Ignatius von Loyola

Heute gedenkt die Kirche des Heiligen Ignatius von Loyola, des Gründers der Societas Jesu (bekannter unter der ursprünglich spöttisch gemeinten Bezeichnung Jesuiten).

Beinahe auf den letzten Drücker bekommt er noch ein Lied von mir. Allerdings hat er fast alles davon selbst geschrieben, ich habe es nur umformuliert.

Melodie: All Morgen ist ganz frisch und neu (GL 700)

Im Leiden hat er Gott erkannt,
hat von der Welt sich abgewandt,
und Ordnung, Klugheit, Herz und Sinn
gab er dem Herrn mit Freuden hin.

Nimm hin, o Herr, mein ganzes Sein!
Du gabst mir alles. Ich bin Dein,
ich überlasse alles Dir,
nur Deine Liebe schenke mir.

Herr Jesus, Dich nur suche ich.
Verbirg in Deinen Wunden mich!
Beschirme mich vorm bösen Feind,
und lass mich sein mit Dir vereint.

© Claudia Sperlich
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Kartoffelgrün

Neulich sind mir Kartoffeln stark gekeimt. Ich habe vier Kartoffeln in einen Pflanztopf gesetzt, und sie grünen ganz unglaublich schnell und üppig.  Mitte Oktober werde ich schauen,  was ich ernten kann.  Gespannt bin ich auch auf die Blüten und die Früchte (auch wenn letztere giftig sind), einfach aus Neugier.

Wenn alles gut geht, besorge ich mir einen Pflanzsack und ziehe künftig meine Kartoffeln selber.

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Blumen aus Berlin

Aus dem Garten, vom Balkon, aus einer Grünanlage und von verschiedenen Wegesrändern – von wejen „grauer Städte Mauern“! Ich finde, da kann man nicht meckern. Und die Kornblumen auf meinem Balkon haben noch Knospen. Samen sammle ich fast jeden Tag.

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Du, Jesus,  bist mein Bräutigam

Melodie: The Yellow Rose of Texas

Du, Jesus,  bist mein Bräutigam,
mein Heiland und mein Held,
Ich habe mich auf Deinen Ruf
In Deinen Dienst gestellt.
Aus Seelennot und Sünde rufst
Du mich mit Macht zurück,
Bin ich Dir fern,  bist Du doch nah,
mein Heil und Herzensglück.

Mein Herr und Gott,  ich liebe Dich,
Du bist allein genug!
Du bist des Lebens Sinn und Ziel,
In Dir sind Toren klug.
In Dir bewegt sich alles Sein,
die Liebe selbst bist Du.
Dem alle Herrlichkeit gebührt,
ist meines Herzens Ruh.

In Dir beginn ich meinen Tag
und was ich tu und bin.
Mein Gott,  auf Dich hin lebe ich,
Du gabst Dich für mich hin.
Du hast durch Deinen Kreuzestod
Zum Leben mich befreit,
Du nahmst all meine Schuld auf Dich,
mein Herr in Ewigkeit!

© Claudia Sperlich

Das ist mir gestern eingefallen und heute fertig geworden. Den zugrundeliegenden Westernsong kannte ich schon lange,  aber seine Geschichte habe ich tatsächlich erst heute, als mein Liedtext fertig war, ergoogelt.

Das Lied hat eine bewegte Geschichte.  1853 wurde es veröffentlicht als Liebeslied und Teil einer rassistischen Show. 1858 und später wurde es mit Klaviersatz und bereinigten Text veröffentlicht,  noch später gab es weitere Textunterlegungen als Soldatenlied.

Mir macht diese Geschichte nichts aus. Das bereinigte Liebeslied mag ich, die Melodie gefällt mir. Und Melodienrecycling ist ja keine Neuheit in der Musikgeschichte.

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Gedenken an zwei Menschen

Ein Mann wurde erschossen, als er sich schützend vor seine Familie warf. Auch der 20jährige Schütze wurde erschossen. Zudem wurden zwei Männer schwer verletzt.

Der Mann,  den der Schütze eigentlich hatte töten wollen, bekam durch diese Tat ein ikonisches Heldenphoto, Blut im Gesicht und hochgereckte Faust unter der Flagge der USA. Wahrscheinlich wird er die Wahl gewinnen, und ich finde, er schuldet dem Schützen Dank dafür.

Ich denke mit Trauer an den durch das Attentat getöteten Mann und seine Familie. Aber auch um den Schützen trauere ich, der durch eine so sinnlose Tat fremdes Leben zerstörte und sein Leben verlor. Daß ich alle Beteiligten politisch grässlich finde, spielt keine Rolle.

Dem Vernehmen nach (ohne daß ich diese Nachricht verifizieren kann) hat ein Zeuge vor der Tat minutenlang vergeblich den Leibwächtern durch Zurufe und Gesten bedeutet, daß da ein Mann mit Gewehr auf ein Dach kletterte. Sie beachteten ihn nicht. Vielleicht hätten sie sonst den Mann kampfunfähig schießen und festnehmen können.

Mitleid mit dem leichtverletzten Mann, dem das Attentat galt, fällt mir schwer, aber ich versuche dennoch froh zu sein, daß er überlebt hat. Nicht weil ich ihn irgendwie mag, sondern weil es in aller Regel falsch ist,  Menschen totzuschießen, und weil hier noch kein Fall vorliegt, der diese Regel außer Kraft setzt. Es gelingt mir nur mäßig,  mich darüber zu freuen. Vielleicht gelänge es mir besser ohne jenes Photo mit der hochgereckten Faust.

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Macht, Mut und Verantwortung

Ein Jünger steht nicht über seinem Meister und ein Sklave nicht über seinem Herrn. Der Jünger muss sich damit begnügen, dass es ihm geht wie seinem Meister, und der Sklave, dass es ihm geht wie seinem Herrn. Wenn man schon den Herrn des Hauses Beelzebul nennt, dann erst recht seine Hausgenossen. Darum fürchtet euch nicht vor ihnen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Was Ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern! Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch eher vor dem, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann! Verkauft man nicht zwei Spatzen für einen Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen. Jeder, der sich vor den Menschen zu Mir bekennt, zu dem werde auch Ich Mich vor Meinem Vater im Himmel bekennen. Wer Mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch Ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.

Mt. 10,24-33

Jesus mahnt uns, keine Angst zu haben vor Menschen,  die ihre Macht missbrauchen. Zugleich warnt Er uns auch, selbst keine Machtspielchen zu treiben, uns nicht größer zu machen,  als wir sind.
Wir sollen mutig Christus verkünden durch unser Leben, uns ohne Scheu zu Ihm bekennen, und zugleich gewahr sein, daß das unser Leben nicht einfacher macht.
Unter der Herrschaft Christi leben ist wunderbar,  kann hart und gefährlich sein und lohnt immer. Wer sich auf Christus einlässt,  hat vielleicht eine schwierige Gegenwart und bestimmt die beste Zukunft.

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Dabei bleiben

Es gibt Tage,  da fallen mir Christen ganz verschiedener Couleur so um die Wette auf die Nerven,  daß ich kurz denke, ich halte das nicht mehr lange aus.

Dann helfen mir zuverlässig drei Dinge:

Die Messe,  die Anbetung und die Sicherheit,  daß Jesus Christus es aushält mit mir und allen anderen.

Darauf folgt dann regelmäßig die Erkenntnis,  daß ich zu den Nervensägen gehöre – auch wenn ich natürlich eine andere minder schlimme Art von Nervensäge zu sein glaube, als diese Modernisten, Sedisvakantisten, Irgendwisten, über die ich mich so ärgere.

Dann ärgere ich mich ganz kurz über mich selber und darüber, daß der Herr mir nicht unfassbare Mengen an Geduld,  Verstand und Frömmigkeit gewährt hat. Und dann bereite ich mich auf die nächste Beichte vor.

So ähnlich ist das bei unzähligen Christen seit Beginn der Christenheit. Es scheint, so komisch das klingt, ein Erfolgsrezept zu sein.

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Solarstrom,  Schaukasten und Predigerinnen

Kürzlich war ich auf einem Kirchweihfest. Es gab dort viel Gutes: Mitreißende Blasmusik, leckeres Essen,  fröhliche Kinder (Hüpfburgen sind schon eine gute Erfindung), informative Stände. Und es gab eine Art Umfrage,  initiiert von Befürworterinnen des Synodalen Weges.
Auf einer Stellwand prangten mehrere Fragen. Man wurde aufgefordert,  einen Klebepunkt bei „Ja“ oder „Nein“ hinzukleben.  Die erste Frage betraf den Plan, Solarzellen auf dem Kirchendach anzubringen.  Auf meine Frage wurde mir erklärt, man wolle dazu zunächst Beratung durch einen Fachmann.  Das klang vernünftig, ich klebte den Punkt unter „Ja“.
Als zweites wurde gefragt, ob man für einen größeren Schaukasten sei. Hier enthielt ich mich,da ich das nicht beurteilen konnte. Und an dritter Stelle sollte ich sagen, ob ich mehr Predigten von Frauen wünschte. Dabei wurde ich sehr direkt angesprochen,  es gebe doch viel zu selten Frauenpredigten. Ich finde das nicht,  weil ich der Ansicht bin, wenn das Kirchenrecht Laienpredigten in der Messe (gleich ob von Männern oder Frauen) untersagt, habe ich das zu akzeptieren.  Abgesehen davon ist Frauen erlaubt,  Vorträge und Reden in kirchlichen Einrichtungen zu halten, in Schulen und an Universitäten Religion und Theologie zu lehren und überhaupt das Wort fast überall predigen und lehrend zu ergreifen, auch bei Andachten und Wortgottesdiensten und im Stundengebet, nur eben nicht während der Messe.

Ich klebte also meinen Punkt bei Nein. Später sah ich, dass sich immerhin noch ein Punkt dazugesellt hatte.

Ich hatte mich durch die Dame an dieser Stellwand bedrängt gefühlt. Wer eine Abstimmung will, sollte nicht auf die Abstimmenden einreden, um sie auf eine Seite zu ziehen.

Schlimmer noch finde ich, dass mit dieser Stellwand so getan wurde, als seien die Entscheidungen über Solarzellen,  Schaukästen und Predigerinnen gleichwertig. Zum einen ist es, selbst wenn man Laienpredigten bejaht, nicht eben emanzipatorisch, Frauen und ihre Dienste mit technischen Geräten und Möbeln gleichzusetzen. Zum anderen ist die Predigt während der Messe ein liturgischer Dienst und darf nicht mit weltlichen Gerätschaften gleichgesetzt werden.

Diese Stellwand hinterlässt mir einen unschönen Nachgeschmack.

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Ite, missa est!

Das Schlusswort des Priesters am Ende der heiligen Messe wird auf Deutsch meist anders gesagt: „Gehet hin in Frieden“, was zweifellos ein gutes Schlusswort ist. In Frankreich hörte ich meistens „La Messe est finie, allez en paix“ (Die Messe ist beendet, geht in Frieden).

Aber der lateinische Ausdruck heißt etwas Anderes, eigentlich Größeres.

Missa (abgeleitet von mittere, schicken) heißt Sendung. Der Satz heißt also „Geht, das ist [oder: ihr habt] eine Sendung“. Hier sollten wir uns klarmachen,  daß Jesus Christus durch den Priester spricht. Der Herr sagt damit: „Ihr habt gebetet, Ich habe euch mit Mir selbst gestärkt – jetzt geht, zeigt der Welt,  wie das ist, wenn Ich dabei bin. Geht – das ist eure Sendung!“

Die häufige Erklärung „Geht, ihr seid gesendet“ trifft es nicht ganz. Das wäre „ite, missi estis“. Aber „Geht, das ist eine Sendung“ ist ein geradezu militärisch anmutender Befehl.  Jesus schlägt uns nicht vor, auch mal von Ihm zu sprechen,  sondern Er befiehlt uns, Sein Wort nicht nur zu glauben und zu sagen,  sondern vollkommen danach zu leben.

Der Herr weiß,  daß das bei seinen Schafen, diesen Schafsköpfen,  meist im Versuchsstadium bleibt. Aber Er hilft uns, daß uns das Leben nach Seinem Wort immer besser gelingen kann. Also, für heute: Ihm nach!

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Nach dem Gewitter

Die Kornblumen sind ein wenig ramponiert, aber die meisten halten sich wacker. Und in dem frisch gewaschenen Garten (Vollwaschgang!) sehe ich, daß die Beeren der Eberesche sich schon röten. Und jedes Jahr staune ich neu darüber, daß es im Juni schon losgeht. Dabei sollte ich nach Jahrzehnten der Beobachtung wissen, daß es eben so ist und ein Grund zur Sorge wäre, wenn die Eberesche noch ganz grün wäre.

Die Amseln singen wie besoffen vom Regen. Auch das ist ganz normal – vor und nach Regen singen sie lauter und länger als sonst. Und alles duftet.

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