Die irrwitzigste Wahlpropaganda, die ich je sah

Eine zum Glück kleine Partei wirbt damit, durch wissenschaftliche Fortschritt den Tod zu besiegen. Ja, ernsthaft. Das ist keine Satire.

Mal abgesehen davon, daß eine schier grenzenlose irdische Lebenszeit durchaus etwas von Horror hat – wenn das wirklich werden sollte, müsste man strengste Geburtenregelung einführen.  Das grenzenlose diesseitige Leben ginge nur auf Kosten des Nachwuchses. Wenn nicht gestorben wird (außer durch Selbstmord aus Langeweile, durch Mord oder schweren Unfall), dann darf auch nicht einfach so geboren werden. Oder hat diese grandiose Partei noch ein paar Extraplaneten auf Lager?

Das bedeutet: Wenn es gelänge, den Tod auf medizinische Weise abzuschaffen, müsste man ihn zugleich auf medizinische Weise vervielfältigen – nämlich durch Unterbindung der Lebendgeburten. Das geschieht zwar bereits in entsetzlichen Ausmaß, aber die Zahl der Abtreibungen würde dann noch weit höher.

Solche Gedankenkonstrukte und solche Parteien sind ein Ergebnis des Unglaubens. Ich unterstelle damit nicht sämtlichen Atheisten derartige Logikferne, aber die weniger gescheiten unter ihnen werden aus Angst vor dem Tod anfällig für solche Vereine.

Merke: Menschen,  die so eine Partei wollen,  dürfen sie auch gründen. Sie dürfen sogar ganz grandios finden, daß sie an die Wissenschaft glauben und nicht etwa an ein verheißenes ewiges Leben ohne Leid und ohne Platzmangel.

Ich freue mich auf das ewige Leben in Gottes Nähe, unabhängig von irdischem Kram. Und von Parteien. Die Idee, fünfhundert, tausend oder mehr Jahre im Erdenleben auszuharren, mag verlockend sein für geschichtsvergessene Kinderfeinde. Für mich ist das nichts.

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Zum neuen Jahr 2023

Ein neues Jahr. Ich seh die bunten Lichter
Vor meinem Fenster strahlen und verglühen.
Ein großer Mann steht klein vor seinem Richter,
Schaut seinen Retter an nach Lebens Mühen.

Ein Guter, Frommer ist vorausgegangen,
Ein Lehrer, Hirt, dann Beter hinter Mauern.
Gott wird ihn in der Ewigkeit empfangen.
Sein Werk wird ihn noch lange überdauern.

Und ohne ihn beginnt das neue Jahr,
Die Zeit geht weiter, als sei nichts gewesen.
Ich nehm mir vor, was längst schon nötig war:
Von Benedikt dies Jahr recht viel zu lesen.

© Claudia Sperlich
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Silvester 2022

Dies Jahr sieht keiner mit Bedauern enden,
Und doch, es kam aus liebevollen Händen.
Gib, daß nicht Zorn uns das Erinnern trübt,
Daß wir mit Dank auf jedes Gute schauen,
Daß wir auf Dich und Deine Gnade bauen,
Daß neu man Sanftmut und Vertrauen übt.

Coronas Schrecken war noch nicht verloren,
Da ist aus Gier und Hass ein Krieg gegoren,
Die Folgen hat die ganze Welt gespürt.
Herr, lass uns doch voll Dankbarkeit gedenken:
Du schenktest viel, und wir auch durften schenken.
Du bist das Wort,  daß einst zum Frieden führt.

Du bist die Wahrheit,  bist der Weg,  daß Leben.
Wo wir verdarben, was Du uns gegeben,
Verzeih uns, Herr, und gib uns neuen Mut.
Vorm Neubeginn, nach dem vergangnen Alten,
Lass uns in Andacht vor Dir innehalten.
Mach Du das neue Jahr gerecht und gut.

© Claudia Sperlich

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Hörnchen hält Ausschau nach dem neuen Jahr

Es könnte überall sein! Aber dem Hörnchen wird es nicht entkommen!

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Die Krippe in Heilig Kreuz, Wilmersdorf

Die italienische Gemeinde baut die Krippe jedes Jahr ausschweifiger. Dies ist der vorläufige Höhepunkt.

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Gabentisch

So liebe, wunderbare Menschen haben mich mit schönen Gaben bedacht!

Tausend Dank.

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Gesegnete Weihnachten!

Hier ein neuer Choral von mir, auf den letzten Drücker verfasst. Melodie Nun danket alle Gott.

Du unerschaffner Gott,
in Menschenzeit geboren,
Du Wahrheit und Du Licht!
Du öffnest Herz und Ohren
dem, der Dein Wort ersehnt
und der Dich lieben will.
Du Kind in Bethlehem,
mein Sturm wird vor Dir still.

Noch ohne Wort und Macht
doch Gottes Wort und Willen,
liegst Du als Kind im Stall,
Maria muss Dich stillen.
Du Gott vor aller Zeit,
Du Herr der ganzen Welt,
im kleinen Menschenkleid
der Menschheit beigesellt!

Du bist von Anfang an
für mich zur Welt gekommen,
hast Seele, Herz und Leib
des Menschen angenommen. 
Du gingst zu meinem Heil
durch Ohnmacht und durch Leid,
damit ich leben kann
in Zeit und Ewigkeit.

Herr Jesus, lass mich nun
vor Deiner Krippe stehen
und Dich, das kleine Kind,
Dich großen Gott ansehen.
Und kann ich nicht verstehn,
dann gib mir Glaubensmut,
dass ich bekennen mag:
Gott kommt in Fleisch und Blut.

© Claudia Sperlich
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Vierter Sonntag im Advent

Endspurt auf Weihnachten! Das Licht wird immer heller.

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Sechs Jahre Gelübde

Vor sechs Jahren legte ich ein privates Gelübde ab, zunächst auf die Zeit von drei Jahren, dann auf Lebenszeit. Die evangelischen Räte (Armut, Keuschheit, Gehorsam) gehören dazu, außerdem tägliche Feier der Messe, tägliche Anbetung und häufige Beichte.

Du hast mich gerufen.  Ich folge Dir gern,
Mein Heiland und König, hell leuchtender Stern,
Mein Liebster, mein Lehrer, mein Lotse zum Licht,
Dein Joch ist nicht schwer, doch Dein Wort hat Gewicht.

Ich folge Dir, Herr, auch durch Dornen und Nacht.
Ich weiß nicht, was sein wird. Doch Du, Herr, hältst Wacht.
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Dritter Sonntag im Advent

Gaudete heißt dieser Tag: Freut euch! Vielleicht bleibt manchem das Adventslied im Halse stecken angesichts von immer noch virulenter Pandemie, Krieg, Inflation und persönlichem Leid. Für heute wünsche ich jedem einen Engel, der sagt: Fürchte dich nicht! Freue dich! Der Herr ist nah!

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