An meinen Cappuccino

O milchgeschäumtes Herz im Kaffeehafen!
O schwärzlichbrauner Wachtrunk meiner Seele!
Du gibst, daß ich den Schreibtisch nicht verfehle,
Du lässt mich schreiben und nicht etwa schlafen!

Du rinnst so sanft durch die geschundne Kehle,
Du milderst harter Arbeit lange Strafen,
Und wo dich eines Kekses Krümel trafen,
Wächst mir ein Jubel, den ich nicht verhehle.

Den Cappuccino achtet nicht gering,
Er kann im Frieden Schwarz und Weiß vermählen
Will vom Geschmack der Liebe uns erzählen.

Zwar ist auch er vergänglichs Menschending,
Und einst vergehen selbst die Kaffeebohnen,
Doch in der Zeit soll ihn mein Lied belohnen!

© Claudia Sperlich

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
Dieser Beitrag wurde unter Literatur, Weltliches abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu An meinen Cappuccino

  1. Auch Cappuccino kann man selber machen. Ein Milchaufschäumer kostet nicht die Welt und hat sich nach mindestens zwei Tassen amortisiert. Und mit dem Satz des Kaffees in dem Cappucchino kann man noch andere Sachen anstellen.

  2. akinom schreibt:

    Wir werden Miesepeter, wenn wir die kleinen Freuden des alltags nicht mehr beachten! Vielen Dank für die Erinnerung!

  3. gerd schreibt:

    Guckst du hier:

  4. Chris schreibt:

    Selbst Kaffeebohnen vergehen eines Tages?? Ich hoffe doch, dass es im Neuen Jerusalem ein paar Kaffeebars gibt! 😉

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