Vom Nutzen des Laptop

Es kann ja immer mal passieren, daß man eine Rechnung nicht zahlen konnte. Dann sitzt man plötzlich ohne Internet da und stellt fest, daß der Laptop eine hervorragende Bücherstütze abgibt.

Dann kann man z.B. Jan Dobraczyński lesen, Die Briefe des Nikodemus – ein Buch, das ich von Herzen empfehle, jetzt, wo alles wieder funktioniert.

Buchstütze

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Balkonien blüht

Immer prächtiger wird der Balkon – ein wirklicher Reichtum für mich!

Malven
MalveMalve

Kapuzinerkresse
PrachtwickePrachtwicke
Prachtwicke

ein mir unbekanntes Blümlein
Balkonblümchen

blaue und weiße Kornblumen
KornblumeKornblume

Klatschmohn
Klatschmohn

Max Dauthendey
Die grüne Stube

Gern ich ein Julifeld mir küre
Als grüne Stube ohne Türe.
Bin Hausherr dort, bin nicht allein,
Es ziehen tausend Mieter ein:
Die Himmel, die wie’s Feuer summt,
Die Grille, die niemals verstummt,
Die Krähe, die nach Regen schreit,
Der Himmel und die Ewigkeit.
Ich sitz‘ im grünen Staatsgemach
Und denk‘ der kleinsten Ameis‘ nach,
Und meine Möbel und Gardinen
Sie haben stündlich neue Mienen.
Heut sind Sie grau und morgen heiter,
Das Muster webt von selber weiter.
Ich kann dort ganze Stunden liegen,
Den Kopf auf meinen Schultern wiegen,
Und kommt der Abend still heran,
Hab ich unendlich viel getan;
Sah ich nur in der Hecke drin
Dengelnd ’ne kleine Schnitterin,
Und wird sie dabei etwas rot,
Dank‘ ich für meine Mieter Gott,
Bin mit der grünen Stub‘ zufrieden,
Und denk‘: man wohnt doch gut hienieden.

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Suse zum 33. Geburtstag

Bürgerliche Konventionen
Scheinen Dir bepfeifenswert,
Denn das Leben soll sich lohnen!
Frauenwitz vor Königsthronen
Zeigst Du herzlich unbeschwert.

Mit dem Mann der Wahl zur Seite
Pilger auf dem Jakobsweg:
In katholisch-frohe Weite
Heilger Geist Euch beide leite!
Bleibt im Glauben treu und reg.

Was das Leben noch wird bringen
Oder fordern, weiß ich nicht.
Doch ich bete um Gelingen,
Daß Dich schirmt wie unter Schwingen
Unser Heiland, unser Licht.

© Claudia Sperlich

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Hörnchen ohne Beweisbild

Ich schlafe im Sommer gern bei offener Balkontür. Heute wachte ich von hektisch trappelnden Schritten auf: Ein Hörnchen war ins Zimmer gekommen! Der Futternapf auf dem Fensterblech war leer, da musste es nach dem Rechten sehen.
Es wuselte durchs Zimmer, sprang auf den Schreibtisch und fraß einige Sonnenblumenkerne, die innen auf der Fensterbank lagen. Weitere sah es nur an – die lagen zwischen den beiden Fensterscheiben.
Irgendwann akzeptierte es, daß die innere Fensterscheibe seinem bohrenden Blick nicht weicht (es handelt sich um garantiert eichhörnchensicheres Spezialglas). Es huschte wieder nach draußen.

Ich stand auf und füllte ihm reichlich die Futterschale, und ich hoffe, daß es gelegentlich wieder hereinkommt. Warum es übrigens die meisten Sonnenblumenkerne auf dem inneren Fensterbrett hat liegenlassen, bleibt sein Geheimnis. Stattdessen nur gucken, an welche es nicht herankommt, ist fast menschlich.

Wenn es warm genug ist, mache ich das Fenster auf. Das ist der eigentliche Grund für die bei geschlossenem Fenster unerreichbaren Kerne. Und ich irgendwann habe ich dann auch ein Beweisphoto von Hörnchen in der Wohnung.

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Frisches Brot

Roggen-Weizen-Mischbrot mit Olivenöl und Koriander.
Brot backen ist kaum aufwendiger als Brot kaufen – aber viel besser.

Brot

Gerhard Tersteegen
Das tägliche Brot

Denk nicht ans künftige Geschäfte,
Wenn’s da ist, gibt Gott Licht und Kräfte.
Im Vorrat hast du’s ja nicht not:
Was willst du mehr, als täglich Brot?

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Vertrauensvolles Hörnchen

„Nicht gleich hysterisch wegrennen, wenn die Frau die Kamera hebt“ bedeutet für ein Eichhörnchen schon Heldenmut. Denn man kann ja nie wissen, vielleicht ist die Kamera ja doch gefährlich.
Dies Hörnchen ist beinah zutraulich; es ließ sich am offenen Fenster sehr lange beobachten und ablichten.

Eichhörnchen
Eichhörnchen
Eichhörnchen
Eichhörnchen
Eichhörnchen
Eichhörnchen

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Peter Esser zum 54. Geburtstag

Der das deutsche Bischofswesen
Und moderne Katechesen
Spitz befiedert karikiert,
Der dem Herren dient voll Freude,
Trotzig-fromm im Weltgebäude
Vetus Ordo ministriert,

Er sei heute hoch erhoben!
Ja, den Herren muss man loben,
Für des Zeichners Witz und Mut!
Mög ihm Gott in Gnaden geben
Gern nochmal so langes Leben,
Sichre Hand und Geistes Gut.

© Claudia Sperlich

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Mein Vater Martin Sperlich

Vor dreizehn Jahren starb Martin Sperlich.
Aus diesem Anlass hole ich ein Gedicht vor, das ich ihm im vergangenen Jahr geschrieben habe.

Meinem Vater zu Allerseelen

Wie ein Niegewesen
kreist der blaue Ball
Zeichen ungelesen
stumm im leeren All

Martin Sperlich

Gesucht und nicht gefunden
die Wahrheit im Menschenleben.
Hat vielen vieles gegeben,
ist ganz und gar mir verschwunden.

Ich weiß nicht, wo er gelandet.
Hat Gott ihn zu sich genommen?
Wird er noch zu Ihm kommen?
Oder ist er gestrandet?

Es geht nicht ums Wiedersehen,
um meine Sehnsucht gehts nicht.
Aber es geht um das Licht –
es geht um das Auferstehen.

Die fromme Mutter geflohen,
er selbst vom Führer verführt.
Dann hat er das Unrecht gespürt
und bereut – man musste nicht drohen.

Hat Wahrheit in Bildern gesehen
und Stückwerk fürs Ganze gehalten.
Er liebte geschaffne Gestalten
und lehrte mich, Kunst zu verstehen.

Ein Heiliger war er zwar nicht.
Doch treu und tapfer im Tragen
von schweren und schönen Tagen.
Sei ihm gnädig, Herr, im Gericht.

© Claudia Sperlich

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Termine

Ein Blick auf meinen Terminkalender lohnt meistens.

Eben bekam ich einen Anruf von der Arche Potsdam. Am 12. Juli um 19.30 Uhr sollte dort jemand über den Heiligen Dominicus sprechen. Der Referent hat abgesagt, und nun wurde ich gefragt, ob ich nicht trotz der kurzen Vorbereitungszeit bitte, bitte könnte…

Aber ja. Ich kann.

Und dann, aus organisatorischen Gründen, muss der Vortrag über den Kirchenlehrer Ambrosius (geplant für den 20. September) leider verschoben werden. Genaueres wird noch bekanntgegeben.

Nun gut.

Ich freue mich über ein bißchen mehr Vorbereitungszeit für Ambrosius und sehr kurze Vorbereitungszeit für Dominicus. Denn, frei nach Karl Valentin: Wenn ich mich ärgere, muss ich ja auch vorbereiten.

Und morgen bin ich um 16.30 Uhr auf Radio Horeb zu hören zum Thema „Wie gelangt der Mensch zur Seligkeit?“

Bei dieser Gelegenheit darf ich darauf hinweisen, daß ich auch für Geld bereit bin zu arbeiten. Die genannten Vorträge halte ich für Gotteslohn.

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Frühsommer-Vanitas

Ein Spaziergang durch Friedenau ist fast immer eine Freude für Liebhaber des Vanitas-Stillebens, besonders aber jetzt, wo so viel blüht und die ersten Rosen schon welken. Wenn dann noch Insekten und ein einzelner Meisenflügel dazukommen, fragt man sich: Wo ist jetzt bitteschön der nächste beste flämische Maler?

Wiesenblumen auf dem BalkonPetersilie
Vorgarten
CIMG0007Rosen
Wicke mit Hummel
Margerite mit BieneWicke und Rose
Lavendel
welkende RoseWicke mit Hummel
Wicke mit HummelWicken am Zaun

Et in Arcadia ego!
Meisenflügel

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