Dienstag der Karwoche

Jesus Befreier

Du willst bestürmt sein von mir,
Gott meines Heiles,
und Du bestürmst mich darum.

Ich bitte, gewähre mir,
Herr meiner Seele,
für immer vor Dir zu knien.

Du hältst mein Herz in der Hand,
Licht meines Lebens,
Du führst mir mich selbst vor Augen.

Ich bin voll Reue und Scham,
Richter und Retter,
ich kann meine Schuld nicht tilgen.

Du bist mein Hoffnungslicht,
Jesus, Befreier,
zeig Du mir den Weg aus dem Elend.

© Claudia Sperlich

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Montag der Karwoche

Hingabe

Nicht verweigert, nicht entzogen
hat sich mir mein Herr und Gott.
Gleich wie tief ich falle, Er
trägt mich, hilft mir wieder auf,
schon im Augenblick der Bitte.

Da ich zu Ihm kam in Sünde,
da ich ohne Recht Ihn bat –
und wann wär ich denn im Recht –
hat Er Seinen Leib, Sein Blut
nicht entzogen, nicht verweigert.

Immer, wenn ich daran denke –
jeden Tag denk ich daran –
fühl ich, wie mein Herz sich dehnt,
wie es Gott entgegenwächst,
nicht entzieht und nicht verweigert.

© Claudia Sperlich

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Internetwirrsal

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Gesegneten Palmsonntag!

Sowie eine gesegnete Karwoche wünsche ich allen Lesern!
Eigentlich ist Karwoche (d.h. „Jammerwoche“) ein schlechtes Wort für die Woche, die uns an das Erlösungswerk Jesu Christi erinnert. In französischer, englischer und holländischer Sprache ist es die Gute Woche mit dem Guten Freitag. Verlieren wir das nie aus dem Blick!

Die Zweige, die heute gesegnet wurden, gleich ob Buchsbaum oder Olivenbaum oder Palme, mögen uns daran erinnern.

Kreuz mit Palmarumzweigen
Kreuz mit PalmarumzweigenKreuz mit Palmarumzweigen
Kreuz mit Palmarumzweigen
Kreuz mit Palmarumzweigen

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Palmarum

Palmzweige

Ich habe Dir nichts vor die Füße zu breiten
als meine Sünden und Schwächen,
meine Gebrechen,

und wenn die Gedanken in Schrift sich verdichten,
Worte, die manchmal gelingen,
dann noch mein Singen.

Das Schlimme, das ich aus mir selber geschaffen,
Gutes, das Du mir gegeben –
das ist mein Leben.

Dies schillernde Leben aus Gift und aus Freude
leg ich, mein Herr, den ich grüße,
vor Deine Füße.

© Claudia Sperlich

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Samstag der fünften Fastenwoche

Joseph

Er wurde nie von seinem Herrn gefragt,
ob er den sonderbaren Ziehsohn wollte.
Er lernte träumend, wie er handeln sollte –
und blieb bei ihr und hat sich nicht beklagt.

Schon möglich, daß er trauerte und schmollte,
vielleicht von Zorn und Zweifel angenagt.
Doch hat das Ungewohnte er gewagt,
als das verheißne Wort ihn überrollte.

Er richtete, so gut es ging, die Hütte
und legte seinen Mantel auf die Schütte,
damit Maria weich lag und der Knabe.

Er brachte beide durch als Gastarbeiter.
Die Träume blieben seine Wegbereiter.
Vielleicht sah er den Sohn als Gottesgabe.

© Claudia Sperlich

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Freitag der fünften Fastenwoche

Du kamst als Sturm

Du kamst nicht wie ein leichtes Säuseln,
Du kamst als Sturm, der meine Knie beugte.
Du kamst – und ich erkannte Dich nicht sicher,
ich fragte, und Du gabst mir keine Antwort.
Du drängtest mich: Bereue, büße, glaube!
Ich fragte Dich: Bist Du es, Herr? Du, Jesus?
Da sagtest Du nicht Ja, nicht Nein – bestürmtest
mein Herz, Dir zu vertrauen und zu glauben.
Wer sonst als Du soll mich vertrauen heißen?

Herr, ich bin schwach und schände Deine Gaben,
bin leicht wie dürres Laub und träg wie Steine
und bitte Dich: Lass tiefer mich bereuen
und lass mich ernster büßen meine Sünden,
und gib, Herr Jesus Christus, daß ich liebe.

© Claudia Sperlich

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Donnerstag der fünften Fastenwoche

Gertraud von Nivelles

Gertraud saß und Gertraud spann
schon seit Winters Kommen,
spann und betete und sann
voll Gedanken, frommen.

Gertraud hört die Engel schon,
hört das Wort des Herren,
aber nicht der Amsel Ton,
nicht Jungvogels Sperren.

Plötzlich aus des Rockens Flausch
hört sie etwas pfeifen!
Gertraud fühlt sich wie im Rausch,
spürt die Lüfte streifen

sanft ihr liebes Angesicht,
lächelt fast verwegen:
Herr, mein Leben und mein Licht,
laß mich niederlegen

nun den Rocken, und die Maus
mag ihr Nest drin bauen!
Frühling schickst Du mir ins Haus,
nun will ich ihn schauen!

Gertraud mit der Heilgenkron
hilft, so will die Sage,
gegen Dummheit, Stumpfsinn, Fron,
gegen Rattenplage.

© Claudia Sperlich

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Mittwoch der fünften Fastenwoche

Gnade und Freiheit

Herr, nur in Deiner Nähe kann ich leben,
Selbst wenn ich diese Nähe nicht mehr spüre.
Selbst wenn ich Deine Fülle nie erführe,
Wär ich von Deiner Gnade ganz umgeben.

Du rührst mich an, damit ich selbst mich rühre,
Dich suche, statt im alten Trott zu kleben.
Du willst mit Deiner Liebe mich verweben,
Du öffnest mir zu Deinem Licht die Türe.

Du reichst die Hand – ich darf sie nur erfassen,
Du zeigst den Weg – ich darf mich führen lassen,
Du bietest alles – ich darf es nur wollen.

Du zwingst mich nicht. Du willst mich nur beschenken.
Und folg ich Dir und lasse Dich mich lenken,
Dann blüht die Freiheit mir aus allem Sollen.

© Claudia Sperlich

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Das Hymnarium kann gekauft werden!

Es ist als Hardcover (16,99), Paperback (9,99) und e-book (3,99) erhältlich. Man kann es kaufen, lesen, auswendig lernen, verschenken, rezensieren, in der nächsten Pfarrei anpreisen.

Für mich ist am günstigsten, Sie kaufen es bei ihr persönlich (Bestellung über Kontaktseite). Die zweitgünstigste Möglichkeit ist der Kauf über tredition. Ob Sie über einen Großversand bestellen oder beim Buchhändler Ihres Vertrauens, ist für die Autorin gleichgültig, sie rät aber: Wenn schon Versand, dann bitte über die Buchhandlung Schwericke. Das geht genauso schnell wie bei den Amazonen, kostet keinen Cent mehr, unterstützt aber den Einzelbuchhandel.

Ich freue mich so sehr! Ob ich meine Exemplare noch in dieser Woche bekomme, weiß ich allerdings nicht. In der Karwoche ruht bei mir alles, was irgendwie mit Geschäft zu tun hat (außer daß ich natürlich weiter schreiben werde, das geht ja nun mal nicht anders). Aber spätestens in der Weißen Woche kann ich das Hymnarium auch versenden.

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