Die Engel und die Weisen.

Herr Jesus Christus, kleines Kind,
Du bringst uns wahres Leben!
Was diese Welt uns gibt, verrinnt,
Doch Du hast Dich gegeben
Als Gotteskind und Menschensohn
In Krippe und am Kreuzesthron,
Du gibst der Welt den Frieden.

Gott kommt in diese kranke Welt,
Lässt sie durch sich gesunden.
Er gibt sich selbst als Lösegeld.
Wir haben Ihn gefunden
In Krippe, Kreuz und Gottes Wort,
Nun wirkt Er in der Kirche fort
Und in den Sakramenten.

© Claudia Sperlich

Veröffentlicht unter Katholonien, Literatur | Verschlagwortet mit , ,

Gott kommt in die Welt. Aber nicht erst zu Weihnachten.

Zu Weihnachten feiern Christen die Geburt des Herrn Jesus Christus. Viele sagen auch: Die Menschwerdung Gottes, oder: Gottes Kommen in die Welt.

Insofern wir Seine Menschwerdung am 25. Dezember ausgiebig feiern, stimmt das. Vergessen wir dabei aber bitte nicht, daß Er neun Monate früher „in die Welt gekommen“ und „Mensch geworden“ ist. Das Leben beginnt nicht erst mit der Geburt.

Die katholische Kirche feiert neun Monate vor Weihnachten, am 25. März, die Verkündigung des Herrn. „Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, und sie empfing vom Heiligen Geist“ – so heißt es im Angelusgebet. Jesus kam als menschliche befruchtete Zelle in die Welt.

Natürlich feiert man den Geburtstag eines Menschen in besonderer Weise, und es ist verständlich, wenn auch nicht richtig, daß man davon spricht, ein Kind komme zur Welt. Man feiert zum Geburtstag, daß das Kind sichtbar lebt, und hoffentlich auch, daß die Mutter die Schwangerschaft überstanden hat. Man feiert, daß man das Kleine jetzt in die Arme nehmen kann und fähig ist, eine noch viel innigere Beziehung zu ihm zu entwickeln als während der Schwangerschaft möglich war.

Tatsächlich ist das Kind dann aber schon eine ganze Weile auf der Welt. Im Falle Jesu hat ein anderes, nur sechs Monate älteres Kind den Herrn erkannt, als der noch winzig, möglicherweise noch im Morula-Stadium war! Im Lukasevangelium schließt an die Verkündigung durch den Engel an:

In diesen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Und es geschah, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Und selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

In diesen Tagen – also wirklich kurz nach der Verkündigung, kurz nachdem Maria mit ihren Worten „Mir geschehe, wie du gesagt hast“ dem göttlichen Plan zustimmte. Sie tat das übrigens, ohne ihren Verlobten zu fragen – Gott kam für sie eindeutig vor Joseph, auch wenn ich davon ausgehe, daß sie Joseph liebte. Sie hörte Gottes Ruf und entschied selbständig, ihm zu folgen. Was für ein Vorbild! (Die Kirchengeschichte ist voll von heiligen Frauen, die Maria zum Vorbild genommen haben, indem sie Gottes Ruf folgten und dabei riskierten und oft in Kauf nahmen, von der Familie verstoßen oder für verrückt erklärt zu werden.) Soviel nebenbei zum Vorwurf, die Kirche halte Frauen klein.

Heute gilt man leicht als Fanatiker und Frauenfeind, wenn man sagt, daß eine schwangere Frau regelmäßig mit einem Menschen schwanger ist und nicht mit einem Fleischklops. Was es mit Fanatismus und Misogynie zu tun hat, wenn man sagt, keine Frau ist mit einem Fleischklops schwanger, hat mir noch niemand erklären können.

Ich empfinde es als gröbste Beleidigung einer schwangeren Frau, zu behaupten, sie trage einen Zellhaufen / Gewebeklumpen / Fleischklops in sich, wenn man von ihrem Kind spricht. Wenn übrigens gar kein Zweifel besteht, daß die Frau das Kind will, wird es auch brav als Kind bezeichnet. Das heißt, ob ein ungeborener Mensch als Kind oder als Haufen bezeichnet wird, hängt davon ab, ob man ihn will. Im öffentlichen Diskurs bedeutet das: Ob ein ungeborener Mensch ein Kind oder ein entfernungswürdiger Haufen ist, hängt davon ab, ob er erwünscht ist. Was im Uterus einer Schwangeren ist, die über Abtreibung nachdenkt, wird demnach in dem Augenblick wunderbarerweise vom Klops zum Mensch, da sie sich zum Austragen entscheidet – Menschwerdung geschieht also in unseren Tagen angeblich durch den Willensakt der Mutter. Ich wüßte nicht, was unlogischer wäre.

Jesus Christus ist in die Welt gekommen – als Mensch, d.h. als jemand, der sich von der befruchteten Eizelle zum geburtsreifen Kind entwickelte, heranwuchs und insgesamt ungefähr 33 Jahre lang als ganzer Mensch lebte. Wenn wir Seine Menschwerdung feiern – also die Tatsache, daß Er nicht allein wahrer Gott, sondern auch wahrer Mensch ist -, dann feiern wir zugleich eine unfassbar große Würde des Menschseins überhaupt. Ein ungeborener Mensch, vom Entwicklungsstand der befruchteten Zelle an, teilt eine wesentliche Eigenschaft (das Menschsein) mit Jesus. Mit Gott.

Veröffentlicht unter Katholonien, Weltliches | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 2 Kommentare

Vierter Adventsonntag

Vierter Adventsonntag

Je älter ich werde, desto mehr freue ich mich auf Weihnachten (und auf Ostern und Pfingsten und die vielen anderen Feste, die unsere Kirche feiert). In jedem Fest und in jeder schlichten Wochentagsmesse feiern wir Jesus Christus – und an den Hochfesten feiern wir Ihn eben „mit Pauken und Trompeten“, laut, bunt, froh und besonders feierlich. Die Erinnerung an Seine Geburt im Stall ist vielleicht das innigste Fest, das Fest, das auch einen guten Schluck Sentimentalität verträgt (Baby! Schäfchen!) und doch im Kern alles andere als kitschig ist (der Allmächtige macht sich ohnmächtig, um die Menschen zu erlösen – das läßt staunen und erbeben).

Und auf dieses wundervolle Fest bereite ich mich vor – nun im Endspurt. Die Vorbereitung hat mit Ernst und Schlichtheit zu tun, das Fest mit überschäumender Freude und Pracht.

Heute ist Sonntag, der ist auch in den Stillen Zeiten festlich. Morgen ist tagsüber noch immer Vorbereitungszeit – schon sehr geprägt von lustiger Aufregung. Am späten Nachmittag kommt die Einstimmung in der Kirche mit Krippenspiel und Gesang – und dann, am späten Abend oder um Mitternacht, beginnt das Fest, das wir mehrere Tage lang wirklich rauschend feiern werden.

Vier Kerzen geben schon eine ganze Menge Licht. Aber morgen Abend, da geht es richtig los. Da wird es hell!

Mache dich auf und werde Licht, denn dein Licht kommt!

Veröffentlicht unter Himmlisches, Katholonien | Verschlagwortet mit , , , ,