Auf dem Weg zur Kirche bemerke ich (da unüberhörbar) eine irgendwie christliche Band. Ein junger Mann kommt auf mich zu und fragt: „Haben Sie sich schon Gedanken gemacht, wo Sie nach dem Tod sein werden?“
„Im Himmel“, antworte ich, „bei Gott.“
Warum ich da so sicher sei, fragt er.
„Weil ich Ihn liebe.“
Ob ich denn nie etwas getan habe, was dieser Liebe widerspreche.
Einen winzigen Moment erwäge ich zu sagen „Zur Beichte war ich gestern“. Aber das gäbe überflüssige Diskussionen, also sage ich: „Doch, natürlich. Darf ich Sie jetzt auch etwas fragen?“
Er bejaht, und ich frage: „Hat Gott schon mal einen reuigen Sünder abgewiesen?“
Das verdutzt ihn, er beeilt sich, mir zu versichern, er sei keinesfalls ein besserer Mensch als ich. Ich entschwinde in die Kirche. Ein Flugblatt habe ich ihm noch abgenommen. Er gehört einer Glaubensgemeinschaft evangelischer Provenienz an.
Kurz später beginnt die Messe. Eine ganz normale Messe, schön und heilig und ergreifend und stärkend. Ich will keine andere Konfession. Sicher liebt dieser junge Mann Jesus. Aber er erreicht mich nicht. Jesus in der Gestalt des Brotes hingegen, der Priester, der die Kommunion spendet, die Kirche mit ihren Sakramenten und ihrer Lehre, diese ganz und gar vernünftige Konfession – sie erreichen mich immer.
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