Glaubenswege IV – Credo

Die Theologin Petra Lorleberg hat im Rahmen von kath.net ein neues Buch in der Reihe „Glaubenswege“ herausgebracht: Dem Credo auf der Spur heißt der 184 Seiten starke Band mit einem Vorwort von Paul Badde und Beiträgen von Geistlichen und Laien – auch von mir. Wie die ersten drei Bände der Reihe, besteht auch dieser aus persönlichen Zeugnissen ganz unterschiedlicher Menschen.
Meine Schriftstellerkollegin Veronika Grohsebner ist ebenfalls dort vertreten, was mich besonders freut – ich mit ihr in einem Buch!

Glaubenswege IV: Dem Credo auf der Spur
Von Petra Lorleberg (Hrsg.)
Vorwort Paul Badde
Mit Beiträgen von Paul Josef Kardinal Cordes, Sigrid Grabner, Martin Lohmann, Rudolf Gehrig, P. Johannes Paul Chavanne OCist, Bernhard Meuser, Peter Winnemöller, Weihbischof Dominikus Schwaderlapp, Michael Schneider-Flagmeyer
184 Seiten, Taschenburg
2016 Dip3 Bildungsservice Gmbh
ISBN 978-3903028500
9,80 Euro

Hier noch ein Überblick über die ersten drei Bände:

Glaubenswege I – Mein Weg ins Ordensleben
ISBN 978-3902686855

Glaubenswege II – Gott – strahlend gegenwärtig in der Hl. Eucharistie
ISBN 978-3903028388

Glaubenswege III – Beichte konkret – Positive Erfahrungen mit dem Bußsakrament (in diesem Band bin ich auch vertreten)
ISBN 978-3903028432

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Dienstag der zweiten Adventswoche

Advent – Sonettenkranz
VIII

 
Kein Wahrheitssucher, der dem Licht entrinnt!
Wer ehrlich sucht, dem wirst Du, Heilger Geist,
Auch wenn er jahrelang im Dunkel reist,
Den Weg erleuchten, der Dein Heil gewinnt.
 
Mein Gott, da Du um Menschenschwäche weißt,
Zerreiße doch das Netz, das uns umspinnt,
Und wo das Blut um Deinetwillen rinnt,
Gedenke, dass Du Friedensbringer heißt!
 
Komm wieder, Jesus, Friede aller Zeiten!
Beende Krieg und Folter und Schafott,
Führ Du die enge Welt in Deine Weiten.
 
Komm wieder, Jesus, komm in unsre Nacht,
Dass alle sehen: Einer nur ist Gott –
Der ewig große Gott in hoher Macht.
 
aus: Zyklische Sonette, tredition 2016

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Montag der zweiten Adventswoche

Advent – Sonettenkranz
VII

 
Dies Licht von Osten leuchtet uns im Norden,
Von Seinen Jüngern in die Welt getragen,
Es strahlt als Hoffnung in ein Meer von Plagen,
Ist vielen Leitstern, Trost und Halt geworden.
 
Befreit aus einer Welt voll düstren Sagen
Von Donnergöttern und von Vatermorden,
Sind wir Gefährten in dem frohen Orden
Der Jünger, die das Zeugnis Jesu wagen.
 
Auf Welt und Geld kann keiner lang sich stützen,
Und keine Menschenmacht hält lang genug,
Denn Macht wird Gier und knüpft sich an Betrug.
 
Die Wahrheit schützt uns, wenn wir sie beschützen.
Das Licht, die Wahrheit, liegt vor uns als Kind.
Kein Wahrheitssucher, der dem Licht entrinnt!

aus: Zyklische Sonette, tredition 2016

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Einbahnstraße zum Himmel

Heute sieht man es ganz deutlich: Der Weg zum Himmel ist eine Einbahnstraße. Es gibt zwar leider Menschen, die sie in falscher Richtung befahren – ihnen gilt der Ruf zur Umkehr!

One Way to Heaven

Und es lohnt wirklich sehr, je näher man kommt, desto schöner wird es.

St. Marien Friedenau

Übrigens kann man immer, wirklich immer umkehren. Sogar wenn man einen Bischof aufgegessen hat.

Nikolaus als Märtyrer

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2. Adventssonntag – Populus Sion

Zweiter Advent

Advent – Sonettenkranz
VI

 
Und trotzdem drohen Ihm die Söldnerhorden.
Und kleine Kinder sind bedroht bis heute,
Sind wehrlos, schutzlos oft, und sind zur Beute
Von Geilheit und Profitgier oft geworden.
 
Den ungelegnen Kleinen droht die Meute,
Sie ungestraft im Mutterleib zu morden,
Sieht sich von Hilfsbereitschaft überborden,
Und wird bezahlt fürs Töten junger Leute.
 
Doch mitten in den ungezählten Morden,
Inmitten dieser Gier nach Macht und Geld,
Sagt eine Frau zu Gottes Stimme Ja.
 
Durch sie, aus ihr kommt Gott den Menschen nah.
Er wird als kleines Kind zum Licht der Welt,
Dies Licht von Osten leuchtet uns im Norden.

aus: Zyklische Sonette, tredition 2016

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Samstag der ersten Adventswoche

Advent – Sonettenkranz
V

 
Dies Kleine, das die Herzen leicht gewinnt,
Dem Hirten und Gelehrte Gaben brachten
Und über dem die Engel Gottes wachten,
Weiß nichts vom Bösen, das durch Weltzeit rinnt.
 
Die Weisen wussten nicht, was sie entfachten,
Als sie Herodes fragten nach dem Kind.
Aus Angst vor Machtverlust, die ihn umspinnt,
Befiehlt der Fürst, die Kinder abzuschlachten.
 
Noch immer werden Kinder totgeschlagen.
Mein Gott, mein Heiland, warum bleibst Du still?
Hörst Du nicht der verwaisten Eltern Klagen?
 
Um der Vergebung willen Mensch geworden
Ist der, der nichts als Gottes Frieden will –
Und trotzdem drohen Ihm die Söldnerhorden.
 
aus: Zyklische Sonette, tredition 2016

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Freitag der ersten Adventswoche

Heute feiert die Kirche das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria. Zur Klarstellung: Dies Fest hat nichts mit Sex zu tun. Es hat darüberhinaus auch nichts mit keinem Sex zu tun. Es geht um etwas anderes.

Die Bewahrte

Allmacht hätte Christus, den Herrn,
Gott den Gott in Person des Sohnes,
unversehrt können wachsen lassen
in einer Frau mit verwüsteter Seele.

Er tat es nicht. Er bewahrte Maria
vielleicht nicht so sehr um des Sohnes willen
als um der Mutter des Heiligen willen.

Welche in noch so geringe Schuld
verstrickte Frau hätte tragen können
dies Kind, das von aller Sünde blieb frei,
göttlich und menschlich, verheißner Messias?

Welche Mutter, mit Erbschuld belastet,
hätte den Gruß des Engels ertragen,
hätte das Kind ohne Grauen gesehen,
Grauen vor ihrer eigenen Seele?

Nur die Bewahrte konnte bewahren
in ihrem Herzen, unter dem Herzen,
an ihrem Herzen, dem schon durchbohrten,
diesen göttlichen Sohn und Heiland.

© Claudia Sperlich

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Donnerstag der ersten Adventswoche

Advent – Sonettenkranz
IV

 
So rührt Er uns, lässt Liebe überborden,
Ergreift auch jene, die Ihm ferne stehen.
Wer kann an einem Kind vorübergehen,
Wer ist durch Kinderblick nie weich geworden?
 
Die unbewusst uns Kopf und Herz verdrehen,
Sie wärmen auch den Winter und den Norden.
Sie fordern keinen Lohn und keine Orden,
Sie wollen Liebe spüren, schmecken, sehen.
 
So ist auch Gott. So will Er uns Geschöpfe,
Will unsre Seelen, Leiber, Herzen, Köpfe,
Und jeden Menschen liebt Er als Sein Kind.
 
Die Liebe bittet Er uns nachzuahmen,
Den Herrn zu lieben in des Herren Namen –
Dies Kleine, das die Herzen leicht gewinnt.

aus: Zyklische Sonette, tredition 2016

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χ451 – die Zeitschrift für Katholiken

Die erste, die Oktoberausgabe liegt noch neben mir – sie erreichte mich mit der Bitte, an weiteren Nummern des in zweimonatlichem Rhythmus erscheinenden Blattes mitzuarbeiten, und nach gründlichem Durchlesen sagte ich zu. Das heißt, in der demnächst erscheinenden Dezemberausgabe werde ich mit einem zweiseitigen Artikel über die zwei Naturen Jesu Christi vertreten sein (was einem so als Autor für Themen aufgedrückt werden, wenn man nur mal genickt hat).

Zum Titel: χ451 steht für Jesus Christus – wahrer Gott, wahrer Mensch. χ ist der griechische Anfangsbuchstabe von Christus; im Jahre 451 schrieb das Konzil von Chalkedon die Erkenntnis als Dogma fest, daß Jesus Christus eine Person in zwei Naturen ist.

Die Oktoberausgabe des „Fanzine des katholischen Glaubens“ – also einer Zeitschrift von Fans für Fans – umfasst nur zwölf Seiten, diese aber sind äußerst gehaltvoll. Der Herausgeber und Autor Sebastian Berndt richtet sich mit diesem ambitionierten Projekt an alle, die sich für den katholischen Glauben interessieren, darüber, davon, dadurch lernen wollen.

χ451 orientiert sich in den Themen am Kirchenjahr, und so nimmt in der Oktoberausgabe 2017 Maria und ihr Erscheinen in Fatima vor hundert Jahren einen besonderen Platz ein.
Doris Mohrmann schreibt über die Bedeutung des Opfers im Zusammenhang mit den Seherkindern von Fatima und über die politische Botschaft der Erscheinungen.
Sebastian Berndt schreibt – im Zusammenhang mit den Botschaften von Fatima – über die Letzten Dinge und darüber, daß es hier nicht um ein bloßes Wissen geht, um die Stillung der Neugier, sondern darum, daß das tägliche Leben geprägt sein muss von der Handlungsweise und Denkungsart, die sich aus diesem Wissen sinnvoll ergeben.
Pater Stefan Reiner (Petrusbruderschaft) schreibt über den nüchternen kirchlichen Umgang und die Einordnung von Privatoffenbarungen.
Ein kurzer, persönlicher und anrührender Artikel von Sebastian Berndt befasst sich mit dem Rosenkranz, den der Autor als heilsam verändernd erlebt. (Ich stimme ihm von Herzen zu.)
Den Abschluss der Oktoberausgabe bilden ein Auszug aus einem Vortrag des Heiligen Augustinus, in dem er Jesu Worte zu Seiner Mutter unmittelbar vor dem Weinwunder in Kana deutet, und eine kurze Vorstellung des Marienverehrers und Heiligen Bernhard von Clairvaux.

Das schmale Heft ist nicht nur mit gehaltvollen Texten gefüllt, sondern auch wunderschön illustriert, ohne allzu bilderlastig zu werden.

χ451 soll in den „geraden“ Monaten erscheinen. Leider gibt es noch einige Anfangsschwierigkeiten, die Dezemberausgabe lässt noch auf sich warten – aber die Endredaktion liegt hinter uns. Im neuen Jahr wird es pünktlicher gehen.

χ451 ist unbezahlbar – es kostet nichts. Bestellbar (auch in größerer Stückzahl, zum Beispiel zum Auslegen) ist es via Post oder Mail beim Herausgeber:

Sebastian Berndt
Emilienstraße 1, 99817 Eisenach
fanzine@X451.de

χ451 wird nicht im Internet veröffentlicht – obwohl es dort eine Homepage gibt (die noch überarbeitet wird) und eine facebook-Seite mit der Aufgabe, für dies wundervolle Magazin zu werben. Nur Papier soll es sein – ein im Wortsinn fassbares Blatt, auch wenn es darin um den unfassbar großen Gott geht und um die katholische Religion, die zwar verstehbar ist, aber nur bei gründlicher Nutzung des Verstandes. Dazu sei an dieser Stelle ermutigt.

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Mittwoch der ersten Adventswoche

Nikolaos zerstört den Artemiskult

Der Trug der alten Götter war
Aus Myra noch nicht ganz geschwunden.
Zwar hatte Gott der Herr schon längst
Kybeles Tempel abgebrochen,
Schon eh die erste Kirche stand:
Das Beben ließ nur Trümmer übrig
Als Mahnung vor dem Gotteszorn.

Doch hielt sich alte Bauernsitte,
Sie flehten unter einem Baum
Um Fruchtbarkeit zur Heidengöttin
Und brachten Milch und Wein und Korn,
Um die Kybele sanft zu stimmen.
Und selbst Getaufte machten mit!
Wie soll ein Bischof das ertragen?

Schon viele Male hatte ich
Gepredigt die gesunde Lehre
Von Vater, Sohn und Heilgem Geist,
Dem einen Gott in drei Personen,
Und viele nahmen auf die Saat –
Doch manche nur wie Sand und Dornen.

Und immer wieder fand ich dann
An jenem Baum die trüben Spuren
Der Heidenopfer, dargebracht
Von Menschen, die ich selbst belehrte!
Und immer wieder liefen sie
Zu diesem Baum mit Wein und Blumen
Und brachten dort ihr Opfer dar
Dem Dämon Artemis-Kybele.

Ein junges Mädchen, neugetauft,
Sah ich zu diesem Greuel gehen,
Beschwingt, wie sonst zum Gottesdienst.
Ich folgte ihr und hörte noch,
Wie sie um gute Ehe flehte!
Ich schrie sie an, da lief sie fort,
Und ich zertrat ihr Blumenopfer.

In bittrer Trauer, voller Angst
Um all die anvertrauten Seelen,
Lief ich nach Haus und nahm die Axt,
Kam wieder, diesen Baum zu fällen,
Und hieb fast eine Stunde lang
Mit frommem Zorn auf dieses Unheil,
Bei jeder Kerbe ein Gebet:
Beende, Herr, den Aberglauben!

Der Baum fiel nieder, Dank sei Gott!
Nun lehr mich, Herr, geduldig lehren,
Wie Du gelitten uns zum Heil!
Der meinem Arm die Kraft gegeben,
Zu fällen den Dämonenbaum,
Gib Kraft auch meinem schwachen Glauben,
Gib meiner Rede Kraft und Licht,
Mach weiter Deiner Diener Herzen,
Daß um sie stark der Glaube blüht.

© Claudia Sperlich

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