Herz-Mariä-Andacht

Am 15. August wird das Erzbistum Berlin dem Herzen Jesu und dem Herzen Mariä geweiht. In Vorbereitung darauf stelle ich auf meinem Blog passende Gebete vor.
Die folgende Andacht habe ich nach dem Muster der Andachten im Gotteslob verfasst. Wie alle Andachten kann man sie allein oder zu mehreren beten; wenn in Gemeinschaft, ist ein Wechsel zwischen Vorbeter, Lektor und Allen sinnvoll. Gemeinden, die gut im Chorsprechen sind, können auch zwei Chöre bilden.

V Das Herz Mariä ist von Anfang an Gott in besonderer Weise zugedacht und zugewandt. Der Ewige hat es von Ewigkeit her als das Herz gewollt, unter dem Er Mensch wurde.

L Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Siehe, auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar gilt, ist sie schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

V Maria fragt nach, vertraut und gehorcht. In diesem klugen Gehorsam wollen auch wir uns üben und beten:

Maria, vertrauensvoll, demütig und gehorsam,

A bitte für uns.

V Maria muss unter widrigen Umständen gebären und später
mit Mann und Kind fliehen. In allen Schwierigkeiten dürfen wir uns an sie als mütterlich mitfühlende Freundin wenden und beten:

Maria, dein Herz ist voll Ruhe im Sturm,

A bitte für uns.

V „Was Er euch sagt, das tut“, sagt sie, als die Weinkrüge der Festgesellschaft in Kana leer sind. Ohne zu wissen, was Jesus tun wird, ist sie sicher: es wird das Richtige sein. Auch wir wollen Ihm so vertrauen lernen und beten:

Maria, dein Herz ist vertrauensvoll,

A bitte für uns.

V „Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und möchten dich sehen. Er erwiderte ihnen: Meine Mutter und Meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und tun.“ – Jesus hat sich von der Familie getrennt – nicht im Zorn, aber Seine Aufgaben liegen woanders. Aber Maria verlor Ihn nie ganz aus den Augen. Auch wir wollen Ihn nie aus den Augen verlieren und beten:

Maria, dein Herz hat nie aufgegeben,

A bitte für uns.

V Sie sah mit an, wie man ihren Sohn zu Tode folterte.
Wenn wir selbst leiden müssen, wenn wir unsere Lieben leiden sehen, dürfen wir beten:

Maria, dein Herz ertrug furchtbares Leiden.

A bitte für uns.

V Maria traf sich nach der Auferstehung ihres Sohnes mit den Jüngern regelmäßig zum Gebet. Sie empfing hier mit den anderen, und selbst zum zweiten Mal, den Heiligen Geist. Wir gehören zur Kirche, die damals entstand, und beten:

Maria, dein Herz schlägt für die Kirche,

A bitte für uns.

V Herz Mariä, bewahrt vor aller Sünde,
A wir verehren dich.
V Herz Mariä, demütig und gehorsam,
A wir verehren dich.
V Herz Mariä, voll Jubel über den Heiland,
A wir verehren dich.
V Herz Mariä, nach Jesus suchend,
A wir verehren dich.
V Herz Mariä, voll Vertrauen in Jesu Macht,
A wir verehren dich.
V Herz Mariä, verwundet vom Kreuzestod deines Sohnes,
A wir verehren dich.
V Herz Mariä, Mutterherz der Kirche,
A wir verehren dich.
V Herz Mariä, stärker als jeder Drache,
A wir verehren dich.
V Herz Mariä, voll Liebe für alle Menschen,
A wir verehren dich.

V Vater im Himmel, Du hast Marias Herz vor der Sünde bewahrt.
Herr Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, Du hast unter Marias Herz gewohnt.
Heiliger Geist, Du hast Marias Herz mit Jubel erfüllt.
Dreieiniger Gott, wir danken Dir. Sei gepriesen in Ewigkeit.

A Amen.

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Herz-Jesu-Andacht

Am 15. August wird das Erzbistum Berlin dem Herzen Jesu und dem Herzen Mariä geweiht. In Vorbereitung darauf stelle ich auf meinem Blog passende Gebete vor.
Die folgende Andacht habe ich nach dem Muster der Andachten im Gotteslob verfasst. Wie alle Andachten kann man sie allein oder zu mehreren beten; wenn in Gemeinschaft, ist ein Wechsel zwischen Vorbeter, Lektor und Allen sinnvoll. Gemeinden, die gut im Chorsprechen sind, können auch zwei Chöre bilden.

V Jesu Herz ist von Anfang an allen Menschen zugewandt. Er liebt uns von ganzem Herzen. Er wurde für uns Mensch mit einem großen Herzen, Er tat nichts nur halbherzig. Sein Herz steht für uns offen. Sein Herz wurde verletzt durch die Sünde, durchbohrt von der Lanze, aber es schlägt unversehrt und ewig im Auferstandenen.
Bei Jesaja lesen wir: Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!
Jesus spricht uns immer wieder Mut zu – Er, wahrer Mensch mit einem schlagenden Herzen, wahrer Gott in Ewigkeit. Er mahnt uns, unser Herz zu hüten, und Er gibt uns Kraft dazu.

L Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen! Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. 
Mt. 6,19-21

V Maria bewahrte die Worte, die über ihren Sohn gesagt wurden, in ihrem Herzen. Sie dachte nach über das Gesagte und bewahrte es wie einen Schatz. Auch unsere Herzen wollen Raum sein für die Kunde von Jesus.
Herr Jesus, Sohn der Jungfrau Maria,

A bilde unser Herz nach Deinem Herzen.

V Jesus sagt uns zu, daß nicht einmal ein gewaltsamer Tod uns von Gott trennen kann – nur der Hochmut, der sich absichtlich von Gott trennt, ist furchtbar. Gott kennt uns haarklein, und Er liebt uns vollkommen. Wir liegen Ihm am Herzen. Ihm wollen wir vollkommen vertrauen.
Herr Jesus, Du sitzt zur Rechten des Vaters,

A bilde unser Herz nach Deinem Herzen.

V Jesus sagt: Frieden hinterlasse Ich euch, Meinen Frieden gebe Ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe Ich ihn euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht. (Joh. 14,27) Er gibt nicht Waffenstillstand oder politische Raison, sondern Frieden, Barmherzigkeit und Liebe, damit wir friedvoll, barmherzig und liebevoll werden können.
Herr Jesus, Friedensfürst,

A bilde unser Herz nach Deinem Herzen.

V Jesus kennt Todesangst und Trauer. Er bittet den Vater um Verschonung – und Er sagt gleich darauf: Aber nicht, was Ich will, sondern was Du willst. Er überwindet Seine Angst, indem Er dem Willen des Vaters gehorcht. Auch wir wollen uns freiwillig dem Willen Gottes unterwerfen.
Herr Jesus, wahres Paschalamm,

A bilde unser Herz nach Deinem Herzen.

V Petrus hat den Herrn dreimal verleugnet. Der Auferstandene verlangt von ihm keine andere Buße, als dreimal zu bekennen: Herr, ich liebe Dich. Jede Sünde hat ihren Grund in mangelnder Liebe, und das ehrliche Bekenntnis „Herr, ich liebe Dich“ entfernt unser Herz von der Sünde.
Herr Jesus, verzeihender Heiland,

A bilde unser Herz nach Deinem Herzen.

V Der Herr sagt: Fürchtet euch nicht! – Ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt. (Mt. 28,20)
Die Hostie, Christi lebendiger Leib, Sein schlagendes Herz, steht vor uns in der Monstranz. Es ist der Herr! Er schaut uns an und lässt Sich anschauen von uns – wir sehen das Herz Gottes vor uns. Er nährt uns mit Sich selbst in der Eucharistie, und selbst wenn wir die Eucharistie nicht empfangen können, dürfen wir Ihn in der Messe und bei der Eucharistischen Anbetung schauen, wir dürfen Ihm nah sein vor dem Tabernakel.
Herr Jesus, leiblich hier anwesend,

A bilde unser Herz nach Deinem Herzen.

V Herz Jesu, voll Liebe für alle Menschen,
A erbarme Dich unser.
V Herz Jesu, für uns von der Lanze durchbohrt,
A erbarme Dich unser.
V Herz Jesu, voll Güte und voll Geduld,
A erbarme Dich unser.
V Herz Jesu, Du sühnst unsre Sünden,
A erbarme Dich unser.
V Herz Jesu, ewig schlägst Du für uns,
A erbarme Dich unser.
V Herz Jesu, Du schenkst uns Verzeihung und Frieden,
A erbarme Dich unser.
V Herz Jesu, Du kennst all unsre Nöte,
A erbarme Dich unser.
V Herz Jesu, nimm uns im Tod in Dir auf,
A erbarme Dich unser.
V Herz Jesu, Du schenkst uns das Leben,
A erbarme Dich unser.

V Vater im Himmel, Du hast uns in Deinem Sohn das Herz aller Herzen gegeben.
Herr Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, in Deinem Herzen dürfen wir Trost und Geborgenheit finden.
Heiliger Geist, Du erfüllst unsere Herzen mit Liebe.
Dreieiniger Gott, wir danken Dir. Sei gepriesen in Ewigkeit.

A Amen.

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Herzen

„Ich brauche keine Kirche, weil ich Jesus in der Natur finden und ansprechen kann!“

So oder ähnlich liest man es immer wieder.

Ich bin in der Kirche, weil Gott mich vorzeiten in der Natur angesprochen hat – und zwar ohne daß ich danach gefragt oder auch nur damit gerechnet hätte. Also der, der einst zu Petrus sagte: „Du bist der Fels, und auf diesen Felsen baue ich Meine Kirche.“ Er sagte zu Petrus nicht: „… Meinen Wald.“ Denn der war ja schon geschaffen. Und Er sagte zu mir nicht: „Du hast vollkommen recht.“ Sondern Er machte mir klar, daß Er recht hat, nicht ich.

Natürlich kann man überall, auch im Wald, in der Wüste, in den Bergen und im Stadtpark, beten. (Übrigens auch an weniger romantischen Orten, z.B. im Großmarkt, auf der Autobahn, im Arbeitsamt. Das sagt nur keiner, der einem gerade klarmachen will, das Gebet im Walde sei ausreichend.) Man darf auch überall damit rechnen, eine Antwort zu bekommen. Leider muss man auch überall damit rechnen, daß ein anderer als Gott antwortet. Das muss nicht gleich der Satan sein (kann allerdings); öfter ist es das eigene Herz.

Aber es heißt doch „Hör auf dein Herz“! – Noch so ein schlechter Ratschlag, der sehr oft gerade von der Fraktion kommt, die ausschließlich im Grünen betet. Arglistig ohnegleichen ist das Herz und unverbesserlich. Wer kann es ergründen? heißt es bei Jeremia – vielleicht ein bißchen pessimistisch, aber im Grunde richtig. Wer hat sich nicht schon mal zu seinem eigenen Schaden so richtig fett selbst betrogen, weil er auf sein in dem Augenblick sehr dummes, gieriges und besserwisserisches Herz gehört hat? Gefängnisse und Entzugskliniken sind voll mit Menschen, die in einem ungünstigen Moment auf ihr Herz und nichts anderes hörten. Mein eigenes Herz ist vielleicht nicht immer arglistig, aber jedenfalls handfest bescheuert. Ohne Gottes Weisung rennt es in die Irre.

Deshalb ist es gut, sich an die zwei Herzen zu wenden, die keinerlei schädliche Neigungen haben – das Herz Jesu und das Herz Mariä. Deshalb ist es sinnvoll, das ganze Erzbistum Berlin mit seiner großen, tendenziell arglistigen, unverbesserlichen und unergründlichen Hammelherde (zu der ich zähle) dem Herzen Jesu und dem Herzen Mariä zu weihen. Das wird unser Erzbischof am 15. August tun. Bereiten wir uns betend und meditierend darauf vor. Dann tut Gott, was wir selbst nicht können: Er verbessert unsere Herzen. Er allein kann das.

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Blumen- und Kräuterportraits

Noch einmal ein Blick auf meinen Balkon, diesmal mit Einzelportraits. Den unvergleichlichen Duft kann ich leider nicht transportieren.
Ich bin wirklich dankbar für diese Pracht, der Balkon ist eine tägliche Freude!

Zwei unbekannte Korbblütler und eine Strohblume,

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ein gelbes Miniröschen, schon leicht angegangen,

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eine von zahlreichen Blüten der Ballonblume,

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ein Zweig des üppigen Lavendels  (Bienen und Hummeln lieben ihn, Motten und Spinnen verabscheuen ihn – gut so!),

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eine Blüte einer kleinen Strauchrose,

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ein Blick auf die Aster,

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Rosmarin, im Hintergrund ein vorwitziger Parthenocissus,

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Basilikum, dringend nötig für Tomaten,

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Minze – ich habe es romantischerweise immer für eine marokkanische Art gehalten, aber wahrscheinlich ist es einfach Ackerminze,

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Salbei,

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biederer Schnittlauch.

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Berlin wird geweiht

Am 15. August wird Erzbischof Heiner Koch das Erzbistum Berlin dem Herzen Jesu und dem Herzen Mariä weihen. (Hoffen und beten wir, daß der Erzbischof, der zur Zeit ausgerechnet wegen eines angeschlagenen Herzens etwas kürzer treten muss, dann wieder bei guter Gesundheit ist und noch lange bleibt.)

Weihe bedeutet Hingabe. Wer sich weiht bzw. weihen lässt, will sich vollkommen auf den ausrichten, dem er geweiht ist. Wer sich als Christ Gott weiht, will sich an dem liebenden und barmherzigen, verzeihenden Gott ausrichten, der als Menschgewordener den Tod überwunden hat. Er sagt damit: Ich gehöre Ihm, ich will tun, was Er sagt. Nach katholischem Verständnis ist eine Ordens- oder eine Priesterweihe sakramental. Die Weihe von Gegenständen (Kommunionkelch, Osterwasser, Kirchengebäude etc.) ist nicht sakramental, aber sie ändert die Bedeutung des Gegenstandes. Der Kelch ist zunächst mal einfach ein Kelch, also ein Trinkgefäß (wenn auch in der Regel ein besonders schönes und wertvolles). Das Haus ist zunächst einfach ein Haus, selbst wenn es die Form einer Kirche hat oder mit dem Zweck der Unterbringung von Pfarrer und Pfarrbüro gebaut wurde. Das Wasser ist zunächst einfach Wasser. Durch die Weihe wird das Gebäude ausdrücklich Pfarrhaus oder Kirche, zu genau diesem Zweck dient es nun unter Gottes Segen. Der Kelch ist durch die Weihe dem ausschließlichen Gebrauch für die Kommunion vorbehalten. Das Wasser ist durch die Weihe Weihwasser und darf nicht mehr zum Kaffeekochen oder Putzen gebraucht werden.
Wer oder was in katholischem Ritus geweiht ist, gehört der Kirche, der Braut Christi.
Eine Weihe ist damit etwas anderes als ein bloßer Segen: Segnung bedeutet, den Schutz und Segen Gottes für eine Person oder Sache erbitten. Anders als bei der Weihe wird dadurch keine Wesensänderung bewirkt; ein gesegnetes Brot bleibt ein gewöhnliches Lebensmittel, ein gesegnetes Haus muss nicht kirchlichen Zwecken dienen, ein gesegneter Mensch ist nicht plötzlich Ordensbruder oder -schwester, Diakon oder Priester.

Das Erzbistum wird geweiht, nicht die politische oder geographische Einheit „Stadt und Land Berlin“ bzw. „Großstadt im Flachland“. Auch wenn diese Begriffe raumzeitlich zusammenfallen – wer dem Erzbistum aus religiösen oder weltanschaulichen Gründen nicht verbunden ist, obwohl er im gleichen Gebiet lebt, braucht sich nicht pikiert zu fühlen. Daß das Erzbistum und nicht die Stadt als soziales Gefüge in ihren politischen Grenzen geweiht wird, macht die Weihe zu einer Sache, die aus weltlicher Sicht ausschließlich die Kirche angeht, aus kirchlicher Sicht aber auch der Welt heilsam ist. Übrigens sind neben den Städten Aleppo und Detroit zahlreiche Länder (seit dem 4. September 1954 auch Deutschland) dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht, und ein Atheist müsste schon sehr weit Richtung Esoterik abdriften, um zu behaupten, das hätte geschadet.

Eine solche Weihe geschieht auch in Berlin nicht zum ersten Mal; 1934, 1944 und 1948 wurde das Bistum Berlin dem Herzen Jesu geweiht. Man könnte nun sagen: das war doch schon ein für alle Mal, braucht es eine neue Weihe? – Vor Gott sicher nicht. Aber vor den vergesslichen Menschen und in der veränderten Zeit schon.

Am 13. August dieses Jahres begeht das Erzbistum Berlin seinen 90. Geburtstag. Die Weihe wird am 15. August – dem Festtag des Unbefleckten Herzens Mariä – begangen. In einer Zeit, in der viele in mehr oder weniger durchgedrehter und schädlicher Manier auf die Pandemie reagieren, ist die Hinwendung zum realistischen und unendlich liebevollen Gottessohn und Seiner Mutter die sinnvollste Haltung. Ich möchte mir Maria zum Vorbild nehmen, die in Liebe und Demut aushielt unterm Kreuz und die seit dem Pfingstereignis Mutter der Kirche ist. Ich möchte mein Herz nicht schonen, wenn es darum geht, zu lieben und zu helfen, so gut ich kann, und möchte dabei immer wieder von Jesus lernen, dessen Herz für mich verwundet wurde.

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Noch mal einkochen

Einer befreundeten Ordensschwester brachte ich ein Glas meiner kürzlich hergestellten Aprikosenkonfitüre. Daraufhin fragte sie mich, ob ich Obst aus dem Garten wolle. So verbrachte ich den Donnerstagabend damit, Falläpfel zu sammeln und Pflaumen mit einem Obstkescher zu pflücken. Gestern abend putzte und schnippelte ich Äpfel, kochte Apfelmarmelade, entsteinte die Pflaumen, und heute vormittag machte ich – das erste Mal im Leben – Pflaumenmus. Vier Stunden Kochzeit! Der Vorteil daran ist: es kocht sich im Grunde alleine. Natürlich habe ich ab und zu hingeguckt, aber das wäre gar nicht nötig gewesen.

Beides ist hervorragend geworden, und ich bin sehr dankbar und fröhlich.

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Fleiß auf dem Balkon

Es wimmelt von fleißigen Arbeiterinnen auf den Blumen – Hummeln und Bienen! Besonders Aster mögen sie, ist auch sehr ergiebig.

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Vorschlag zum Einstellungskriterium

Mal angenommen, eine Frauenärztin bewirbt sich in einem Krankenhaus und wird gefragt:

Wenn eine Schwangere ihr Kind aus irgendwelchen Gründen nicht austragen will, was ist dann Ihre Reaktion?

Und mal angenommen, sie antwortet:

Dann werde ich die Frau erst einmal fragen, ob sie das ganz alleine entschieden hat. Wie ihr Partner dazu steht, ihre Familie. Wenn sie durchblicken lässt, daß sie auf Druck des Partners, der Eltern oder sonst jemandem handelt, werde ich ihr erklären, daß sie selbst – und absolut kein anderer – entscheiden soll. Außerdem werde ich ihr sagen und zeigen, wie ihr Kind in dem Moment des Gespräches aussieht, wie es mit vier, mit sechs, mit zwölf Wochen aussieht. Wenn bei dem Kind eine Krankheit oder Behinderung sicher oder auch wahrscheinlich ist, werde ich sie über Therapiemöglichkeiten informieren und ihr die Chancen eines Menschen mit dieser Behinderung oder Krankheit erklären. Und ich werde ihr sowohl die Rechtslage in Deutschland erklären – also daß Abtreibung immer eine Straftat darstellt, die nur unter bestimmten Umständen nicht geahndet wird – als auch alle möglichen Wege zeigen, das Kind am Leben zu lassen. Ich werde sie über Babyklappen, Pflege- und Adoptionsmöglichkeiten informieren, aber vorher werde ich versuchen, sie für ihr eigenes Kind zu begeistern. Ich werde ihr zeigen, was es für Hilfsmöglichkeiten für Mütter in Schwierigkeiten gibt.

Und angenommen, sie bekommt dann die Antwort:

Gut! Ich habe den Eindruck, Sie passen hervorragend in unser Team. Kommen Sie bitte am Montag zur Frühschicht und finden Sie sich dann um 9.00 Uhr noch einmal hier ein, um den Papierkram zu erledigen.

Wäre das so schlimm?

Bei den Grünen läuft gerade eine Debatte, ob man Einstellungen von Ärzten in Krankenhäusern von der genau gegenteiligen Haltung abhängig machen sollte. Mit anderen Worten: Ob es für die Einstellung eines Arztes relevant sein soll, daß er zur Mitwirkung an Abtreibungen bereit ist. Bis jetzt ist das nicht so, bis jetzt darf ein Arzt sein Gewissen auch im Beruf nutzen, und wenn es ihm sagt, daß er keinen Menschen töten darf, auch keinen ungeborenen, dann darf er auch bei der Arbeit darauf hören.

Dafür, daß Abtreibungswilligkeit in Baden-Württembergs Krankenhäusern zum Einstellungskriterium wird, sprechen sich aus:
Kirsten Kappert-Gonther, Sprecherin der Grünen für Gesundheitsförderung
Ulle Schauws, frauenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen
Ricarda Lang, stellvertretende Bundesvorsitzende der Grünen und frauenpolitische Sprecherin

Für die Beibehaltung der Gewissensfreiheit auch für Ärzte sprechen sich folgende Grünen aus:
Theresia Bauer, Wirtschaftsministerium
Bärbl Mielich, Sozial-Staatssekretärin
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident

In der Debatte wird für die „ausreichende Versorgung“ mit abtreibungswilligen Ärzten auch der Sicherstellungsauftrag bemüht. Nun bin ich keine Juristin, aber ich glaube nicht, daß ein Straftatbestand vom Sicherstellungsauftrag gedeckt werden kann. Allerdings ist nicht nur bei zahlreichen Grünen schon lange „unter gewissen Umständen straffrei“ gedanklich zu „unter allen Umständen erlaubt“ geworden. Daß es sich bei einer Abtreibung regelmäßig um die Tötung eines unschuldigen Menschen handelt, ist in der Diskussion meist nicht mehr relevant.

Die Grünen reden viel von Toleranz. Ich sehe an „Abtreibungswillig oder arbeitslos“ nichts Tolerantes, weder dem arbeitsuchenden Arzt gegenüber noch dem Kind gegenüber, das bei einer Abtreibung stirbt. Echte Toleranz gegenüber der Schwangeren, die im Handumdrehen einen Schein bekommen hat (es geht wirklich extrem leicht, viel schneller als Erstausstattung beantragen, wie ich von Betroffenen weiß), ist das auch nicht. Die bestünde, wenn man sagen könnte: „Ich ertrage deine ablehnende Haltung zu deinem Kind, teile sie aber nicht.“

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Aprikosen

Bei der Lebensmittelrettung Sirplus gab es heute außerordentlich gutes Obst und Gemüse, darunter massenhaft Aprikosen. Nun sind Aprikosen in der Regel teuer, bei Sirplus aber günstig, und ich mag sie sehr gerne – also kaufte ich viel davon.

Und dann war die züchtige Hausfrau am Walten! Entsteint waren es – abzüglich des kleinen Schälchens voll, das ich zum Vernaschen zurückbehielt – neun Kilo. Neun Pfund Gelierzucker waren schnell gekauft – und nun habe ich Konfitüre. Massenhaft. Die Töpfe und der Herd sind auch wieder sauber. Und ich weiß mal wieder, daß Einkochen immer länger dauert als man eigentlich vorhatte. Aber es lohnt!

Schwierig ist es auch nicht. Zwei Teile Obst, ein Teil Gelierzucker, aufkochen, eine Weile köcheln lassen, abfüllen.

Das könnte bis zum nächsten Sommer reichen.

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Miez!

Oder: Wenn der Herr ein Kätzchen fangen will…

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