Mir selbst zum 62. Geburtstag

Mit so viel Gutem hast Du mich umgeben 
Und Hilfe mir geschickt von vielen Seiten.
Ich bitte Dich,  mich weiter zu geleiten
Durch diese Welt und in das ewge Leben.

Mach Du ein Ende meinem innern Streiten,
Lass die Gedanken nicht ins Leere schweben,
Und lass für Dich mich neue Lieder weben
Und allzu enge Grenzen überschreiten.

Lass mich trotz aller Welten Not vertrauen
Auf Deine Allmacht,  Deine tiefe Liebe,
Und auf die kleine Kraft,  die Du mir schenkst.

Lass mich bekennen,  dass Du sicher lenkst
Durch Sturm und Wirrnis dieses Weltgetriebe,
Und dass ich Dich nach dieser Zeit darf schauen.

(c) Claudia Sperlich
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Sein Amt soll ein anderer erhalten

In diesen Tagen erhob sich Petrus im Kreis der Brüder – etwa hundertzwanzig waren zusammengekommen – und sagte:

Brüder! Es musste sich das Schriftwort erfüllen, das der Heilige Geist durch den Mund Davids im Voraus über Judas gesprochen hat. Judas wurde zum Anführer derer, die Jesus gefangen nahmen. Er wurde zu uns gezählt und hatte Anteil am gleichen Dienst. Mit dem Lohn für seine Untat kaufte er sich ein Grundstück. Dann aber stürzte er vornüber zu Boden, sein Leib barst auseinander und alle seine Eingeweide quollen hervor. Das wurde allen Einwohnern von Jerusalem bekannt; deshalb nannten sie jenes Grundstück in ihrer Sprache Hakeldamach, das heißt Blutacker. Denn es steht im Buch der Psalmen: Sein Gehöft soll veröden, niemand soll darin wohnen! und: Sein Amt soll ein anderer erhalten! Es ist also nötig, dass einer von den Männern, die mit uns die ganze Zeit zusammen waren, als Jesus, der Herr, bei uns ein und aus ging, angefangen von der Taufe durch Johannes bis zu dem Tag, an dem er von uns ging und in den Himmel aufgenommen wurde – einer von diesen muss nun zusammen mit uns Zeuge seiner Auferstehung sein.

Und sie stellten zwei Männer auf: Josef, genannt Barsabbas, mit dem Beinamen Justus, und Matthias. Dann beteten sie:

Du, Herr, kennst die Herzen aller; zeige, wen von diesen beiden Du erwählt hast, diesen Dienst und dieses Apostelamt zu übernehmen! Denn Judas hat es verlassen und ist an den Ort gegangen, der ihm bestimmt war.

Sie warfen das Los über sie; das Los fiel auf Matthias und er wurde den elf Aposteln zugezählt.

Apostelgeschichte 1,15-26

Im Gottesdienst wird die schaurige Beschreibung vom Ende des Judas ausgelassen. Ich finde, man darf ruhig auch Trauer und Entsetzen über den Tod des Judas zur Sprache bringen und empfinden.

Matthias wird heute gefeiert. Sein unterlegener Konkurrent,  Josef Barsabbas Justus,  kommt nur an dieser Stelle der Bibel vor. Sein Beiname Justus bedeutet „der Gerechte“. Aus dem Zusammenhang geht hervor, daß er Jesus von Seiner Taufe bis zur Auferstehung und danach gefolgt war.

Traditionell wird er zu den Jüngern gerechnet,  die von Jesus paarweise ausgesandt wurden (Lk. 10,1-24); entsprechende Namenslisten entstanden allerdings erst im 8. Jh. Er war wohl ein Bruder des Judas Barsabbas, erwähnt in Apg. 15,22 als gewählter Mitarbeiter von Paulus und Silas in der Heidenmission.

Wir wissen über den Heiligen Josef Barsabbas Justus nicht mehr als dies. Aber das ist schon eine Menge. Von Anfang an dabei, treu und gerecht, Bruder eines Mitarbeiters Pauli. Wir wissen nicht, ob er nach der Auslosung gedacht hat „Schade, ich wäre gern dabei gewesen“ oder „Gott sei Dank bleibt mir dies Amt erspart“. Aber wir können davon ausgehen,  daß er das Ergebnis als Gottes Willen annahm und Matthias segnete.

Josef Barsabbas,  der Gerechte,  ist bestimmt ein Vorbild für den Umgang mit überlegenen Konkurrenten.

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Kündigung kommt nicht in Frage!

Neben den vielen,  die die Kirche aus Mangel an Glauben, Mangel an Treue oder von der kirchlichen Lehre abweichenden Idealen verlassen, wandern in letzter Zeit in Deutschland einige ab, weil sie den Synodalen Weg nicht mögen und sich über die Mehrheit der deutschen Bischöfe ärgern. 

Auch ich halte den Synodalen Weg,  Rat,  Ausschuss usw. für groben Unfug, werde das sicher noch öfter sagen und sehe mit Sorge,  daß zahlreiche Bischöfe ihm folgen und dem Papst den Gehorsam verweigern. Aber ich bleibe in der Kirche.  Denn die Kirche ist keine deutsche Behörde,  sondern die weltumspannende Mutter der Christen. Soll ich meiner Mutter den Rücken kehren,  weil sie meine doofen Geschwister nicht verhaut? Leute, ich habe die Pubertät vor einigen Jahrzehnten hinter mir gelassen!

Ein häufiges Argument für die Abwendung von der Kirche ist: „Mit der Kirchensteuer werden Dinge bezahlt,  die ich schlecht finde.“ Bis vor kurzem galt das bei den Frommen unter den Katholiken als faule Ausrede. Jetzt auf einmal, wo der Synodale Kram so viel kostet (was schlecht ist), gilt es eben diesen als valides Argument (was noch schlechter ist).

Ob die Kirchensteuer gut oder schlecht ist,  sei dahingestellt.  Es gibt gute Argumente für und wider sie. Ich bin selbst nicht sicher, ob Beibehalten oder Aufgeben der Kirchensteuer schlimmer wäre. Aber sie als Argument für den Austritt anführen,  wenn man vor dem Synodalen Weg immer gesagt hat, daß es eben kein Argument sei – das riecht nach Opportunismus.

Vor allem aber gibt es keine Nationalkirche. Es gibt regionale Prägungen der Kirche – natürlich sieht die katholische Kirche in Hamburg anders aus als in München und in Deutschland anders als in Kerala. Aber der Kern,  die Lehre,  der Ablauf der Heiligen Messe ist gleich, und ich weiß,  was gebetet wird, auch wenn ich die Landessprache nicht verstehe. Es gibt häretische Auswüchse, bei denen man nicht sicher sein kann, ob die Messe gültig ist (meistens ist sie es aber). Aber die katholische Kirche ist in sich offen für alle, alle umfangend, aber geschlossen in der Lehre. Die Lehre kann neu erläutert werden (z.B. was Größe und Bedeutung des Segens angeht), aber nicht grundsätzlich geändert werden.

Wenn man die katholische Kirche in einem Land verlässt, verlässt man sie in allen Ländern.   Das Synodale Dings hat die Kirche bereits im Wesentlichen verlassen. Was es hält, ist im Grunde nur die Kirchensteuer (die angeblich von so vielen modernistisch denkenden Menschen abgelehnt wird). Gäbe es die Kirchensteuer nicht, wäre die Kirche bedeutend ärmer und Synodale Veranstaltungen müssten sich selbst finanzieren. Dann wäre das Dach der römisch-katholischen Kirche nicht mehr attraktiv für Menschen,  die eigentlich eine andere Kirche wollen.

Synodal lässt sich übersetzen mit „gemeinsam gehend“. Eine im Wortsinn synodale Kirche erbeten wir in jeder Messe mit der Bitte um die Einheit der Christen. Der Synodale Weg führt eine wachsende Gemeinschaft weg von Rom und der Kirche, hin zu irgendwas Beliebigem, irgendwie spiritüll und mit Segen für alles, was sich nicht wehrt. Jesu Strenge, Sein heiliger Zorn und Seine Schrifttreue kommen da nicht vor und Sein Mysterium schon gar nicht; Er wird zum milden Hippie degradiert, dem alles recht ist. 

Aber die Kirche verlassen,  weil andere (leider auch Bischöfe) sie in eine andere Richtung verlassen? Das verträgt sich weder mit dem Glauben noch mit der Logik.

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Synodales Dingsbums

Weg, Rat, Ausschuss.

Das alles gibt es schon in der Kolonie Deutsch-Synodalien. Alles soll dazu dienen, die römisch-katholische Kirche zu etwas zu machen, was sie per definitionem nicht sein kann.

Ich habe vor knapp fünfzig Jahren um die Aufnahme in die römisch-katholische Kirche gebeten und mich taufen lassen, nicht um die Kirche zu ändern, sondern weil sie die Kirche und weil Gott der Herr ist. Selbst in meinen arrogantesten und modernistischsten Zeiten habe ich daran nicht gezweifelt.

Sicher ändert jeder Gläubige auch das Gesicht seiner Glaubensgemeinschaft, einfach weil er ein Individuum ist. Aber die grundlegenden Inhalte sind, was sie sind. So wie der Einzelne nicht aufhört, Mensch zu sein, wenn er durch Brandnarben entstellt ist, hört die Kirche nicht auf, Kirche zu sein, nur weil z.B. gerade keine Blütezeit sakraler Architektur ist. Aber das Menschsein des Individuums und das Kirchesein der Kirche mit ihrem Glauben und ihrer Lehre bleibt bestehen.

Einigen Individuen obliegt die Sorge für ganze Diözesen, obwohl sie die Kirche grundlegend ändern wollen. Man sagt zwar, wem Gott ein Amt gibt, dem gibt Er auch Verstand; zudem bin ich sicher, daß Gott bei den Bischofswahlen tatsächlich eine entscheidende Rolle spielt. Aber Er gibt allen, auch den Bischöfen, die Freiheit, den Verstand auf die eine oder andere Weise zu nutzen oder auch nicht.

Der Synodale Weg sollte ursprünglich Missbrauchsopfern zu Schutz und Hilfe dienen. Stattdessen ist er ein unguter, aufgeblähter Apparat geworden, der nichts dergleichen tut und zu dessen Lieblingswörtern „Macht“ zählt. Das war in dem Augenblick abzusehen, da das Thema „Mission“ von der Tagesordnung gestrichen wurde. Innerkirchliche Mission ist vonnöten, um klarzustellen, daß jeder Missbrauch – Amtsmissbrauch, Machtmissbrauch, sexueller und geistlicher Missbrauch – von Gott und der Kirche entfernt und dem Teufel in die Pfoten spielt. Und Mission findet in Deutsch-Synodalien nicht statt, trotz des missionarischen Eifers, mit dem die Lehre kritisiert wird und Gläubige vollgequatscht werden.

Synodaler Rat und Ausschuss wurden gegen die kirchliche Ordnung gebildet, und beide sind als katholische Einrichtungen nicht möglich. Man kann das weiterspielen. Immer wenn der Papst sagt „Geht nicht, gibt’s nicht“, kommt etwas Neues Synodales (oder eher etwas Altes mit neuem Namen). Dem Synodalen Ausschuss könnte ein Gremium folgen, eine Runde, ein Feld, eine Arbeitsgruppe… alles schön synodal. Aber alles nichtig.

Der dauerbetroffene Blick der beteiligten Bischöfe zeigt mir, daß der Weg der Frohbotschaft ein anderer sein muss.

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Ruf

Du,  Herr, hast mich gerufen,
Rufst zu Geringem nicht.
Und sind zu hoch die Stufen,
Hebst Du mich in Dein Licht.
Leib, Seele,  Herz und Leben
Wie Brot in der Monstranz,
So hast Du Dich gegeben,
So schaue ich Dich ganz.

© Claudia Sperlich

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Wort Gottes

1 Könige 8,1-13

Markus 6,53-56

In der ersten Lesung hörten wir von der Bundeslade,  die die Tafeln mit dem Wort Gottes enthält und im Innersten des neu gebauten Tempels,  im Allerheiligsten,  aufbewahrt wird. Die Lade ist geschützt vor profanen Blicken,  nur Priester dürfen sie berühren und öffnen.

Im Evangelium ist das Wort Gottes nicht nur im Tempel geborgen,  sondern in der Person Jesu Christi unterwegs. Er, das ewige Wort,  lässt sich von jedermann berühren, ist dem Wetter und dem Straßenstaub ausgesetzt,  und Er wendet sich mit heilender Kraft den Menschen zu. 

Er lässt sich in der Gestalt von Brot aus dem Tabernakel nehmen,  und wir lassen  uns von Ihm nähren. Das Wort Gottes ist Nahrung für unsere Seele.  Der Zusammenhang von Seele und Leib wird hier ganz deutlich: Wir nehmen das Brot,  das unsre Seele nährt, leiblich auf.

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Rechts, links, radikal

Mir geht zunehmend auf die Nerven, daß die politischen Begriffe rechts und links immer wieder mit rechtsradikal und linksradikal gleichgesetzt werden. Das ist, je nachdem aus welchem Blickwinkel man es betrachtet, Verharmlosung von Terror oder Verleumdung von Menschen mit demokratischer Gesinnung.

Rechts und links als politische Begriffe haben nichts mit moralischen Begriffen zu tun, sondern mit der traditionellen Sitzordnung im Parlament. (Ein Schulmeister, der kürzlich auf seinem Blog Zusammenhänge mit rechtschaffen und link herstellen wollte, hat bestenfalls keine Ahnung, schlimmstenfalls böse Absichten.)

Was genau zum rechten und was zum linken Spektrum gehört, ist nicht für alle Zeiten festgeschrieben. CDU, SPD und die damals ganz neuen Grünen waren in meiner Jugend gar nicht zu vergleichen mit den heutigen Parteien dieses Namens. Sie waren auch noch auf Anhieb unterscheidbar.

Zahlreiche Parteien sind dazugekommen, die ohne Sitz im Bundestag irgendwie rechts oder links verortet werden, aber aufgrund von Inhalten, die in den großen Parteien kaum oder gar nicht vorkommen. Zumindest die großen Parteien, mehrere kleine und wahrscheinlich auch die esoterischen Parteilein haben gemeinsam, daß sie sich im Großen und Ganzen demokratisch verhalten wollen (wie weit das gelingt, ist hier nicht das Thema).

Die AfD gilt als rechts; bei der ihr in vieler Hinsicht vergleichbaren, dankenswerterweise erloschenen NSDAP steht das S für Sozialistisch (ein mieser Trick, um damals die Arbeiter auf ihre Seite zu ziehen). Heute ist das Reizwort Alternative: Anders will man es machen, leider ganz anders als eine Demokratie es vorsehen kann. Ist das links oder rechts? Für mich keins von beiden. Ein Wille zur Demokratie ist bei der AfD nicht erkennbar.

Links- und rechtsradikal haben gleichermaßen etwas Gewalttätiges. In meiner Jugend mordete die linksradikale RAF, viel später (und lange unentdeckt) die rechtsradikale NSU. Linksradikal ist heute das Portal Indymedia, von dem nachweislich die lebensbedrohliche Hetze gegen einen katholischen Blogger ausging (ich bekam am Rande auch mal eine Drohung ab). Rechtsradikal nach eigener Diktion sind Cliquen gewaltbereiter Neonazis. Rechtsradikale Nationalsozialisten, schon seltsam.

Die AfD hat sich so entwickelt, daß man sie als rechtsradikal (rechts im heutigen Sinne) bezeichnen sollte. Ihre Mittel sind anders und geschickter als die einer Terrorgruppe, aber wenn sie mächtig wird, kommt es auf das Gleiche heraus – nur in größerem Maßstab. Noch ist Deutschland eine Demokratie und kann gegen eine „NSDAP 2.0“ amgehen.

Zeit wird’s.

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Der Synodale Ausschuss

Synodaler Weg bedeutet:
Was gemeinsam weggegangen.
Da sie einen Rat verlangen, 
Hat man ihnen heimgeläutet.

Nun soll’s um den Ausschuss gehen,
Der so wie ein Rat verfahre.
Ich kann das nur so verstehen:
Synodale Ausschussware.

© Claudia Sperlich

Auch das Bild des Schiffes fiel mir in letzter Zeit wieder ein.

Ein Schiff,  das sich Gemeinde nannte
doch Gottes Wort nur halb bekannte,
das traut‘ sich nie, nie, nie auf hohe See,
das dümpelt‘ nah, nah, nah der kfd,
ohé, ohé!
Fern von Rom und fern der Kirche 
Synodaler Rat –
zur Fregattenweihe
stets parat!

© Claudia Sperlich
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„Linkes Framing!“ „Haben Sie Belege für Ihre Behauptung?“

Das waren Reaktionen auf meinen letzten Artikel.  Ich wollte die im Internet leicht auffindbaren Zitate von AfD-Mitgliedern aus Gründen des Geschmacks nicht veröffentlichen, aber die genannten Anwürfe lasse ich nicht auf mir sitzen. Meine Leser mögen sich gut überlegen,  ob sie das Folgende unmittelbar vor oder nach dem Essen lesen mögen.

Alice Weidel hatte die Einladung zu einem Empfang der russischen Botschaft in Berlin anlässlich des Jahrestages des Sieges über Nazi-Deutschland ausgeschlagen. Dafür mag es in dieser Zeit den ein oder änderen nachvollziehbaren Grund geben.  Allerdings kam die Ukraine in ihrer Begründung nicht vor. Sie sagte vielmehr:

Also hier die Niederlage des eigenen Landes zu befeiern mit einer ehemaligen Besatzungsmacht, das ist etwas, wo ich für mich persönlich entschieden habe – auch mit der Fluchtgeschichte meines Vaters – daran nicht teilzunehmen.

Quelle

Frau Weidel mag also nicht feiern, daß es das Nazideutschland nicht mehr gibt. Meine Oma,  die aus Ostpreußen fliehen musste,  hätte diese Einstellung wohl nicht verstanden. Denn ohne die Nazis wäre auch keine Flucht nötig gewesen.

Auf der Plattform X schrieb der User @Volksverpetzer im August 2023: „Ja, die AfD glaubt an die gleichen rechtsextremen Verschwörungsmythen wie der Nazi-Terrorist und Mörder Andreas Breivik.“ Darauf antwortete der Berliner AfD-Politiker Kai Borrmann:

Daß er ein Mörder war, beweist ja nicht, daß er politisch falsch lag.

 Quelle

Alexander Gauland auf dem Kyffhäusertreffen der AfD, 2. September 2017:

Wenn die Franzosen zu Recht stolz auf ihren Kaiser sind und die Briten auf Nelson und Churchill, haben wir das Recht, stolz zu sein auf die Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen.

Quelle

Von Jens Maier, AfD-Mitglied, Ex-Abgeordneter, Ex-Richter, stammen folgende Zitate, beide 17.1.2017

Die ganze Entwicklung, die jetzt gerade stattfindet, die Herstellung von Mischvölkern, um die nationalen Identitäten auszulöschen, und damit die Abgabe der Souveränität an die EU – das ist einfach nicht zu ertragen.

Quelle: Gutachten 1, S. 142, Urteil Verwaltungsgericht Köln (8.3.2022)

Viele haben die NPD deshalb gewählt, weil dies die einzige Partei war, die immer entschlossen, zu Deutschland gestanden hat.

Quelle

Damals war Maier noch Richter und verstieß mit seinen Äußerungen gegen das Mäßigungsgebot, das für Richter auch außerhalb ihres Dienstes gilt. Seit 2020 wird er vom sächsischen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft.

Beatrix von Storch raunte bereits am 8. Mai 2016 auf X (twitter) über den Bevölkerungsaustausch:

Die Pläne für einen Massenaustausch der Bevölkerung sind längst geschrieben.

Quelle

Zu Höcke empfehle ich nur diesen Link.

Es gäbe noch weit mehr zum Thema „widerwärtige, aber echte und ernst gemeinte Zitate einer zu Recht vom Verfassungsschutz beobachteten Partei, die ich nicht genug schmähen kann“ zu sagen.  Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal gebloggt werden – vielleicht.

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AfD. Kein Umgang für mich.

Vor kurzer Zeit wurde ich ermahnt, niemandem, auch keinem Freund der AfD, die Gesprächsbereitschaft zu verweigern. Aus Erfahrung wollte ich diesem Rat zunächst nicht folgen.  Aber gestern Abend erreichte mich auf Facebook eine Freundschaftsanfrage.  Ich stimmte zu und sah kurz darauf, daß die Dame die AfD sehr schätzt.

Aber, dachte ich,  ich will ja nicht intolerant sein. Allerdings sah ich bei ihr dann ein ärgerliches Meme. Zwei Bilder waren zusammengestellt,  oben das kriegszerstörte Dresden,  unten eine Gruppe dunkelhäutiger Männer,  die auf einem Rasen sitzen.  Dazu ein Spruch,  diese Männer sollten bei sich zu Hause aufräumen.

Meine Frage,  ob sie irgendetwas über die Herkunft der Männer,  ihre Tätigkeiten außerhalb der Pause usw. wisse, blieb unbeantwortet. Es ist völlig unklar, auf welchem Kontinent das Bild entstanden ist,  welche Nationalität die Männer haben und warum sie auf dem Rasen sitzen.  Es könnte ebensogut in einem amerikanischen College sein wie in Mannheim hinter dem Wasserturm oder irgendwo in Namibia. Die Männer können auf der Flucht sein oder bei der Mittagspause. 

Auch eine Sammlung verifizierter Zitate von AfD-Mitgliedern (die ich meinen Lesern mit Rücksicht auf ihre Mägen erspare) blieb ohne verständlichen Kommentar.  Ich versuchte noch einige Male,  die Dame zu einer klaren Antwort zu bringen, u.a. mit dem Hinweis auf die eindeutig antidemokratischen Pläne der AfD. Aber am Ende schrieb sie nur, Deutschland sei ja längst keine Demokratie mehr,  sondern eine Diktatur.

Hierauf kündigte ich die Freundschaft.

Es ist mir nicht möglich,  mit diesen Gestalten zu kommunizieren.  Ich bin auch nicht eitel genug, zu glauben,  ich könne da was ausrichten. Sie versucht jetzt, mich über Privatnachrichten von ihrer Aufrichtigkeit zu überzeugen.  Sie hilft einer dunkelhäutigen Nachbarin… das klingt für mich arg wie „Einige meiner besten Freunde sind Juden“.

Und nein, sie ist gar nicht rechtsradikal.  – Jetzt bin ich verwundert.  Warum macht sie dann pausenlos Reklame für die AfD? Darauf bekomme ich keine Antwort,  auch nicht auf mein wiederholtes Nachhaken zu dem besagten Meme. Dazu sagt sie nur, es sei so unsozial,  Menschen aus „diesen Ländern“ abzuwerben,  wo sie doch „dort“ gebraucht werden.

Sie hat lange in der Pflege gearbeitet.  (Solche Leute sind ein Grund,  warum ich nie in ein Pflegeheim will.) Und sie weiß,  wie schlimm es ist,  Menschen ihren Herkunftsländern zu entziehen.  Daß es auch existenzielle Gründe gibt, das eine oder andere Herkunftsland zu verlassen, z.B. die Wertschätzung des eigenen Kopfes,  weiß sie nicht und geht nicht darauf ein.

Und nein, mit AfD-Leuten mag ich jetzt erstmal nicht reden. Also bin ich wieder bei der Diskursverweigerung. Die böse, intolerante,  blinde Claudia! Tja, eine andere gibt’s für andere Menschen.

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