Zurück aus Rom mit Bildern und Versen

Freunde hatten mich eingeladen, mit ihnen nach Rom zu pilgern. Am Ende gab es noch einen Abstecher nach Assisi. Ich kam heute vormittag zurück, überglücklich und voll Erinnerungen an eine Woche voll Segen.

Nun habe ich mehr Eindrücke gesammelt, als in einen Blogartikel passen. Ich fange also an mit einer kleinen Bildergalerie an. In der Folge werde ich jeder Kirche, zu der mir ein Gedicht einfällt, einen Beitrag widmen.

Monika und Karsten
Das FahrzeugMärkische Landschaft
Restmüll - nicht gleichgültigRom - GlyzinienTiberRomRomRomRömischer BrunnenRom
Blühender Lorbeer

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Emmaustag

Emmausgang

Wo immer Menschen miteinander sprechen
von Angst und Trauer und von tiefem Sehnen
und dabei doch das Brot mit Fremden brechen –

Wo immer Menschen Trauer, Not und Sorgen
und selbst die Hoffnungslosigkeiten teilen
und doch den Fremden bitten: Bleib bis morgen –

Wo immer Menschen noch im Leid gedenken
des Nächsten und ihm Mahl und Dach gewähren,
da bist Du, Gott, und wirst Dich ihnen schenken.

© Claudia Sperlich

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Christus ist auferstanden! Halleluja!

Auferstehung

Wie das geschah? Ich weiß es nicht und werde
nicht kühn behaupten, daß es sicher sei.
Doch glaube ich, da wurde einer frei,
den hielt kein Kreuz, kein Grab und keine Erde.

Der war so sicher, daß die Liebe lebte,
rief sie noch an in der Verlassenheit.
Er war nicht gegen Schmerz und Angst gefeit,
er trauerte und litt, er weinte, bebte,

er irrte und er glaubte sich verlassen
und brachte doch nicht fertig, Den zu hassen,
Der ihn in diese harte Welt gegeben.

Voll Angst, allein, in Tränen, abgemattet,
gefoltert, tot, in einer Gruft bestattet –
trat neu und ewig er ins frohe Leben.

© Claudia Sperlich

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Grabesruhe

Nikodemos

Zu meiner Stellung wollte es nicht passen,
mit diesem Mann vertraulich umzugehen.
Ich hielts geheim – und brannte, Ihn zu sehen.
Sein Wort war immer auch als Tat zu fassen.

Wie wir in dunklem Mutterschoß entstehen
und ihn zu Licht und Tätigkeit verlassen,
so lehrte Er, aus engen düstern Gassen
ins Licht zu treten, in des Geistes Wehen.

Und diesen Lehrer wollten Lehrer richten!
Umsonst versuchte ich, den Streit zu schlichten.
Ich konnte nichts mehr tun für diesen Frommen.

Wir haben abends Ihn vom Kreuz genommen,
gewaschen und gesalbt, zu Grab getragen.
Zwei Tage später hörte ich es sagen…

© Claudia Sperlich

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Karfreitag

Kreuzweg

Vom Holz bedrückt, geht barfuß Er auf Steinen.
Ein Stolpern, Fallen, mühsam Weitergehen.
Verstummt und bleich sieht Er die Mutter stehen.
Ein Fremder stützt Ihn, macht die Last zur seinen.

Auf Seiner Stirn ein Tuch, wie sanftes Wehen.
Die jähe Schwäche in geschundnen Beinen.
Die Frauen, die in Angst und Mitleid weinen.
Und wieder stürzt Er, sieht die Welt sich drehen.

Die Blöße ist zu sehn. Die Gaffer kommen.
In Unterarmen reißen Nagelwunden.
Ersticken und Verbluten und Vergehen.

Mit Leiter, Zange, Seil vom Kreuz genommen.
Im Grab verborgen, von der Welt geschwunden.
Gebrochen ist das Recht, um zu erstehen.

© Claudia Sperlich

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Gründonnerstag

Eucharistie

Ich kann es nicht begreifen, doch ich glaube,
Daß Du, mein Gott, mir wirst, was Du mir gibst,
Von mir Dich essen läßt, weil Du mich liebst,
Und ich Dich nicht vermindre, nicht beraube,

Daß Du verdunstest nicht und nicht verstiebst!
Dies ist doch Korn und Brot und Wein und Traube
Nicht Schöpfer, nur Geschöpf, ist Staub vom Staube,
Wie ich, wie was Du kelterst, was Du siebst.

So seh ich Dich, mein Gott, den Überreichen:
Du gibst Dich selbst in den geschaffnen Zeichen.
Du teilst das Brot, schenkst vielen reichlich ein.

Du bist der Gastfreund und bist Trank und Speise.
Ich nehme, esse, trinke – und ich preise.
Du lieferst Dich mir aus in Brot und Wein.

© Claudia Sperlich

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Mittwoch der Karwoche

Stammtisch in Jerusalem

So viele hat er schon dazu gebracht,
Familie, Arbeit, Häuser zu verlassen.
Er geht mit Kollaborateuren Prassen,
mit leichten Mädchen trifft er sich bei Nacht.

Er mault auch über unsre Tempelkassen.
Mit seiner Sippe hat er sich verkracht.
Die Plebs hat nun zum König ihn gemacht,
ja, er macht Eindruck auf die dummen Massen.

Erst neulich ist er in die Stadt gezogen
auf einem Esel – es war nicht mal seiner,
hat sich bejubeln lassen von der Menge.

Gesindel schob sich zu ihm durchs Gedränge.
Man liebt ihn. Er ist nicht wie unsereiner.
Denn eines stimmt – er hat noch nie gelogen.

© Claudia Sperlich

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Dienstag der Karwoche

Jesus Befreier

Du willst bestürmt sein von mir,
Gott meines Heiles,
und Du bestürmst mich darum.

Ich bitte, gewähre mir,
Herr meiner Seele,
für immer vor Dir zu knien.

Du hältst mein Herz in der Hand,
Licht meines Lebens,
Du führst mir mich selbst vor Augen.

Ich bin voll Reue und Scham,
Richter und Retter,
ich kann meine Schuld nicht tilgen.

Du bist mein Hoffnungslicht,
Jesus, Befreier,
zeig Du mir den Weg aus dem Elend.

© Claudia Sperlich

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Montag der Karwoche

Hingabe

Nicht verweigert, nicht entzogen
hat sich mir mein Herr und Gott.
Gleich wie tief ich falle, Er
trägt mich, hilft mir wieder auf,
schon im Augenblick der Bitte.

Da ich zu Ihm kam in Sünde,
da ich ohne Recht Ihn bat –
und wann wär ich denn im Recht –
hat Er Seinen Leib, Sein Blut
nicht entzogen, nicht verweigert.

Immer, wenn ich daran denke –
jeden Tag denk ich daran –
fühl ich, wie mein Herz sich dehnt,
wie es Gott entgegenwächst,
nicht entzieht und nicht verweigert.

© Claudia Sperlich

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Internetwirrsal

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