Die Krippe in Heilig Kreuz, Wilmersdorf

Die italienische Gemeinde baut die Krippe jedes Jahr ausschweifiger. Dies ist der vorläufige Höhepunkt.

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Gabentisch

So liebe, wunderbare Menschen haben mich mit schönen Gaben bedacht!

Tausend Dank.

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Gesegnete Weihnachten!

Hier ein neuer Choral von mir, auf den letzten Drücker verfasst. Melodie Nun danket alle Gott.

Du unerschaffner Gott,
in Menschenzeit geboren,
Du Wahrheit und Du Licht!
Du öffnest Herz und Ohren
dem, der Dein Wort ersehnt
und der Dich lieben will.
Du Kind in Bethlehem,
mein Sturm wird vor Dir still.

Noch ohne Wort und Macht
doch Gottes Wort und Willen,
liegst Du als Kind im Stall,
Maria muss Dich stillen.
Du Gott vor aller Zeit,
Du Herr der ganzen Welt,
im kleinen Menschenkleid
der Menschheit beigesellt!

Du bist von Anfang an
für mich zur Welt gekommen,
hast Seele, Herz und Leib
des Menschen angenommen. 
Du gingst zu meinem Heil
durch Ohnmacht und durch Leid,
damit ich leben kann
in Zeit und Ewigkeit.

Herr Jesus, lass mich nun
vor Deiner Krippe stehen
und Dich, das kleine Kind,
Dich großen Gott ansehen.
Und kann ich nicht verstehn,
dann gib mir Glaubensmut,
dass ich bekennen mag:
Gott kommt in Fleisch und Blut.

© Claudia Sperlich
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Vierter Sonntag im Advent

Endspurt auf Weihnachten! Das Licht wird immer heller.

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Sechs Jahre Gelübde

Vor sechs Jahren legte ich ein privates Gelübde ab, zunächst auf die Zeit von drei Jahren, dann auf Lebenszeit. Die evangelischen Räte (Armut, Keuschheit, Gehorsam) gehören dazu, außerdem tägliche Feier der Messe, tägliche Anbetung und häufige Beichte.

Du hast mich gerufen.  Ich folge Dir gern,
Mein Heiland und König, hell leuchtender Stern,
Mein Liebster, mein Lehrer, mein Lotse zum Licht,
Dein Joch ist nicht schwer, doch Dein Wort hat Gewicht.

Ich folge Dir, Herr, auch durch Dornen und Nacht.
Ich weiß nicht, was sein wird. Doch Du, Herr, hältst Wacht.
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Dritter Sonntag im Advent

Gaudete heißt dieser Tag: Freut euch! Vielleicht bleibt manchem das Adventslied im Halse stecken angesichts von immer noch virulenter Pandemie, Krieg, Inflation und persönlichem Leid. Für heute wünsche ich jedem einen Engel, der sagt: Fürchte dich nicht! Freue dich! Der Herr ist nah!

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Das Verbot der Frauenweihe kritisch sehen

Vor einiger Zeit fand ich unter einem klugen und bissigen Facebook-Post von Bernhard Meuser über schlechte Theologie im Herder-Verlag diesen Kommentar:

„Ich bin zum Beispiel auch katholisch, sehe aber das Verbot der Frauenweihe so lange kritisch, bis mir jemand schlüssig erklären kann, was denn der Unterschied zwischen Mann und Frau ist – abgesehen von rein körperlichen Merkmalen wie jenem, ob jemand einen Pimmel hat oder nicht. Darum kann es ja bei dieser Frage nicht gehen.“

Ich helfe gerne. (Jener Kommentar steht für unzählige ähnliche Äußerungen, es ist daher gleichgültig, dass er für Facebook-Maßstäbe steinalt ist.) Zunächst kann man die theologischen, auf der Bibel basierenden Argumente gegen die Weihe von Priesterinnen nachlesen in meinem Vortrag „Warum gibt es keine katholischen Priesterinnen?“ und natürlich bei unzähligen Theologen.

Jedoch werden von derartigen Kritikern sämtliche Argumente von den Kirchenvätern bis heute ignoriert. Das ist unredlich, und es ist ganz und gar nicht schlüssig.

Dieser Kommentator fragt ausdrücklich nach dem nicht nur physischen Unterschied zwischen Mann und Frau. Da fällt mir auf, daß er offensichtlich Mann-Sein und Frau-Sein ausschließlich an körperlichen Merkmalen festmacht. Er geht also davon aus, daß Herz und Hirn für die Geschlechtlichkeit irrelevant sind (was extrem sexualfeindlich ist) oder daß körperliche und seelische Welt strikt voneinander zu trennen sind (was nicht nur Theologie und Psychologie, sondern auch zahlreiche Ärzte, nicht zuletzt Neurologen und Dermatologen, bestreiten).

Statt schon wieder zu erklären, was so oft und auch von mir erklärt wurde, erkläre ich ein für allemal: Ich befolge die katholische Lehre so lange, bis mir jemand schlüssig erklären kann, daß Frauen kategorisch haargenau so ticken wie Männer, daß also eine Frau, die sich als Frau fühlt, nicht ganz richtig tickt.

Ich nehme gelassen an, daß diese Erklärung nie erfolgen wird.

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Zweiter Sonntag im Advent

Mitten in den Schwierigkeiten, oft erheblichen, in allem, was bedrückt und ängstigt, sagt Gott Seine Liebe zu.

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Wozu Ornat und Priesterkragen?

Eine treue Leserin regte diesen Artikel an.

Vielen – und nicht nur solchen, die die Kirche bestenfalls befremdlich finden, sondern auch gläubigen Katholiken – sind die schönen Priestergewänder und die schlichten, aber ins Auge fallenden „Kalkleisten“ ein Dorn im Auge. Wozu die Pracht, wozu die besondere Auszeichnung?

Die oft sehr prächtigen liturgischen Gewänder sollen nicht Jesus in Seinem Erdenleben zeigen (die Messe ist Vergegenwärtigung, nicht Reenactment). Die Schönheit der Messe spricht alle Sinne an mit Gewändern, Altargerät, Kerzen, Weihrauch und Musik, mit dem Geschmack von Brot und (wenigstens am Gründonnerstag) Wein für alle, die die Kommunion empfangen. Die Messe – und jeder christliche Gottesdienst- ist ein Fest, bei dem Gott der gefeierte Gastgeber ist. Das priesterliche Ornat weist auf den verherrlichten Christus hin.

Farbe und Form der Gewänder sind nicht beliebig. Die liturgischen Farben haben alle ihre Bedeutung. Advent und Fastenzeit sind violett, das ist die Farbe der Buße und Umkehr (deswegen ist auch die Stola, die der Priester als Beichtvater anlegt, violett). Wenn heute der Priester Rot trägt, weiß ich sofort: Wir feiern heute einen Märtyrer. (Es ist heute, am 30. November, der heilige Andreas. Ich vergesse das fast immer, aber glücklicherweise erinnert der Priester mich daran.)

Ob ein Ornat mehr oder weniger aufwendig bestickt ist oder nicht, ob es aus Seide oder einem weniger edlen Stoff besteht, ob es gar meinem Geschmack entspricht oder nicht, ist dabei nicht ausschlaggebend. Das ist zeit-, kultur- und auch geldabhängig. Die Gültigkeit des Gottesdienstes wird auch nicht davon berührt, er ist auch dann gültig, wenn der Priester Alltagskleidung oder eine Soldatenuniform trägt (für beides kann es gute Gründe geben). Aber es ist sinnvoll, die äußere Schönheit des Gottesdienstes zu wahren zum Zeichen der Verehrung dessen, um den es dabei geht. Der große, reiche, wunderbare Gott verdient Schönheit und Pracht. Er wird dadurch nicht größer – aber die Würde des Gottesdienstes wird dadurch unterstrichen. Auch sind kunstfertige liturgische Geräte und Gewänder als Zeichen verstehbar, das auf Gottes Größe weist.

Aber warum der Priesterkragen? Warum soll der Priester außerhalb des Gottesdienstes als solcher erkennbar sein?

Weil er eben immer Priester ist und damit bestimmte Aufgaben verbunden sind. Der eine in einer Menschenmenge, der einem Menschen in großer Seelennot die Beichte abnehmen kann oder zumindest nicht ganz unwissend ist, wenn man nach der nächsten katholischen Kirche fragt, sollte erkennbar sein. Zudem ist der Priesterkragen auch ein Bekenntnis. Sich als katholischer Priester erkennbar zu machen, zu zeigen, dass man sich zu dieser Kirche bekennt und Gott und den Menschen in dieser besonderen Weise dient, erfordert Mut und ist mit einer Selbstverpflichtung zur Disziplin und Nächstenliebe verbunden.

Es gibt allerdings Situationen und Länder, in denen ich vom Priesterkragen dringend abraten würde – wenn der Priester durch dies öffentliche Bekenntnis sich und andere in erhebliche Gefahr bringt. Hier muss der Priester selbst abwägen, und jeder andere sollte seine Entscheidung respektieren. Auch ist „Priesterkragen oder nicht“ ganz sicher nicht das wichtigste Problem der Kirche. Ich kenne gute und fromme Priester, die die „Kalkleiste“ selten tragen. Und ich verstehe jeden, der bei hochsommerlicher Hitze darauf verzichtet.

Persönlich finde ich es praktisch, wenn ich jemandem bereits am Kragen ansehe, dass er mir eventuell beim Verständnis eines lateinischen Textes helfen kann. Aber das ist nicht der Sinn des Priesterkragen, nur ein praktischer Nebeneffekt.

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Erster Sonntag im Advent

Allen Lesern wünsche ich eine gesegnete Adventszeit!

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