Und bei geputzter Scheibe werden die Bilder gleich viel besser!





















Und bei geputzter Scheibe werden die Bilder gleich viel besser!





















Die Osterwoche habe ich in Wien verbracht. Nun gibt es eine kleine Serie von Eindrücken dieser wundervollen Stadt.
Mein Gastgeber erwies sich als begeisterter und sehr kundiger Fremdenführer. Hier einige Eindrücke.


















An der Donau









Liliputbahn Donaupark









Ohne Bild: die U-Bahn in Wien. Sauber, pünktlich, praktisch, mit Aufzug und Rolltreppe an jeder Station, mit sauberen Klos an fast jeder. Das kann Berlin nicht.
Die Osterwoche habe ich in Wien verbracht. Nun gibt es eine kleine Serie von Eindrücken dieser wundervollen Stadt.
Zum Auftakt fuhren meine Gastgeber mich durch den Wienerwald zum Kahlenberg mit der Josefskirche. Obwohl es diesig war, war die Aussicht eindrucksvoll!









Und tausend Dank an Gott, der die Menschen in Berlin-Schmargendorf heute vor einer Katastrophe bewahrt hat.
Denn dort ist nun wieder ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg weniger.
Übrigens ist das auch mal eine Gelegenheit, die ewige Meckerei über die Behörden, die da oben, den Senat, ich weiß nicht wen noch… mal einfach stecken zu lassen. Denn die Evakuierung von 6700 Menschen wurde gut organisiert, die Bewohner eines Pflegeheims wurden provisorisch in umliegenden Krankenhäusern untergebracht, es gab 0 Tote und 0 Verletzte. Wäre nicht überall auf der Welt so glimpflich abgelaufen.
Auf dem Weg zur Kirche bemerke ich (da unüberhörbar) eine irgendwie christliche Band. Ein junger Mann kommt auf mich zu und fragt: „Haben Sie sich schon Gedanken gemacht, wo Sie nach dem Tod sein werden?“
„Im Himmel“, antworte ich, „bei Gott.“
Warum ich da so sicher sei, fragt er.
„Weil ich Ihn liebe.“
Ob ich denn nie etwas getan habe, was dieser Liebe widerspreche.
Einen winzigen Moment erwäge ich zu sagen „Zur Beichte war ich gestern“. Aber das gäbe überflüssige Diskussionen, also sage ich: „Doch, natürlich. Darf ich Sie jetzt auch etwas fragen?“
Er bejaht, und ich frage: „Hat Gott schon mal einen reuigen Sünder abgewiesen?“
Das verdutzt ihn, er beeilt sich, mir zu versichern, er sei keinesfalls ein besserer Mensch als ich. Ich entschwinde in die Kirche. Ein Flugblatt habe ich ihm noch abgenommen. Er gehört einer Glaubensgemeinschaft evangelischer Provenienz an.
Kurz später beginnt die Messe. Eine ganz normale Messe, schön und heilig und ergreifend und stärkend. Ich will keine andere Konfession. Sicher liebt dieser junge Mann Jesus. Aber er erreicht mich nicht. Jesus in der Gestalt des Brotes hingegen, der Priester, der die Kommunion spendet, die Kirche mit ihren Sakramenten und ihrer Lehre, diese ganz und gar vernünftige Konfession – sie erreichen mich immer.
Selbstverständlich erwägt die Deutsche Bahn nicht die Abschaffung der Toiletten im ICE. Unklar ist jedoch, ob das einen nennenswerten Unterschied macht.
Um mehr Platz für Passagiere zu schaffen, soll auf Toiletten im ICE ab 2026 verzichtet werden. „Sie funktionieren ohnehin nur selten“, erklärt der Vorsitzende der Deutschen Bahn AG in einem Interview. „Also ist es sinnvoll, den Raum vernünftiger zu nutzen. Anstelle der Toiletten sind je nach Typ der WCs ein bis vier weitere Sitzplätze möglich.“
Auf die Frage, wie dann mit natürlichen Bedürfnissen gerade auf Langstreckenfahrten umzugehen wäre, meint er:
„Es geht ja bisher auch, und wir haben Erfahrung mit vollständigem Ausfall sämtlicher Toiletten eines ICE. Wir überlegen, an entsprechend ausgestatteten Bahnhöfen etwas längere Erleichterungspausen einzulegen. Neben dem Angebot von Getränken und Snacks ist auch ein Angebot von Windeln in allen Größen möglich. Dazu wäre dann allerdings der Erhalt einer Kabine pro ICE nötig.“ Auf die Frage, warum man nicht stattdessen wenigstens eine Toilette pro ICE behalten könne, erwiderte er:
„Aus psychologischen Gründen. Um die einzige Toilette gäbe es erheblich mehr Streit als um den einzigen Windelraum.“
Ein Prototyp soll schon im kommenden Jahr auf der Strecke Nürnberg-Fürth eingesetzt werden.

Emmausgang
Wo immer Menschen miteinander sprechen
von Angst und Trauer und von tiefem Sehnen
und dabei doch das Brot mit Fremden brechen –
Wo immer Menschen Trauer, Not und Sorgen
und selbst die Hoffnungslosigkeiten teilen
und doch den Fremden bitten: Bleib bis morgen –
Wo immer Menschen noch im Leid gedenken
des Nächsten und ihm Mahl und Dach gewähren,
da bist Du, Gott, und wirst Dich ihnen schenken.
© Claudia Sperlich
***
Der Wirt von Emmaus
Drei Männer kommen, staubig von der Reise.
Sehr jung scheint einer mit vernarbten Händen.
Zwei ältre, die sich fragend an Ihn wenden –
Sie scheinen fasziniert von Seiner Weise.
Sie setzen sich zu Tisch. Die Worte enden.
Zwei sinnen nach. Ich bring die simple Speise.
Der Junge betet drüber, Gott zum Preise –
Er scheint von sich den Segen auszusenden.
Sie schauen hoch, sie rufen einen Namen.
Und plötzlich ist der Dritte nicht zu sehen!
Und sie, ganz ohne Angst: „Wir müssen gehen.”
Sie gehen auf den Weg, auf dem sie kamen.
Sie tanzen fast! Ihr Schritt ist jung und schnell.
Du Fremder – mach auch meine Augen hell.
© Claudia Sperlich
***
Caravaggio: Emmaus
Gleiche ich jenem Jünger, der ganz plötzlich
an wohlvertrauter segnender Gebärde,
den sanften Fremden kennt, die Arme breitet –
halb lachend und halb weinend, unentschieden,
ob er umarmen, ob er knien solle?
Gleiche ich jenem, der die Lehnen klammert,
sich vorbeugt und mit aufgerissnen Augen
das junge Antlitz absucht nach Vertrautem –
kann dieses Haupt ganz ohne Blut und Wunden
der Freund sein, den zu Tode man gefoltert?
Gleiche ich jenem Wirt, der leicht verlegen
und schwankend zwischen Sorge und Bewundrung
und Wißbegier – was ist mit diesen Fremden? –
die Kanne hält, doch ohne einzuschenken –
die dienende Gewohnheit weicht Verblüffung?
Nur eines weiß ich wohl: Nicht gleich ich jenem,
der völlig sicher, ruhig und ohne Bangen
dankt für das Brot in liebender Vertrautheit,
der oft nur karg gelebt und doch nicht sorgte,
ob morgen Brot und Leben noch zu haben.