Die Kornblumen sind ein wenig ramponiert, aber die meisten halten sich wacker. Und in dem frisch gewaschenen Garten (Vollwaschgang!) sehe ich, daß die Beeren der Eberesche sich schon röten. Und jedes Jahr staune ich neu darüber, daß es im Juni schon losgeht. Dabei sollte ich nach Jahrzehnten der Beobachtung wissen, daß es eben so ist und ein Grund zur Sorge wäre, wenn die Eberesche noch ganz grün wäre.
Die Amseln singen wie besoffen vom Regen. Auch das ist ganz normal – vor und nach Regen singen sie lauter und länger als sonst. Und alles duftet.
Das ist mal eine mächtige Blume! Und sie schmiegt sich so lieb an den Stromkasten, obwohl er eher reizlos ist. Vielleicht sieht sie seine inneren Werte. Oder sie mag den tag esr, der auf den Propheten Esra hindeuten könnte.
Auf meinem Balkon blühen sie, Zuchtformen ebenso wie eine Wildform, und dazu eine insektenfreundliche Mischung von Wiesenblumen, von denen ich auch zwei Bilder zeige (ohne irgendeine Ahnung, wie die Abgebildeten heißen).
Paul Verlaine (1844-1896)
Juin Recueil : Liturgies intimes (1892)
Mois de Jésus, mois rouge et or, mois de l’Amour, Juin, pendant quel le cœur en fleur et Tàme en flamme Se sont épanouis dans la splendeur du jour Parmi des chants et des parfums d’épithalame,
Mois du Saint-Sacrement et mois du Sacré-Cœur, Mois splendide du Sang réel, et de la Chair vraie, Pendant que l’herbe mûre offre à l’été vainqueur Un champ clos où le blé triomphe de l’ivraie,
Et pendant quel, nous misérables, nous pécheurs, Remémorés de la Présence non pareille. Nous sentons ravigorés en retours vengeurs Contre Satan, pour des triomphes que surveille
Du ciel là-haut, et sur terre, de l’ostensoir, L’adoré, l’adorable Amour sanglant et chaste, Et du sein douloureux où gîte notre espoir Le Cœur, le Cœur brûlant que le désir dévaste,
Le désir de sauver les nôtres, ô Bonté Essentielle, de leur gagner la victoire Éternelle. Et l’encens de l’immuable été Monte mystiquement en des douceurs de gloire.
***
Juni
Jesu Monat, rot und golden, Mond der Liebe, Juni, da uns Herz und Seele blüht und glüht Und im Glanz des Tags erhellt sich das Gemüt Bei Gesang und Duft der Hochzeitslieder,
Mit Fronleichnam und Herz Jesu, Feierstunden, Mond, den wahrer Leib und wahres Blut beschien! Da der Sommer siegt, ist Kampfplatz sattes Grün, Taumellolch erliegt, vom Weizen überwunden.
Uns, den armen Sündern, zeigt sich nun mit Macht Neu die Gegenwart des Einen ohne Gleichen. Wir erstarken neu, dem Schlag muss Satan weichen! Liebe unsern Sieg vom Himmel aus bewacht
Und auch von der Erde aus, von der Monstranz – Liebe, angebetet, würdig, blutend, rein. Unsre Hoffnung wohnt in einer Brust voll Pein, Herz, das wacht und brennt, die Sehnsucht frisst es ganz.
Sehnsucht, unsre Nächsten zu erretten: Güte, Wesentlich, um ihnen ewgen Sieg zu bringen. Eines steten Sommers Weihrauchschwaden dringen Nun geheimnisvoll hinauf zu Ruhmes Blüte.
Vogelfutter ist zwar vorhanden. Aber ganze Haselnüsse sind natürlich interessanter! Nur blöd, daß sie in der Futterstation für die Eichhörnchen liegen.
Da muss man als ganze Kohlmeise doch drankommen!
Zweiter Versuch und vorläufige Aufgabe. Deutlicher Kommentar der Situation bei 0:46.
Die Hummel hat es leichter. Aber der Tisch ist ja auch extra für sie gedeckt.
Am leichtesten habe ich es! Aber dafür habe ich auch die Arbeit mit dem Balkon.
Maria voller Gnaden, dein Herz in Gottes Licht ist ohne jeden Schaden, die Sünde trübt es nicht. Dein Herz ist voller Güte und ohne Dunkelheit, wie eine Rosenblüte bewahrt in Ewigkeit.
Du hast dem Herrn gesungen als herzenstreue Magd. Vom Leidensschwert durchdrungen blieb dein Herz unverzagt. Als du den Sohn gefunden, hat dich Sein Wort berührt. Sein Leid und Seine Wunden hat dein Herz auch gespürt.
Dein Herz voll Gottesliebe schlägt für die Christenheit. Du bist wie Blütentriebe in kalter, dunkler Zeit, du führst auf Blumenwegen uns ins gelobte Land: Du Mutter voller Segen, zeig uns des Sohnes Hand.
Du Herz, zerbrochen und zerschlagen, Du Herz, durchbohrt vom Lanzenstich, all unsre Sünden fortzutragen, gabst Du für alle Menschen Dich. Zieh an Dich alle Menschenherzen, lass keines je sein Heil verscherzen.
Von Dir geht aus der Strom des Lebens, der Deine Kirche blühen lässt! Zu Dir kommt niemand je vergebens, Du bist die Liebe treu und fest. Du bist des Glaubens Ziel und Mitte, der Geist lenkt zu Dir unsre Schritte.
Herz Jesu, lass mein Herz gesunden, steh mir in Seelenängsten bei. Ich habe mich an Dich gebunden, Herz Jesu, in Dir bin ich frei. Befiehl dem Feind, von mir zu weichen! Herz Jesu, lass mein Herz Dir gleichen.
Eines der Hörnchen hat leider einen Abszess an der Wange. Das liegt, laut einer Tierarztseite, vermutlich an Zahnproblemen. Hörnchen sind zäh und können mit so etwas erstaunlich lange durchkommen, aber es wird wohl irgendwann daran sterben. Denn fangen kann ich es nicht, und eine tierärztliche Behandlung würde das Tierchen wohl mehr quälen als ihm zu nützen.
Dies wirkt ganz gesund.
Filmen ließ es sich auch. Dabei musste es sich kratzen – Wildtiere sind so gut wie immer von irgendwelchem Ungeziefer befallen. Zum Schluss gibt es noch einen Blick auf eine Kohlmeise.
Es war noch Geld für Erdbeeren übrig. Also wurden es noch dreizehn Gläser Erdbeermarmelade (mit verschieden hohem Fruchtanteil, weil ich nicht geschafft habe, die Früchte gerecht auf die Gläser zu verteilen), eine Schüssel Marmelade ohne Fruchtstücke (weil ich keine passenden Gläser mehr hatte) und eine Schüssel rohe Erdbeeren mit Joghurt, letzteres ein herrliches Mittagsmahl.
Jetzt habe ich eigentlich genug Marmelade im Hause, aber wo ich so schön dabei bin, denke ich schon an die nächsten Sorten. Ich werde mehr Gläser brauchen.