Dienstag der dritten Adventswoche

Advent – Sonettenkranz
Meistersonett

 
Der Herr ist Menschenohnmacht selbst geworden,
Er fordert unsre Liebe als ein Kind,
Bedürftig, hungrig, süß – wie Kinder sind,
So rührt Er uns, lässt Liebe überborden.
 
Dies Kleine, das die Herzen leicht gewinnt,
(Und trotzdem drohen Ihm die Söldnerhorden),
Dies Licht von Osten leuchtet uns im Norden.
Kein Wahrheitssucher, der dem Licht entrinnt!
 
Der ewig große Gott in hoher Macht,
Der alles weiß und voraus hat bedacht,
Er wurde Mensch, um Menschen anzurühren.
 
Er hat Maria mit dem Geist betaut,
Er hat aus Kinderaugen uns geschaut,
Um uns in Seine Liebe heimzuführen.

aus: Zyklische Sonette, tredition 2016

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Montag der dritten Adventswoche

Advent – Sonettenkranz
XIV

 
Um uns in Seine Liebe heimzuführen
Ist unser Herr in einem Stall geboren.
Sein Schrei nach Leben in der Mutter Ohren
Klingt nach, um unsre Herzen zu berühren.
 
Wir lieben nie genug. Wir sind nur Toren.
Er kam, um Liebe und Verstand zu schüren.
Für uns stehn offen Seines Himmels Türen,
Er wirbt um uns, Er gibt uns nicht verloren.
 
Die meisten stehen machtlos vor den Mächten,
Die diese Welt vernebeln und beschweren,
Und wissen nichts von gottgegebnen Rechten.
 
In einer harten Welt voll Raub und Morden
Ist Gott erschienen, um dem Trug zu wehren,
Der Herr ist Menschenohnmacht selbst geworden.

aus: Zyklische Sonette, tredition 2016

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Dritter Adventssonntag – Gaudete

Dritter Adventssonntag

Advent – Sonettenkranz
XIII

 
Er hat aus Kinderaugen uns geschaut –
Das Licht der Welt im Licht der Stallaterne.
Er strahlt durch Zeit und Raum in jede Ferne,
Er macht sich uns erreichbar und vertraut.
 
Er ist und will das Heil. Er hilft uns gerne.
In dieser Welt, so düster, schrill und laut,
Hat Er die lichte Ruhe aufgebaut,
Die unerreichbar war wie Seine Sterne.
 
Er hat für uns gelehrt, geliebt, gelitten,
Hat bunte Blumen gern und kleine Kinder,
Hat gegen die Dämonen selbst gestritten,
 
Lässt uns Sein Leid und Seine Freude spüren,
Und unsre Fähigkeit und Schuld nicht minder,
Um uns in Seine Liebe heimzuführen.

aus: Zyklische Sonette, tredition 2016

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Neun fromme Hutzelbrote

Gestern habe ich den Teig vorbereitet – Hutzeln (das sind Dörrbirnen) eingeweicht, in Apfelsaft gekocht, kleingeschnitten, weitere Trockenfrüchte kleingeschnitten, Walnüsse und Haselnüsse gehackt, Mandeln abgezogen und halbiert, eine riesige Menge Teig geknetet. Heute habe ich gebacken!

Das Hutzelbrot ist nicht etwa verbrannt (abgesehen von der Unterseite, da musste ich etwas kratzen, und wenn es in Scheiben geschnitten wird, wird wohl die Unterseite noch mal ein bißchen beschnitten: Schade, aber irgendwie passiert mir das öfter). Aber daß es oben dunkel aussieht, kommt daher, daß Rosinen, Backpflaumen und getrocknete Feigen einen wesentlichen Anteil des Hutzelbrotes ausmachen. Mehl ist deutlich in der Minderheit.

Hutzelbrot

Es ist ein altes Winterrezept – aus Zeiten, wo im Winter die Hühner nicht legten und die Kühe keine oder kaum Milch gaben, und wo es kein frisches Obst gab und die Bauern dennoch zu Weihnachten etwas Feines haben wollten. Hutzelbrot enthält in Varianten vieles, was einst sehr edel war: Zimt, Anis, Feigen, Rosinen, Zitronat und Orangeat, Nüsse und Mandeln. Das hatte der Krämer, vielleicht musste man dafür in die Stadt fahren – und in den ältesten Rezepten hat es Zitronat und Orangeat wohl kaum gegeben. Aber Pflaumen und Birnen hatte man selbst gedörrt, wenn es genug davon gab, einen Wintervorrat anzulegen.

Das Kreuz aus Mandeln gehört dazu – ohne Kreuz ist es kein richtiges Hutzelbrot. Dem Herrgott Dank sagen dafür, daß man den Winter überlebt und meistens nicht hungern muss, ist in unseren Breiten aus der Mode gekommen. Vielleicht kann man sich beim Genuss eines Hutzelbrotes mal wieder daran erinnern.

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χ451 – die Dezemberausgabe ist da!

Vorgestellt habe ich diese Zeitschrift schon neulich. Und in der Dezemberausgabe habe ich auch geschrieben.

Näheres steht auf meinem Autorenblog.

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Samstag der zweiten Adventswoche

Advent – Sonettenkranz
XII

 
Er hat Maria mit dem Geist betaut,
Hat sie beschirmt vor aller Menschenschuld,
Hat sie bedacht mit Freude und mit Huld,
Und Gottes Tochter wurde Gottes Braut.
 
Ein Traum ermahnte Joseph zur Geduld.
Der hat auf Gottes Wahrheit fest gebaut,
Hat auf das Unwahrscheinliche vertraut
War nicht von der Gewohnheit eingelullt.
 
Der Vater aller ist Marias Sohn,
Der Diener aller auf dem Himmelsthron,
Im Stall der Schöpfer, der die Welt erbaut.
 
Er hat im Geist zum Menschsein sich gezeugt,
Er hat als Gott sich Menschenlos gebeugt,
Er hat aus Kinderaugen uns geschaut.

aus: Zyklische Sonette, tredition 2016

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Freitag der zweiten Adventswoche

Advent – Sonettenkranz
XI

 
Er wurde Mensch, um Menschen anzurühren,
Der Angst und Schmerzen so wie diese kannte.
Der für das Reich des Vaters lodernd brannte,
Half andern, ihre müde Glut zu schüren.
 
Er selbst ist Gott und ist der, den Er sandte.
Er ließ sich nie zu übler Macht verführen.
Er lehrt uns, Gottes Worte aufzuspüren,
Weist keinen ab, der je an Ihn sich wandte.
 
Er hat Sein Wort Maria anvertraut
Und sich in ihr in diese Welt gegeben,
Er kam wie jeder Mensch im Leib zum Leben.
 
Der Geist war über ihr als Lebenskraft
Und als der Schwung, der die Gemeinde schafft.
Er hat Maria mit dem Geist betaut.
 
aus: Zyklische Sonette, tredition 2016

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Donnerstag der zweiten Adventswoche

Advent – Sonettenkranz
X

 
Der alles weiß und voraus hat bedacht,
Kam ohne Wissen in die Weltenzeit,
Zunächst zum nackten Leben nur bereit,
Von Eltern aufgezogen und bewacht.
 
Er lernte schnell. Er blickte klar und weit,
Als Knabe glühte Er für Gottes Macht.
Er sah die Welt bedrückt von Schuldenfracht
Und aufgestört von Sklaverei und Streit.
 
Er lernte, wer Er war. Er wollte lehren,
Um alle Welt zum Vater zu bekehren,
Und zahlte diese Liebe mit dem Leben,
 
Hat sich uns ausgeliefert, hergegeben.
Er will, dass alle Seine Liebe spüren.
Er wurde Mensch, um Menschen anzurühren.
 
aus: Zyklische Sonette, tredition 2016

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Mittwoch der zweiten Adventswoche

Advent – Sonettenkranz
IX

 
Der ewig große Gott in hoher Macht
Wird wiederkommen und wird Frieden schaffen,
Vernichten wird Er die Vernichtungswaffen,
Entlarven wird Er jede falsche Pracht.
 
Dann wird kein Mensch mehr Güter an sich raffen,
Auf Friedenswege leitet froh und sacht
Der Herr, der über unsre Schritte wacht;
Kein Stolz, kein Neid wird andre mehr begaffen.
 
Wieviel muss armen Menschen noch geschehen?
Wieviele Sünden müssen wir begehen,
Bis Er der Finsternis ein Ende macht?
 
Kein Ende der Gewalt ist abzusehen,
Und doch wird dessen Reich allein bestehen,
Der alles weiß und voraus hat bedacht.

aus: Zyklische Sonette, tredition 2016

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Josef Bordat bloggt auf der Tagespost!

Nach zehn Jahren Bloggen über Existenzphilosophie, Lebensrecht, Kirchengeschichte, Apologetik und Fußball auf jobo72 hat Josef Bordat nun einen neuen Blog auf der Tagespost.

Herzlichen Glückwunsch, Josef Bordat! Ich freue mich auf weitere Blogartikel und hege die Hoffnung, daß die Blogoezese dadurch wieder Auftrieb bekommt und an Vernetzung gewinnt.

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