Bekehrung des Paulus

Melodie: Lobet den Herren

Saulus von Tarsus,
Hüter des Gesetzes,
klug und belesen –
voller Zorn und Eifer
wolltest du wahren
deiner Väter Glauben
an Gott den Vater.

Vom Licht getroffen,
stürztest du zu Boden,
hörtest die Stimme,
sanft und unerbittlich:
Warum verfolgst du
Jesus, deinen Heiland?
Folge dem Sohne!

Drei Tage Blindheit
musstest du erdulden,
bis Gott zur Heilung
Hananias sandte.
In neuer Klarheit
strahlten Herz und Augen
vom Geiste Gottes.

Gottes Gesandter
zu den Heidenvölkern,
über die Grenzen
Künder neuer Lehre,
flammend vor Liebe
littest du für Christus –
Paulus von Tarsus.

© Claudia Sperlich

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Warum ich die AfD für eine kriminelle Vereinigung halte und trotzdem nicht demonstrieren war

In der AfD wird einerseits völlig ungeniert diskutiert, wie man alle Menschen mit migrantischem Hintergrund (naja, außer vielleicht österreichischen Gefreiten) in ein noch zu aquirierendes Pachtland in Afrika „remigrieren“ sollte.

Andererseits zetern zahlreiche ihrer Anhänger: Gar nicht wahr! Wir wollen nur die Kriminellen unter ihnen rauswerfen! – und übersehen dabei nicht nur die klaren Inhalte dieser Diskussion, in der es gar nicht um Straftaten geht, nur um Herkunft. Übersehen wird auch, daß der Plan eindeutig beinhaltet, Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit abzuerkennen. 

Ehe man mich wieder einmal als „blinden Gutmenschen“ tituliert, ein paar Hinweise.  Ich bin dafür, Ausländer, die schwere Straftaten begehen,  auszuweisen, und Deutsche, die das tun, ohne Beachtung des Ursprungslandes ihrer Vorfahren angemessen zu bestrafen.  Mörder, Terroristen und Vergewaltiger gehören meiner Ansicht nach ins Gefängnis,  und es ist mir egal, woher sie kommen. 

Ebenso egal ist die Herkunft jedes Eierdiebes. Eierdiebstahl wird zu Recht nur milde geahndet, so soll es bleiben,  und auch hier ist die Herkunft des Täters unerheblich.

Man sieht, im Gegensatz zur AfD habe ich ein Rechtsempfinden, das mit dem deutschen Recht im Großen und Ganzen konform geht.

Im Gegensatz zur AfD mag ich auch das Grundgesetz sehr, nach dem kein Mensch wegen seiner Abstammung bevorzugt oder benachteiligt werden darf.

Und warum war ich nicht demonstrieren?

Das hat zwei Gründe.  Einer davon heißt Kniearthrose. Längere Zeit stehen oder gehen ist einfach nicht mehr möglich.  Natürlich hätte ich mir einen Rollstuhl leihen können (tu ich für den Marsch für das Leben ja auch),  deshalb ist das kein vollwertiger Grund.   

Der zweite,  für mich nach gründlichem Nachdenken ausschlaggebende Grund hat mit der Rezeption des Christentums zu tun. Zwar kenne ich Atheisten sowie politisch eher links oder grün orientierte Menschen, die mir gegenüber freundlich und höflich sind. Aber ich kenne auch das krasse Gegenteil.  Und ich möchte nicht auf einer Demonstration von Menschen,  an deren Seite ich gehe, wegen meines Glaubens angepöbelt werden.

Ach, das passiert doch gar nicht?

Habt Ihr eine Ahnung.

Die letzte Pöbelei erlebte ich im friedlich-bürgerlichen Ortsteil Berlin-Friedenau, als ich vor einer Nahkauf-Filiale meine Einkäufe zusammenpackte. Ein Mann mittleren Alters,  weiß, dem Erscheinungsbild nach gutbürgerlich (also Typ „weißer alter Mann) wies auf ein von mir getragenes Glaubenssymbol und meinte locker-flockig, in akzentfreiem Hochdeutsch: „Sie wissen ja, das sowas heilbar ist.“

Ich bekenne mich auch weiter öffentlich zu meinem Glauben, und ich bin gerne bereit, auch weiter mit Grünen,  Linken,  Sozialisten und explizit Religionslosen zu sprechen wie ein zivilisierter Mensch.  Aber ich begebe mich nicht mehr ohne Not in Menschenmengen, in denen es meiner Ansicht nach wahrscheinlich ist, als Christ dumm angelabert zu werden.

Ich glaube auch nicht,  daß es gegen eine drohende Diktatur hilft, wenn sich habituell Intolerante treffen.

Vielleicht liege ich falsch. Vielleicht herrschte auf allen Demonstrationen gegen die AfD ein Klima der Toleranz und Nächstenliebe.  Aber meine Lebenserfahrung spricht dagegen.

Und was mache ich gegen die AfD?

Zum Beispiel bloggen. Was anderes wählen. Im Gespräch Position beziehen.  AfD-Mitglieder zitieren.  Und vielleicht auch mal darauf hinweisen,  daß Namen wie Chrupalla und Protschka nicht deutsch sind und ihre Träger mal ihre Auswanderung planen sollten, um sich selbst Ernst zu nehmen. Mit dem deutschen Recht haben sie definitiv Probleme.

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Hörnchen im Januar

Das Futterhäuschen ist sehr nötig in dieser Zeit! Knipsen konnte ich leider nur durch geschlossene und ungeputzte Fenster.

Es gibt Leute, die bekommen Eichhörnchen handzahm. Ich gehöre nicht dazu. Aber lieb habe ich die Hörnchen doch!

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Wahlpropaganda

Sie blicken voll Bedeutung von Plakaten.
Bei manchem frag ich mich,  was der wohl raucht,
Bei manchem,  wie er wohl sein Amt missbraucht.
Dies ist mein Land,  sind seine Kandidaten.

Ich kann zwar Politik nicht recht verstehen,
Doch ahne ich schon jetzt: Auf meine Fragen
Wird mir von diesen keiner Antwort sagen.
Doch man beherrscht,  um heißen Brei zu gehen. 

Jaja, ich geh auch heuer wieder wählen,
Damit die Schlimmsten einen wen’ger zählen,
Denn blaue Flecken hat das Land genug.

Mich tröstet dieses Wahljahr so wie immer:
In Diktaturen ohne Wahl ist’s schlimmer!
Ich hoff, ich wähle nur den kleinsten Trug.

© Claudia Sperlich

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Severin von Noricum und die Nachfolge

Vor 1542 Jahren, am 8. Januar 482, starb der Heilige Severin von Noricum, das war ein keltisches Reich auf dem Gebiet des heutigen Österreichs. Er stammte vermutlich aus einer wohlhabenden und gebildeten römischen Familie.
Die römische Vorherrschaft löste sich auf; es gab immer wieder Krieg mit keltischen und germanischen Fürsten. 
Severin lebte eine Zeitlang als Mönch  bei Einsiedlern in der Wüste, dann bis zu seinem Tod im Donauland, erst nahe Wien,  dann in der Gegend um Salzburg,  später um Passau. Zahlreiche Wunder werden ihm zugeschrieben. 

Er unterstützte die romanische Bevölkerung während der häufigen germanischen Überfälle, organisierte schließlich ihre Evakuierung.  Er betätigte sich als Mahner, Helfer und Seelsorger, setzte sich für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung ein und organisierte Lebensmittel- und Kleiderlieferungen. Von einem alemannischen Fürsten erlangte er die Freilassung römischer Kriegsgefangener – ein Heiliger der praktischen Nächstenliebe, der seine Bildung heilbringend einsetzte,  aber nie damit angab.

Auch unsere Zeit braucht Menschen wie den Heiligen Severin.

Jesus ruft uns immer wieder zur Nachfolge.
Nicht nur für den Tagesheiligen Severin bestand die Nachfolge im Einsatz für die Bedrängten, aber vor allem in Demut und Gebet. 

Nachfolge ist ohne Gebet gar nicht möglich.  Auch wenn uns oft unterschwellig gesagt wird, daß Gebet weniger wichtig ist als gute Werke, wird es davon nicht wahr. Natürlich sollen wir Gutes tun,  wo wir können.  Aber Gebet ist das Fundament der Nachfolge, nicht das Sahnehäubchen auf ihr. Jesus hat ständig gebetet, und genau darin können wir Ihm auch dann nachfolgen, wenn uns sonst kaum etwas möglich ist.

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Epiphanias

Melodie: Onward, Christian Soldiers

Königen und Weisen
zeigt den Weg ein Stern.
Durch die Wüste reisen
sie zu ihrem Herrn.
Heiden sind sie, fragen
die Gestirne nur;
Gott kennt ihre Plagen,
legt mit Licht die Spur.
Ihre Zweifel schwinden,
hell wird ihr Gesicht,
da sie Jesus finden
unterm Sternenlicht.

Ihre Gaben legen
sie vor Jesus hin,
und von Gottes Segen
leuchtet Herz und Sinn.
Da das Kind sie preisen,
ahnen sie es schon:
Ziel all ihrer Reisen
ist der Gottessohn.
Ihm dient alles Leben,
Luft und Meer und Land,
Er hat uns gegeben
Liebe und Verstand.

Kind, mach Du uns weise,
sei auch unser Stern.
Auf des Lebens Reise
folgen wir Dir gern.
Was Du uns gegeben,
geben wir zurück:
Du bist ja das Leben,
Seligkeit und Glück.
Steil sind unsre Pfade,
dunkel ist die Welt,
doch Du hast voll Gnade
Dich zu uns gesellt.

© Claudia Sperlich

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Jesu Name

Melodie: Wie soll ich Dich empfangen

Ich sage Deinen Namen
am Tag wohl hundert mal.
Dir gilt mein Ja und Amen.
Bin Dein aus freier Wahl.
In Dir, mein Herr, alleine
ist Leben, Heil und Licht.
Du liebst das Schwache, Kleine,
Du hasst den Sünder nicht.

In Krankheit, Not und Ketten
mein Trost,  der nie vergeht,
Dein Name: „Gott wird retten“,
Verheißung und Gebet.
Kein andrer lässt mich finden
das Heil, die Seligkeit. 
Ihm will ich mich verbinden
für Zeit und Ewigkeit.

© Claudia Sperlich

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Zum Neuen Jahr 2024

Das Jahr beginnt mit Feiern und Gebeten,
Maria hüllt den Tag in ihren Segen
Und viele wollen folgen Jesu Wegen
Und frischer als im Vorjahr vor Ihn treten.
 
Herr Jesus, gib, dass wir für Dich uns regen,
Bekehre, die Dein Wort und Werk verdrehten,
Erleuchte,  die nach falschen Göttern spähten!
Lass uns Gedanken Deiner Liebe hegen.

Auf Dich hin hast Du alle Welt geschaffen.
Für uns kamst Du als Kind zur Zeitenwende.
Komm wieder, Herr! Lass schweigen alle Waffen!

Gib Frieden, Herr! Lass dieses Jahr erblühen
Als Jahr,  in dem Dein Wille sich vollende!
Nun lass das Böse schwinden und verglühen!

© Claudia Sperlich

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Silvester 2023

Vergangen ist ein Jahr voll Krieg und Not,
Doch auch voll Freundschaft,  Hilfe,  Liebe, 
Güte.
Mein Leben kam zwar nicht zu großer Blüte,
Doch Freunde waren da und täglich Brot.

Die eigne Not trotz heimatlichem Frieden
Hat um ein Haar ins Elend mich gebracht.
Doch Hilfe kam, als ich’s nicht mehr gedacht,
Und große Sorgen sind von mir geschieden.

Das Unheil dieser Welt kann ich nicht greifen,
Kann selbst nur langsam hin zum Bessern reifen,
Und nicht von selbst,  doch nur aus Gottes Gnade.

Doch Gottes Wort in Seiner Bundeslade,
Das fleischgewordne Wort, wie Brot zu sehen,
Lässt mich voll Mut und Kraft ins Neue gehen.

© Claudia Sperlich

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St Stephanus

Melodie: O Licht der wunderbaren Nacht

Ein Diener der Gerechtigkeit,
Der Armen gab ihr Eigen,
War er in Wort und Tat bereit,
Das Liebeswerk zu zeigen,
Das Jesus an der Welt vollbracht.
Gott hat zum Boten ihn gemacht
Der Wahrheit und der Liebe.

Vom Geist der Wahrheit brannte er,
Zu lehren und zu dienen,
Und ohne Furcht bekannte er:
Der Herr ist uns erschienen –
Messias, Christus, Menschensohn,
Der Auferstandne auf dem Thron,
Der Ewige Gerechte.

Wer wie ein Engel rein und echt
Des Herren Wort verkündet,
Wer furchtlos, wahrhaft und gerecht
Den Glauben klar begründet,
Wer treu bleibt auch in Todesleid
Und seinen Gegnern gern verzeiht,
Der sieht den Himmel offen.

© Claudia Sperlich

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