Oktoberrosen

Auf dem Augustaplatz blühen sie ein halbes Jahr lang.  Und Hagebutten gibt es nun auch.

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Wer ist der Beste?

Lukas 9,46-50

In jener Zeit kam unter den Jüngern die Frage auf, wer von ihnen der Größte sei. Jesus wusste, was in ihrem Herzen vorging. Deshalb nahm Er ein Kind, stellte es neben sich und sagte zu ihnen: Wer dieses Kind um Meinetwillen aufnimmt, der nimmt Mich auf; wer aber Mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Denn wer unter euch allen der Kleinste ist, der ist groß. Da sagte Johannes: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in Deinem Namen Dämonen austrieb, und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er nicht mit uns zusammen dir nachfolgt. Jesus antwortete ihm: Hindert ihn nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch.

Wer von uns ist der beste, frömmste, bedeutendste Christ?


Genau das ist, so lehrt uns der Herr,  nicht unsere Sache. Konkurrenzkampf sollte es unter Christen nicht geben! Dem frommen Nachbarn nacheifern in dem, was wir können und was er gut macht, weil er uns ein gutes Beispiel gibt, ist gut – ihn überholen wollen, weil wir dann besser dastehen als er, ist dumm. Wir brauchen vor Gott nicht mit irdischen Erfolg und Überflügelung des Nächsten zu glänzen. Er will nicht,  daß wir „besser als der Nachbar“ sind, sondern er bietet uns die Möglichkeit, heute besser zu werden als wir gestern waren.


Kinder sind bei guter Entwicklung vertrauensvoll. Ein Kind hat in der Regel aus seiner Sicht den besten Papa und die beste Mama der Welt. So soll unsere Haltung vor Gott sein: Er ist der beste Papa,  und Er hat uns mit Maria die beste Mama gegeben. Das können wir annehmen und müssen es auch, anders als bei unseren irdischen Eltern,  nie revidieren.

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Ein Fest für drei Engel

In jüdisch-christlicher Tradition haben Engel, so wichtig sie sind, keinen Namen. Eine Ausnahme bilden die Erzengel, deren Fest die katholische Kirche heute beginge, wenn nicht Sonntag wäre: Gabriel („Gott ist Kraft“), Michael („Wer ist wie Gott?) und Raphael („Gott heilt“). Diese sprechenden Namen sagen etwas über die Aufgaben der Erzengel. Gabriel verkündete Maria die wunderbare Schwangerschaft durch Gottes Kraft. Michael warf die abtrünnigen Engel, die wie Gott sein wollten, aus dem Bereich der Herrlichkeit hinaus. Raphael befreite eine Frau von einem Dämonen und heilte einen Mann von Blindheit.

Erzengel
Melodie: Wohl denen, die da wandeln (GL 543)

Ihr seid der Liebe Künder,
Ihr seid aus Gottes Licht.
Ihr sprecht als Seine Münder,
Ihr sagt uns: Fürchtet nicht.
Ihr seid von Gott zu uns gesandt,
Um auf Ihn hinzuweisen,
Ihr gebt Sein Wort bekannt.

An unsrer Seite streitet
Der Engel Michael.
Wo Böses sich verbreitet,
Da ficht er stark und schnell.
Wenn uns die Niedertracht bedroht,
Hilft er uns, Mut zu zeigen,
Und fragt: Wer ist wie Gott?

Auf Wegen uns geleitet
Der Engel Raphael,
Daß unser Fuß nicht gleitet,
Daß unser Blick wird hell.
In Krankheit und in Seelennot
Heißt er uns, Gott zu ehren,
Spricht: Euer Heil ist Gott.

Von Gottes Liebe kündet
Der Engel Gabriel.
Das All hat sie begründet,
Und alles macht sie hell.
Sie gibt der dürren Wurzel Saft,
Läßt Israel ergrünen,
Sie blüht durch Gottes Kraft.

© Claudia Sperlich

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Marsch für das Leben 2024

Der ernste Anlass, der Protest gegen Abtreibung und Beihilfe zum Suizid, hindert nicht,  daß es ein Fest für das Leben war, mit bekannten und unbekannten Menschen,  mit Musik und bei herrlichem Wetter.

Ich kann noch nicht wieder so lange Strecken gehen und hatte wie im Vorjahr einen Leihrollstuhl und einen lieben Freund,  der mich schob. (Nächstes Jahr hoffe ich,  daß wieder zu Fuß zu schaffen!) Aus der Perspektive knipsen ergibt nicht die besten Bilder,  aber immerhin.

Auf dem Podium war auch eine Gruppe aus Brasilien, darunter ein gehörloser junger Mann und dessen Adoptivvater. Dieser Adoptivvater hat über die Jahre 46 Kinder angenommen, die eine Abtreibung überlebt hatten. „Brasilien ohne Abtreibung“ steht auf dem Transparent als Wunsch für die Zukunft. Wichtig ist ihm, dass er sich nicht über seine Adoptivkinder stellt, sondern sie mitsamt ihrer vielfältigen, durch die Abtreibung entstandenen Behinderungen als Familie sieht, in der jeder gleichwertiges Mitglied ist. Ebenso wichtig ist ihm, die leiblichen Mütter nicht zu verurteilen, sondern auf ihre Not zu schauen.

Die Jugend für das Leben betrat ebenfalls das Podium,  und mehrere junge Menschen brachten ihre politischen Forderungen vor, u.a. Verbesserung von Adoptionsrecht und Babyklappen sowie bessere Hilfe für Suizidale und Ächtung der Euthanasie.

Die obligatorischen Krakeeler am Rande sind wirklich nicht mehr gut bei Stimme. Leute, man  Eure Parolen ja kaum! Stimmbildung ist möglich und kostet nicht allzu viel. Oder liegt es am zunehmenden Durchschnittsalter?

Der Sturm auf die Abschlusskundgebung (leider ohne Photo) war auch etwas unüberlegt. Ihr unterschätzt die Polizei. Fazit: Kein Schaden an der Technik, der evangelische Geistliche und der katholische Erzbischof von Berlin standen wie die Felsen in der Brandung, der Sänger war auch ziemlich ungerührt, und die 17 Randalierer wurden festgenommen, ehe sie ihr rotes Transparent vollständig entrollt hatten. Kinnings, ich kann für Euch beten und gleichzeitig über Euch lachen.

Ebenfalls festgenommen wurde ein Mann,  der eine Flasche mit Buttersäure geworfen hatte. Zu. Glück wurde niemand getroffen.  Ich frage mich nur: Ist das Verbreiten von Gestank ein Argument gegen den MfdL oder irgendeine andere Aktion zur Verteidigung des unbedingten Lebensrechtes?

Zornig bin ich über Teile der Presse. Der Tagesspiegel,  einst eine sachliche und des Populismus unverdächtige Quelle, berichtet in tendenziöser Weise mit offenkundig Naserümpfen ob der „Fundamentalisten“, womit nicht die Menschen ge.eint sind, die das Podium stürmten. Berichtenswert ist, daß Parteien des rechten Spektrums dabei sind. Unerwähnt bleibt,  daß Geistliche und Laien dabei waren, die sich von diesem Spektrum deutlich abgrenzen.

Angeblich hatte der RBB bereits morgens verkündet, es werde eine Demonstration geben für das Recht auf Abtreibung,  und zu erwarten seien Gegendemonstranten aus dem christlich-fundamentalistischen Spektrum. Ich habe das nicht überprüfen können,  halte meine Informantin aber für glaubwürdig  – und frage mich,  was den RBB da geritten hat.

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Endlich wieder Hörnchenbilder!

Ich wurde gestern freundlich gemahnt, mal wieder Hörnchen zu bloggen. Bitte sehr!

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Hildegard

Melodie: Mein schönste Zier und Kleinod (GL 361)

Ein grüner Zweig an Gottes Baum,
die Augen voll von Himmelstraum,
war Hildegard von Bingen,
von Gott gestellt in diese Welt,
zu lehren und zu singen.

Sie war nicht scheu vorm Kaiserhaus
und sprach die Wahrheit frei heraus:
Gott sollst du nie verschmähen!
Du Fürst und Knecht, gib Gott das Recht!
Auf Ihn nur sollst du sehen.

O Kraft der Weisheit, die die Welt
umschließt, behütet und erhält
mit ihren goldnen Schwingen,
so Erdenlast wie Himmelsrast
wird durch sie wohl gelingen.

Ein helles Licht voll Heiterkeit
wird strahlen in der Ewigkeit
von Gott für all die Seinen.
Die Seele hat in Gottes Stadt
ein Haus von Edelsteinen.

Von ungemessner Tiefe an
bis über aller Sterne Bahn
gehn Liebe und Erbarmen.
Die Liebe hält die ganze Welt
in ihren schönen Armen.

© Claudia Sperlich

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Kreuzerhöhung

Melodie: Singt dem König Freudenpsalmen

Jesus ist für uns gegangen
durch die Folter, Hohn und Spott.
Einsam litt in Todesbangen
der Lebendige, der Gott.
Den Gerechten zu ermorden,
ragt das Kreuz in Weltennacht.
Da ist Lebensbaum geworden,
was zur Todesqual erdacht.

Alle Todesschatten schwanden,
Gott erweckte seinen Sohn.
Unser Herr ist auferstanden,
und das Kreuz ist Jesu Thron.
Alte Schulden sind vergeben,
jeden reißt Er aus dem Tod!
Als ein Zeichen für das Leben
ragt das Kreuz im Morgenrot.

Jesu Kreuz stellt tausend Fragen,
gibt die Antwort gleich darauf.
Jesu Liebe will uns tragen,
Jesus trägt uns Liebe auf.
Nur die Liebe kann erreichen
allen Lebens Ziel und Sinn.
Als das größte Liebeszeichen
weist das Kreuz auf Jesus hin.

© Claudia Sperlich

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Wenn gute Menschen Schlechtes tun

Ich habe zwei ältere Brüder. Das ist sicher, ich kenne die beiden.

Außerdem habe ich ein weiteres älteres Geschwisterkind. Das habe ich erst als junge Erwachsene erfahren. Ob Bruder oder Schwester,  weiß ich nicht. Es wurde „weggemacht“, von einem Arzt, der wahrscheinlich sicher war, damit etwas Hilfreiches zu tun. Meine Mutter fühlte sich damals (als junge Referendarin mit zwei lebhaften Jungs und einem liebevollen,  aber noch sehr schlecht verdienenden Mann) überfordert. Sie wollte sich ein weiteres Kind nicht mit „zumuten“.

Sie war immer für ein „Recht“ auf Abtreibung,  aber sie konnte das Wort Abtreibung nie ohne den Zusatz „so etwas Schreckliches wie eine Abtreibung“ sagen. Zugleich war sie überzeugt,  daß „das“ im ersten Trimester ja „noch nicht so wirklich ein Mensch“ sei. Jedenfalls sagte sie das, aber ich glaube,  eine so kluge Frau wie sie konnte das eigentlich nicht wirklich glauben.

Ich bin eine Verhütungspanne. Nicht abgetrieben,  weil meine Mutter bereits wusste, wie schlimm so eine Prozedur für die Frau ist. 

Ich habe lange Zeit mit dem Gefühl gelebt,  ein Ersatz für mein totes Geschwisterkind zu sein. Das ist natürlich Unsinn,  ich bin ich und kein Ersatz! Aber ich weiß inzwischen,  daß dies irrige Gefühl nicht selten jüngere Geschwister abgetriebener Kinder befällt.

Ich habe meine Mutter als liebevolle, fürsorgliche und unglaublich tüchtige Frau kennengelernt. Mein Vater war ihr darin ebenbürtig. Die Ansicht, Abtreibung sei ein Recht,  macht nicht automatisch zum Finsterling! Die Ansicht ist ein gewaltiger Irrtum,  die Durchführung eine schwere Sünde,  und natürlich gibt es sehr böse Menschen,  die Abtreibungen gutheißen – aber sehr böse Menschen gibt es auch mit scheinbar entgegengesetzter Ansicht, und gute auch mit in dieser Hinsicht falschen Ansichten.  Gerade als Streiter für das unbedingte Lebensrecht müssen wir zwischen Sünder und Sünde unterscheiden und die Sünde hassen,  aber die Sünder lieben (zumal alle Menschen Sünder sind).

Bald werde ich am Marsch für das Leben teilnehmen.  Voraussichtlich werden wieder grölende Menschen diese Veranstaltung stören wollen. Ich bitte alle Lebensrechtler,  diese Menschen nicht als „die Bösen“ anzusehen.  Denken wir lieber daran, daß die meisten von ihnen außerhalb dieser Protestveranstaltung vermutlich umgängliche Leute sind, viele von ihnen liebevolle Eltern, und zwar auch dann, wenn sie nicht nur lebende Kinder haben.

Ich will Abtreibung mit nichts entschuldigen. Aber es liegt nie nur an der Mutter und oft nicht nur am Vater. Bessere Arbeitsbedingungen,  faire Bezahlung,  Krippenplätze, Babyklappen, ein besseres Adoptionsrecht, vor allem ein insgesamt gütigeres soziales Klima hätten nicht nur meinem Geschwisterkind das Leben gerettet. Und besserer Unterricht in Biologie könnte auch nicht schaden. Leben beginnt mit der Befruchtung.

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Du König,  Du Heiland

Du König über Zeit und Ewigkeit,
Du Heiland, der die Schuld auf sich genommen,
Du Bruder, der als Mensch zu uns gekommen,
Du Liebster, dessen Herz so gut und weit!

Dein Wort lässt Sturm und Krankheit von uns weichen,
Dein Licht erleuchtet unsre Lebensstufen,
Dein Herz ist allen nahe, die Dich rufen,
Dein Fleisch und Blut ist Nahrung,  nicht nur Zeichen.

Du liebst mich mehr, als alle Schriften künden,
Du lehrst mich, Wort und Tat zu Gott zu wenden,
Du führst mich in die Freiheit ohne Wehr.

Du sühntest sterbend aller Zeiten Sünden,
Du lebst und wirst das Unrecht einst beenden,
Du blühst und lockst und rufst mir zu: Komm her!

© Claudia Sperlich

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Der Mutter des Herrn zum Geburtstag

Ihr Geburtstag fällt auf einen Sonntag und wird deshalb nicht liturgisch gefeiert.  Aber privat können wir die Mutter Jesu trotzdem feiern! Und auch gegen ein Lied zum Abschluss des Gottesdienstes ist nichts zu sagen.

Melodie: Herr, heilger Liebe fester Grund

Maria, die vor aller Zeit
zur Gottesmagd erkoren,
vom Herrn im Voraus schon befreit,
in Heiligkeit geboren,
du Menschenkind, von Gott erwählt,
du Braut, dem Heilgen Geist vermählt,
von Herzen sei willkommen!

Maria, ohne Seelenpein
und ohne Dunkelheiten
trittst du ins Erdenleben ein,
lässt ganz von Gott dich leiten,
du bist der Kirche hohes Bild,
der Christen Mutter, Schutz und Schild
voll Reinheit und voll Liebe.

Maria, in der Not der Zeit
hör, wie zu dir wir flehen,
steh du uns bei in allem Leid,
hilf uns zu Christus gehen.
Maria, in der Zeit der Not
steh du uns bei zu gutem Tod,
zu Seligkeit und Leben.

© Claudia Sperlich

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