2. Adventssonntag – Populus Sion

Zweiter Advent

Advent – Sonettenkranz
VI

 
Und trotzdem drohen Ihm die Söldnerhorden.
Und kleine Kinder sind bedroht bis heute,
Sind wehrlos, schutzlos oft, und sind zur Beute
Von Geilheit und Profitgier oft geworden.
 
Den ungelegnen Kleinen droht die Meute,
Sie ungestraft im Mutterleib zu morden,
Sieht sich von Hilfsbereitschaft überborden,
Und wird bezahlt fürs Töten junger Leute.
 
Doch mitten in den ungezählten Morden,
Inmitten dieser Gier nach Macht und Geld,
Sagt eine Frau zu Gottes Stimme Ja.
 
Durch sie, aus ihr kommt Gott den Menschen nah.
Er wird als kleines Kind zum Licht der Welt,
Dies Licht von Osten leuchtet uns im Norden.

aus: Zyklische Sonette, tredition 2016

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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