Montag der dritten Adventswoche

Advent – Sonettenkranz
XIV

 
Um uns in Seine Liebe heimzuführen
Ist unser Herr in einem Stall geboren.
Sein Schrei nach Leben in der Mutter Ohren
Klingt nach, um unsre Herzen zu berühren.
 
Wir lieben nie genug. Wir sind nur Toren.
Er kam, um Liebe und Verstand zu schüren.
Für uns stehn offen Seines Himmels Türen,
Er wirbt um uns, Er gibt uns nicht verloren.
 
Die meisten stehen machtlos vor den Mächten,
Die diese Welt vernebeln und beschweren,
Und wissen nichts von gottgegebnen Rechten.
 
In einer harten Welt voll Raub und Morden
Ist Gott erschienen, um dem Trug zu wehren,
Der Herr ist Menschenohnmacht selbst geworden.

aus: Zyklische Sonette, tredition 2016

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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