Darf man lachen?

Es gehört sich nicht, laut zu lachen, wenn gerade jemand neben einem umgebracht wurde. Es ist geschmacklos, wenn das ZDF unmittelbar nach dem Bericht über einen Amoklauf in München Comedy sendet.

In den sozialen Medien – in denen sich soziales ebenso wie unsoziales Handeln sehr bemerkbar abspielt – haben weinende Smileys, hasserfüllte Pauschalurteile und Verschwörungstheorien Hochkonjunktur. Attentate in Würzburg und Ansbach, ein Amoklauf in München, der Mord an einer Schwangeren mittels Machete in Reutlingen, von Nizza, Bagdad und Kabul ganz zu schweigen – das Böse ist mächtig, da werden mir selbst die zustimmen, die den Bösen für ein bloßes Horrormärchen halten. In der Tat ist es zum Weinen, und auf die Frage, was ich gegen das Böse in der Welt tue, kann ich auch nur sagen: Beten – und zu meiner jesidischen Mitbewohnerin und möglichst vielen anderen Menschen freundlich sein.

Also, flugs alles mit Trauerflor versehen, „Je suis Nice et Würzburg et Ansbach et Bagdad et Kaboul“ als Avatar nehmen, Je suis la Betroffenheit, und zum Lachen in den Partykeller gehen? Ohne mich, bitte. Pauschalurteile und Hassparolen sind bitte ebenso zu unterlassen, denn sie sind dumm.

Ich habe nah am Wasser gebaut, und je älter ich werde, desto leichter kommen mir die Tränen – vor Rührung ebenso wie vor Trauer, leider zuweilen auch vor Selbstmitleid. Ganz genau lässt sich nicht immer sagen, welche Gefühlslage mir jetzt schon wieder das Wasser in die Augen treibt. Und natürlich bin ich traurig, wenn Menschen sinnlos sterben, habe ich Sorgen, daß Terroristen oder andere Durchgeknallte auch in meiner unmittelbaren Nachbarschaft in Berlin auftreten.

Sehr nah waren terroristische Akte mir zweimal, als ich noch eine Jugendliche war. Die RAF zündete eine Bombe in einem Einkaufzentrum, in dem meine Mutter öfter mal Kundin war – glücklicherweise nicht an jenem Tag. Ein Drohanruf der RAF (oder eines Trittbrettfahrers) bei uns zu Hause, mit der Ankündigung, im Schloss Charlottenburg eine Bombe zu zünden, wurde von mir entgegengenommen, während der Rest der Familie beim Abendbrot saß – außer meinem Vater, der noch spät abends in seinem Büro im Schloss Charlottenburg war. Ich habe damals sofort die 110 gewählt. Ob der Anruf ein übler Scherz oder eine echte Drohung war, habe ich nie herausbekommen. Ich glaube mich zu erinnern, daß mir das Lachen damals einige Stunden lang verging.

Aber ich werde nicht einen ständigen Trauerflor in Blick und Stimme haben. Wenn Terroristen und andere Übeltäter mich dahin bringen, das Lachen zu verlernen, haben sie einen Sieg errungen. Ich kann nicht nur leicht weinen, ich kann auch gut lachen – und ich will nach Möglichkeit fröhlich sein. Den Humor der Heiligen will ich haben, den eines Laurentius, der auf einem Rost zu Tode gebracht wurde und dem Henker sagte, er möge ihn umwenden, die eine Seite sei gar. Den eines Dominicus, der auf die Morddrohung katharischer Hooligans sagte, sie mögen ihn bitte schön langsam und qualvoll umbringen, damit er einen besseren Platz im Himmel bekomme. (Sie ließen es übrigens sein. Ich vermute, sie waren entsetzt über diesen Irren.)

Risus paschalis, Osterlachen, heißt ein alter kirchlicher Brauch. Dem Bösen ins Gesicht lachen ist sicher nicht einfach – aber auch nicht schlecht. Ganz im Gegenteil.

Platte Comedy am Tatabend ist und bleibt geschmacklos. Aber eine ständige Aufforderung zum Zeigen der Betroffenheit, eine soziale Verpflichtung zu hängenden Mundwinkeln, wahlweise zu traurigen Avataren, ist nicht nur keine Lösung – sie spielt dem Bösen in die Hände.

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Auf der Pfaueninsel

Zu dritt waren wir dort: die Jesidin Seve, ihre Nachhilfelehrerin und ich. Und sehr schön war das! Für die Jesiden hat der Pfau eine besondere Bedeutung: Melek Taus, der oberste Engel, wird in Pfauengestalt dargestellt.

Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen, öfter mal auf die Pfaueninsel zu fahren, schon weil es dort so wunderbar ruhig ist.

Pfaueninsel - SchlossPfau
Pfaueninsel - HortensienPfaueninsel
PfaueninselPfaueninsel
PfaueninselPfaueninsel
PfaueninselPfaueninsel
PfaueninselPfaueninsel
PfaueninselPfaueninsel
PfauPfau
PfauPfau
Pfau
PfauPfau
PfauPfaueninsel - Voliere
Pfaueninsel - Hühner in der VolierePfaueninsel - Silberfasan in der Voliere
Pfaueninsel

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Heilige Maria aus Magdala, bitte für uns

Manchmal braucht die Kirche eben ein bißchen länger – aber irgendwann ist dann der Gedenktag der Apostola apostolorum doch hochgestuft zum Feiertag.

Noli me tangere

Rabbuni!

Kein weiteres Wort
vor dem Ersehnten, dem Totgewussten,
dem Auferstandnen, der Liebe.

Mirjam!

Nur niederknien,
die Lippen schon Seinen Füßen nähern –

Berühre mich nicht!
Die harten Worte so sanft gesprochen –

Sag es den andern, dein Leben lang,
durch alle Zeiten, sage: Er lebt!

Und dann am Ende
ist alles Leben, sind alle Zeiten
nur eine kurze Unterbrechung,
nur die Zeit zwischen Kniefall und Kuss.

© Claudia Sperlich

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Hörnchen wird mutig

Es bleibt ihm auch nichts anderes übrig – auf dem Fensterblech gibt es heute kein Futter. Am Schreibtisch sitze ich, mit der drohenden Kamera in der Hand. Und auf dem inneren Fensterbrett sind Sonnenblumenkerne.
Man kann es ja mal wagen.

EichhörnchenEichhörnchen
EichhörnchenEichhörnchen
EichhörnchenEichhörnchen
EichhörnchenEichhörnchen

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Vorträge

Für Radio Horeb habe ich nun schon mehrmals gearbeitet – und es geht weiter. Das ist die Art von Katechese und Bildungsarbeit, zu der ich willens und imstande bin! Drei Vorträge sind nun in Arbeit zum Thema „Das stichdunkle Mittelalter – die völlig falsche Mittelalterrezeption des 19. Jhs.“; der erste wird am 29.9. um 20.30 gesendet, live, die Hörer werden Gelegenheit bekommen, mir Fragen zu stellen.

Auch in der Arche Potsdam war ich schon mehrmals und werde dort am 29. November um 19.30 Uhr über den Kirchenlehrer und Dichter Ambrosius sprechen, ebenfalls mit anschließender Möglichkeit zum Gespräch.

Wie wäre es denn, wenn ich mehr davon mache? Ich bin bereit, auch für andere Veranstaltungen Vorträge und Reden zu schmieden. Einfach Bescheid sagen!

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Malerarbeiten

Was tut man nicht alles für liebe Freunde!

In diesem Falle – eine nicht mehr benötigte Wohnung weiß anmalen.
Die banalsten Dinge sind schön, wenn man sie für nette Menschen macht.

Renovierung
Renovierung

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Gelungener Abend in Potsdam

Gestern habe ich in der Arche Potsdam vor einer angenehmen Zahl aufmerksamer Zuhörer über den Heiligen Dominicus geredet – das war ein sehr schöner Erfolg!

Mein nächster Termin dort steht nun auch schon fest – am 29. November werde ich über den Kirchenlehrer Ambrosius reden. Und fürs nächste Jahr – noch ohne genaueren Termin – ist ein Vortrag geplant zur Entwicklung der Religiosität nach der großen Pest.

Potsdam ist übrigens immer wieder zauberhaft schön.

Fassade in Potsdam
Fassade in Potsdam
Fassade in Potsdam

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Absolut dunkelkatholisch!

Jetzt bin ich sogar schon auf kath.net veröffentlicht in der Causa Sternberg!

Und dann ist ja auch bekannt, daß ich morgen zum Albigenserkreuzzug aufrufen werde.

Ein Hinweis: Ironieresistente und pöbelhafte Kommentare werden gelöscht, außer sie sind unfreiwillig so saukomisch, daß ich sie meinen Lesern zeigen möchte. Das wäre Zensur, wenn ich ein Staat oder der Sonnenkönig wäre. Bin ich nicht, ist es also nicht. Seine Gesprächspartner darf man sich als Privatmensch nämlich aussuchen – sogar im Internet.

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Morgen in der Arche: Prediger und Katharer

Dienstag, 12. Juli
Dominicus – Prediger und Ordensgründer
19.30 Uhr
Arche Potsdam
Am Bassin 2
14467 Potsdam

Nicht vergessen: In der Arche Potsdam spreche ich morgen über den Heiligen, der vollständig gewaltfrei, allein durch das Wort, durch Argumente, gegen machtvolle Häresien anging.
Und auch heute brauchen wir gute katholische Prediger gegen die zahlreichen Häresien unserer Zeit. Vielleicht ist mein Vortrag schon deshalb hörenswert.

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NEIN, das ZdK vertritt mich NICHT!

In einem Kommentar wurde mir auf höchst besserwisserische Weise gesagt: Ich betreibe billige Verhetzung (vermutlich, weil ich eine Jesidin beherberge und ihr zuhöre, wenn sie von ihren berechtigten Ängsten spricht – oder weil ich die Stirn habe zu behaupten, es gebe in Flüchtlingsheimen Gewalt durch muslimische und gegen christliche und jesidische Flüchtlinge), und hinzugefügt:

Und jeder deutsche Katholik sollte einsehen: Auch mich vertritt das ZdK.

Das Zentralkomittee der deutschen Katholiken ist eine nichtstaatliche, nichtkirchliche Laienorganisation in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Ob ich zu ihr gehören möchte oder nicht, ob ich von ihr vertreten werden möchte oder nicht, ist allein meine Angelegenheit. Wikipedia weiß: „Das ZdK wird entsprechend dem Dekret des II. Vatikanischen Konzils über das Laienapostolat (Nr. 26) von der Deutschen Bischofskonferenz als Koordinationsgremium anerkannt, stellt jedoch kein Organ der Kirche oder eine Vertretung aller katholischen Laien dar.“ Ich muss diesem Verein nicht angehören, nicht billigen, was er sagt, nicht hinnehmen, was er publiziert – und mich in keiner Weise von ihm „vertreten“ lassen.

Hier noch einmal ganz ausdrücklich:

Menschen, die das Lehramt der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche alle Naselang unterlaufen und die zudem behaupten, man dürfe auf keinen Fall christliche Flüchtlinge so unterbringen, daß sie vor Übergriffen durch muslimische Flüchtlinge ein für allemal geschützt sind, vertreten mich nicht. Das ZdK besteht aus solchen Menschen.

Den Chef meines Zentralkomittees rede ich nicht mit „Herr Sternberg“ an, sondern mit „Heiliger Vater“.

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