Kürbismarmelade

1600 g Hokkaido und 2 Äpfel waschen,  entkernen, kleinschnippeln,

Saft von 2 Orangen und 1 Zitrone dazu,

1 Vanilleschote auskratzen,

alles zusammen in einen Topf geben,  etwas Wasser dazu, gar kochen,

pürieren (muss nicht perfekt sein,  einzelne Stückchen sind in Ordnung),

1000 Gramm Gelierzucker dazugeben,

aufkochen und in Schraub- oder Weckgläser füllen, gut verschließen.

Der Rest im Topf ist jedenfalls sehr gut.

Ich kaufe seit vielen Jahren keine Marmelade.  Selbermachen ist einfach und billig, auch exklusive Sorten.  Und natürlich kann man nach Herzenslust experimentieren.

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Nikolaus

Sankt Nikolaus, der Knabe,
war reicher Eltern Kind,
verschenkte seine Habe,
schlug Reichtum in den Wind.
Er sorgte für die Armen,
half den Bedrängten gern.
Sein Herz war voll Erbarmen
und folgte unserm Herrn.

Sankt Nikolaus, der Hirte,
zum Priesterdienst bestellt,
manch Unrecht schnell entwirrte
und half mit Wort und Geld.
Er lehrte Jesu Wege,
bekämpfte Heidenkult,
stritt für des Rechtes Pflege,
verzieh auch schwere Schuld.

Er ließ die Stürme schlafen
im Meer und auch an Land.
Das Schiff fand seinen Hafen,
der Irrtum wich Verstand.
An ihn lasst heut uns denken
im winterlichen Haus,
lasst frei und froh uns schenken
wie Bischof Nikolaus.

(c) Claudia Sperlich

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Sonnenblume im Advent

Magere Berliner Krume,
Wetter dunkel, nass und kalt –
und hier blüht die Sonnenblume!
Und ich fühl mich nicht mehr alt.

Möglich, dass sie schöner blüht,
wenn es wieder Sommer ist,
möglich, dass auch ihr Gemüt
nebelgrau umdüstert ist.

Sonnenblume, die Verrückte,
trotzt dem Winter und dem Staube.
Der die Welt mit Blumen schmückte,
lässt mich staunen, und ich glaube.

© Claudia Sperlich

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Erster Sonntag im Advent

Zeige mir, Herr, Deine Wege, lehre mich Deine Pfade!
Führe mich in Deiner Treue und lehre mich, denn Du bist der Gott meines Heiles.
Auf Dich hoffe ich den ganzen Tag.

Ps. 25,4-5

Allen Lesern wünsche ich eine gesegnete Zeit der Besinnung auf das Wesentliche  – statt besinnungsloses Gerenne nach Unwesentlichem.

Ich will in dieser Zeit wieder einmal wenigstens versuchen,  mehr zu lesen, weniger dummes Zeug zu gucken, mehr Ordnung zu halten in Wohnung und Seele. Mit Gottes Hilfe!

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Vorgarten nach Christkönig

Die Christrose ist aufgeblüht, wie alljährlich. So eine treue Blume ist das!

Die Hortensie sieht noch im verblassten Zustand wunderschön aus.

Die Staudensonnenblume behauptet, es sei noch Sommer.

Der Malvenstrauch produziert eifrig Samen.

Die Goldrute kleidet sich in Rohwolle.

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Choral zu Christkönig

Melodie: Großer Gott, wir loben Dich

König über Welt und Zeit,
Christus, lass uns vor Dir knien!
Mach zum Dienen uns bereit!
Der uns Zeit und Welt geliehen,
Lehr uns lieben, lehr uns seh’n,
Lass uns fest im Glauben steh’n.

Dir gehört das Himmelreich,
Du hältst uns den Himmel offen,
Du machst Herzen froh und weich,
Lässt uns lieben, glauben, hoffen.
Du bist Wort und Brot und Wein,
Heilst und lädst uns täglich ein.

Du bist allen Lebens Kraft,
Zeigst den Weg und schenkst das Leben,
Gibst dem dürren Reise Saft,
Hast uns Geist und Sinn gegeben.
König über Zeit und Welt,
Hilf uns tun, was Dir gefällt!

Auf des Bundesbogens Thron
Sitzt Du zu des Vaters Rechten,
Sieger über Satans Hohn,
Überwinder alles Schlechten.
König über Welt und Zeit,
Dein ist alle Herrlichkeit!

© Claudia Sperlich

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Macht die Lizenz zum Töten frei?

Befürworter eines „Rechtes auf Abtreibung“ argumentieren immer wieder mit der Freiheit der Frau.

Freiheit ist ein hohes Gut, woran sich bitte auch all jene erinnern mögen, die Lebensrechtlern die Rede- und Versammlungsfreiheit verbieten wollen (ja, das gibt es, ich erlebe es mindestens einmal jährlich). Freiheit hat ihre Grenzen da,wo sie die Freiheit anderer in unzulässiger Weise beschneidet.

Zulässig ist zum Beispiel eine friedliche Versammlung, auch wenn die Freiheit mancher Verkehrsteilnehmer dadurch beschnitten wird. Zulässig ist die Verteilung von Flyern,  solange der Inhalt nicht gegen geltendes Recht verstößt.  Zulässig ist das öffentliche Singen lebensbejahender Lieder, auch wenn sie nicht jedem gefallen. Zulässig ist überhaupt sehr viel, auch wenn es einer Mehrheit missfällt.

Nicht zulässig ist es, andere Menschen kaputtzureißen oder zu vergiften. Das ist so überhaupt gar nicht erlaubt, daß selbst ein Chirurg,  der einem Menschen helfen will, für die Verabreichung der Narkose und die Operation in der Regel eine Unterschrift des Patienten oder seines Vormunds braucht.

Das Verbot von Mord aufheben,  in dem man Kaputtreißen und Vergiften bei völlig hilflosen Menschen eben doch erlaubt, ist auch dann widersinnig, wenn es gesetzlich verankert wird. Denn ein Gesetzeswerk, das einerseits die Würde und das Leben jedes Menschen schützt und andererseits die Tötung Unschuldiger erlaubt,  wenn sie klein genug sind, ist absurd.

Frei zu irgendetwas wird dadurch niemand, am wenigsten das Opfer einer Abtreibung. Der ausführende Arzt wird damit leben müssen,  daß er willentlich und wissentlich einen kleinen Menschen getötet hat.  Die Mutter wird damit leben müssen, daß sie ihr Kind töten ließ  – in vielen Fällen auf den Druck des Erzeugers oder der Familie. Es ist für keinen Menschen gut oder gar befreiend, den Tod eines anderen verschuldet oder bewirkt zu haben.

Freiheit ist niemals absolut, hat immer ihre Grenzen,  wo es um den anderen geht. Körpergröße oder Entwicklung oder Gesundheitszustand des anderen dürfen dabei nur insofern eine Rolle spielen, als die Schutzbedürftigkeit des anderen umso größer ist,  je schwächer er ist. Der vorgeburtliche Mensch ist immer der Schwächere und damit immer der am meisten Schutzbedürftige. Freiheit auf Kosten von Menschenleben ist zerstörerisch auch für den, der sie in Anspruch nimmt.

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Töten kann man nur, was lebt.

Diesen abschließenden Satz fand ich in einer Diskussion zum Thema Abtreibung.

Im ersten Augenblick dachte ich, er stamme von einem Lebensrechtler. Aber weit gefehlt.  Der Autor meinte damit, daß ein Mensch im Stadium eines Embryo oder Fötus (oder gar bis kurz vor der Geburt? Ich fragte nicht weiter) nicht lebt, mithin zwar beseitigt, aber nicht getötet werden kann.

Das ist aus biologischer Sicht schlichtweg hirnrissig.

Kein Lebewesen,  auch kein Mensch,  kann sich aus unbelebter Materie entwickeln. Auch wenn man davon ausgeht,  daß das Leben auf der Erde vor etwa 3,5 Milliarden Jahren aus chemischen Verbindungen entstand oder durch Kometeneinschlag von einem anderen Planeten auf die Erde gebracht wurde, bleibt offen, wie das geschah. Lassen wir die Möglichkeit zu, dass damals oder noch früher tatsächlich Leben aus unbelebter Materie entstand und sich in Milliarden Jahren vom Einzeller zu der unfassbaren Vielfalt komplexer Lebensformen entwickelte, die die Erde bevölkern. (Ob dies einfach so von selbst geschah oder ob die Entstehung von allem durch ein intelligentes nichtmaterielles Sein bewirkt wurde, soll hier ausnahmsweise nicht das Thema sein – meine Leser kennen meine Meinung dazu.)

Experimentell ist es nicht gelungen,  auch nur ein Archäon, die simpelste und älteste Lebensform, zu schaffen. (Nicht einmal unbelebte Materie können wir schaffen!)

Selbst wenn also das erste Leben auf Erden spontan entstand, und unabhängig davon, ob dies durch Zufall oder einen Schöpfungsakt geschah, hat sich seitdem Leben immer nur aus Leben entwickelt. Samen- und Eizelle verbinden sich zu einem neuen Lebewesen.  Im Falle einer Bettwanze ist es ethisch vertretbar, dies Wesen in einem beliebigen Entwicklungsstadium zu töten. Im Falle eines Menschen nicht.

Die Tötung eines Menschen ist nie gut. Halbwegs vertretbar ist sie ausschließlich, wenn folgende Umstände zusammentreffen: 1. Der Mensch muss aus eigener Schuld eine erhebliche Gefahr für mindestens einen anderen Menschen darstellen.  2. Kein anderes Mittel als seine Tötung kann nach menschlichem Ermessen diese Gefahr abwenden.  3. Es darf keine unschuldigen Opfer geben.

Ein Kind im Mutterleib ist immer unschuldig. Abtreibung ist also immer schlecht.

Warum ich Menschen einen höheren Stellenwert gebe als Bettwanzen, möchte ich nicht weiter diskutieren.  Ich gebe nur zu bedenken,  daß jeder, der dies nicht tut, sich selbst das Lebensrecht aberkennt. Gut für ihn, daß er durch Gesetz und Moral sowie durch das Gewissen der meisten geschützt ist und man ihn in den meisten Ländern nicht einmal „Bettwanze“ nennen darf.

 

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Ergrauendes Hörnchen

Mir scheint, es setzt auch etwas Speck an. Aber für sein Alter ist es wirklich fit! (So sportlich war ich nie!)

Die prächtigen Ohrpuschel sind jahreszeitlich bedingt. Es hat ja keine Mütze.

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Keine Rechtfertigung für Menschenhatz!

Die widerwärtigen Vorfälle in Amsterdam (Palästinenser machten nach einem Fußballspiel zwischen Ajax Amsterdam und Maccabi Tel Aviv Jagd auf Juden) werden mittlerweile scheinbar gerechtfertigt,  weil leider israelische Fußballfans rassistische Lieder grölten, eine palästinensische Flagge verbrannten und ein Taxi zerstörten.

Und – was genau wäre dadurch gerechtfertigt? Ermittlung durch die Polizei, angemessene Bestrafung der Täter durch Richter. Nichts mehr.

Was war geschehen? Palästinenser veranstalteten eine nach jetzigen Erkenntnissen schon vorher geplante, organisierte Jagd auf alles, was jüdisch aussah. Drei Maccabi-Fans werden noch vermisst.

Also: Eine Gruppe von Fußballfans benimmt sich genauso hanebüchen,  wie leider bei fast jedem größeren Fußballspiel irgendeine Fangruppe es tut. Beleidigungen und Sachbeschädigung. Und dann kommt es zu einer Menschenjagd auf Juden, die in der großen Mehrheit gar nichts mit diesen Ausschreitungen zu tun haben. Diese Jagd war offensichtlich vor der erwähnten Randale geplant. Mindestens ein Mitarbeiter eines Hotels hatte Informationen über israelische Gäste an die Planer geschickt. Ich warte auf weitere Ermittlungen,  und es wird mich keine Sekunde wundern, wenn weitere gefährliche Indiskretionen herauskommen.

Das Demonstrationsverbot in Folge dieser Ereignisse wurde von Palästinensern bereits großzügig ignoriert. Die Maccabi-Fans sind wieder in Israel. Ob die drei Vermissten inzwischen gefunden wurden und wie es ihnen geht, weiß ich nicht; eine Meldung darüber habe ich nicht gefunden. Ich kann für die drei nur beten.

Ajax Amsterdam hat das Spiel 5:0 gewonnen. Maccabi Tel Aviv hat dies Spiel verloren.  So ist Fußball,  so ist jedes Spiel.  Maccabi wird das verschmerzen, und Ajax wird sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen.

Wer Menschenjagden veranstaltet, ist auf schlimmere Weise Verlierer. Auf seiner Sollseite stehen Respekt,  Menschlichkeit,  Fairness und Kultur. Ob die nochmal ins Haben rutschen,  ist fraglich.

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