Hass: zerstörerisch und tödlich

In Nigeria veröffentlichte eine dem IS nahestehende Splittergruppe von Boko Haram am 26. Dezember ein Video, das die Ermordung von elf Christen zeigt. Bezeichnet wird das als Rache für die Tötung des IS-Führers Abu Bakr al-Baghdadi durch US-Streitkräfte im Oktober.

Am 27. Dezember wurde der Kleinbus einer evangelikalen Gemeinde in Tübingen durch einen Brandsatz zerstört; der Eingangsbereich des Gottesdienstraums wurde mit Farbe besprüht. Menschen kamen, Dank sei Gott, nicht zu Schaden. Ein Bekennerschreiben gibt es noch nicht. Diese Gemeinde wurde schon seit längerer Zeit immer wieder durch Linksradikale bedroht. Quelle

Am 28. Dezember wurden in der somalischen Hauptstadt Mogadischu fast hundert Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Die Opferbilanz ist noch vorläufig und wird vermutlich steigen. Auch hier gibt es bislang kein Bekennerschreiben; hinter dem Anschlag wird die islamistische Terrororganisation Al Shabaab vermutet. Quelle

Die einen morden gleich, die anderen machen nur erstmal alles kaputt, was Menschen gehört, die sie für ihre Feinde halten. Beides ist böse, dumm und logikfern.

In genau diese Welt ist Jesus Christus gekommen. Denn genau diese Welt braucht Erlösung.

Heute will ich beten: für die Ermordeten und die Verletzten, für die evangelikale Gemeinde, die nun vor einem Sachschaden von 40.000 Euro steht – ganz abgesehen von dem Schrecken -, und für die dummen Menschen, die all dies angerichtet haben.

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Unschuldige Kinder

Heute erinnert die Kirche an die auf Befehl des Herodes ermordeten Kinder. Zugleich gedenkt sie aller Kinder, die in unseren Tagen sterben, sei es durch Krankheit oder Unfall, sei es durch Gewaltverbrechen, Krieg oder Hunger.

Den durch Abtreibung getöteten Kindern gilt folgender Choral, zu singen auf die Melodie „Aus tiefer Not“.

Die Kinder, die vom Mutterschoß
Aus dieser Welt genommen,
Betrogen um ihr Menschenlos –
Herr, lass sie zu Dir kommen!
Neig ihnen zu Dein Angesicht,
Lass leben sie in Deinem Licht,
Gib ihren Seelen Frieden.

Die Menschenknospen, wehrlos klein,
Zerrissen, ungeboren,
Sie lebten durch Dein Wort allein –
Herr, gib sie nicht verloren!
Wo Menschenschuld den Tod gebracht,
Erweise Deine Lebensmacht,
Führ sie zur ewgen Freude.

Führ auch an Deiner Vaterhand
Auf Deine guten Wege,
Die diesen Kleinen aberkannt
Die Liebe und die Pflege.
Geh nicht an ihrer Not vorbei,
Lass sie bekennen und verzeih,
Gib ihren Seelen Frieden.

© Claudia Sperlich

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Stephanus

Melodie: O Licht der wunderbaren Nacht

Ein Diener der Gerechtigkeit,
Der Armen gab ihr Eigen,
War er in Wort und Tat bereit,
Das Liebeswerk zu zeigen,
Das Jesus an der Welt vollbracht.
Gott hat zum Boten ihn gemacht
Der Wahrheit und der Liebe.

Vom Geist der Wahrheit brannte er,
Zu lehren und zu dienen,
Und ohne Furcht bekannte er:
Der Herr ist uns erschienen –
Messias, Christus, Menschensohn,
Der Auferstandne auf dem Thron,
Der Ewige Gerechte.

Wer wie ein Engel rein und echt
Des Herren Wort verkündet,
Wer furchtlos, wahrhaft und gerecht
Den Glauben klar begründet,
Wer treu bleibt auch in Todesleid
Und seinen Gegnern gern verzeiht,
Der sieht den Himmel offen.

© Claudia Sperlich

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Weihnachtsfreude

Nachdichtung von „God rest ye merry, Gentlemen“

Gott mache eure Freude stark,
ihr Menschen, fürchtet nicht!
Denn heute kam ans Licht der Welt,
der aller Welten Licht,
der uns aus Satans Macht befreit,
der unsre Fesseln bricht.
O Freude und Trost, halleluja,
halleluja,
o Freude und Trost, halleluja!

Ein heil’ger Engel kam herab
von Gottes Himmelsthron
und kündete der Hirtenschar
in himmlisch frohem Ton,
daß heut in Bethlehem geborn
der wahre Gottessohn.
O Freude und Trost, halleluja,
halleluja,
o Freude und Trost, halleluja!

Der Engel sprach: „Habt keine Angst,
Gott lässt euch nicht allein!
Ein Retter ist geboren heut
von einer Jungfrau rein,
vor Satans Scharen wird Er euch
für immer ganz befrein.“
O Freude und Trost, halleluja,
halleluja,
o Freude und Trost, halleluja!

Da freuten sich die Hirten sehr
und brachen auf geschwind,
zu sehn, was da geschehen war,
zu jenem heil’gen Kind,
zum guten Hirten, dem noch heut
die Hirten dienstbar sind.
O Freude und Trost, halleluja,
halleluja,
o Freude und Trost, halleluja!

Sie finden in der Krippe Ihn,
der alle Welt erhält,
und Josef ist an Vaters Statt
zum Schutze aufgestellt,
Maria aber betend kniet
und preist den Herrn der Welt.
O Freude und Trost, halleluja,
halleluja,
o Freude und Trost, halleluja!

Singt Lob dem Herren, da ihr hier
an Seiner Krippe seid,
umarmt in treuer Liebe euch,
zum Frieden seid bereit!
Denn allen Hader überstrahlt
die heil’ge Weihnachtszeit.
O Freude und Trost, halleluja,
halleluja,
o Freude und Trost, halleluja!

© Claudia Sperlich

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Gesegnete Weihnachten!

Allen Lesern die besten Wünsche – möge der menschgewordene Gott in Euren Herzen sein und bleiben, möge Sein Licht jede Finsternis in und um Euch überstrahlen!

Ich war heute ungewohnt früh zum Heiligen Abend – in der Kapelle des Gertrauden-Krankenhauses fing die Messe schon um 20.00 Uhr an. Keine Sorge: Ich bin nicht krank. Diese Kapelle besuche ich oft, in letzter Zeit (und heute) auch als Lektorin, da die Ordensschwestern dort nur noch zu zweit sind und mich um Unterstützung gebeten haben.

Ein schöner, froher Heiligabend war das, mit guter Liedauswahl und ausgezeichneter Predigt, mit einer wirklich mitfeiernden Gemeinde, und für mich mit langer, ruhiger Zeit der Vorbereitung: Anbetung und Rosenkranz im Stillen. Und dann diese schönen Texte lesen und hören dürfen, Jesajas Verheißung und die Weihnachtsgeschichte.

Gott ist Mensch geworden und doch Gott geblieben. Vor diesem Geheimnis bin ich einerseits ehrfürchtig verstummt, andererseits jubelfroh und ausgelassen, und der Aufbau der Messe lässt für beide Gefühlslagen genug Raum.

Natürlich schwirren um Weihnachten herum auch wieder besserwisserisch-religionskritische Bemerkungen und Essays durch Netz und Presse, aber gerade jetzt kann mich das nicht mal ansatzweise stören. Die Wahrheit liegt in der Krippe, hängt am Kreuz, ist auferstanden und verherrlicht, wird wiederkommen.

Weihnachtswahrheit

Ist denn die Wahrheit unbedingt
historisch-kritisch nur verkündbar?
Kann es nicht sein, daß Gott gelingt,
was unsrer Forschung unergründbar?

Der Wahrheit macht den Weg bereit,
dem wahren Gott, dem Weg für alle.
Das ist die Wahrheit, die befreit:
Die Jungfrau Mutter! Kind im Stalle!

Und alle Jahre wieder hält
sich mancher gern für kirchenkritisch,
der altklug aus dem Spiegel bellt –
der Christenhass ist monolithisch.

Und alle Jahre wieder frisst
sich mancher im Advent zugrunde –
daß jetzt die Zeit der Buße ist,
das geht im Glühwein vor die Hunde.

Doch Hirten, Engel, Sternenglut
und Stall stehn für mich außer Frage –
denn viel zu wahr ist dieses Gut,
und viel zu gut für eine Sage.

aus: Claudia Sperlich, Lass mich bekennen Deine Mandelblüte, tredition 2015

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Christgeburt

Christgeburt
Melodie: Fest soll mein Taufbund…

Die Jungfrau hörte Gottes Ruf,
Und Er ist Mensch geworden.
Gott, der aus Liebe Menschen schuf,
Lässt Liebe überborden.
Weil wir in Schuld und Sünde sind,
Wird Gott zum hilflos kleinen Kind,
Um alle zu erlösen.

Der Herrscher über Zeit und All
Wird Mensch in dunklen Zeiten.
Das Kind in Bethlehem im Stall
Kommt aus des Himmels Weiten.
Ihn ehre heute alle Welt
So wie die Hirten auf dem Feld,
Die Engel und die Weisen.

Herr Jesus Christus, kleines Kind,
Du bringst uns wahres Leben!
Was diese Welt uns gibt, verrinnt,
Doch Du hast Dich gegeben
Als Gotteskind und Menschensohn
In Krippe und am Kreuzesthron,
Du gibst der Welt den Frieden.

Gott kommt in diese kranke Welt,
Lässt sie durch sich gesunden.
Er gibt sich selbst als Lösegeld.
Wir haben Ihn gefunden
In Krippe, Kreuz und Gottes Wort,
Nun wirkt Er in der Kirche fort
Und in den Sakramenten.

© Claudia Sperlich

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Warum Maria immer ein blaues Tuch trägt

Das erste Weihnachtsgeschenk
Legende

Joseph hat Geld auf die Seite gelegt
von seinem mageren Handwerkerlohn
und hat sich heimlich zum Krämer bewegt:
Für ein blaues Wolltuch langte es schon.

Dann plötzlich war alles ganz anders und neu:
Die Braut war schwanger, wer weiß von wem?
Ein göttliches Wort, und er wartete treu,
doch das Tuch in der Truhe vergaß er seitdem.

Als Monate später der Kaiser befahl:
„Ein jeglicher gehe in seinen Ort!“,
packt Josef die Sachen und sieht auf einmal
das Tuch in der Truhe und nimmts mit sich fort.

Als endlich die Jungfrau im Stalle gebar,
das Kind warf den Schimmer des Sternes zurück,
da reicht er das blauwollne Tuch ihr dar,
das wurde ihr liebstes Kleidungsstück.

© Claudia Sperlich

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Wiederkunft

Komm in unsre dunkle Zeit,
Christus, ende unsre Nacht!
Komm, wie Du verheißen hast,
leuchtend mit der Engel Schar.

Der Erlösung uns gebracht,
Schaffe fort, was von Dir trennt!
Unser Heiland, Gottes Sohn,
Sei barmherzig im Gericht.

Du, gezeugt vom Heilgen Geist,
Den die Jungfrau uns gebar,
Der für uns am Kreuze starb,
Der vom Grabe auferstand,

Komm, wie Du verheißen hast,
Aus des Himmels Herrlichkeit,
Lass durch Deine Liebe blühn
Frieden und Gerechtigkeit.

© Claudia Sperlich

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Vierter Adventssonntag

… und der Tisch gewinnt an Pracht.
Ich freue mich so auf Weihnachten! Und ich freue mich über jeden einzelnen Tag der Adventszeit.

VierterAdvent

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Größere Postsendungen

Am Donnerstag brachte ein ausnehmend freundlicher Paketbote mir einen wunderschönen Blumenstrauß. Auch sonst kommt hier in letzter Zeit vieles an, liebe Karten, Geschenke verschiedener Art, einige sind noch verpackt und warten auf den Heiligen Abend.

Das bringt die Zeit mit sich, und ich freue mich und bin gerührt, daß so viele liebe Menschen mich bedenken.

Heute kam eine Nachricht, ich solle in der nächsten Postfiliale ein Paket abholen. So etwas ist spannend, wenn man keine Ahnung hat, welcher freundliche Mensch was geschickt haben könnte. Außerdem ist das Wetter herrlich. Also aufs Rad geschwungen und hingefahren.

Bis auf die Straße standen Menschen an. Eine alte Dame kam und fragte, ob es hier auch einen Briefmarkenautomaten gebe. Die Frau vor ihr sagte, sie wisse es nicht genau, halte ihr aber den Platz frei, sie könne ja nachschauen. Es gab keinen. Jemand anders wußte, daß ganz nah ein Papiergeschäft sei, in dem es auch Briefmarken gebe. Falls es nicht klappen sollte, werde man den Platz weiter freihalten. Nach wenigen Minuten kam die Dame wieder: es gebe da nur Briefmarken im Zehnerpack, und sie brauche doch nur eine. Die Frau, die ihr den Platz freigehalten hatte, sagte: Eine habe sie und könne sie ihr geben. Und nein, das gehe so, Geld brauche sie dafür nicht.

Diese nette Episode machte das Warten sehr viel angenehmer. Und alle, die dies mitbekommen hatten, waren freundlich gestimmt.

Nach etwa einer halben Stunde war ich dran. Mein Paket wurde lange, lange gesucht. Dann meinte der Mitarbeiter bedauernd, es sei nicht da. Ich fragte, wie das denn sein könne. Daraufhin tippte er die Nummer der Sendung in seinen Computer und sagte, es sei bereits zugestellt – und ob ich am Donnerstag ein Paket bekommen hätte?

Statt sauer zu werden, wie er wohl erwartet hatte, fing ich an zu lachen. Ja, ich habe ein Paket bekommen, mit einem wunderschönen Geschenk. Alles gut, und frohe Weihnachten wünsche ich! Ein Mann neben mir lachte zunächst etwas ungläubig, dann fröhlich mit. Aber das sei doch nun so viel Warterei für nichts gewesen, meinte er.

Ja – aber soll ich mich jetzt ärgern? An einem so schönen Tag, in einer so schönen Zeit? Und wo ich so schöne Sachen bekommen habe? Nein, ich weigere mich, wütend zu sein. Ich will mich nicht ärgern. Ich freu mich auf Weihnachten!

Die Umstehenden bekamen es mit. Und freuten sich auch. Ich glaube, ich habe noch nie eine so vergnügte Warteschlange bei der Post verlassen.

Warum ich so überhaupt gar nicht ärgerlich bin, weiß ich ja selbst nicht. Vermutlich liegt es an den O-Antiphonen.

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